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Vergilbt und angestaubt? Populäre Bilderbogen am Übergang zur Moderne

Titel: Vergilbt und angestaubt? Populäre Bilderbogen am Übergang zur Moderne

Hausarbeit , 2009 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.Päd. Ursula Singvogel (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Empirische Kulturwissenschaften

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Annäherung an ein beachtenswertes Universalmedium der populären Volkskunst. Das Wissen um das Medium Bilderbogen, mit dem unsere Vorfahren am Anfang des letzten Jhs. noch selbstverständlich umgegangen sind, ist in Vergessenheit geraten. Manche Bilderbogen werden wieder neu aufgelegt. Damit besteht die Möglichkeit, nachwachsende Generationen zumindest in Ansätzen mit dem Flair einer scheinbar vergangenen Zeit vertraut zu machen. Mit dem Thema „Vergilbt und angestaubt? Bilderbogen am Übergang zur Moderne“ möchte ich mich auf Spurensuche begeben und ein längst aus dem Gebrauch verschwundenes Medium in seiner Vielgestaltigkeit entdecken. Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über Bilderbogen als zentrales Medium der populären Druckgraphik vorzustellen. Mit der Beschreibung von Entstehung und Weiterentwicklung des Bilderbogens soll ein Überblick zu einem umfangreichen Themengebiet erarbeitet werden. Daneben sollen auch Methoden der Bildbetrachtung vorgestellt und der Bilderbogen in seiner Verortung als Medium der populären Volkskunst gewürdigt werden. Mit dem Zusammentragen grundlegender Funktionen, die Bilderbogen über lange Zeiträume hinweg übernommen haben, soll insbesondere der populäre Bilderbogen als Mittel der Nachrichtenübermittlung in den Blick kommen. Gegliedert ist die vorliegende Arbeit in einen historisch beschreibenden Rückblick zu Bilderbogen von den frühen Nachweisen bis ins 19. Jh. Es folgen Begriffsbestimmungen zu „Bilderbogen", „Imagerie Populaire“ sowie „populare“ und „populäre“ Volkskunst sowie ein Versuch der Verortung von Volkskunst im wissenschaftlichen Diskurs. Anschließend werden die Zugangsweisen „Ikonologie“ und „subjektive Rezeptionsbedingungen“ zum Umgang mit Bildlichkeit vorgestellt. Hintergrundinformationen zur Produktion, Kolorierung und zu Vertriebswegen von Bilderbogen sowie ein Überblick über den vielfältigen Gebrauch des Bilderbogens schließen sich an. Die einzelnen Kapitel enden jeweils mit einer auswertenden Zusammenfassung. Dabei werden themenspezifische Fragestellungen aufgegriffen und geklärt. Mit der abschließenden Diskussion und dem Fazit werden die erarbeiteten Ergebnisse in Bezug auf die kultur- und sozialgeschichtliche Bedeutung des Bilderbogens als publizistisches Medium herausgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Annäherung und Begriffsklärung

2.1. Auf den Spuren populärer Bilderbogen

2.2. Bilderbogenforschung

2.3. Begriffsfeld „Bilderbogen“ und Definitionen

3. Imagerie Populaire: Bilderbogen und Volkskunstdebatte

4. Einblicke in die Praxis volkskundlicher Bildwissenschaft

4.1. Bildwissenschaftliche Praxis innerhalb der EKW

4.2. Methoden bildwissenschaftlicher Forschung

5. Herstellung, Kolorierung, Vertrieb

5.1. Herstellungsverfahren des populären Bilderbogens

5.2. Kolorierung

5.3. Handelszentren und Vertrieb sowie Verbreitung und Auflagen

5.4. Universalmedium und Mechanismen der Marktverdrängung

6. Bildgebrauch und Funktionen von Bilderbogen

6.1. Funktionen religiöser Bilderbogen

6.2. Unterhaltungsfunktion

6.3. Pädagogische Funktion und Sozialisationsfunktion

6.4. Funktionen der Bilderbogen in der aktuellen Berichterstattung

6.5. Abschließende Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung und die vielschichtigen Funktionen des Bilderbogens als ein populäres Medium der Druckgraphik. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie dieses weitgehend in Vergessenheit geratene Medium die Nachrichtenvermittlung, Sozialisation und Unterhaltung des Volkes am Übergang zur Moderne prägte und als Vorläufer heutiger Medien fungierte.

  • Historische Entwicklung der populären Druckgraphik vom Holzschnitt zur Lithographie
  • Volkskundliche Einordnung und Debatte um den Begriff der „Volkskunst“
  • Methodische Ansätze der Bildwissenschaft und ikonologische Analyse
  • Soziale und ökonomische Mechanismen von Herstellung, Kolorierung und Vertrieb
  • Multifunktionale Bedeutung des Bilderbogens als Informations-, Bildungs- und Propagandamedium

Auszug aus dem Buch

2.1. Auf den Spuren populärer Bilderbogen

Die Gattung des Bilderbogens gehört zum breiten Gebiet der preiswerten, populären Druckgraphik, die es seit der Erfindung des Holzschnittes im 15. Jh. gab. Bilderbogen sind aus den Einblattdrucken des 15. Jh. hervorgegangen. Seit Bilderbogen in größeren Stückzahlen reproduzierbar waren und damit billiger wurden, waren sie nicht mehr nur der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten, sondern wurden auch für das breite Volk zugänglich. Sehr lange noch bis weit in die sechziger und siebziger Jahre des vorletzten Jahrhunderts hinein blieben sie das einzige, den Massen der Bevölkerung zum Eigenerwerb zugängliche Bildgut (vgl. EICHLER 1974, S.100).

Die frühesten Wurzeln der Bilderbogen, darüber besteht weitgehende wissenschaftliche Einigkeit, haben sich wohl aus den Heiligenbildern entwickelt. Die Heiligenbilder wiederum, so führt Elke HILSCHER aus, waren aus der verbildlichten Textsprache der Bibel entstanden. Anhand einzelner Verlagsentwicklungen kann die Gesamtentwicklung des Bilderbogens aus Heiligenbildern nachvollzogen werden (vgl. 1977, S. 20). Einen weiteren Faden der Entstehungsgeschichte von Bilderbogen greift Wolfgang BRÜCKNER mit dem Verweis auf die Spielkartenherstellung auf und erläutert, dass sowohl das sogenannte „Kleine Andachtsbild“ als auch die Herstellung von Spielkarten am Beginn der Entstehung erster graphischer Werkstattbetriebe standen (vgl. 1969, S. 17; HILSCHER 1977, S. 23).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und das Ziel, den Bilderbogen als vielgestaltiges, historisches Medium in den Fokus zu rücken sowie methodische Zugänge zur Bildbetrachtung vorzustellen.

2. Theoretische Annäherung und Begriffsklärung: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehungsgeschichte, den gängigen Formaten und einer ersten inhaltlichen Einteilung von Bilderbogen, ergänzt durch die aktuelle Forschungslage.

3. Imagerie Populaire: Bilderbogen und Volkskunstdebatte: Hier wird der Begriff der „Volkskunst“ im wissenschaftlichen Diskurs beleuchtet und diskutiert, wie Bilderbogen in dieses Feld einzuordnen sind.

4. Einblicke in die Praxis volkskundlicher Bildwissenschaft: Das Kapitel führt in die aktuelle Bildforschung innerhalb der Empirischen Kulturwissenschaft (EKW) ein und stellt methodische Werkzeuge wie die Ikonologie vor.

5. Herstellung, Kolorierung, Vertrieb: Hier werden technische Produktionsverfahren, die Rolle der Handkolorierung, Vertriebsstrukturen sowie der Wandel zum Massenartikel und die Marktverdrängung behandelt.

6. Bildgebrauch und Funktionen von Bilderbogen: Das Kapitel systematisiert die verschiedenen Funktionen des Mediums, von der Unterhaltung über die Pädagogik bis hin zur aktuellen Nachrichtenvermittlung, und schließt mit einem Fazit.

Schlüsselwörter

Bilderbogen, Populäre Druckgraphik, Volkskunst, Imagerie Populaire, Ikonologie, Bildwissenschaft, Nachrichtenvermittlung, Sozialisation, Industrialisierung, Lithographie, Holzschnitt, Volkskultur, Medienhistorie, Bildpraxis, Kolportage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung, den Funktionen und der Entwicklung populärer Bilderbogen, insbesondere an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Drucktechnik, die volkskundliche Einordnung des Mediums, dessen Funktionen für die Gesellschaft sowie die Mechanismen des Vertriebs und der Marktentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das weitgehend in Vergessenheit geratene Medium Bilderbogen in seiner Vielgestaltigkeit zu entdecken und aufzuzeigen, wie es als zentrales Informations- und Sozialisationsmedium für das breite Volk diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen kulturwissenschaftlichen Ansatz, der insbesondere die Ikonologie und Konzepte zur subjektiven Rezeption sowie die Analyse der lebensweltlichen Bildpraxis beinhaltet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, die Debatte zur Volkskunst, methodische Reflexionen, die technische Produktion und Vermarktung sowie eine detaillierte Funktionsanalyse des Bilderbogens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Bilderbogen, populäre Druckgraphik, Volkskunst, Ikonologie, Nachrichtenvermittlung, Sozialisation und Medienwandel.

Warum wird der Bilderbogen als „Universalmedium“ bezeichnet?

Der Begriff resultiert daraus, dass der Bilderbogen vor der Zeit von Fernsehen und Massenzeitungen sämtliche Bereiche der Information, Unterhaltung und Belehrung abdeckte.

Welche Bedeutung hatten die Neuruppiner Bilderbogen für die Forschung?

Neuruppin erlangte im 19. Jahrhundert eine Vorrangstellung in der Produktion und dient heute aufgrund der gut erforschten Verlagsgeschichte als wichtiges Untersuchungsobjekt für die Entwicklung des Mediums.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergilbt und angestaubt? Populäre Bilderbogen am Übergang zur Moderne
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Imagerie Populaire & Co.: Volkskultur und Bildlichkeit
Note
1,3
Autor
Dipl.Päd. Ursula Singvogel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
37
Katalognummer
V502860
ISBN (eBook)
9783346033055
ISBN (Buch)
9783346033062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilderbogen fliegende Blätter Volkskunst Ikonografie Zeichentheorie populare Volkskunst populäre Volkskunst Neuruppiner Bilderbogen Münchner Bilderbogen Nürnberger Bilderbogen Hausfleiß populäre Druckgraphik Holzschnitt Holzstich Lithographie Chromolithographie Hochdruckverfahren Holztafeldruck Briefmaler Formschneider Holzstecher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.Päd. Ursula Singvogel (Autor:in), 2009, Vergilbt und angestaubt? Populäre Bilderbogen am Übergang zur Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/502860
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Leseprobe aus  37  Seiten
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