Die Beurteilung von Unternehmen kann heutzutage anhand verschiedenster Faktoren vorgenommen werden. Als traditionelle Herangehensweise wird immer noch der Blick in die Bilanz eines Unternehmens verwendet. Aufgrund unterschiedlichster Gestaltungsregeln, welche zum Teil die Aussagekraft über die tatsächliche Ertragslage des Unternehmens verschleiern, ist die Analyse anhand weiterer Kennzahlen zielführend. In diesem Zusammenhang wird häufig der Cash Flow als ein weiterer Indikator für den Unternehmenserfolg ermittelt.
Auf Basis dieser Cash Flow Ermittlung lassen sich weiterführende Analysen anstellen, welche internen und externen Interessenten tiefergehende Erkenntnisse über das Zustandekommen des Erfolgs liefern. Als interne Interessenten werden in
dem Zusammenhang natürlich auch das Management und die darin integrierte Vertriebssteuerung verstanden.
Die vorliegende Arbeit wird ausgehend von der grundlegenden Begriffsklärung die wesentlichen Merkmale der Cash Flow Analyse und des Vertriebs charakterisieren und im weiteren Verlauf miteinander verknüpfen. Im Kern wird die Fragestellung behandelt, in wie weit eine Orientierung am Cash Flow und die daraus resultierende Cash Flow Analyse eine durchgreifende Vertriebssteuerung ermöglicht und welche strategischen Ableitungen sich für das Management aus der Cash Flow Ermittlung und Analyse ergeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Cash Flow
2.2. Cash Flow Analyse
2.3. Besonderheiten im Vertrieb
3. Anwendungsgebiete
3.1. Cash Flow im Vertrieb
3.2. Cash Flow Analyse im Vertrieb
4. Kritische Würdigung
4.1. Chancen
4.2. Risiken
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Eignung des Cash Flows als quantitative Kennzahl für eine effektive Vertriebssteuerung, um die Aussagekraft traditioneller Bilanzkennzahlen zu ergänzen und eine zukunftsorientierte Unternehmensführung zu unterstützen.
- Grundlegende Begriffsbestimmung von Cash Flow und Cash Flow Analyse.
- Charakterisierung des Vertriebs als integraler Steuerungsbereich.
- Analyse der Möglichkeiten und Grenzen einer Cash-Flow-orientierten Vertriebssteuerung.
- Bewertung von Chancen und Risiken durch den Vergleich mit traditionellen Methoden.
- Diskussion der Anwendungsmöglichkeiten in der operativen Vertriebspraxis.
Auszug aus dem Buch
2.1. Cash Flow
Für den Begriff Cash Flow findet man in der Literatur mehrere deutsche Übersetzungen sowie weitreichende Diskussionen bzgl. der Ermittlung und Aussagekraft. Eine einheitliche Definition hat sich bis dato noch nicht herausgebildet.1 Der Cash Flow wird meist als Kennzahl für unterschiedlichste Analysen zur Bewertung und Steuerung von Unternehmen oder Investitionen herangezogen.2
In seinem Wesen ist er eine Kennzahl, die mit dem Ziel der Komplexitätsreduktion verschiedenste unternehmensrelevante Informationen zusammenfasst, um dem interessierten Leser einen möglichst schnellen Überblick über die Liquiditätslage eines Unternehmens zu geben.3 Die Ermittlung des Cash Flow findet im Rahmen der sogenannten Kapitalflussrechnung statt.4
Die gängigste wörtliche Auslegung ist der Begriff „Geldfluss“5. Demzufolge wird bei der Ermittlung des Cash Flow der Versuch unternommen, alle Zahlungsströme innerhalb einer Periode abzubilden.6 Somit geht eine Ermittlung des Cash Flow über die traditionelle Unternehmensbewertung anhand der Ergebnisse aus der Gewinn- und Verlustrechnung hinaus. Der Cash Flow korrigiert das dort ausgewiesene Ergebnis um die Erträge und Aufwendungen, denen keine tatsächlichen Mittelzu- oder -abflüsse gegenüberstehen.7
Die Ursprungsidee der Cash Flow Ermittlung besteht also darin, die in Teilen mangelhafte Aussagekraft des Jahresabschlusses bezüglich der Liquiditätslage eines Unternehmens durch einen tiefergehenden Blick auf die im Geschäftsbetrieb stattfinden Zahlungsströme zu verbessern.8 Die Ermittlung des Cash Flow dient im engeren Sinne der Beurteilung der in der Vergangenheit erbrachten und der zu erwartenden Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens.9 Er gibt folglich in erste Linie Aufschluss über die „Selbstfinanzierungskraft eines Unternehmens“10.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grenzen der klassischen Bilanzanalyse und begründet die Relevanz des Cash Flows als Indikator für den Unternehmenserfolg.
2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Cash Flow, beschreibt Methoden zu seiner Ermittlung und führt in die Besonderheiten des Vertriebs als Steuerungsbereich ein.
3. Anwendungsgebiete: Das Kapitel verknüpft die Kennzahl Cash Flow mit der Vertriebspraxis und diskutiert Ansätze für eine orientierte Vertriebssteuerung.
4. Kritische Würdigung: Hier werden die Chancen und Risiken bei der Anwendung des Cash Flows als Steuerungsinstrument im Vertriebsalltag gegenübergestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Praktikabilität der Cash-Flow-Analyse für die operative Steuerung einzelner Vertriebseinheiten.
Schlüsselwörter
Cash Flow, Cash Flow Analyse, Vertriebssteuerung, Liquiditätslage, Kapitalflussrechnung, Unternehmenssteuerung, Finanzkraft, Ertragskraft, Investition, Jahresabschluss, Bilanzanalyse, Kennzahlen, Umsatzverdienstrate, Rentabilität, Selbstfinanzierungskraft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Nutzung des Cash Flows als Kennzahl für die Steuerung im Vertrieb.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Cash Flow, die Methoden der Bilanzanalyse sowie die Integration dieser Kennzahlen in die Vertriebskonzeption.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit eine Orientierung am Cash Flow eine durchgreifende Vertriebssteuerung ermöglicht und welche strategischen Konsequenzen daraus resultieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der vergleichenden Betrachtung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Cash Flows, die Erläuterung des Vertriebsbegriffs sowie die kritische Analyse der Anwendungsgebiete im Vertrieb.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Cash Flow Analyse, Vertriebssteuerung, Liquidität und finanzwirtschaftliche Kennzahlen.
Warum reicht der Jahresabschluss allein für die Analyse nicht aus?
Der Jahresabschluss unterliegt Gestaltungsspielräumen, die die tatsächliche Ertragslage verschleiern können, weshalb der Cash Flow als ergänzender Indikator dient.
Gibt es eine einheitliche Formel für den Cash Flow?
Nein, in der Literatur gibt es verschiedene Auffassungen und Berechnungsschemata, was den direkten Vergleich zwischen Unternehmen erschweren kann.
Kann der Cash Flow auf einzelne Verkäufer heruntergebrochen werden?
Die Arbeit stellt fest, dass dies in der Praxis schwierig ist und die Vertriebssteuerung erschweren kann, wenn die Beteiligten keinen direkten Einfluss auf die Kennzahl haben.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Cash Flow Ermittlung?
Die direkte Ermittlung basiert auf realen Ein- und Auszahlungen, während die indirekte Methode den Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Posten bereinigt.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Science Christian Blankenstein (Autor:in), 2018, Cash Flow und Cash Flow Analyse im Vertrieb, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/498300