In der vorliegenden Arbeit wird auf die Benachteiligung als Hürde eingegangen, die im Zusammenhang steht mit der Identifizierung und Förderung von Hochbegabten. Im ersten Teil der Arbeit werden sozial benachteiligte Hochbegabte angesprochen, die Probleme aufgrund ihres sozialen Status haben. Im zweiten Teil wird dann auf die Situation von hochbegabten Kindern mit einem Migrationshintergrund eingegangen und welche Lösungsansätze für die Bewältigung dieser Hürden vorgeschlagen werden. Die Arbeit basiert vorwiegend auf dem Werk "Grundwissen Hochbegabung in der Schule" von Birgit Behrensen und Claudia Solzbacher, da es sonst wenig Literatur und wenige Studien über Hochbegabung bei Kindern mit sozialen Benachteiligungen und mit Migrationshintergrund gibt.
Eine genau Definition zu dem Begriff "Hochbegabung" im Allgemeinen, die alle möglichen Bereiche von Begabung einschließt gibt es so nicht. Nach Lucito gibt es fünf Gruppen von Definitionen: die IQ-Definition, die soziale Definition, die Prozentsatzdefinition, die Kreativität sowie die Ex-post-facto-Definition(en). Am verbreitesten ist die IQ-Definition, nach welcher der, der einen IQ von 130 oder mehr vorweist, automatisch hochbegabt ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Benachteiligung als Hürde für die Identifizierung und Förderung Hochbegabter
- Soziale benachteiligte Hochbegabte
- Hochbegabte mit Migrationshintergrund
- Diskussion
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Herausforderungen, die mit der Identifizierung und Förderung von Hochbegabten in Verbindung mit sozialer Benachteiligung und einem Migrationshintergrund einhergehen. Der Fokus liegt auf den Hindernissen, die diese beiden Gruppen beim Zugang zu Bildung und Förderungsmöglichkeiten erleben.
- Soziale Benachteiligung als Barriere für die Identifizierung und Förderung von Hochbegabten
- Die Auswirkungen von Armut und Bildungsferne auf die Begabungsentwicklung
- Die Rolle von Lehrkräften bei der Identifizierung und Förderung von Hochbegabten aus benachteiligten Familien
- Die besonderen Herausforderungen für hochbegabte Kinder mit Migrationshintergrund
- Mögliche Ansätze zur Überwindung dieser Hürden und die Förderung von Begabungen in allen Bevölkerungsgruppen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Hochbegabung und deren Definitionen ein. Im Fokus steht die Benachteiligung als Hürde für die Identifizierung und Förderung hochbegabter Kinder.
Das Kapitel über soziale benachteiligte Hochbegabte beleuchtet den Zusammenhang zwischen Armut, Bildungsferne und der Entwicklung von Begabungen. Es werden Ergebnisse von Studien zur Einflussnahme dieser Faktoren auf den schulischen Erfolg von Kindern vorgestellt.
Das Kapitel über Hochbegabte mit Migrationshintergrund beschäftigt sich mit den spezifischen Herausforderungen, die diese Gruppe bei der Identifizierung und Förderung erfährt. Es wird die Rolle von Sprache, Kultur und Integration im Bildungssystem betrachtet.
Schlüsselwörter
Hochbegabung, soziale Benachteiligung, Migrationshintergrund, Identifizierung, Förderung, Bildungsungleichheit, Underachievement, Lehrkräfte, Bildungssystem, Integration, Sprache, Kultur.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Hochbegabung üblicherweise definiert?
Es gibt keine einheitliche Definition, aber die IQ-Definition ist am weitesten verbreitet: Wer einen Intelligenzquotienten von 130 oder höher erreicht, gilt als hochbegabt.
Warum ist soziale Benachteiligung eine Hürde für die Identifizierung von Begabungen?
Armut und Bildungsferne können die Entwicklung von Begabungen hemmen. Zudem werden Talente bei Kindern aus sozial schwachen Familien von Lehrkräften oft seltener erkannt als bei Kindern aus bildungsnahen Schichten.
Welche spezifischen Herausforderungen haben hochbegabte Kinder mit Migrationshintergrund?
Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede können dazu führen, dass Hochbegabungen im deutschen Bildungssystem unentdeckt bleiben. Diese Kinder erhalten oft nicht die notwendige Förderung, um ihr Potenzial auszuschöpfen.
Was versteht man unter „Underachievement“?
Underachievement bezeichnet eine Situation, in der die schulischen Leistungen eines Kindes deutlich hinter seinem tatsächlichen intellektuellen Potenzial zurückbleiben, oft aufgrund fehlender Motivation oder sozialer Hürden.
Wie können Lehrkräfte die Förderung von benachteiligten Hochbegabten verbessern?
Lehrkräfte benötigen Sensibilisierung und Fachwissen, um Begabungen jenseits klassischer Leistungsmuster zu erkennen und gezielte Förderangebote unabhängig vom sozialen Status zu machen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Die Identifizierung und Förderung von hochbegabten Kindern. Stellt soziale Benachteiligung eine Hürde dar?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/501711