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Neutraliätsbestrebungen in Westdeutschland 1945-55

Title: Neutraliätsbestrebungen in Westdeutschland 1945-55

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Johannes Bruder (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War

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Summary Excerpt Details

Die Geschichte der Neutralitätsbestrebungen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg beginnt im Grunde mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945. Auch wenn die ersten Bemühungen um eine deutsche Neutralität erst im Jahre 1947 an die Öffentlichkeit drangen, so mussten schon mit der Errichtung der sowjetischen Militäradministration (SMAD) im Juni und der Potsdamer Viermächtekonferenz im Juli und August 1945 die Frage auftauchen, wie die Teilung Deutschlands in zwei unabhängige Staaten abzuwenden sei. Ob nun die Erhaltung nationalistischen Gedankenguts oder im Gegenteil die Wiedergutmachung der Taten des Nationalsozialismus, ob eine neue Gesellschaftsordnung oder eine aus der geostrategischen Lage Deutschlands abgeleitete Mittlerfunktion zwischen den sich konstituierenden Machtblöcken das Ziel war, die Wiedervereinigung Deutschlands unter dem Paradigma Neutralität schrieben sich viele auf ihre Fahnen. Manche nur zur Kaschierung unerwünschten Gedankenguts, andere aus voller Überzeugung. Die verschiedenen Strömungen innerhalb der Neutralitätsbewegung lassen sich grob in Befürworter und Gegner des sogenannten „Dritten Weges“ unterscheiden. Unter diesem Schlagwort könnte man ganz allgemein ein Absage an den >westlichen Individualismus< wie an den >östlichen Kollektivismus<, verbunden mit einem deutschen Sonderweg zur Erreichung der Wiedervereinigung verstehen.
Die Geschichte der Neutralitätsbestrebungen in Westdeutschland blieb indes eine der Solisten und Protagonisten. Viele kleine Vereinigungen und Diskussionszirkel lebten von den Ideen ihrer Protagonisten, eine pluralistische Willensbildung fand in ihnen nicht statt, ja, sie war oftmals gar nicht erwünscht.
Ausgehend von einer Darstellung der Aktionen, Ideen und Erfolge der „Neutralisten“ (Abschnitte 2-4) soll daher im folgenden die Frage nach der Perspektive dieser Konzeptionen beantwortet werden (Abschnitt 5). Hat die Regierung Adenauer das Wort Neutralität zu Unrecht aus ihrem Wortschatz verbannt ? Waren die Konzeptionen der „Neutralisten“ tragfähig und wenn ja, warum sind sie gescheitert ?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Deutschland als Brücke zwischen Ost und West

2.1 Die Heidelberger Aktionsgruppe zur Demokratie und zum freien Sozialismus

2.2 Die Gesellschaft für die Wiedervereinigung Deutschlands

3 Befürworter der Alternative Dritter Weg

3.1 Die Oppositionellen Sozialdemokraten

3.2 Theodor Köglers Freiheitsbund

3.3 Wolf Schenke und die Dritte Front

3.4 Otto Strasser

4 Gegner des Dritten Wegs

4.1 Ulrich Noack und der Nauheimer Kreis

4.2 Neutralitätsbestrebungen in den etablierten Parteien

4.2.1 Gustav Heinemann und die GVP

4.2.2 Kurt Schumacher und Fritz Erler in der SPD

4.2.3 Thomas Dehler und Karl Pfleiderer in der FDP

5 Der Deutsche Kongress als Sammlungsbewegung

6 Chancen und Risiken der Neutralisierungskonzepte

7 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte und Entwicklung von Neutralitätsbestrebungen in der westdeutschen Politik im Zeitraum von 1945 bis 1955. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die verschiedenen, oft disparaten Konzeptionen eines „Dritten Weges“ tragfähig waren und warum sie letztlich an der politischen Realität sowie an der internen Zersplitterung ihrer Protagonisten scheiterten.

  • Analyse verschiedener Neutralitätsströmungen in der frühen Bundesrepublik
  • Gegenüberstellung von Befürwortern und Gegnern des „Dritten Weges“
  • Untersuchung des Scheiterns des „Deutschen Kongresses“ als Sammlungsbewegung
  • Bewertung der Rolle der Regierung Adenauer gegenüber neutralistischen Konzepten
  • Diskussion über Chancen und Risiken einer möglichen Neutralisierung Deutschlands

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Oppositionellen Sozialdemokraten

Die „Oppositionellen Sozialdemokraten“, die teilweise auch als „Sozialdemokratische Opposition“ bezeichnet wurden, trafen sich im Jahre 1948 zu ihrer ersten Besprechung. Die Gruppierung, die sich aus etwa 200-300 Teilnehmern, größtenteils Mitglieder der SPD, zusammensetzte, verstand sich als Protestbewegung gegen den Kurs ihrer Partei, die ihren Mitgliedern die Teilnahme am von der SED initiierten „Deutschen Volkskongreß für Einheit und gerechten Frieden“ im Dezember 1947 strengstens untersagt hatte.

Vorgänger der oppositionellen Sozialdemokraten war der „Ausschuß für die Einheit Deutschlands“ um den ehemaligen KZ-Häftling Hans Christian Meier, welche bereits im Februar 1948 ihren ersten Aufruf lancierte, demzufolge sich alle Deutschen „zwischen den Alliierten streng neutral zu verhalten“ hätten. Noch vor dem Verbot der politischen Äußerung Meiers durch die britische Besatzungsmacht, konnte die Arbeitsgemeinschaft eine Neutralitätserklärung veröffentlichen, die folgende Punkte enthielt und in dieser Form zum Volksentscheid gebracht werden sollte:

1) Das deutsche Volk wünscht in jedem etwaigen Konflikt der Besatzungsmächte neutral zu bleiben.

2) Es bittet die Besatzungsmächte, ein Neutralitätsstatut über Deustchland zu schaffen.

3) Deutschland verwahrt sich gegen jegliches Vorhaben irgendeiner Besatzungsmacht, im Falle eines Konfliktes deutsche Bürger für militärische Zwecke der Besatzungsmacht einzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt den historischen Kontext der Neutralitätsbestrebungen nach 1945 und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Tragfähigkeit und dem Scheitern dieser Konzeptionen.

2 Deutschland als Brücke zwischen Ost und West: Dieses Kapitel stellt diskursive Zirkel wie die Heidelberger Aktionsgruppe und die Gesellschaft für die Wiedervereinigung Deutschlands vor, die Deutschland eine Mittlerrolle zuschrieben.

3 Befürworter der Alternative Dritter Weg: Hier werden Gruppierungen behandelt, die explizit eine Abkehr von westlichen und östlichen Ideologien forderten, darunter die Oppositionellen Sozialdemokraten und Theodor Köglers Freiheitsbund.

4 Gegner des Dritten Wegs: Dieses Kapitel widmet sich Akteuren wie Ulrich Noack und Vertretern der etablierten Parteien, die zwar oft Blockfreiheit anstrebten, sich jedoch in ihren methodischen Ansätzen von den radikaleren „Neutralisten“ unterschieden.

5 Der Deutsche Kongress als Sammlungsbewegung: Der Abschnitt beleuchtet den Versuch einer übergreifenden Organisation der Neutralitätsbewegung und analysiert die Gründe für deren rasches Zerfallen.

6 Chancen und Risiken der Neutralisierungskonzepte: Das Abschlusskapitel bewertet kritisch die Erfolgsaussichten der verschiedenen Entwürfe und diskutiert das Handeln der Regierung Adenauer im Kontext der damaligen außenpolitischen Zwänge.

7 Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Neutralitätsbestrebungen, Dritter Weg, Westdeutschland, Wiedervereinigung, Blockfreiheit, Adenauer, Nauheimer Kreis, Heidelberger Aktionsgruppe, Deutscher Kongress, Souveränität, Remilitarisierung, Ost-West-Konflikt, Besatzungsmächte, Politische Ideengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen politischen Bestrebungen in Westdeutschland zwischen 1945 und 1955, die das Ziel verfolgten, Deutschland durch Neutralität aus den Machtblöcken der USA und der Sowjetunion herauszuhalten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Konzepte des „Dritten Weges“, die Frage der deutschen Einheit, die Rolle der Besatzungsmächte sowie die Versuche, eine deutsche Souveränität jenseits der Westintegration zu erlangen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, warum die neutralistischen Konzeptionen trotz ihrer Vielfalt scheiterten und ob die Regierung Adenauer das Wort Neutralität zu Unrecht aus ihrem politischen Wortschatz verbannt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von zeitgenössischen Programmen, Aufrufen und der Auswertung einschlägiger Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Gruppen – von Diskussionszirkeln wie dem Nauheimer Kreis bis hin zu politischen Sammlungsbewegungen wie dem Deutschen Kongress – und bewertet deren spezifische Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Neutralität, Dritter Weg, Wiedervereinigung, Blockfreiheit und die Auseinandersetzung mit der frühen Außenpolitik der Bundesrepublik gekennzeichnet.

Warum spielt die „Stalin-Note“ eine Rolle für das Scheitern des Deutschen Kongresses?

Das Angebot einer bewaffneten Neutralität in der Stalin-Note entzog den neutralistischen Bemühungen den Boden, da es die inhaltlichen Forderungen der Kongress-Mitglieder in einen völlig anderen, machtpolitischen Rahmen stellte, der nicht mehr mit ihrer Konzeption harmonierte.

Was unterscheidet den „Nauheimer Kreis“ von der „Dritten Front“?

Während der Nauheimer Kreis unter Ulrich Noack eher einen idealistisch geprägten, akademischen Ansatz verfolgte, war die „Dritte Front“ unter Wolf Schenke stärker auf eine radikale außenpolitische Neuausrichtung Deutschlands bis hin nach Asien fokussiert.

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Details

Title
Neutraliätsbestrebungen in Westdeutschland 1945-55
College
University of Würzburg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik seit 1945
Grade
2,7
Author
Johannes Bruder (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V50389
ISBN (eBook)
9783638466202
Language
German
Tags
Neutraliätsbestrebungen Westdeutschland Deutsche Außen- Sicherheitspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Bruder (Author), 2004, Neutraliätsbestrebungen in Westdeutschland 1945-55, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/50389
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