Die Globalisierung, ein wachsender Wettbewerb und die zunehmende Digitalisierung der Industrie 4.0 stellen die Transportlogistik vor enorme Herausforderungen. Als essentielles Bindeglied in der industriellen Wertschöpfung muss die Transportlogistik mit den rasanten Entwicklungen im unternehmerischen Umfeld schritthalten, um das immer höhere Tempo der Supply-Chain nicht negativ zu beeinflussen. Diese Arbeit soll gegenwärtige Trends der Transportlogistik darstellen und deren Potenziale aufzeigen.
Das Ergebnis dieser Analyse zeigt mögliche Trends hin zu einer Transportlogistik 4.0 und beleuchtet dabei physische, virtuelle und hybride Entwicklungen. Die einzelnen Trends bergen hohe Potentiale zur Reduktion des zeitlichen Aufwands bei operativen und organisatorischen Tätigkeiten entlang des Distributionsprozesses. Darüber hinaus lassen sich Fahrzeiten und die Auslastung der Transportmittel optimieren was zu einer Reduktion von Zeiten und Kosten führt. Durch eine Digitalisierung der Transportlogistik lässt sich die Transparenz der einzelnen Prozessschritte erheblich steigern. Um diese Entwicklungen nicht zu behindern ist es notwendig, den Ausbau der dafür nötigen Infrastruktur voranzutreiben und geeignete rechtliche Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Diese Arbeit ist das Ergebnis einer Literaturrecherche.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. TRANSPORTLOGISTIK 4.0 - EIN ÜBERBLICK
3. GRUNDLAGEN
3.1 BIG DATA
3.2 CLOUD-COMPUTING
3.3 BLOCKCHAIN
3.4 NETZWERKE
3.5 BILD- UND UMGEBUNGSSENSORIK
3.6 V2X-KOMMUNIKATION
4. PHYSISCHE ENTWICKLUNGEN
4.1 AUTONOMES FAHREN
4.2 PLATOONING
4.3 TELEMATIK-PLATTFORMEN
5. VIRTUELLE ENTWICKLUNGEN
5.1 E-DOKUMENTMANAGEMENT
5.2 E-PAYMENT
5.3 SMART CONTRACT
5.4 LOGISTICS-CONTROL-TOWER
5.5 SUPPLY-CHAIN-EVENT-MANAGEMENT
6. HYBRIDE ENTWICKLUNGEN
6.1 ANTICIPATORY LOGISTICS
6.2 DIGITALE SPEDITION
6.3 ESTIMATED TIME OF ARRIVAL
6.4 MATCHING-PLATTFORM
6.5 SHARED LOGISTICS RESSOURCES
7. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, aktuelle Trends der Transportlogistik 4.0 systematisch darzustellen und deren Potenziale zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung in der Wertschöpfungskette aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage adressiert, wie durch die Digitalisierung von physischen, virtuellen und hybriden Prozessen Wettbewerbsvorteile erzielt werden können.
- Grundlagen digitaler Technologien (Big Data, Cloud, Blockchain, V2X)
- Physische Entwicklungen wie autonomes Fahren und Platooning
- Virtuelle Prozessoptimierung durch E-Dokumentmanagement und Smart Contracts
- Hybride Geschäftsmodelle (Digitale Spedition, Matching-Plattformen)
- Einfluss von Infrastruktur und gesetzlichen Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.3 Blockchain
Mittels der Blockchain-Technologie lassen sich Daten für Unternehmen und Wertschöpfungspartner sicher zur Verfügung stellen.
„Technisch stellt die Blockchain ("Blockkette") eine dezentrale Datenbank dar, die im Netzwerk auf einer Vielzahl von Rechnern gespiegelt vorliegt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Einträge in Blöcken zusammengefasst und gespeichert werden. Durch einen von allen Rechnern verwendeten Konsensmechanismus wird die Authentizität der Datenbankeinträge sichergestellt.“ (Mitschele, 2019).
Der hier angesprochene Konsensmechanismus beschreibt einen Algorithmus, der eine Einigung des Netzwerks zwischen seinen Teilnehmern erzielt. So soll sichergestellt sein, dass jeder Teilnehmer eine identische Kopie der verteilten Datenbank besitz (Metzger, 2019). Die parallele Verwaltung von Daten(ketten) auf unterschiedlichen Rechensystemen soll dabei sicherstellen, dass Manipulation und Fälschung ausgeschlossen werden. Um das zu gewährleisten, müssen alle relevanten Daten zu sämtlichen Prozessen aller Wertschöpfer entlang einer Lieferkette gespeichert werden. Dabei handelt es sich um unternehmensinterne Daten, wie verwendete Ressourcen, Qualitätsnachweise und Materialflussprozesse der Supply-Chain, als auch um unternehmensexterne, übergreifende Daten wie Verwendungs- und Abrechnungsnachweise oder behördliche Prozessinformationen wie bspw. Informationen zu ökologischen Aspekten. Es muss an dieser Stelle gewährleistet werden können, dass Daten nicht manipulierbar und Zugriffsrechte regulierbar sind. Mittels Blockchain lassen sich Zugriffsrechte gezielt steuern (Eickemeyer, Halaszovich, & Lattemann, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Führt in die Industrie 4.0 ein und definiert die Herausforderungen sowie die Zielsetzung der Literaturrecherche im Kontext der Transportlogistik.
2. TRANSPORTLOGISTIK 4.0 - EIN ÜBERBLICK: Veranschaulicht das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien anhand eines beispielhaften Distributionsprozesses.
3. GRUNDLAGEN: Erläutert die technologische Basis, einschließlich Big Data, Cloud-Computing, Blockchain, Netzwerke, Sensorik und V2X-Kommunikation.
4. PHYSISCHE ENTWICKLUNGEN: Analysiert Entwicklungen mit direktem Bezug zu physischen Objekten, insbesondere das autonome Fahren, Platooning und Telematik-Plattformen.
5. VIRTUELLE ENTWICKLUNGEN: Behandelt rein digitale Anwendungen wie E-Dokumentmanagement, E-Payment, Smart Contracts und den Einsatz von Control-Towern.
6. HYBRIDE ENTWICKLUNGEN: Untersucht Mischformen wie Anticipatory Logistics, digitale Speditionen und Matching-Plattformen.
7. FAZIT: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für Staat und Unternehmen zur Förderung der Logistik 4.0.
Schlüsselwörter
Transportlogistik 4.0, Industrie 4.0, Digitalisierung, Big Data, Blockchain, Autonomes Fahren, Platooning, Cloud-Computing, Smart Contracts, Supply-Chain-Management, V2X-Kommunikation, E-Payment, Digitale Spedition, Effizienzsteigerung, Logistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation der Transportlogistik im Rahmen der Industrie 4.0 und der Identifikation von Trends zur Effizienzsteigerung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit ist in physische, virtuelle und hybride Entwicklungen unterteilt, die jeweils spezifische Technologien und Anwendungsbereiche in der Lieferkette abdecken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den aktuellen Stand der Technik aufzuzeigen, Potenziale zur Kosten- und Zeitreduktion zu identifizieren und die notwendigen Rahmenbedingungen für die Zukunft zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die verschiedene Studien und fachwissenschaftliche Publikationen zusammenführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technologische Grundlagen sowie die detaillierte Beschreibung physischer, virtueller und hybrider Trends der Logistikbranche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen unter anderem Transportlogistik 4.0, Blockchain, Autonomes Fahren, Smart Contracts und Supply-Chain-Management.
Wie unterscheidet sich die "digitale Spedition" von normalen Plattformen?
Digitale Speditionen treten nicht nur als Vermittler auf, sondern agieren als Vertragspartner, die das Transportrisiko übernehmen und die Abwicklung ganzheitlich verantworten.
Welche Rolle spielt die Blockchain bei Smart Contracts?
Die Blockchain fungiert als unveränderlicher, dezentraler Datenspeicher, der die Einhaltung von Vertragsbedingungen durch Smart Contracts transparent und sicher überprüft und Finanztransaktionen automatisch auslöst.
- Arbeit zitieren
- Leo Siegle (Autor:in), 2019, Transportlogistik 4.0, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/497078