Die vorliegende Arbeit fokussiert sich auf die Forschungsfrage "Welche Unterschiede finden sich im Image von der ARD im Vergleich zu Pro7 und welche Managementimplikationen lassen sich für die Zukunft ableiten?" Giersberg und Leibiger stellen die jährliche Mediennutzungsanalyse in Deutschland für 2018, welche VAUNET (Verband Privater Medien e. V.) aus Sekundärdatenquellen erstellt hat, vor. Die Auswertung zeigt unter anderem, dass der Lebensalltag zunehmend von audio- und audiovisuellen Medien geprägt ist. 2018 verbrachten in Deutschland lebende Personen mehr als 10,5 Stunden pro Tag mit Mediennutzung, davon über 7 Stunden mit fernsehen und Radio hören. Über Dreijährige sahen in Deutschland täglich durchschnittlich 3 Stunden 37 Minuten fern, über Vierzehnjährige knapp 4 Stunden. Der Zuschauermarktanteil privater Programme ist im vergangenen Jahr von 53,3 % auf 51,7 % gesunken. Jener der Öffentlich-Rechtlichen stieg von 46,7 % auf 48,3 %. Bei Betrachtung der Marktanteile von Pro7 und der ARD zeigt sich bei Personen zwischen 14 und 49 Jahren ein Tagesdurchschnitt von 9,5 %, für Pro7 und 7 % für ARD Das Erste. Bei Frauen liegt Pro7 mit 8,2 % vor der ARD mit 6,5 %. Für Männer wurden durchschnittlich 10,8 % für Pro7 und 7,6 % für das Erste ermittelt. Hier zeigt sich ein klarer Vorteil für Pro7 im Vergleich zur ARD.
Es stellt sich die Frage, ob sich diese Werte auch für ältere Personen bestätigen. Weiter ist fraglich, warum Pro7 vor der ARD liegt. Ist dies eine Imagefrage? Welche Klientel bevorzugt ARD, welche Pro7 und lässt sich dies pauschalisieren? Gibt es typische ARD-Zuschauer*innen oder Pro7-Nutzer*innen? Diese Fragen generieren die nächsten: Welches Image haben ARD und Pro7? Wie ließe sich das jeweilige Image verbessern, um ein breiteres Publikum zu erreichen?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen und Forschungsstand
2.1 Grundlegende Informationen
2.2 Forschungsstand
2.3 Zwischenfazit
3 empirische Erhebung
3.1 Forschungsdesign und -instrument
3.2 Ablauf der Datenerhebung
3.3 Präsentation der Ergebnisse
4 Diskussion und Managementimplikationen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Image der ARD im Vergleich zu Pro7, um Unterschiede in der Wahrnehmung durch die Zuschauer zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für das Management abzuleiten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Implikationen, die sich aus einem solchen Imagevergleich für die zukünftige Senderstrategie ergeben.
- Vergleichende Analyse der Markenwahrnehmung von ARD und Pro7
- Untersuchung der Zielgruppenstrukturen und Nutzungsgewohnheiten
- Prüfung von Hypothesen zu Qualität, Alter, Geschlecht und Bildung
- Empirische Datenerhebung mittels Online-Befragung
- Ableitung von Managementimplikationen zur Imageverbesserung
Auszug aus dem Buch
2.1 Grundlegende Informationen
Im Rahmen dieser Ausarbeitung sollen die ARD, als öffentlich-rechtlicher und Pro7 als privater Anbieter thematisiert werden.
Welt.de (31.10.2014) berichtet, dass das „Deutsches Fernsehen“, die ARD, 1954 erstmals gesendet wurde. 1984 wurde aus dem „Deutschen Fernsehen“ das „Erste Deutsche Fernsehen“, 1996 „Das Erste“ (vgl. Welt.de, 31.10.2014).
ProsiebenSat1.com (2019a) stellt sich als führendes deutsches Entertainment-Unternehmen vor (vgl. ProsiebenSat1.com, 2019a). Laut ProSiebenSat1.com (2019) wurde Pro7 1988 der Nachfolger des Privatsenders Eureka TV (vgl. ProsiebenSat1.com, 2019).
Nach der Vorstellung der für diese Ausarbeitung relevanten Fernsehsender, gilt es den Terminus Image, der ebenfalls signifikant ist, zu erläutern.
Marktforschung.de (2019) erklärt, dass der Begriff mit Darstellung oder Bild übersetzt wird. Im deutschsprachigen Raum meint er einen ganzheitlichen Eindruck, welchen der überwiegende Teil einer Gruppe hat. Auf die Wahrnehmung wirken dabei negative und positive Einflüsse, die verarbeitet, abgewogen und als negative, oder positive Eindrücke weitergegeben werden. Image ist ein Prozess, der subjektiv und emotional beeinflusst wird, eine Dynamik aufweist und Entscheidungen beeinflusst (vgl. Marktforschung.de, 2019).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Mediennutzung ein, stellt die Problemstellung sowie das Forschungsziel vor und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen und Forschungsstand: Hier werden relevante Fachbegriffe wie das Image definiert, methodische Ansätze der Imageforschung vorgestellt und der aktuelle Forschungsstand zum Vergleich von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern zusammengefasst.
3 empirische Erhebung: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, das Instrument der Online-Befragung sowie den Ablauf der Datenerhebung und präsentiert die deskriptiven sowie statistischen Analyseergebnisse.
4 Diskussion und Managementimplikationen: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext der Theorie, beantwortet die Forschungsfrage und leitet strategische Empfehlungen für das Management der beiden Sender ab.
Schlüsselwörter
Imageanalyse, ARD, Pro7, Mediennutzung, Marktanteile, Öffentlich-Rechtliche, Privatfernsehen, Programmqualität, Online-Umfrage, Statistik, T-Test, Regressionsanalyse, Zuschauerschaft, Markenwahrnehmung, Medienforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem empirischen Vergleich des Images der Fernsehsender ARD und Pro7.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Markenwahrnehmung, die Programmqualität, soziodemografische Einflussfaktoren auf die Senderauswahl und der Vergleich zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Unterschiede im Image der beiden Sender aufzuzeigen und daraus konkrete Managementimplikationen für die zukünftige Strategie der Sender abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein Forschungsdesign gewählt, das Sekundärdatenanalysen mit einer primären empirischen Online-Befragung kombiniert, wobei statistische Verfahren wie der T-Test und die lineare Regressionsanalyse zur Auswertung eingesetzt wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte der Imageanalyse erläutert, der Forschungsstand reflektiert, die empirische Studie beschrieben und die Ergebnisse im Hinblick auf aufgestellte Hypothesen diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Imageanalyse, Mediennutzung, ARD, Pro7, Programmqualität, Zielgruppen und statistische Analyseverfahren.
Warum wurde Pro7 in die Untersuchung einbezogen?
Pro7 dient als privater Gegenpol zur öffentlich-rechtlichen ARD, um signifikante Image-Unterschiede und Unterschiede in der Publikumsansprache aufzuzeigen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Einflusses von Bildung?
Die Regressionsanalyse ergab, dass Bildung einen signifikanten positiven Einfluss auf die Zustimmung zur Qualität der ARD hat, während Alter und Geschlecht in diesem Modell keinen Einfluss zeigten.
- Quote paper
- Florian Schulte (Author), 2019, Image-Unterschiede zwischen ARD und ProSieben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/495933