In dieser Seminararbeit soll das Hildebrandslied untersucht werden. Dabei wird er zunächst eine Gattungseinordnung vorgenommen, um dann zu klären, inwiefern der historische kontect im Vater-Sohn-Konflikt erkennbar wird bzw. umgedeutet.
Das Hildebrandslied gilt als einzig erhaltenes Zeugnis einer germanischen Heldendichtung in althochdeutscher Sprache. Heldendichtungen basieren auf Heldensagen, die als Erzählstoff die germanische Kultur beinhalten, welche an Personen und Geschehnisse der Völkerwanderungszeit anknüpft. Inhalt der Dichtungen sind Helden mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten, die sich zu behaupten haben und Situationen überstehen müssen, die Normalsterbliche nicht bewältigen können. Im Mittelpunkt stehen Konflikte, die in solch einer Situation aufkommen und mit denen sich der Held auseinandersetzen muss. Er bekommt den Auftrag, sich zu opfern, wenn es für die Idealbilderfüllung des Menschen nötig ist.
Inhaltsverzeichnis
- Steckbrief
- Gattungseinordnung
- Textstelle und Übersetzung
- Inwiefern wird der historische Kontext im Vater-Sohn-Konflikt erkennbar und umgedeutet?
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert das Hildebrandslied und untersucht, inwiefern der historische Kern im Vater-Sohn-Konflikt erkennbar und umgedeutet wird.
- Analyse des historischen Kontextes und der Übertragung in die literarische Darstellung
- Untersuchung des Vater-Sohn-Konflikts als zentrales Motiv
- Deutung des Liedes im Kontext der Dietrichsage und der germanischen Heldendichtung
- Bedeutung der Sprachformen und des Aufbaus des Hildebrandsliedes
- Bewertung der christlichen und heidnischen Elemente im Text
Zusammenfassung der Kapitel
Steckbrief
Das Hildebrandslied wird als einzig erhaltenes Zeugnis einer germanischen Heldendichtung in althochdeutscher Sprache vorgestellt. Die Heldendichtung basiert auf Heldensagen, die an Personen und Geschehnisse der Völkerwanderungszeit anknüpfen. Im Mittelpunkt stehen Konflikte, die der Held bewältigen muss.
Gattungseinordnung
Das Hildebrandslied wird in die Gattung der Heldendichtung eingeordnet. Das Lied zeichnet sich durch seinen Dialogcharakter, seinen Stabreim und die Verwendung von althochdeutscher Sprache aus.
Textstelle und Übersetzung
Es wird eine Textstelle aus dem Hildebrandslied vorgestellt und übersetzt, um die sprachlichen Besonderheiten und den Inhalt des Textes zu verdeutlichen.
Inwiefern wird der historische Kontext im Vater-Sohn-Konflikt erkennbar und umgedeutet?
Das Kapitel analysiert den historischen Kontext des Liedes und untersucht, wie der Vater-Sohn-Konflikt im Text dargestellt wird.
Schlüsselwörter
Das Hildebrandslied, Heldendichtung, althochdeutsche Sprache, Vater-Sohn-Konflikt, Dietrichsage, historische Rezeption, Sprachformen, christliche und heidnische Elemente, mündliche Überlieferung, Stabreim.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hildebrandslied?
Es ist das einzige erhaltene Zeugnis einer germanischen Heldendichtung in althochdeutscher Sprache und stammt aus dem 9. Jahrhundert.
Worum geht es im Vater-Sohn-Konflikt des Liedes?
Hildebrand kehrt nach 30 Jahren zurück und trifft auf seinen Sohn Hadubrand, der ihn nicht erkennt und zum tödlichen Zweikampf herausfordert.
Welcher historische Kern steckt im Hildebrandslied?
Das Lied knüpft an die Zeit der Völkerwanderung und die Figur des Theoderich (Dietrich von Bern) sowie den Konflikt mit Odoaker an.
Welche sprachlichen Merkmale weist das Werk auf?
Es ist im germanischen Stabreim verfasst und zeigt eine Mischung aus oberdeutschen und niederdeutschen Sprachformen.
Wie endet das Hildebrandslied?
Das Originalmanuskript bricht ab, aber die Sage legt nahe, dass Hildebrand seinen Sohn im Kampf töten muss, was die Tragik des Heldenethos unterstreicht.
Warum ist das Werk literaturgeschichtlich so bedeutend?
Es bietet einen seltenen Einblick in die vorchristliche germanische Kultur, deren Werte (Ehre, Treue, Schicksal) und die mündliche Überlieferungstradition.
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- Selina Steinich (Author), 2018, Das Hildebrandslied. Inwiefern wird der historische Kern im Vater-Sohn-Konflikt erkennbar und umgedeutet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/497608