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Empfindsamkeit transnational. Denis Diderots "comédie sérieuse" und Gellerts rührendes Lustspiel im Vergleich

Titel: Empfindsamkeit transnational. Denis Diderots "comédie sérieuse" und Gellerts rührendes Lustspiel im Vergleich

Hausarbeit , 2019 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sophie Barwich (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit soll durch einen Vergleich zwischen den theoretischen Abhandlungen Gellerts und Diderots sowie den Stücken "Die zärtlichen Schwestern" und "Le Fils naturel" die Frage beantwortet werden, inwiefern beide Dramatiker unabhängig voneinander, jedoch beeinflusst durch die Aufklärung und Empfindsamkeit, ähnliche Gedanken entwickelt haben.

Viele der Schlüsselwerke der Epoche der Empfindsamkeit zählen zur Gattung des rührenden Lustspiels. Sie ist programmatisch für die empfindsame Strömung der Literatur: Das Bürgertum, das häusliche Leben und positive Charaktere treten in den Vordergrund und lösen das Verlachen des Lasterhaften als Ziel der Komödie ab. Auf dem Weg von der klassischen Tragödie und Komödie zu neuen Formen, die Elemente aus beiden Gattungen zusammenfügen und die Ständeklausel ablehnen, spielen vor allem internationale Einflüsse zwischen der Literatur Deutschlands, Frankreichs und Englands eine Rolle. Doch nicht alle Ähnlichkeiten zwischen den literarischen Strömungen und Stücken dieser Zeit lassen sich auf direkte gegenseitige Beeinflussung zurückführen.

Zwischen Christian Fürchtegott Gellert, dem wichtigen Dramatiker des deutschen rührenden Lustspiels, und Denis Diderot, der Jahre nach Gellert seine Stücke als neues genre sérieux verfasste, ist keine direkte Verbindung erkennbar. Gerade aus diesem Grund ist jedoch ein bislang kaum ausführlich vorgenommener transnationaler Vergleich zwischen den Theorien und Werken dieser beiden Vertreter einer neuen Form der Komödie und Tragödie interessant.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die comédie larmoyante

3. Gellerts und Diderots Theatertheorien im Vergleich

3.1 Diderot

3.2 Gellert

4. Diderots Le Fils naturel und Gellerts Die zärtlichen Schwestern im Vergleich

5. Diderot, Gellert und die Entstehung des bürgerlichen Trauerspiels

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht einen transnationalen Vergleich zwischen den Theatertheorien und dramatischen Werken von Denis Diderot und Christian Fürchtegott Gellert. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Dramatiker unabhängig voneinander durch Aufklärung und Empfindsamkeit beeinflusst ähnliche Ansätze für eine neue Gattungsform zwischen Komödie und Tragödie entwickelten, die als Vorläufer des bürgerlichen Trauerspiels fungierten.

  • Vergleichende Analyse der Theatertheorien von Diderot und Gellert
  • Untersuchung der Werke "Le Fils naturel" und "Die zärtlichen Schwestern"
  • Rolle des Bürgertums und der Empfindsamkeit im 18. Jahrhundert
  • Rezeption der "comédie larmoyante" in Frankreich und Deutschland
  • Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten in der Darstellung tugendhafter Charaktere

Auszug aus dem Buch

3.1 Diderot

Zu den französischen Vertretern einer solchen neuen Form der Komödie zählt Denis Diderot, der sich vor allem theoretisch in seinem Essay De la poésie dramatique aus dem Jahre 1758 diesem Thema widmet. Auch er sieht die Notwendigkeit eines Dramas, das die Grenzen, die die französische Klassik setzt, überschreitet:

[...] il devrait y avoir un genre moyen et deux genres extrêmes. Nous avons ceux-ci; c’est la comédie et la tragédie: mais l’homme n’est pas toujours dans la douleur ou dans la joie. Il y donc un point qui sépare la distance du genre comique au genre tragique. [...] Or, il me semble que ces actions étant le plus communes de la vie, le genre qui les aura pour objet doit être le plus utile et le plus étendu. J’appellerai ce genre le genre sérieux.5

Noch vor seinen theoretischen Überlegungen verfasste er das Stück Le Fils naturel aus dem Jahre 1757, mit dem er sich in den nachfolgenden Entretiens sur le fils naturel auseinandersetzt und das er seinem genre sérieux zuordnet. Diderot unterteilt das genre sérieux wiederum in die comédie sérieuse und die tragédie sérieuse, wodurch er - anders als bei einer bloßen Mischung beider Genres - nuanciertere Abstufungen zwischen den Gattungen möglich macht: „Toutes les nuances du comique sont comprises entre ce genre même et le genre sérieux; et toutes celles du tragique entre le genre sérieux et la tragédie.“6 Das Genre der Tragikomödie als Gattungsmischung lehnt er in seiner Theorie ab.7

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Epoche der Empfindsamkeit und führt in den transnationalen Vergleich zwischen Diderot und Gellert als Dramatiker einer neuen Gattungsform ein.

2. Die comédie larmoyante: Es wird die französische Dramenform der "comédie larmoyante" erläutert, die durch die Rührung des Zuschauers die Grenzen zwischen Komödie und Tragödie verwischt.

3. Gellerts und Diderots Theatertheorien im Vergleich: In diesem Kapitel werden Diderots "genre sérieux" und Gellerts "rührendes Lustspiel" in ihren theoretischen Grundlagen analysiert und gegenübergestellt.

4. Diderots Le Fils naturel und Gellerts Die zärtlichen Schwestern im Vergleich: Die praktische Umsetzung der Theorien erfolgt anhand der beiden genannten Theaterstücke, wobei die Funktion tugendhafter Charaktere im Vordergrund steht.

5. Diderot, Gellert und die Entstehung des bürgerlichen Trauerspiels: Es wird untersucht, inwiefern beide Autoren durch ihr Wirken als Wegbereiter für das bürgerliche Trauerspiel und das "drame bourgeois" angesehen werden können.

6. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert, dass trotz fehlender direkter Beeinflussung durch ähnliche zeitgeistige Strömungen vergleichbare literarische Entwicklungen in Frankreich und Deutschland stattfanden.

Schlüsselwörter

Empfindsamkeit, rührendes Lustspiel, comédie larmoyante, Denis Diderot, Christian Fürchtegott Gellert, genre sérieux, bürgerliches Trauerspiel, Aufklärung, Tugendhaftigkeit, Theatergeschichte, Literaturvergleich, Drama, tragédie domestique, drame bourgeois, Gefühlskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte und praktischen Theaterwerke des deutschen Autors Christian Fürchtegott Gellert und des französischen Philosophen Denis Diderot im Kontext der Empfindsamkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des rührenden Lustspiels, das "genre sérieux", die Darstellung von Tugendhaftigkeit auf der Bühne sowie die Identifikation des bürgerlichen Publikums mit den Charakteren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist der Nachweis, dass beide Dramatiker trotz fehlender direkter Beeinflussung unabhängig voneinander ähnliche theatertheoretische Ansätze entwickelten, die maßgeblich zur Entstehung des bürgerlichen Trauerspiels beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, bei der theoretische Abhandlungen der Autoren mit deren dramatischen Werken in einen transnationalen Vergleich gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Theatertheorie beider Autoren, der Analyse der Stücke "Le Fils naturel" und "Die zärtlichen Schwestern" sowie dem Einfluss beider auf die Genese des bürgerlichen Trauerspiels.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Empfindsamkeit", "Rührung", "Tugend", "Bürgertum", "Komödie", "Tragödie" und "Bürgerliches Trauerspiel".

Wie unterscheidet Diderot sein "genre sérieux" von Gellerts Lustspiel?

Während Gellert das rührende Lustspiel als Pendant zur französischen "comédie larmoyante" sieht, grenzt sich Diderot theoretisch stärker von dieser ab und betont die Ernsthaftigkeit seines "genre sérieux", welches nuancierter zwischen Tragik und Komik unterscheidet.

Welche Rolle spielen die Charaktere in den untersuchten Stücken?

In beiden Werken dienen die Charaktere primär als Funktionsträger für tugendhaftes Handeln. Sie sollen das Publikum moralisch bewegen, wobei laut Autorin die psychologische Tiefe zugunsten der intendierten Rührung zurücktritt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Empfindsamkeit transnational. Denis Diderots "comédie sérieuse" und Gellerts rührendes Lustspiel im Vergleich
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Sophie Barwich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V496913
ISBN (eBook)
9783346011916
ISBN (Buch)
9783346011923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
empfindsamkeit diderot gellert drama komödie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Barwich (Autor:in), 2019, Empfindsamkeit transnational. Denis Diderots "comédie sérieuse" und Gellerts rührendes Lustspiel im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/496913
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Leseprobe aus  13  Seiten
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