Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Entwicklungspsychologie

Auswirkungen frühkindlicher Erziehung auf mütterliche Depression. Steigerung mütterlicher Feinfühligkeit durch positive Interaktion mit Säuglingen

Titel: Auswirkungen frühkindlicher Erziehung auf mütterliche Depression. Steigerung mütterlicher Feinfühligkeit durch positive Interaktion mit Säuglingen

Hausarbeit , 2019 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nathalie Neuberger (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Kurzzeit-Längsschnittstudie von Newland, Parade, Dickstein und Seifer wurde prospektiv das Verhalten von Säuglingen im Alter von vier Monaten als Moderator für die Verknüpfung zwischen mütterlicher Depression und späterer mütterlicher Feinfühligkeit (im Alter von 15 Monaten)) untersucht. Zu diesem Zweck wurden Daten einer größeren Untersuchung entnommen, in der prospektiv die bidirektionale Wechselwirkung in Eltern-Kind-Dyaden erforscht wurde, einschließlich Erhebungen bis zu 30 Monaten vor der Geburt.

Der Prozess der Vermittlung des Erziehenden gegenüber dem Heranwachsenden ist von zentraler Bedeutung, sodass sowohl die Eltern als auch das Kind erzieherische Veränderungen initiieren können. Demnach handelt es sich bei Erziehung auch um einen dyadischen und reziproken Interaktionsprozess innerhalb des Systems Familie. Mittels Beobachtungssequenzen, die standardisiert mit mehreren Verfahren kodiert worden sind, wurde die Interaktionsqualität seitens des Säuglings in direkter Interaktion und die Feinfühligkeit der Eltern analysiert. Vor dem Hintergrund eines transaktionalen Prozesses, als auch kongruent zu bestehender Empirie, wurde davon ausgegangen, dass depressive Mütter, deren Säuglinge auf negative Weise mit ihnen interagieren, eine geringere Feinfühligkeit zeigen, während Säuglinge, die weniger negativ interagieren, die Effekte mütterlicher Depression auf Erziehung abpuffern können. Zusätzlich wurde kontrolliert, ob diese Effekte für das Säuglingsverhalten gegenüber ihren Müttern spezifisch oder auf eine allgemeine Interaktionsart zurückzuführen ist.

Einer allgemein bekannten Redewendung zufolge heißt es, der Apfel falle nicht weit vom Stamm - ein Topos, dessen Aussage versinnbildlicht, dass Kinder nicht nur phänotypische, sondern oft auch Eigenschaften und Charakteristiken von ihren Eltern "erben". Dieser Transfer kann vor allem durch Erziehung transportiert werden. Allgemein spielt Erziehung in jeder Gesellschaft sowohl in der Entwicklung eines Individuums als auch in der Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl eine zentrale Rolle. Die Wichtigkeit, sein Kind förderlich zu erziehen, sodass man seinen Teil zu einer adäquaten psychosozialen, persönlichen und beruflichen Entwicklung seines Kindes beiträgt, ist für die meisten Eltern der zentrale Aspekt, an denen die Erziehungsmethoden ausgerichtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeine Einleitung

1.1 Überführung des Goodness of fit-Modells in das transaktionale Modell

1.2 Diathese-Stress-Hypothese vs. differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese

2 Studie

2.1 Versuchspersonen

2.2 Methode und Erhebung

3 Ergebnisse

4 Allgemeine Diskussion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss des Säuglingsverhaltens (insbesondere der Negativität) als Moderator für den Zusammenhang zwischen mütterlicher Depression und späterer mütterlicher Feinfühligkeit zu untersuchen, um die bidirektionale Natur der Eltern-Kind-Beziehung empirisch zu stützen.

  • Transaktionale Modelle der Eltern-Kind-Interaktion
  • Einfluss mütterlicher Depression auf die Feinfühligkeit
  • Die Rolle des kindlichen Temperaments und Interaktionsverhaltens
  • Diathese-Stress- versus differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese
  • Bedeutung der mütterlichen Feinfühligkeit für die frühkindliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

1.2 Diathese-Stress-Hypothese vs. differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese

Mit der grundsätzlichen Leitfrage der Psychopathologie im psychologischen Sinne – wie entwickeln sich Kinder trotz Risikofaktoren zu adaptiven Individuen – werden im Zusammenhang mit der Eltern-Kind-Beziehung verschiedene Ansätze herangezogen. Dabei bilden die Diathese-Stress- und differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese populäre und wissenschaftlich anerkannte Annahmen, die sich mit der Erklärung psychopathologischer Entwicklung beschäftigen.

Die Diathese-Stress-Hypothese beinhaltet die Idee, dass sowohl Stress als auch Diathese (d. h. Disposition) gegeben sein müssen zur Entwicklung einer psychischen Störung (Belsky & Pluess, 2009), folglich die Kombination aus negativem personalen und Umweltfaktor gegeben sein müssen. Erst wenn beides zu groß ist, also eine bestimmte Schwelle übertreten wird, erfolgt die Symptomausbildung. Dabei gilt allgemein, dass je vulnerabler ein Kind aufgrund von Risikofaktoren (z. B. 5-HTTLPR-Polymorphismus), desto weniger Umweltstressoren braucht es zur Überschreitung der Schwelle. Somit liegt der Fokus hierbei auf den negativen Einflüssen auf die Entwicklung.

Daneben nimmt die differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese an, dass sich Individuen in ihrer Empfindlichkeit gegenüber Eigenschaften der Umwelt unterscheiden (Belsky & Pluess, 2009). Demnach unterscheiden sich Personen hinsichtlich ihrer Plastizität, sodass der Fokus auf sowohl negativen als auch positiven Einflüssen liegt. Dahinter steht die evolutionär-biologische Argumentation, dass bestimmte Individuen besonders anfällig gegenüber negativen Expositionen sind, während sie gleichzeitig besonders anfällig für positive Auswirkungen von unterstützenden Maßnahmen sind (Belsky & Pluess, 2009), d. h. entsprechende Individuen sind formbar durch bzw. adaptiv gegenüber der Umwelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeine Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Erziehung und definiert zentrale Konzepte wie Erziehungsstile, Temperament und die Interaktion zwischen Eltern und Kind im Rahmen transaktionaler Modelle.

2 Studie: Dieses Kapitel stellt eine Kurzzeit-Längsschnittstudie vor, die untersuchte, wie das Interaktionsverhalten von Säuglingen die Verbindung zwischen mütterlicher Depression und späterer mütterlicher Feinfühligkeit moderiert.

3 Ergebnisse: Hier werden die statistischen Befunde präsentiert, die belegen, dass eine hohe Negativität des Säuglings bei depressiven Müttern mit einer verringerten späteren mütterlichen Feinfühligkeit assoziiert ist.

4 Allgemeine Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Studienergebnisse und ordnet sie in die differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese ein, wobei die bidirektionale Dynamik der Eltern-Kind-Beziehung und die Bedeutung korrigierender Interaktionserfahrungen hervorgehoben werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wissenschaftliche Erkenntnis zusammen, dass der transaktionale Charakter der Interaktion für das Verständnis psychischer Risiken essenziell ist und betont die Notwendigkeit familienbasierter, interaktionsfördernder Interventionen.

Schlüsselwörter

Mütterliche Feinfühligkeit, mütterliche Depression, transaktionales Modell, kindliches Temperament, Interaktionsverhalten, Diathese-Stress-Hypothese, differenzielle-Suszeptibilität-Hypothese, Eltern-Kind-Dyade, Erziehungsstil, psychische Gesundheit, Frühkindliche Entwicklung, Verhaltensmoderation, emotionale Verfügbarkeit, Plastizität, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen mütterlicher Depressivität, dem Interaktionsverhalten von Säuglingen und der späteren Feinfühligkeit der Mutter gegenüber ihrem Kind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum stehen die Entwicklungspsychologie, die Auswirkungen mütterlicher psychischer Belastungen auf die Erziehung und die bidirektionale Beeinflussung innerhalb der Eltern-Kind-Beziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Studie geht der Frage nach, ob das Verhalten von Säuglingen im Alter von vier Monaten als Moderator für den Zusammenhang zwischen mütterlicher Depression und der späteren mütterlichen Feinfühligkeit fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Kurzzeit-Längsschnittstudie, bei der Beobachtungssequenzen (u.a. Infant Engagement Phase, Emotional Availability Scale) und Fragebögen zur Datenerhebung genutzt wurden, ergänzt durch multiple Regressionsanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Herleitung (Modelle der Eltern-Kind-Interaktion), der Beschreibung der Stichprobe und Erhebungsmethoden sowie der detaillierten statistischen Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie mütterliche Feinfühligkeit, transaktionales Modell, Depression, kindliches Temperament und differenzielle Suszeptibilität geprägt.

Welche Rolle spielt die "Negativität des Säuglings" in den Ergebnissen?

Eine hohe Negativität des Säuglings in der Interaktion mit einer depressiven Mutter fungiert als Risikofaktor, der mit einer geringeren späteren mütterlichen Feinfühligkeit einhergeht.

Unterscheidet sich der Einfluss des Säuglingsverhaltens bei Müttern und Vätern?

Die Ergebnisse zeigen, dass das Interaktionsverhalten gegenüber der Mutter als Prädiktor für mütterliche Feinfühligkeit wirkt, während für Väter keine entsprechenden signifikanten Haupteffekte auf die mütterliche Feinfühligkeit nachgewiesen werden konnten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkungen frühkindlicher Erziehung auf mütterliche Depression. Steigerung mütterlicher Feinfühligkeit durch positive Interaktion mit Säuglingen
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie)
Note
1,0
Autor
Nathalie Neuberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V501954
ISBN (eBook)
9783346043122
ISBN (Buch)
9783346043139
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mütterliche Depression Depression sensitivity Elternverhalten Säuglingsalter Säuglinge infancy parenting Goodness of fit Modell transaktionales Modell Diathese-Stress-Hypothese differenzielle-Suszeptibilitäts-Hypothese Erziehung Entwicklung mütterliche Feinfühligkeit Feinfühligkeit Längsschnittstudie Interaktionsverhalten emotionale belastung bindung Integratives Modell Erziehungsstil Baumrind Bindungsqualität Temperament kindliches Temperament
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nathalie Neuberger (Autor:in), 2019, Auswirkungen frühkindlicher Erziehung auf mütterliche Depression. Steigerung mütterlicher Feinfühligkeit durch positive Interaktion mit Säuglingen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/501954
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum