Die politische Bildung und das interkulturelle Lernen gehören zu den neueren Bereichen der Bildungsforschung. Unter politische Bildung versteht man eine Bildung, die grundsätzlich auf die Politik bezogen ist und vor allem darauf abzielt, das Interesse an Politik zu wecken, eine selbständige politische Analyse- und Urteilsfähigkeit zu schaffen und eine Identifizierung mit den Werten der Menschenwürde und der Demokratie zu ermöglichen. „Politik ist demnach alles, was sich auf das menschliche Gemeinwesen bezieht. Bildung bezeichnet die Gesamtheit jener Prozesse, durch die der Mensch geprägt wird und sich selbst prägt.“ Die politische Bildung bezeichnet also jene Prägungsprozesse, die auf das Leben im Gemeinwesen zielen und bei denen es im Allgemeinen um die Mündigkeit des Menschen geht.
Inhaltsverzeichnis
1. Kommentar zum Verhältnis von Politischer Bildung und Interkulturellem Lernen
2. Doppelte Staatsbürgerschaft
2.1. Erörterung zum Thema „Doppelte Staatsbürgerschaft“
2.2. Erörterung meines Tandempartners
2.3. Kommentierung Erörterung meines Tandempartners
3. Projektskizze zu einem internationalen Kooperationsprojekt
4. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Portfolios ist die theoretische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von politischer Bildung und interkulturellem Lernen sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte in Form einer Projektskizze und einer Reflexion über ein internationales Tandem-Kooperationsprojekt.
- Verhältnis von politischer Bildung und interkulturellem Lernen
- Diskussion und Erörterung zur doppelten Staatsbürgerschaft
- Konzeption eines internationalen Schulprojekts zur Thematik „Kopftuch an Schulen“
- Reflexion über Herausforderungen und Lernerfahrungen in internationalen Kooperationen
Auszug aus dem Buch
1. Kommentar zum Verhältnis von Politischer Bildung und Interkulturellem Lernen
Die politische Bildung und das interkulturelle Lernen gehören zu den neueren Bereichen der Bildungsforschung. Unter politische Bildung versteht man eine Bildung, die grundsätzlich auf die Politik bezogen ist und vor allem darauf abzielt, das Interesse an Politik zu wecken, eine selbständige politische Analyse- und Urteilsfähigkeit zu schaffen und eine Identifizierung mit den Werten der Menschenwürde und der Demokratie zu ermöglichen. „Politik ist demnach alles, was sich auf das menschliche Gemeinwesen bezieht. Bildung bezeichnet die Gesamtheit jener Prozesse, durch die der Mensch geprägt wird und sich selbst prägt.“ Die politische Bildung bezeichnet also jene Prägungsprozesse, die auf das Leben im Gemeinwesen zielen und bei denen es im Allgemeinen um die Mündigkeit des Menschen geht.
Die Mündigkeit der Bürger zählt in der Gegenwart unumstritten als das höchstrangige Erziehungs- und Bildungsziel. Deshalb müssen alle weiteren Erziehungs- und Bildungsaufgaben mit ihr vereinbar sein. Diese Mündigkeit verweist weiterführend auf so genannte Bürgerleitbilder und teilt die Gesellschaft in passive, sowie aktive Bürger ein. Der passive Bürger verfolgt das politische Geschehen kaum und beteiligt sich auch nicht an diesem. Er ist wenig selbständig und lässt sich von dem leiten, was von ihm erwartet wird bzw. was allgemein als erstrebenswert gilt. Der aktive Bürger hingegen verfolgt das politische Geschehen regelmäßig und beteiligt sich an Wahlen und nutzt darüber hinaus auch andere Möglichkeiten der Partizipation. Die Mündigkeit zielt zwar auf den aktiven Bürger ab, da die Demokratie auf ein Mindestmaß an zeitweilig und dauernd aktiven Bürgern für ihren Bestand angewiesen ist, dennoch hat auch der passive Bürger eine Daseinsberechtigung. „Die politische Bildung müsse deshalb so angelegt sein, dass letztlich der Sich-Bildende selbst entscheidet, wie er sein Leben führen möchte.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kommentar zum Verhältnis von Politischer Bildung und Interkulturellem Lernen: Erläuterung der theoretischen Grundlagen und der engen Verknüpfung beider Bildungsbereiche im Hinblick auf das Ziel der Mündigkeit.
2. Doppelte Staatsbürgerschaft: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Optionspflicht und der doppelten Staatsbürgerschaft sowie die Dokumentation eines Tandem-Austauschs.
2.1. Erörterung zum Thema „Doppelte Staatsbürgerschaft“: Detaillierte Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Staatsbürgerschaft und eine persönliche Stellungnahme gegen deren allgemeine Einführung.
2.2. Erörterung meines Tandempartners: Wiedergabe der Position eines Tandempartners, der die doppelte Staatsbürgerschaft aus praktischen Gründen für eine bessere Zukunft befürwortet.
2.3. Kommentierung Erörterung meines Tandempartners: Kritische Reflexion und Einordnung des Standpunktes des Tandempartners im Kontext der nationalen Identität.
3. Projektskizze zu einem internationalen Kooperationsprojekt: Entwurf eines Konzepts für einen internationalen Schulaustausch zum Thema Kopftuch an Schulen.
4. Reflexion: Zusammenfassende Auswertung der Erfahrungen aus dem Seminar und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern während des Projektverlaufs.
Schlüsselwörter
Politische Bildung, interkulturelles Lernen, Mündigkeit, doppelte Staatsbürgerschaft, Optionsmodell, Integration, Kooperationsprojekt, Kopftuch, kulturelle Identität, Partizipation, Demokratie, Diskriminierung, interkulturelle Kompetenz, Bildungsforschung, Tandem-Projekt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Portfolio grundsätzlich?
Das Portfolio dokumentiert die Auseinandersetzung mit den Themen politische Bildung und interkulturelles Lernen sowie die praktische Planung eines internationalen Austauschprojekts.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Konzept der Mündigkeit, die rechtlichen und gesellschaftspolitischen Aspekte der doppelten Staatsbürgerschaft sowie die Umsetzung interkultureller Bildungsprojekte an Schulen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, das theoretische Verhältnis zwischen politischer Bildung und interkulturellem Lernen zu klären und die praktische Durchführbarkeit eines internationalen Projekts zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine projektbasierte Methode zur Entwicklung und Reflexion einer pädagogischen Skizze.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Kommentar, eine Erörterung zur Staatsbürgerschaft, eine Projektskizze zum Thema Kopftuch und eine Reflexion des Seminarprojekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Politische Bildung, Interkulturelles Lernen, Mündigkeit, doppelte Staatsbürgerschaft und Projektarbeit.
Warum wird die doppelte Staatsbürgerschaft in der Arbeit kritisch betrachtet?
Der Autor argumentiert, dass eine allgemeine Einführung zu Ungleichheit und Entfremdung führen könnte, da sie das Prinzip der Integration in Frage stellt.
Welche Herausforderungen werden in der Reflexion bei internationalen Projekten hervorgehoben?
Besonders die organisatorischen Schwierigkeiten, wie Einhaltung von Fristen und technische Probleme bei der Kontaktaufnahme, werden als kritische Erfolgsfaktoren genannt.
Welches Ziel verfolgt die Projektskizze zum Thema Kopftuch?
Das Projekt soll Schülern ermöglichen, sich sachlich mit einem kontroversen Thema auseinanderzusetzen, Vorurteile abzubauen und ein besseres Schulklima zu schaffen.
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- Felix Hagemann (Author), 2015, Interkulturelles Lernen und politische Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/502910