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Ästhetische Wahrnehmungen. Wie können sie im Musikunterricht gemessen und bewertet werden?

Titel: Ästhetische Wahrnehmungen. Wie können sie im Musikunterricht gemessen und bewertet werden?

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 15

Autor:in: Raimund Lippok (Autor:in)

Pädagogik - Musikpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu den Aufgaben jeder Lehrkraft gehört es, Leistungen von Schülerinnen und Schülern zu bewerten. Basis dieser Bewertung sollte eine valide, reliable und objektive, aber auch viable Messung sein. Auf welche Weise kann eine solche Messung in einem Musikunterricht stattfinden, der sich ästhetischer Bildung verschreibt? Wie können ästhetische Wahrnehmung und ästhetische Erfahrungen gemessen werden, um eine Bewertung überhaupt erst möglich zu machen? Bei welchen Gütekriterien kommt es zwangsweise zu Einbußen und können diese kompensiert werden? Mit diesen Fragen setzt sich die folgende Arbeit mit dem Ziel, im Musikunterricht nicht nur Theoriewissen bewertbar zu machen, auseinander.

Dazu wird zunächst beschrieben, was eine ästhetische Wahrnehmung ausmacht, um auf dieser Grundlage zu überprüfen, wie ästhetische Wahrnehmung im Unterricht begünstigt werden kann. In einem zweiten Schritt wird Grundsätzliches zu Messungen dargelegt, damit schließlich in einem dritten Schritt, das Vorangegangene zusammenführend, die Frage beantwortet werden kann, ob die Möglichkeit der Messung und Bewertung von ästhetischer Wahrnehmung gegeben ist.

Ästhetische Wahrnehmung ist für Menschen alltäglich. Sie kann überall stattfinden – ob im Konzertsaal, in der Stadt oder in der Natur. Es gibt allerdings Situationen und Objekte, die von vornherein für ästhetische Wahrnehmung konzipiert sind (z.B. Aufführungen, Kunstwerke, Dekorationsartikel usw.). Zu diesen gehört selbstredend auch die Musik, die ästhetische Wahrnehmung als einen ihrer zentralen Vollzüge (wenn nicht als den zentralen Vollzug) behaupten kann. Im Unterricht muss es Schülerinnen und Schülern darum ermöglicht werden, ästhetische Wahrnehmung zu vollziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ästhetische Wahrnehmung

2.1 Was macht die ästhetische Wahrnehmung aus?

2.2 Wie kann ästhetische Wahrnehmung im Unterricht stattfinden

3. Messverfahren – Gütekriterien

4. Realisierbarkeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit ästhetische Wahrnehmung im Musikunterricht messbar und beurteilbar gemacht werden kann, ohne dabei ihren Kerngehalt zu verlieren. Im Zentrum steht die Herausforderung, subjektive ästhetische Erfahrungen im Rahmen eines auf Leistungsmessung ausgerichteten Schulsystems zu bewerten.

  • Grundlagen der ästhetischen Wahrnehmung nach Martin Seel
  • Möglichkeiten der Förderung ästhetischer Erfahrung im Musikunterricht
  • Wissenschaftliche Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) bei Leistungsmessungen
  • Anwendung des "competence model" von Christian Rolle zur Messung ästhetischer Argumentationskompetenz

Auszug aus dem Buch

2.1 Was macht die ästhetische Wahrnehmung aus?

Ästhetische Wahrnehmung bedeutet dem Wortsinn nach zu allererst sensitive Wahrnehmung (αἴσθησις). Nur das was seh-, hör-, spür-, riech- oder schmeckbar ist, kann ästhetisch wahrgenommen werden. Trotzdem ist nicht jede sensitive Wahrnehmung eine ästhetische. Was nämlich konstituierend für eine solche ist, beschreibt Martin Seel in seinem Buch „Ästhetik des Erscheinens“, dessen zentrale Aussagen ich hier nun kurz erläutern werde.

Eine Besonderheit des ästhetischen Wahrnehmungsmodus ist die zeitliche Abgrenzung. Zwar ist es möglich gleichzeitig ästhetisch und analytisch wahrzunehmen, aber im Falle der ästhetischen Wahrnehmung nehmen wir uns „Zeit für den Augenblick“. Wir treten also aus dem rein funktionalen Denken heraus und gewinnen „Gespür für die Gegenwart des Lebens“.1

Des Weiteren ist eine reziproke Beziehung zwischen dem wahrnehmenden Subjekt und dem wahrgenommen ästhetischen Objekt vonnöten: „Die Verfassung ästhetischer Objekte ist nur im Licht ihrer möglichen Wahrnehmung und die Verfassung der ästhetischen Wahrnehmung nur im Licht ihrer möglichen Gegenstände begreiflich“.2

Dementsprechend ist ein ästhetisches Objekt immer eines, das in einem besonderen Modus, in einer besonderen Situation wahrgenommen wird oder, wie oben beschrieben, für eine besondere Situation hergestellt ist. Alles was sinnlich (sensitiv) wahrgenommen werden kann, kann auch ästhetisch wahrgenommen werden. Dennoch ist nicht jedes wahrnehmbare Objekt ein ästhetisches Objekt.3

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, ästhetische Bildung messbar zu machen, und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Gütekriterien.

2. Ästhetische Wahrnehmung: Dieses Kapitel definiert ästhetische Wahrnehmung auf Basis theoretischer Konzepte und untersucht Wege, wie solche Wahrnehmungsprozesse gezielt in den Musikunterricht integriert werden können.

2.1 Was macht die ästhetische Wahrnehmung aus?: Hier werden die theoretischen Grundlagen nach Martin Seel dargelegt, insbesondere das Zusammenspiel von sensitiver Wahrnehmung, zeitlicher Abgrenzung und der Beziehung zwischen Subjekt und ästhetischem Objekt.

2.2 Wie kann ästhetische Wahrnehmung im Unterricht stattfinden: Dieses Kapitel analysiert anhand von Praxisbeispielen, insbesondere im Bereich produktionsorientierter Projekte, wie ästhetische Erfahrungssituationen für Schüler geschaffen werden können.

3. Messverfahren – Gütekriterien: Es werden die wissenschaftlichen Standards der Leistungsmessung – Objektivität, Reliabilität und Validität – definiert und in Bezug auf ihre Anwendbarkeit im Kontext der ästhetischen Bildung geprüft.

4. Realisierbarkeit: Dieses Kapitel stellt das "competence model" von Christian Rolle vor, welches als methodische "Krücke" dient, um die Kompetenz des ästhetischen Sprechens in sieben Stufen messbar zu machen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Möglichkeiten und Grenzen der Messbarkeit ästhetischer Wahrnehmung und kritisiert die Passung des aktuellen Schulsystems auf ästhetische Bildungsprozesse.

Schlüsselwörter

Ästhetische Wahrnehmung, Musikunterricht, Leistungsmessung, Gütekriterien, Ästhetisches Urteil, Produktionsorientierung, Kompetenzmodell, Christian Rolle, Martin Seel, Ästhetische Erfahrung, Bildungsprozesse, Schulleistung, Wahrnehmungsmodus, Ästhetischer Streit, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie ästhetische Wahrnehmung und Erfahrung im Musikunterricht, die klassischerweise schwer erfassbar sind, in ein System der Leistungsmessung und -beurteilung integriert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die ästhetiktheoretische Fundierung nach Martin Seel, die musikpädagogische Praxis der ästhetischen Bildung sowie die methodische Herausforderung, diese durch wissenschaftliche Gütekriterien messbar zu gestalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu beantworten, ob und wie ästhetische Wahrnehmung im Musikunterricht beurteilt werden kann, ohne den subjektiven Kern dieser Erfahrungen zu ignorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie die kritische Reflexion bestehender Kompetenzmodelle (speziell das Modell von Christian Rolle), um die Praktikabilität von Messverfahren im schulischen Kontext zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition ästhetischer Wahrnehmung, die Analyse von Unterrichtssituationen, die Darstellung wissenschaftlicher Gütekriterien und die Vorstellung eines Stufenmodells zur Bewertung ästhetischer Argumentationskompetenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Ästhetische Wahrnehmung, Musikunterricht, Leistungsmessung, Gütekriterien, das Kompetenzmodell von Christian Rolle sowie die produktionsorientierte Musikpraxis.

Inwiefern kann das Kompetenzmodell von Christian Rolle zur Messung dienen?

Es dient als methodische Brücke, da es die Argumentationsweise von Schülern über Musik in sieben Stufen gliedert und somit eine beobachtbare Basis für die Bewertung ästhetischer Urteilsbildung schafft.

Welches Fazit zieht der Autor zur Messbarkeit im aktuellen Schulsystem?

Der Autor zeigt sich skeptisch bezüglich der Vereinbarkeit des starren Notensystems mit den Zielen ästhetischer Bildung, sieht jedoch im vorgestellten Kompetenzmodell einen nützlichen Baustein für notwendige Kompromisse.

Warum sind schriftliche Aufgaben laut Arbeit problematisch für ästhetische Wahrnehmung?

Sie stellen per se keinen unmittelbaren ästhetischen Vollzug dar, sondern dienen primär der nachträglichen Reflexion, was eine direkte Messung der Erfahrung selbst erschwert.

Was unterscheidet das "bloße Erscheinen" vom "artistischen Erscheinen"?

Während das bloße Erscheinen den Fokus rein auf das sinnliche Gegenwärtigsein eines Objekts legt, ist das artistische Erscheinen auf Kunstobjekte beschränkt, die explizit für Interpretation und Bedeutungskontexte geschaffen wurden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ästhetische Wahrnehmungen. Wie können sie im Musikunterricht gemessen und bewertet werden?
Hochschule
Universität Kassel  (Institut für Musik)
Note
15
Autor
Raimund Lippok (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V502202
ISBN (eBook)
9783346043931
ISBN (Buch)
9783346043948
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ästhetische wahrnehmungen musikunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raimund Lippok (Autor:in), 2017, Ästhetische Wahrnehmungen. Wie können sie im Musikunterricht gemessen und bewertet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/502202
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