Mit dieser Arbeit beabsichtige ich, die Frage zu beantworten, wie die Vereinten Nationen über die Jahre hinweg versuchen, gegen den transnationalen Terrorismus vorzugehen und wie die Problematik der Begriffsbestimmung des Terrorismus das Vorgehen beeinflusst. Zunächst beschäftige ich mich damit, den Terrorismus allgemein zu definieren sowie mit der Besonderheit des transnationalen Terrorismus. Danach stelle ich kurz Al Quaida als ein Beispiel für ein transnational operierendes Terrornetzwerk sowie die Theorie des Institutionalismus nach Robert Keohane im Zusammenhang mit dem Themenbereich vor. Anschließend fahre ich mit dem Kampf gegen den Terrorismus der Vereinten Nationen fort. In diesem Rahmen umreisse ich die Terrorismusdefinition der UNO, die getroffenen anti-terror Maßnahmen vor und nach den Anschlägen des 11. September 2001. Geschuldet des Umfangs der Hausarbeit kann ich nur auf ausgesuchte Maßnahmen eingehen. Weiterhin zeige ich ein paar Erfolge sowie Schwierigkeiten der Terrorismusbekämpfung der Vereinten Nationen auf und ziehe anschließen ein Fazit bezüglich der Thematik.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Definition des Begriffs Terrorismus
2.2 Entstehung des transnationaler Terrorismus
2.3 2.3 Al Quaida als Beispiel eines transnationalen terroristischen Netzwerkes
3. Theorie des Institutionalismus nach Robert Keohane
4. Die Terrorismusbekämpfung der Vereinten Nationen
4.1 Terrorismusdefinition der Vereinten Nationen
4.2 „Anti-Terrorisus-Polititk.“ bis 2001
4.2.1 Konventionen der Jahre 1963 bis 1972
4.2.2 Konventionen der Jahre 1972 bis 2001
4.3 „Anti-Terrorismus-Politik“ nach dem 11. September 2001
4.4 Erfolge und Schwierigkeiten der Terrorismusbekämpfung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Strategien der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des transnationalen Terrorismus, untersucht die definitorische Problematik und hinterfragt, wie internationale Zusammenarbeit innerhalb eines anarchischen Systems gestaltet werden kann.
- Grundlagen der Terrorismusdefinition und Merkmale des transnationalen Terrorismus.
- Anwendung der Theorie des Institutionalismus nach Robert Keohane auf globale Sicherheitskooperationen.
- Die historische Entwicklung der UN-Terrorismusbekämpfung vor und nach den Anschlägen vom 11. September 2001.
- Herausforderungen durch strukturelle Grenzen und die Rolle nationaler Souveränität bei der Umsetzung von Resolutionen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition des Begriffs Terrorismus
Der Terrorismus selbst ist ein sehr facettenreiches Thema. Ungeachtet allgemeiner Ablehnung konnte man sich bis heute in der Wissenschaft und der Politik auf keine allgemeine geltende Definition für das Phänomen Terrorismus einigen. Der Terrorismus als Form des politischen Protestes wird als eine stark emotional besetzte Problematik angesehen, die viele unterschiedliche Emotionen wie Angst, Schock, Leid, Widerstand und bisweilen auch Faszination hervorruft. Diese Vielfalt an Emotionen erschwert eine genaue politische Definition des Begriffes „Terrorismus“.8 Ulrich Schneckener versteht terroristisches Vorgehen als „eine Gewaltstrategie nichtstaatlicher Akteure, die aus dem Untergrund agieren und systematisch versuchen, eine Gesellschaft oder bestimmte Gruppen in Panik und Schrecken zu versetzen, um nach eigener Aussage politische Ziele durchzusetzen.“10 Als Terroristen werden jene angesehen, die mithilfe von Gewalt terroristische Mittel und Taktiken einsetzen. Jedoch kann man nicht ausschließen, dass sie ihre Taktik ändern und zu anderen gewaltsamen Strategien umschwenken. Neben der erzeugten Panik und des erzielten Schockeffekts versucht man auch durch terroristische Anschläge Sympathisanten und mögliche Unterstützer zu mobilisieren, sowie die Radikalisierung politisch ähnlich gesinnter Gruppen zu erreichen.9 Der Terrorismus ist somit eine bestimmte Methode, gewaltsam gegen eine politische Ordnung vorzugehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Begriffsfindung bei Terrorismus ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Rolle der Vereinten Nationen.
2. Hauptteil: Dieser Abschnitt behandelt die Definition des Terrorismus, die Entstehung transnationaler Netzwerke am Beispiel von Al Quaida sowie die strategischen Handlungsmöglichkeiten.
3. Theorie des Institutionalismus nach Robert Keohane: Hier wird die Theorie des Institutionalismus als Rahmen für staatliches Handeln und internationale Kooperation im System der Vereinten Nationen dargestellt.
4. Die Terrorismusbekämpfung der Vereinten Nationen: Das Kapitel analysiert die Resolutionen der UNO, die Entwicklung der Anti-Terror-Politik vor und nach 2001 sowie die Erfolge und strukturellen Defizite bei der Bekämpfung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die schrittweise Anpassung der UNO an terroristische Bedrohungen zusammen und reflektiert die Problematik der fehlenden einheitlichen Definition.
Schlüsselwörter
Terrorismus, Vereinte Nationen, transnationale Netzwerke, Institutionalismus, Sicherheitsrat, Resolution 1373, Al Quaida, Terrorismusbekämpfung, internationale Sicherheit, Völkerrecht, Kooperation, Sicherheitsdilemma, Konflikt, Politik, 11. September 2001
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Vorgehen der Vereinten Nationen gegen den transnationalen Terrorismus und die damit verbundene Herausforderung einer einheitlichen Begriffsbestimmung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Aspekte sind die Definition von Terrorismus, die Struktur transnationaler Netzwerke wie Al Quaida und die theoretische Fundierung durch den Institutionalismus nach Robert Keohane.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu beantworten, wie die Vereinten Nationen über die Jahre hinweg versuchen, den transnationalen Terrorismus zu bekämpfen und wie die Definitionsproblematik dieses Vorgehen beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung völkerrechtlicher Dokumente und UN-Resolutionen im Kontext politikwissenschaftlicher Theorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die theoretische Einordnung nach Keohane und die detaillierte Analyse der UN-Maßnahmen vor und nach den Anschlägen des 11. Septembers.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Terrorismusbekämpfung, Vereinte Nationen, transnationale Netzwerke und Institutionalismus.
Warum konnte die UNO bis heute keine allgemeine Terrorismusdefinition etablieren?
Dies liegt primär an unterschiedlichen politischen Interessen der Mitgliedstaaten sowie der komplexen Abgrenzung zwischen terroristischen Akten, Staatsterror und legitimen Befreiungsbewegungen.
Welchen Stellenwert nimmt die Resolution 1373 ein?
Sie gilt als Meilenstein, da sie den Mitgliedstaaten verbindliche Maßnahmen und Regeln im Kampf gegen den Terrorismus auferlegte und ein Kontrollkomitee schuf.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Institutionalismus für die Terrorbekämpfung?
Der Institutionalismus dient als hilfreiches Modell, um zu erklären, wie Staaten trotz anarchischer Strukturen freiwillig kooperieren, um gemeinsame Sicherheitsziele zu erreichen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2015, Der transnationale Terrorismus und die Rolle der UNO in der Terrorismusbekämpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/498013