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Willensfreiheit des Menschen. Free Will Defense

Leiden als Preis der Freiheit?

Titel: Willensfreiheit des Menschen. Free Will Defense

Seminararbeit , 2015 , 15 Seiten , Note: 2,60

Autor:in: Sebastian Riedel (Autor:in)

Theologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit bezieht sich auf die Lehrveranstaltung (LV) „Probleme der Fundamentaltheologie - Materialproben zur Rationalität des Glaubens“, abgehalten im Sommersemester 2015 an der Universität Salzburg und thematisiert einen zentralen Aspekt der so genannten Theodizee-Frage. Gemeint ist die Frage nach der Rechtfertigung des Glaubens an einen guten, allmächtigen und allwissenden Gott angesichts offensichtlich sinnlosen Leids in der Welt. Sie ist eine zentrale Frage-Stellung des theologischen Diskurses insgesamt, im Speziellen jedoch auch der Fundamental-Theologie. Die vorliegende Seminararbeit widmet sich einem Haupt-Argument zur Belegung der Widerspruchsfreiheit des Gottglaubens, dem „Argument auf Basis der Willensfreiheit des Menschen“, der so genannten free will defense. Ziel ist es dabei, sowohl die Widerspruchsfreiheit des Gottglaubens zu belegen, als auch die Plausibilität der Annahme von Gottes Existenz, zu argumentieren. Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der Thematik kann in der vorliegenden Arbeit nur ein grober Überblick bzw. ein Auszug, gegeben werden. Sie kann keineswegs den Anspruch erheben, das Thema erschöpfend und vollständig zu behandeln. Die Argumentation stützt sich im Wesentlichen auf die Ausführungen im Buch „Theodizee“ von Klaus von Stosch, dessen Lektüre auch wesentlicher Inhalt der schon erwähnten LV war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Inhalt und Ziel der Arbeit

2. Existenz der Freiheit

3. Der Wert der Freiheit

4. Determinierung der Willensfreiheit

5. Leiden als Preis der Freiheit?

6. Das Leben trotzdem bejahen?

7. Fazit, Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Theodizee-Frage im Kontext der "free will defense" und geht der Frage nach, ob der Glaube an einen allmächtigen und gütigen Gott angesichts des Leids in der Welt rational zu rechtfertigen ist, indem sie die Bedeutung menschlicher Willensfreiheit als zentrales Argument analysiert.

  • Zusammenhang zwischen Willensfreiheit und Theodizee-Problematik
  • Neurowissenschaftliche und philosophische Perspektiven auf Freiheit
  • Der ethische Wert libertarischer Freiheit im Vergleich zur Determination
  • Die Rolle des Leids als notwendiger Preis der Freiheit
  • Eschatologische Ansätze zur Bejahung des menschlichen Daseins

Auszug aus dem Buch

3. Der Wert der Freiheit

Wenn menschliche Willensfreiheit angenommen bzw. postuliert werden kann, stellt sich nun die Frage nach dem Wert dieser Freiheit. Es bedarf der Klärung, ob eine Welt mit libertarisch-freien Menschen überhaupt gewünscht werden soll15. Zur Klärung der Frage, ob das freie Dasein in dieser Welt, einem unfreien Dasein vorzuziehen ist oder nicht, greift Klaus von Stosch auf ein Gedankenexperiment mit folgender Ausgangslage zurück: Angenommen Mann A verliebte sich in Frau B, diese erwidert die Liebe jedoch nicht. Mann A besäße jedoch eine „Liebes-Pille“, mit der er Frau B dazu bringen könnte, sich in ihn zu verlieben. Ist es für Mann A nun erstrebenswert, diese Pille auch anzuwenden, Frau B also zu determinieren? Wohl würden die meisten Menschen eine solche Vorgangsweise ablehnen und stattdessen versuchen, die Liebe von Frau B „auf natürlichem Wege“ zu gewinnen.16 Schließlich hat Liebe wesentlich mit Freiheit zu tun, wie auch Sören Kierkegaard feststellt: „Nur solche Liebe, die keinen Zweck und kein Umzu kennt, ist freie Liebe; und nur solche freie Liebe ist im Blick auf Gott und den Nächsten wirklich Liebe.“ 17 Stimmt man dem zu und entscheidet sich damit dafür, dass es wertvoller ist, in Freiheit geliebt zu werden, anstatt den Geliebten manipulieren zu müssen, wird man wohl auch zustimmen, dass moralisch freie Personen wertvoller sind als Determinierte18. Und selbst wenn die Manipulation durch Gott vom betreffenden Menschen nicht bemerkt würde, dieser also nur meinte, er sei frei, so könnte man wohl nicht mehr von Liebe und Glück sprechen, sondern lediglich von deren Schein19.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inhalt und Ziel der Arbeit: Einführung in die Theodizee-Frage und Vorstellung der "free will defense" als zentrales Argument der Arbeit.

2. Existenz der Freiheit: Diskussion der libertarischen Willensfreiheit vor dem Hintergrund hirnphysiologischer und philosophischer Gegenpositionen.

3. Der Wert der Freiheit: Untersuchung der Frage, warum eine Welt mit freien Wesen gegenüber einer determinierten Welt vorzuziehen ist.

4. Determinierung der Willensfreiheit: Auseinandersetzung mit Versuchen, Leid durch "Leid-reduzierende Nebenbedingungen" zu erklären, und Kritik an deterministischen Modellen.

5. Leiden als Preis der Freiheit?: Reflexion darüber, ob die Schöpfung eines willensfreien Menschen das existierende Leid rechtfertigen kann und wie Einzelne mit dieser existenziellen Frage umgehen.

6. Das Leben trotzdem bejahen?: Erörterung der Möglichkeit, trotz allen Leids eine universelle oder individuelle Bejahung des Lebens im Lichte einer eschatologischen Perspektive zu begründen.

7. Fazit, Conclusio: Zusammenfassende Einschätzung, dass keine letztgültige Verteidigung möglich ist, aber eine rational begründete Hoffnung existiert.

Schlüsselwörter

Theodizee, Fundamentaltheologie, Willensfreiheit, free will defense, Klaus von Stosch, libertarische Freiheit, Leid, Gottglaube, eschatologische Hoffnung, Existenz, Verantwortung, Determination, Christentum, Sinnfrage, Würde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Theodizee-Frage, also der Frage, wie die Existenz eines gütigen und allmächtigen Gottes mit der Erfahrung von Leid in der Welt in Einklang gebracht werden kann.

Welches zentrale Argument wird zur Verteidigung des Gottesglaubens herangezogen?

Das Hauptargument ist die "free will defense" (das Argument auf Basis der Willensfreiheit des Menschen), welches postuliert, dass die Möglichkeit zum Bösen eine notwendige Bedingung für echte Freiheit und Liebe ist.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Widerspruchsfreiheit des Gottglaubens aufzuzeigen und die Plausibilität der Gottesannahme zu diskutieren, ohne dabei den Anspruch auf eine erschöpfende Lösung der Theodizee-Frage zu erheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Diskursanalyse, insbesondere basierend auf den Ausführungen von Klaus von Stosch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Existenz und des Wertes von Freiheit, die Auseinandersetzung mit deterministischen Einwänden, die Frage nach dem Leid als Preis der Freiheit und die Suche nach einer Begründung für die Bejahung des Lebens.

Welche Rolle spielt die Hirnforschung in der Arbeit?

Die Hirnforschung wird als kritische Gegenposition zur libertarischen Willensfreiheit angeführt, deren Ergebnisse jedoch als nicht ausreichend betrachtet werden, um menschliche Willensfreiheit vollständig zu bestreiten.

Warum spielt das Gedankenexperiment der "Liebes-Pille" eine wichtige Rolle?

Es dient dazu, intuitiv verständlich zu machen, warum Freiheit und eine daraus resultierende spontane Entscheidung (auch in der Liebe) einen höheren moralischen Wert besitzen als eine erzwungene oder determinierte Übereinstimmung.

Wie geht die Arbeit mit der eschatologischen Perspektive um?

Sie betrachtet die Hoffnung auf eine göttliche Zusage und eine "Revisionsmöglichkeit" nach dem Tod als notwendigen Rahmen, um eine existenzielle Bejahung des Lebens trotz des Leids rational zu begründen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Willensfreiheit des Menschen. Free Will Defense
Untertitel
Leiden als Preis der Freiheit?
Hochschule
Universität Salzburg  (Systematische Theologie)
Veranstaltung
PROBLEME DER FUNDAMENTALTHEOLOGIE (MATERIALPROBEN ZUR RATIONALITÄT DES GLAUBENS)
Note
2,60
Autor
Sebastian Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V504094
ISBN (eBook)
9783346037312
ISBN (Buch)
9783346037329
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Free Will Defense Freiheit Theodizee
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Riedel (Autor:in), 2015, Willensfreiheit des Menschen. Free Will Defense, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/504094
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Leseprobe aus  15  Seiten
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