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Go to shop › Politics - Topic: Globalization, Political Economics

Japan - Modell einer Wohlfahrtsgesellschaft

Title: Japan - Modell einer Wohlfahrtsgesellschaft

Presentation (Elaboration) , 2000 , 17 Pages , Grade: Keine

Autor:in: MA pol. Oliver Kluck (Author), Marcus Laack (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics

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Summary Excerpt Details

In der deutschen Literatur zur Politik Japans ist der Anteil über die wirtschaftliche Strukturen und der Möglichkeiten der Übertragbarkeit auf westliche Industrieländer der Umfangreichste, über die Sozialpolitik Japans sind nur wenige Untersuchungen zu finden.1 In der historischen Entwicklung vom Warfarestate zur Wohlfahrtsgesellschaft hat Japan zuerst deutsche, nach 1945 auch amerikanische Modelle der Sozialpolitik übernommen. Erst in den siebziger Jahren forcierte die japanische Regierung, unter der LDP (Liberal Demokratische Partei) ein Modell, das an traditionellen Normen orientiert sein sollte.
Die Besonderheit in Japans Sozialpolitik ist die starke Orientierung am Subsidaritätsprinzip, in dem sich in Japan nicht nur die Familie wiederfindet, sondern das Institutionen übergreifend wirkt, hierbei sowohl die Betriebe, als auch den Staat, als "großen Vater", mit einschließt. Hier zeichnet sich der stark in der japanischen Gesellschaft verwurzelte Konfuzianismus ab, in der die Philosophie von Herrschaft und Diener ein Grundprinzip von Gesellschaft darstellt.
Die japanische Wirtschaft befindet sich heute, kurz vor Ende des Jahrtausends, in einer schweren wirtschaftlichen Krise, die ihre Auswirkungen auch auf die soziale Absicherung hat. Die rapide zunehmende Überalterung der Gesellschaft und das Auseinanderbrechen der drei Generationenfamilie sind zusätzliche Faktoren, für eine zunehmende Destabilisierung der japanischen Wohlfahrt.
Anhand unseres Referates wollen wir ersten die Entwicklung des japanischen Sozialstaates aufzeigen, zweites die heute existierenden sozialen Absicherungen und drittens die aktuellen Probleme aufzeigen und einen Ausblick auf die Zukunft der japanischen welfare society wagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Kurzer historischer Abriß

Zur Genese der japanische "Wohlfahrtsgesellschaft"

3. Genossenschaften zur gegenseitigen Unterstützung (kyôsai kuminai)

4. Betriebliche und staatliche Krankenkassen in Japan nach 1945

5. Japans Sozialpolitik mit besonderen Blick auf die Familie

5.1 Historischer Aspekt

5.2 Die alternde Gesellschaft

5.3 Die Auflösung der Drei-Generationen-Familie

6. Die betriebliche Organisation

7. Die Krise der japanischen Wirtschaft und ihre Folgen für die Wohlfahrtsgesellschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die spezifischen Charakteristika des japanischen Sozialstaats, der stark auf paternalistischen Strukturen und einer tiefen Verankerung des Konfuzianismus basiert. Ziel ist es, den historischen Wandel von traditionellen Familiensystemen hin zu einer modernen Industriegesellschaft zu beleuchten, die sozialen Absicherungsmechanismen zu analysieren und die destabilisierenden Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise auf die japanische Wohlfahrtsgesellschaft kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Genese und Entwicklung der japanischen Sozialpolitik
  • Die Rolle der betrieblichen Organisation und paternalistischer Bindungen
  • Soziale Auswirkungen der demographischen Alterung und Familienauflösung
  • Analyse der japanischen Wirtschaftskrise und deren Folgen für die soziale Absicherung

Auszug aus dem Buch

6. Die betriebliche Organisation

Die betriebliche Arbeitsorganisation in Japan weist bestimmte Eigentümlichkeiten gegenüber der Strukturierung von Arbeitsprozessen in den westlichen Industrieländern nach bürokratischem und streng hierarchischem Muster auf. Ein besonderer Zusammenhang ergibt sich hier gerade vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Strukturwandels und den daraus resultierenden neuen Produkten und Produktionsprozessen. Neben der zweifellos immer noch verbreiteten Massenproduktion einfacher Güter und Dienstleistungen in tayloristischer bzw. fordistischer Produktionsweise führt die fortschreitende wirtschaftliche Entwicklung zu immer höheren Anforderungen an die Firmen aufgrund stärker ausdifferenzierter Kundenwünsche. Damit geht eine Spezialisierung der Märkte einher und es wird eine zunehmende Komplexität der Produktionstechniken erforderlich. Neuartige Produktionsabläufe machen eine starre Schematisierung der Arbeitsprozesse häufig unmöglich. Die Bezeichnung "flexible Spezialisierung" umschreibt eine adäquate Unternehmensorganisation.

Die höhere Flexibilität und Innovationskraft des japanischen Organisationstypus gegenüber den rationalen westlichen Bürokratien wird u.a. verantwortlich gemacht für die japanische Überlegenheit auf dem Weltmarkt. Seit den 80er Jahren wurde die Lehre der japanischen Produktionsorganisation (z.B. totale Qualitätskontrolle, Qualitätszirkel, betriebliches Vorschlagswesen) im Westen zunehmend populär und Teile ihrer Prinzipien fanden Eingang in hiesige Unternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Es wird die historische Entwicklung Japans vom "Warfare State" zur Wohlfahrtsgesellschaft skizziert und die Zielsetzung der Untersuchung dargelegt.

2. Kurzer historischer Abriß: Dieses Kapitel behandelt die Meiji-Restauration und die damit einhergehenden wirtschaftlichen sowie sozialen Reformen, die den Grundstein für die frühe Sozialpolitik legten.

3. Genossenschaften zur gegenseitigen Unterstützung (kyôsai kuminai): Die Entstehung betrieblicher Unterstützungssysteme als Reaktion auf innerbetriebliche Ungerechtigkeiten und den Zerfall traditioneller Strukturen wird analysiert.

4. Betriebliche und staatliche Krankenkassen in Japan nach 1945: Es werden der Aufbau des Gesundheitssystems nach dem Zweiten Weltkrieg und die Herausforderungen durch eine alternde Gesellschaft beschrieben.

5. Japans Sozialpolitik mit besonderen Blick auf die Familie: Dieses Kapitel fokussiert auf den Wandel von der konfuzianisch geprägten Familien- und Nachbarschaftshilfe hin zur modernen sozialen Problematik der alternden Gesellschaft.

6. Die betriebliche Organisation: Hier wird der japanische Organisationsmodus als System der "totalen Inanspruchnahme" und flexibler Spezialisierung gegenüber westlichen Modellen charakterisiert.

7. Die Krise der japanischen Wirtschaft und ihre Folgen für die Wohlfahrtsgesellschaft: Abschließend werden die Ursachen der Wirtschaftskrise seit den 1990er Jahren und deren gravierende Folgen für die soziale Stabilität und das Beschäftigungssystem untersucht.

Schlüsselwörter

Japan, Sozialpolitik, Wohlfahrtsgesellschaft, Meiji-Restauration, Genossenschaften, Krankenkassen, Konfuzianismus, alternde Gesellschaft, Drei-Generationen-Familie, Betriebsorganisation, Wirtschaftskrise, Arbeitsmarkt, Senioritätsprinzip, Beschäftigungspolitik, Sozialreformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und der besonderen Ausgestaltung der japanischen Wohlfahrtsgesellschaft unter Berücksichtigung kultureller, ökonomischer und politischer Einflussfaktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen zählen die historische Entwicklung der Sozialgesetzgebung, das System der betrieblichen Fürsorge, die demographischen Herausforderungen und die Auswirkungen der langanhaltenden Wirtschaftskrise auf den japanischen Sozialstaat.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die Entwicklung des japanischen Sozialstaates aufzuzeigen, den Status quo der sozialen Absicherung zu analysieren und einen Ausblick auf die zukünftigen Probleme der japanischen "welfare society" zu wagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Untersuchung verwendet?

Die Autoren nutzen eine historische sowie sozio-ökonomische Analyse, um die Transformation des japanischen Modells im Vergleich zu westlichen Industrieländern zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung historischer Reformen, die Rolle des Familiensystems, betriebliche Organisationsmodelle sowie die detaillierte Darstellung der Wirtschafts- und Finanzkrise der 1990er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie japanisches Wohlfahrtsmodell, Senioritätsprinzip, alternde Gesellschaft, betriebliche Sozialpolitik und die wirtschaftliche Krise seit 1990 definieren.

Welche Bedeutung kommt dem Konfuzianismus für die japanische Sozialpolitik zu?

Der Konfuzianismus prägt laut Arbeit das Verständnis von Herrschaft und Unterordnung sowie die starke Orientierung am Subsidiaritätsprinzip, bei dem die Familie als primäre Instanz der Wohlfahrt fungiert.

Warum ist das japanische Modell der lebenslangen Beschäftigung heute unter Druck?

Aufgrund der Wirtschaftskrise und der Notwendigkeit, Kosten zu senken, entfernen sich Unternehmen zunehmend vom traditionellen Prinzip der lebenslangen Beschäftigung zugunsten einer leistungsorientierten Entlohnung.

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Details

Title
Japan - Modell einer Wohlfahrtsgesellschaft
College
University of Hannover
Course
Sozialstaaten im internationalen Vergleich
Grade
Keine
Authors
MA pol. Oliver Kluck (Author), Marcus Laack (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V50540
ISBN (eBook)
9783638467414
ISBN (Book)
9783640934041
Language
German
Tags
Japan Modell Wohlfahrtsgesellschaft Sozialstaaten Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA pol. Oliver Kluck (Author), Marcus Laack (Author), 2000, Japan - Modell einer Wohlfahrtsgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/50540
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