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Nietzsches "Zur Genealogie der Moral". Tut dies zu meinem Gedächtnis! Nietzsches Gedächtniskonzeption

Titel: Nietzsches "Zur Genealogie der Moral". Tut dies zu meinem Gedächtnis! Nietzsches Gedächtniskonzeption

Essay , 2018 , 17 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Bastian Fischl (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zur Genealogie der Moral ist eines der Hauptwerke Friedrich Nietzsches und vereint zentrale Aspekte seiner Philosophie. Nietzsche beschäftigt sich dabei mit der Herkunft von moralischen Vor- und Werturteilen. Seine Ausführungen sind dabei vielgestaltig. Er erklärt sein Verständnis von Sklaven- und Herrenmoral, genauso wie die Bedeutung von asketischen Idealen. Ebenso wird seine Arbeitsweise der historischen Methodik deutlich und er gibt einen Einblick in seine allgemeine Rechts- und Gerechtigkeitsauffassung. Neben all jenen Aspekten finden wir weiter in der zweiten Abhandlung eine interessante Konzeption zum Gedächtnis und dem korrespondierenden Vermögen der Vergesslichkeit. Diese Arbeit beschäftigt sich im Speziellen mit dieser seiner Gedächtniskonzeption.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vergesslichkeit

3. Die Gegenkraft

4. Der Schmerz

4.1 Einordnung der Mnemotechnik Schmerz

4.2 Vorläufiges Resümee

5. Versprechen und Vertrag

5.1 Der Vertrag und das Zukunftsproblem

5.2 Die Bürgschaft

5.3 Die Äquivalenzmechanik – eine Einordnung

5.4 Die Wirkungen der Äquivalenzmechanik

6. Schluss und persönliches Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht Nietzsches Konzeption des Gedächtnisses innerhalb seines Werkes "Zur Genealogie der Moral" und analysiert, wie durch psychologische und sozio-ökonomische Prozesse, insbesondere den Schmerz und das Vertragsverhältnis, eine dauerhafte Gedächtnisbildung beim Menschen ermöglicht wird.

  • Die psychologische Funktionalität der Vergesslichkeit als aktives Schutz- und Hemmungsvermögen.
  • Die Konstituierung des Gedächtnisses des Willens als Gegenkraft zur Vergesslichkeit.
  • Die Rolle des Schmerzes als zentrale Mnemotechnik in der Menschheitsgeschichte.
  • Die Entstehung von Versprechen und Vertrag als Basis für menschliche Verbindlichkeit und gesellschaftliche Kohäsion.
  • Die ökonomische Logik der Äquivalenzmechanik beim Ausgleich von Schaden durch Schmerz.

Auszug aus dem Buch

4. Der Schmerz

Nietzsche entdeckt eine der grundsätzlichsten Mnemotechniken der Menschheitsgeschichte – den Schmerz. Denn „[…] nur was nicht aufhört, wehzutun, bleibt im Gedächtnis […]“. Als Beleg greift Nietzsche wie so oft weit in die Menschheitsgeschichte zurück. So verweist er auf Verstümmelungen, Kastrationen, Erstlingsopfer oder sonstige Rituale sehr archaisch anmutender Art. Diese hätten den Menschen erst das Gedächtnis eingebrannt und festgesetzt. Schließlich ging es „[…] niemals ohne Blut, Martern, Opfer ab, wenn der Mensch es nötig hielt, sich ein Gedächtnis zu machen;“. Nietzsche beschreibt die Erfahrung des Schmerzes für die ursprüngliche Konstitution des Gedächtnisses also als unumgänglich.

Etwas abstrahiert könnte man sagen Nietzsche vertritt – anders als beispielshalber Aristoteles – einen harten Lernprozess. Etwas frei formuliert stellen wir also mit Nietzsche fest: Lernen durch Schmerz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Nietzsche die Herkunft des Gedächtnisses und dessen Verbindung zum Vermögen der Vergesslichkeit in der "Genealogie der Moral" theoretisiert.

2. Die Vergesslichkeit: Das Kapitel arbeitet heraus, dass Nietzsche die Vergesslichkeit nicht als bloßen Mangel, sondern als positives, aktives Hemmungsvermögen und notwendigen Schutzmechanismus der Psyche begreift.

3. Die Gegenkraft: Hier wird das Gedächtnis als komplementäres "Gegenvermögen" zur Vergesslichkeit definiert, das einen aktiven, permanenten Willen erfordert, um sich gegen das natürliche Vergessen durchzusetzen.

4. Der Schmerz: Der Fokus liegt auf der These, dass der Mensch durch Schmerz – als archaische Mnemotechnik – ein Gedächtnis bildet, wobei sowohl die Intensität als auch die Dauer des Schmerzempfindens eine Rolle spielen.

4.1 Einordnung der Mnemotechnik Schmerz: Dieses Kapitel ordnet Nietzsches Ansatz in den Kontext der Utilitarismus-Kritik ein und betont, dass die Nützlichkeit von Dingen erst nachträglich hineingelegt wird, während die Ursache für das Gedächtnis im Schmerz liegt.

4.2 Vorläufiges Resümee: Hier werden die bisherigen psychologischen Erkenntnisse reflektiert und der Übergang von der rein mechanischen Gedächtnisbildung zur gesellschaftlichen Praxis des Versprechens eingeleitet.

5. Versprechen und Vertrag: Das Kapitel beleuchtet, wie das Versprechen aus einer bilateralen Vertragsbeziehung entsteht und welche grundlegende Rolle dieses als Bindemittel in der gesellschaftlichen Organisation spielt.

5.1 Der Vertrag und das Zukunftsproblem: Es wird analysiert, wie die zeitliche Verschiebung einer Forderung in die Zukunft ein "Zukunftsproblem" schafft, das bestimmte kognitive Fähigkeiten der Berechenbarkeit beim Schuldner voraussetzt.

5.2 Die Bürgschaft: Dieses Kapitel erläutert die Funktion der Bürgschaft als vertrauensschaffende Maßnahme, die dem Gläubiger Sicherheit gibt und das Vertragsverhältnis festigt.

5.3 Die Äquivalenzmechanik – eine Einordnung: Die "Ökonomie der Grausamkeit" wird hier als Mechanismus beschrieben, in dem Leid als kompensatorischer Gegenwert für materielle Schäden in ein handelbares System überführt wird.

5.4 Die Wirkungen der Äquivalenzmechanik: Zum Abschluss des Hauptteils wird die logische Kette zwischen Vertragsverletzung, Schmerzempfinden und der dauerhaften Bildung eines Gedächtnisses des Willens rekonstruiert.

6. Schluss und persönliches Resümee: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Nietzsches Ansatz als erkenntnisreiches, wenn auch teilweise spekulatives Postulat, das ohne finale Beweisbarkeit überzeugt.

Schlüsselwörter

Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, Vergesslichkeit, Gedächtnis, Schmerz, Mnemotechnik, Versprechen, Vertrag, Äquivalenzmechanik, Willen, Schuldner, Gläubiger, Bewusstsein, Kausalität, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Friedrich Nietzsches Gedächtniskonzeption in seinem Werk "Zur Genealogie der Moral" und untersucht die Entstehung von Gedächtnis als notwendige Gegenkraft zum aktiven Vergessen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Psychologie der Vergesslichkeit, die Mnemotechnik des Schmerzes, die ökonomische Logik von Verträgen sowie die Entwicklung eines Gedächtnisses des Willens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Nietzsches "Genealogie" der Gedächtnisbildung nachzuvollziehen und aufzuzeigen, wie soziale und ökonomische Strukturen das menschliche Erinnerungsvermögen prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen Werkinterpretation, die Nietzsches Thesen mit psychologischen und sozio-ökonomischen Deutungen der Sekundärliteratur in Verbindung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die psychologische Funktionalität des Vergessens, die Bedeutung des Schmerzes als Lernmethode und die Entstehung von Schuld und Verantwortung durch das Vertrags- und Bürgschaftswesen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "aktives Vergessen", "Gedächtnis des Willens", "Äquivalenz von Schaden und Schmerz" sowie die "Ökonomie der Grausamkeit".

Was bedeutet das "Zukunftsproblem" im Kontext des Vertrags?

Es bezieht sich auf die Notwendigkeit, bei der Eingehung eines Vertrages als Schuldner Berechenbarkeit und Selbstkontrolle für die Zukunft zu beweisen, um dem Gläubiger Sicherheit zu geben.

Wie unterscheidet sich Nietzsches Verständnis von Gedächtnis von anderen Ansätzen?

Nietzsche betrachtet das Gedächtnis nicht als rein kognitive Eigenschaft, sondern als eine durch gesellschaftliche Grausamkeit und ökonomische Notwendigkeiten erzwungene Leistung des Willens.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nietzsches "Zur Genealogie der Moral". Tut dies zu meinem Gedächtnis! Nietzsches Gedächtniskonzeption
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,00
Autor
Bastian Fischl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V496183
ISBN (eBook)
9783346007629
ISBN (Buch)
9783346007636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich Nietzsche Friedrich Nietzsche Genealogie Genealogie der Moral Moral Zur Genealogie der Moral Vergesslichkeit vergessen Gedächtnis Gewissen Vertrag Schmerz Wille fischl bastian
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bastian Fischl (Autor:in), 2018, Nietzsches "Zur Genealogie der Moral". Tut dies zu meinem Gedächtnis! Nietzsches Gedächtniskonzeption, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/496183
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Leseprobe aus  17  Seiten
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