Die Hausarbeit befasst sich unter Darlegung des historischen Zusammenhanges mit der Außenhandelstheorie Adam Smith' in dem Buch „Inquiry into the Nature and the Causes of the Wealth of Nations“ von 1776 .
Dabei wird insbesondere das Feld der Handelsbeschränkungen (Merkantilismus) berührt sowie unter Berücksichtigung neuerer Außenhandelstheorien auf die Wirkungen des Außenhandels in den britischen Kolonien Nordamerikas eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 HISTORISCHE GRUNDLAGEN UND GELTUNG DER AUßENHANDELSTHEORIE IM KOLONIALHANDEL
2.1 Historische Grundlagen
2.2 Die Kernaussagen der Außenhandelstheorie von Adam Smith
2.3 Die Anwendbarkeit der Außenhandelstheorie Smith'auf die nordamerikanischen Kolonien
3 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der klassischen Außenhandelstheorie von Adam Smith, wie sie in seinem Werk "The Wealth of Nations" dargelegt wurde, auf die historischen Gegebenheiten der britischen nordamerikanischen Kolonien im Zeitraum von 1755 bis 1785. Dabei wird analysiert, inwieweit die Theorie mit den merkantilistischen Praktiken und den wachsenden Spannungen zwischen den Kolonien und dem Mutterland korrespondiert.
- Wohlstandstheorie und Außenhandelskonzepte von Adam Smith
- Bedeutung des Merkantilismus und der Navigationsakte im Kolonialhandel
- Analyse absoluter Vorteile und des "Vent-for-Surplus"-Ansatzes in den Kolonien
- Historische Entwicklung der Handelsbeziehungen und politische Ursachen der Unabhängigkeitsbestrebungen
- Kritische Synthese von Theorie und Historik zur Bewertung handelspolitischer Spannungen
Auszug aus dem Buch
Die Kernaussagen der Außenhandelstheorie von Adam Smith
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Handelstheorie Adam Smith eng mit seiner Wachstumstheorie verknüpft ist. 77 Der gesamte Handel basiert auf menschlichen Eigenschaften und sich daraus ergebenden Verhaltensweisen. 78 Die menschliche Neigung zum Warentausch ist die Grundwurzel von Arbeitsteilung und Spezialisierung. 79 Diese sorgen für die menschliche Bedarfsdeckung und werden bereits im ersten Buch genannt:
Ebenso wie wir durch Übereinkommen, Tausch und Kauf voneinander die (..) wechselseitigen Dienste erlangen (..) gibt dieser selbe Hang zu tauschen ursprünglich Anlaß [sic] zur Arbeitsteilung (..) Ebenso wird ein Dritter zum Schmied (..), ein Vierter Gerber oder Zubereiter von Häuten oder Fellen (..) Und so regt die Gewißheit [sic], den ganzen, über den eigenen Bedarf hinausgehenden, überschüssigen Teil des Ertrages seiner eigenen Arbeit nach Bedarf gegen entsprechende Teile des Arbeitsertrages anderer Menschen eintauschen zu können jeden an, sich einer bestimmten Beschäftigung zu widmen (..)80.
In dem Zitat werden bereits die wichtigsten Begriffe der Wachstumstheorie Smith' wie die Arbeitsteilung81, Spezialisierung82 entlang absoluter Vorteile83 und Verwendung der Ertragsüberschüsse84 genannt. Um die Außenhandelstheorie Smith', die überall im Buch verstreut und nicht als eigenes Kapitel gefasst ist85, in eine handhabbare Definition umzusetzen, werden vorliegend die Gedanken zweier auf Myint zurückgehender Theorien verwendet, die Maneschi und auch Gomes näher erklären.86
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert das Erkenntnisinteresse an der Relevanz der Smith’schen Handelstheorie für die nordamerikanischen Kolonien und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den historischen Untersuchungszeitraum.
2 HISTORISCHE GRUNDLAGEN UND GELTUNG DER AUßENHANDELSTHEORIE IM KOLONIALHANDEL: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext zur Kolonialpolitik und zum Merkantilismus, stellt die zentralen Theorien von Adam Smith (Produktivitätstheorie, Vent-for-Surplus) vor und prüft deren empirische Anwendbarkeit auf die nordamerikanischen Handelsbedingungen.
3 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Anwendbarkeit von Smith’ Theorie trotz der merkantilistischen Einschränkungen und reflektiert die Aktualität der handelspolitischen Diskussionen.
Schlüsselwörter
Adam Smith, Außenhandelstheorie, Kolonialhandel, Nordamerika, Merkantilismus, Wohlstand der Nationen, Arbeitsteilung, Spezialisierung, Absolute Vorteile, Navigationsakte, Vent-for-Surplus, Produktivitätstheorie, Freihandel, Wirtschaftswachstum, Handelsbeschränkungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte von Adam Smith zum Außenhandel und deren Anwendung auf die britischen nordamerikanischen Kolonien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der klassischen Handelstheorie, der historischen Rolle des Merkantilismus, den Auswirkungen der Navigationsakte und dem Prozess zur amerikanischen Unabhängigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, ob und inwieweit Smith die ökonomische Entwicklung und die handelspolitischen Spannungen in den Kolonien mit seiner Theorie erklären konnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Inhaltsanalyse von Smith’ Hauptwerk "Wealth of Nations" mit einer historischen Synthese verknüpft, um Theorie und koloniale Praxis gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Ausgangslage, die Erläuterung der ökonomischen Kerntheorien Smith’ und deren kritische Überprüfung anhand der Kolonialgeschichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Merkantilismus, Arbeitsteilung, absolute Vorteile, Freihandel und Kolonialhandel definiert.
Wie bewertet Smith die Rolle der Regierung in der Handelspolitik?
Smith steht staatlichen Eingriffen, wie sie im Merkantilismus üblich waren, kritisch gegenüber und plädiert für die Freiheit des Marktes zur Steigerung des allgemeinen Wohlstands.
Welchen Einfluss hatte der "Siebenjährige Krieg" auf die Handelsbeziehungen?
Der Krieg führte zu massiven Staatsverschuldungen Großbritanniens, was in der Folge eine restriktivere Steuer- und Zollpolitik gegenüber den Kolonien nach sich zog.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Weigel (Autor:in), 2015, Die Handelstheorie von Adam Smith im Kontext der britischen nordamerikanischen Kolonien von 1755-1785, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/496112