Der folgende Aufsatz handelt von der Digitalisierung in der Gesundheitsbranche, welche Prozesse bereits digitalisiert sind und an welchen analogen Prozessen gearbeitet wird, um sie zu digitalisieren.
Digitalisierung muss unter anderem auch ethische und moralische Aspekte berücksichtigen, welche speziell in der Gesundheitsbranche von hoher Bedeutung sind. Digitalisierungsideen wie zum Beispiel Operations-Roboter müssen problemlos funktionieren, sodass keine Menschen verletzt werden. Diese Art von Operation ist eine Innovation, die sprunghaft, also ohne Vorläufer eingeführt wird. Die meisten Innovationen in der Medizin und Gesundheitsbranche sind Schrittinnovationen, die aus bestehenden Ideen oder Produkten weiterentwickelt werden. Außerdem bedient sich die Medizin häufig an Entwicklungen anderer Wissenschaften beispielsweise der Elektrotechnik und passt diese Innovationen an die Gesundheitsbranche an. Zusätzlich kann eine Umwandlung der analogen Prozesse eine Reduzierung der Fehlerquote und Kosten bewirken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Informationsbearbeitung
2.1. Patientendaten am Beispiel des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
2.2. Medizintechnik und medizinische Geräte
3. Telemedizin
3.1. Anwendungsbereiche
3.2. Anwendungsbeispiele
4. Gesundheitsökonomische Potenziale
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu geben, wobei insbesondere die Informationsbearbeitung und telemedizinische Ansätze kritisch beleuchtet werden, um Potenziale und Herausforderungen im deutschen Versorgungsalltag aufzuzeigen.
- Grundlagen der Digitalisierung im Gesundheitssektor
- Optimierung der Informationsbearbeitung durch elektronische Patientenakten
- Technologische Entwicklungen in der Medizintechnik
- Versorgungskonzepte der Telemedizin wie Telekardiologie und Telechirurgie
- Gesundheitsökonomische Effekte und Einsparpotenziale durch digitale Vernetzung
Auszug aus dem Buch
2.1. Patientendaten am Beispiel des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Heutzutage werden Rezepte in den meisten Kliniken noch immer von Hand vom behandelnden Arzt ausgestellt, was insbesondere unter Zeitdruck ein großes Fehlerpotenzial birgt. In diesen Fällen können Verwechslungen für die entsprechenden Patienten sehr gefährlich werden. Um diese Gefahren auszuschließen, schaffte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (kurz UKE) beispielsweise handschriftliche Verordnungen ab und stellte im Jahre 2011 komplett auf ein papierloses System um. Im UKE werden die Daten der elektronischen Patientenakte seitdem zentral gespeichert. Des Weiteren sind sie durch ein streng reglementiertes und zertifiziertes Sicherheitssystem geschützt sowie innerhalb des Klinikums zeit- und ortsunabhängig vom behandelnden Arzt oder Pflegekräften abrufbar.
An mobilen Terminals können so die wichtigsten Patientendaten wie Medikamentenverordnungen angezeigt werden. Damit eng eingebunden ist die Apotheke des UKE. Diese verpackt “täglich 12.000 Einzeldosen computergesteuert für jeden Patienten individuell in Tütchen”. Diese Mensch-Maschinengestützte Medikamentenangabe sorgte für eine Fehlerrate gegen null.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Digitalisierung im Kontext der Gesundheitsbranche und beleuchtet die damit verbundenen Chancen, Risiken sowie die notwendige ethische Auseinandersetzung.
2. Informationsbearbeitung: Hier wird der digitale Wandel in der klinischen Verwaltung und Medizintechnik anhand praktischer Beispiele wie dem UKE und technischer Innovationen erläutert.
3. Telemedizin: Das Kapitel beschreibt moderne telemedizinische Versorgungskonzepte, ihre Anwendungsfelder in der Kardiologie und Chirurgie sowie konkrete Praxisbeispiele wie Ferndiagnose und Telemonitoring.
4. Gesundheitsökonomische Potenziale: Der Abschluss fokussiert auf die ökonomische Relevanz digitaler Gesundheitsnetze und deren Potenzial, die Kosten im deutschen Gesundheitssystem signifikant zu senken.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Gesundheitswesen, eHealth, Telemedizin, Patientenakte, Medizintechnik, Informationsbearbeitung, Telekardiologie, Telechirurgie, Ferndiagnose, Telemonitoring, Gesundheitsökonomie, Innovation, Schrittinnovation, Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den aktuellen Stand und die zukünftigen Möglichkeiten der Digitalisierung innerhalb der Gesundheitsbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der digitalen Informationsbearbeitung, der Medizintechnik sowie telemedizinischen Anwendungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über aktuelle Digitalisierungsansätze zu geben und deren Nutzen für Versorgungsstrukturen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Status quo der Digitalisierung und entsprechende Fallbeispiele wissenschaftlich einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Informationsbearbeitung (Datenmanagement, Medizintechnik) und Telemedizin (Anwendungsbereiche, Beispiele) sowie eine wirtschaftliche Betrachtung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Digitalisierung, Telemedizin, eHealth, Gesundheitsökonomie und elektronische Patientenakte.
Welches praktische Beispiel wird für das digitale Datenmanagement verwendet?
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) dient als Fallbeispiel für die Umstellung auf eine elektronische Patientenakte und computergestützte Medikamentenvergabe.
Welche Barrieren werden für die Ferndiagnose in Deutschland genannt?
Das Fernbehandlungsverbot stellt derzeit eine rechtliche Hürde dar, wobei Ärzte und Kassen zudem die Notwendigkeit individueller Behandlungen betonen.
Wie kann Telemonitoring die Patientenversorgung verbessern?
Durch die kontinuierliche Übermittlung von Vitalwerten können Ärzte schneller reagieren, Patienten werden engmaschiger betreut und die Anzahl unnötiger Krankenhausaufenthalte kann sinken.
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- Konstantin Nagel (Author), 2018, Digitalisierung in der Gesundheitsbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/496801