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Die Tötung Siegfrieds im Nibelungenlied. Mord oder Totschlag?

Heutige und zeitgenössische Bewertung

Titel: Die Tötung Siegfrieds im Nibelungenlied. Mord oder Totschlag?

Hausarbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Robin de Silva (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit mit dem Titel "Mord oder Totschlag? Heutige und zeitgenössische Bewertung der Tötung Siegfrieds im Nibelungenlied" beschäftigt sich mit dem Tötungsdelikt Siegfrieds aus heutiger und zeitgenössischer Perspektive. Zur Bewertung des Falles werden das Strafgesetzbuch, der Sachsenspiegel und das Fehderecht zugrunde gelegt.

Anhand der heutigen Mordmerkmale des Strafgesetzbuches wird offensichtlich, wie schwierig eine heutige Bewertung des Falles sein würde, weil viele Fragen offenbleiben. Dagegen ist das Urteil aus zeitgenössischer Perspektive eindeutig. Diese kreative aber höchst wissenschaftliche Hausarbeit betrachtet das Nibelungenlied aus einer neuen Perspektive und gewährt interessante Einblicke in ein Gedankenspiel, welches uns Erkenntnisse für das heutige Recht liefert und überdenken lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Täterschaft

3 Heutige Betrachtung des Tötungsdelikts an Siegfried

3.1 Tathergang

3.2 Merkmale des Totschlags

3.2.1 Objektiver Tatbestand (§212 Abs. 1):

3.2.2 Subjektiver Tatbestand (§212 Abs. 1):

3.2.3 Besonders schwerer Fall (§212 Abs. 2):

3.3 Merkmale des Mords

3.3.1 Mordmerkmale der 1. Gruppe

3.3.1.1 Mordlust

3.3.1.2 Befriedigung des Geschlechtstriebs

3.3.1.3 Habgier

3.3.1.4 Sonstige niedrige Beweggründe

3.3.2 Mordmerkmale der 2. Gruppe

3.3.2.1 Heimtückisch

3.3.2.2 Grausam

3.3.2.3 Mit gemeingefährlichen Mitteln

3.3.3 Mordmerkmale der 3. Gruppe

3.3.3.1 Ermöglichungsabsicht

3.3.3.2 Verdeckungsabsicht

3.4 Sachurteil aus heutiger Perspektive

4 Zeitgenössische Betrachtung des Sachverhalts

4.1 Sachsenspiegel / Landrecht

4.2 Fehderecht

4.3 Sühne

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis / Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Tötungsdelikt an Siegfried im Nibelungenlied in einem hypothetischen Gedankenexperiment, um zu klären, ob die Tat aus heutiger juristischer Perspektive als Mord einzustufen ist und wie sie zeitgenössisch rechtsgeschichtlich zu bewerten wäre.

  • Strafrechtliche Analyse des Tathergangs anhand moderner Mordmerkmale
  • Untersuchung der Täterschaft und des Verstrickungsgrades einzelner Akteure
  • Gegenüberstellung mit zeitgenössischen Rechtsquellen wie dem Sachsenspiegel
  • Einordnung der Tat in den Kontext von Fehde, Blutrache und Sühneverfahren

Auszug aus dem Buch

3.3.2.1 Heimtückisch

Nach gängiger Praxis tötet ein Täter heimtückisch, wenn dieser „in feindseliger Willensrichtung die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tötung ausnutzt.“ Dabei müsse besonders „die Gefährlichkeit einer heimtückischen Vorgehensweise für das in seinen Abwehrmöglichkeiten eingeschränkte Opfer“ untersucht werden.

Siegfried ist als Opfer als wehrlos zu betrachten, da er „aufgrund seiner Arglosigkeit in seiner Verteidigungsfähigkeit [zum Zeitpunkt der Tat] zumindest erheblich eingeschränkt ist“. Vor der Tat entwendet Hagen Siegfrieds Bogen und Schwert, als dieser sich über die Quelle beugt. So besitzt Siegfried nicht die Möglichkeit, sich mit Hilfe seiner Waffen zu wehren.

Des Weiteren ist Siegfried wehrlos, weil ihm „die Möglichkeit, zu fliehen oder Hilfe herbeizurufen“ fehlt. Siegfried befindet sich nur mit Hagen und Gunther an der Quelle. Die weiteren Ritter treffen erst nach der Tat ein. Daher besitzt Siegfried zum Zeitpunkt der Tat nicht die Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Die Unwissenheit über die Pläne Hagens sind ein weiterer Grund für die Wehrlosigkeit Siegfrieds.

Infolgedessen liegt Heimtücke als Mordmerkmal vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung, indem sie das Recht als wandelbaren Prozess darstellt und das Ziel formuliert, die Tötung Siegfrieds juristisch und rechtshistorisch zu beleuchten.

2 Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Täterschaft: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass neben dem unmittelbaren Täter Hagen weitere Akteure in das Tötungsgeschehen verstrickt sind, was die Bestimmung der alleinigen Täterschaft verkompliziert.

3 Heutige Betrachtung des Tötungsdelikts an Siegfried: Es erfolgt eine detaillierte Prüfung des Sachverhalts anhand des modernen deutschen Strafgesetzbuches, wobei verschiedene Mordmerkmale analysiert werden, um festzustellen, ob ein Mord vorliegt.

4 Zeitgenössische Betrachtung des Sachverhalts: Dieses Kapitel kontextualisiert die Tat vor dem Hintergrund mittelalterlicher Rechtsvorstellungen, insbesondere des Sachsenspiegels, des Fehderechts und des Sühneverfahrens.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Tat sowohl aus heutiger Sicht als Mord (aufgrund des Merkmals der Heimtücke) als auch zeitgenössisch als illegitime Fehde einzustufen ist, und betont den Bedeutungswandel rechtlicher Normen.

6 Literaturverzeichnis / Internetquellen: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Sekundärquellen sowie Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Nibelungenlied, Siegfried, Hagen von Tronje, Mord, Totschlag, Heimtücke, Strafrecht, Sachsenspiegel, Fehderecht, Blutrache, Sühne, Rechtsgeschichte, Täterschaft, Strafgesetzbuch, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Tötungsdelikt Siegfrieds im Nibelungenlied durch ein interdisziplinäres Gedankenexperiment, das sowohl moderne strafrechtliche Maßstäbe als auch mittelalterliche Rechtskonzepte heranzieht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die juristische Kategorisierung der Tötung (Mord vs. Totschlag), die Analyse der Mittäterschaft und die historische Einordnung in zeitgenössische Rechtsinstitute wie Fehde und Sühne.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Tötung Siegfrieds nach heutigem Strafrecht als Mord bewertet werden würde und welche rechtlichen Implikationen diese Tat im Kontext der Zeit des Nibelungenlieds hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtsdogmatische Analyse auf Basis eines hypothetischen Gedankenexperiments durchgeführt, bei der Mordmerkmale des StGB auf literarische Textstellen angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte strafrechtliche Prüfung des Sachverhalts mittels spezifischer Mordmerkmale sowie eine Untersuchung der zeitgenössischen rechtlichen Grundlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Nibelungenlied, Mordmerkmale, Heimtücke, Fehderecht, Sühne und die historische Rechtsentwicklung.

Warum wird Hagen von Tronje als einziger Täter fokussiert?

Aus Kapazitätsgründen innerhalb der Arbeit wurde die Untersuchung auf Hagen als ausführenden Täter mit der Mordwaffe begrenzt, obwohl die Verstrickung weiterer Akteure anerkannt wird.

Liegt nach heutigem Verständnis ein Mord vor?

Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Mord vorliegt, da das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt angesehen wird.

Warum ist Kriemhilds Rache zeitgenössisch nicht legitim?

Da Frauen im Mittelalter grundsätzlich kein Fehderecht besaßen, ist Kriemhilds Rachehandlung nach zeitgenössischen Rechtsvorstellungen rechtlich nicht legitimiert.

Welche Rolle spielt der Sachsenspiegel in der Untersuchung?

Der Sachsenspiegel dient als Beispiel für zeitgenössische Rechtsquellen des 13. Jahrhunderts, um zu verdeutlichen, dass Tötungsdelikte damals oft durch informelle oder gewohnheitsrechtliche Verfahren gelöst wurden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Tötung Siegfrieds im Nibelungenlied. Mord oder Totschlag?
Untertitel
Heutige und zeitgenössische Bewertung
Hochschule
Universität Osnabrück
Veranstaltung
Das Nibelungenlied
Note
1,3
Autor
Robin de Silva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V503106
ISBN (eBook)
9783346052025
ISBN (Buch)
9783346052032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nibelungenlied mediävistik germanistik siegfried mord totschlag gutachten recht mittelalter fehderecht sachsenspiegel nibelungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robin de Silva (Autor:in), 2019, Die Tötung Siegfrieds im Nibelungenlied. Mord oder Totschlag?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/503106
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Leseprobe aus  21  Seiten
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