Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Theologie - Sonstiges

Offenbarung in Christentum und Islam

Das Offenbarungsverständnis der beiden größten monotheistischen Weltreligionen im Vergleich

Titel: Offenbarung in Christentum und Islam

Seminararbeit , 2015 , 21 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: B.Sc. Sebastian Riedel (Autor:in)

Theologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit bemüht sich darum, das Offenbarungsverständnis der beiden größten monotheistischen Weltreligionen genauer zu beleuchten. Es soll dabei wesentlich um die Suche nach potenziellen Anknüpfungspunkten der beiden religiösen Traditionen gehen. Ziele der Arbeit sind ein tieferes Verständnis der eigenen religiösen Überzeugung sowie die Vertiefung der Lehre des Islam, auch um im interreligiösen Dialog auskunftsfähig zu sein, und so, zu gegenseitigem Verständnis und Toleranz beitragen zu können.
Das Thema der Arbeit entstand aus der Auseinandersetzung mit dem Motto der Salzburger Hochschulwochen 2015 (im Rahmen derer das, dieser Arbeit zugrundeliegende, Seminar stattfand) „Prekäre Humanität“. Diese prekäre Humanität wird heute auch durch die Flüchtlingskrisen in Nahost oder rund um das Mittelmeer deutlich sichtbar. Dabei sieht sich Europa, historisch wesentlich geprägt vom Christentum, überwiegend mit Menschen konfrontiert, die aus mehrheitlich muslimischen Ländern nach Europa immigrieren. Ein Verständnis der jeweils anderen religiösen Tradition vermag in dieser Dynamik vielleicht das Seinige dazu beizutragen, ein gelingendes Miteinander zu sichern.
Sowohl das Christentum als auch der Islam teilen das Bekenntnis zum „einen und einzigen Gott“, sowie zu Heiligen Schriften, in denen die von Gott geoffenbarte Wahrheit verschriftlicht ist. Gerade hier tritt jedoch ein wesentlicher Unterschied im Verständnis der beiden Religionen zu Tage, der für die Fragestellung dieser Arbeit von entscheidender Bedeutung ist. Während die Bibel, die Heilige Schrift des Christentums, keine „direkt von Gott“ geoffenbarten Wahrheiten enthält, sondern das göttliche Wort, der Logos, vielmehr in der Person Jesu Christi inkarnierte und dieser damit für das Christentum die „Fülle der Offenbarung“ darstellt, bildet der Koran sehr wohl „direkt von Gott stammende Wahrheiten“ ab, die dem Propheten Mohammed eingegeben wurden, und die dieser wortwörtlich im Koran festhielt. Man spricht demensprechend im Islam nicht von einer „Inkarnation“, einer Fleisch- oder Menschwerdung, sondern besser von „Inlibration“, einer Buchwerdung. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Offenbarungsbegriff im Allgemeinen

3. Das wechselnde Offenbarungsverständnis im Christentum bis ins 19. Jahrhundert

4. Das kommunikationstheoretische Offenbarungsparadigma des II. Vatikanischen Konzils

5. Das Offenbarungsverständnis des Islam

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Offenbarungsverständnis im Christentum und Islam mit dem Ziel, Anknüpfungspunkte für einen konstruktiven interreligiösen Dialog zu identifizieren und ein tieferes Verständnis für die jeweils andere Tradition zu fördern.

  • Historische Entwicklung des christlichen Offenbarungsbegriffs bis zum 19. Jahrhundert
  • Paradigmenwechsel durch das II. Vatikanische Konzil hin zu einem kommunikationstheoretischen Verständnis
  • Vergleichende Analyse der Offenbarungsvorstellungen im Islam
  • Untersuchung von Strukturanalogien zwischen Jesus Christus und dem Koran
  • Diskussion ethischer und ästhetischer Ansätze zur Rekonstruktion islamischer Offenbarungsansprüche

Auszug aus dem Buch

5. Das Offenbarungsverständnis des Islam

Zwischen christlicher und muslimischer Tradition bestehen zunächst zahlreiche Gemeinsamkeiten. Diese erschöpfen sich dabei nicht im eingangs erwähnten gemeinsamen Grundverständnis von „Offenbarung“ (siehe „Kapitel 2. Der Offenbarungsbegriff im Allgemeinen“), sondern gehen tiefer. Zunächst gründen beide Traditionen, wie überhaupt alle drei abrahamitischen Weltreligionen, also auch das Judentum, in derselben alttestamentlichen Selbstoffenbarung Gottes. Demnach verstehen sie sich auch formal als Offenbarungsreligionen.

Offenbarung ist in beiden Traditionen ein Beziehungsgeschehen, das zwar bei Gott seinen Anfang nimmt, erst jedoch durch die aktive Annahme der Zuwendung Gottes zum Empfänger, zu seiner Bestimmung gelangt. Einigkeit besteht auch darüber, dass es Gottes initiativer Barmherzigkeit obliegt, sich dem Menschen zuzuwenden, und damit eine Verbindung zwischen endlichem, innerweltlichem Geschöpf und Gott zu schaffen. Wie im vorangegangen Kapitel (siehe Seite 10 unten) gezeigt, legt das christliche Offenbarungsverständnis seit dem II. Vatikanischen Konzil hier jedoch noch stärker Wert darauf, das Motiv Gottes zur Selbstoffenbarung als ontologische Wirklichkeit seines Wesens darzustellen.

Eine weitere Parallele zwischen Christentum und Islam wurde in der Einleitung kurz angeschnitten, nämlich die Strukturanalogie zwischen Jesus Christus und dem Koran. Sowohl im Falle der Inkarnation Jesu Christi, als auch bei der Inlibration, wurde das göttliche Wort – im Christentum der Logos, im Islam kalam allah genannt –, leibhaftig erfahrbar. Der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus steht auf islamischer Seite die Menschlich-werdung in Form der arabischen Sprache des Koran gegenüber.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema des Offenbarungsverständnisses in den monotheistischen Religionen ein und motiviert die Untersuchung durch den aktuellen Kontext einer prekären Humanität.

2. Der Offenbarungsbegriff im Allgemeinen: Dieses Kapitel erarbeitet ein religionswissenschaftliches Grundverständnis von Offenbarung jenseits spezifischer konfessioneller Festlegungen.

3. Das wechselnde Offenbarungsverständnis im Christentum bis ins 19. Jahrhundert: Es werden fünf theologiegeschichtliche Phasen des christlichen Offenbarungsbegriffs skizziert, die von einem epiphanischen zu einem instruktionstheoretischen Paradigma führen.

4. Das kommunikationstheoretische Offenbarungsparadigma des II. Vatikanischen Konzils: Dieses Kapitel erläutert den Paradigmenwechsel der katholischen Kirche hin zu einem personal-dialogischen Verständnis von Offenbarung.

5. Das Offenbarungsverständnis des Islam: Es werden islamische Offenbarungstraditionen untersucht und durch Analogien zum Christentum (z.B. Strukturanalogie Jesus/Koran) für den Dialog erschlossen.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert die Überwindung des instruktionstheoretischen Modells zugunsten eines dialogischen Verständnisses und verweist auf Möglichkeiten zur interreligiösen Verständigung.

Schlüsselwörter

Offenbarung, Christentum, Islam, II. Vatikanisches Konzil, Dei Verbum, Instruktionstheoretisches Paradigma, Kommunikationstheoretisches Offenbarungsparadigma, Inkarnation, Inlibration, Koran, Logos, Interreligiöser Dialog, Prekäre Humanität, Offenbarungsreligionen, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht das Verständnis von Offenbarung im Christentum und im Islam, um Anknüpfungspunkte für das gegenseitige Verständnis und den interreligiösen Dialog zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Offenbarungsbegriffs im Christentum, die theologischen Dokumente des II. Vatikanischen Konzils sowie verschiedene islamische Ansätze zur Interpretation des Offenbarungsanspruchs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Lehre des jeweils anderen, Toleranz und ein gelingendes Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Analyse, die historische Entwicklungen einbezieht und aktuelle theologische Diskurse, insbesondere im interreligiösen Vergleich, auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des christlichen Offenbarungsverständnisses (von der Frühzeit bis zum II. Vatikanischen Konzil) und die Analyse islamischer Offenbarungstraditionen, inklusive einer Diskussion ihrer philosophischen und ästhetischen Grundlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Offenbarung, Christentum, Islam, Paradigmenwechsel, Inkarnation, Inlibration, interreligiöser Dialog und Kommunikationstheoretisches Offenbarungsmodell.

Was bedeutet der Begriff "Inlibration" im Kontext der Arbeit?

Inlibration bezeichnet die "Buchwerdung" des göttlichen Wortes im Islam, bei der der Koran als direktes, in arabischer Sprache festgehaltenes Wort Gottes verstanden wird, analog zur Inkarnation (Fleischwerdung) Gottes im Christentum.

Wie unterscheidet sich das Offenbarungsverständnis des II. Vatikanischen Konzils vom instruktionstheoretischen Modell?

Während das instruktionstheoretische Modell Offenbarung primär als Übermittlung von Inhalten oder Lehrsätzen begreift, betont das II. Vatikanische Konzil Offenbarung als personal-dialogische Selbstmitteilung Gottes, in der Ereignis und Inhalt eine Einheit bilden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Offenbarung in Christentum und Islam
Untertitel
Das Offenbarungsverständnis der beiden größten monotheistischen Weltreligionen im Vergleich
Hochschule
Universität Salzburg  (Systematische Theologie)
Veranstaltung
Fundamentaltheologisches Seminar
Note
2,00
Autor
B.Sc. Sebastian Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V504090
ISBN (eBook)
9783346037268
ISBN (Buch)
9783346037275
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Christentum Offenbarung Interreligiöser Dialog christlich-islamischer Dialog
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Sebastian Riedel (Autor:in), 2015, Offenbarung in Christentum und Islam, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/504090
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum