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Ad-hoc Publizität. Analyse der Auswirkungen am Kapitalmarkt

Titel: Ad-hoc Publizität. Analyse der Auswirkungen am Kapitalmarkt

Seminararbeit , 2017 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Publizitätspflichten werden ständig geändert und ausgeweitet, so dass Emittenten einem ständig komplexer werdenden Regelwerk konfrontiert sind. Seit dem 03.07.2016 gelten für Unternehmen, die Finanzinstrumente emittiert haben, neue Regelungen zur Ad-hoc-Publizität am Kapitalmarkt. Die Ad-hoc Publizität ist Teil einer umfassenden Informationstransparenz bei kapitalmarktnahen Unternehmen und ergänzt die Regelpublizität.

Nach Art 17 Absatz 1 MAR müssen Emittenten von Finanzinstrumenten Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, so bald wie möglich veröffentlichen. Meldet ein Unternehmen ad-hoc-publizitätspflichtige Insiderinformationen gar nicht, zu spät, falsch oder nur unvollständig, so wird die Aufsicht aktiv und es drohen Sanktionen. Daher muss sich der Emittent fragen, wie in seinem Unternehmen ein gesetzeskonformes Verhalten im Hinblick auf die komplexe Ad-hoc-Publizitätsplicht sichergestellt werden kann. In der Literatur und Rechtsprechung heißt es dazu, dass der Emittent „organisatorische Vorkehrungen“ zur Sicherstellung eines gesetzeskonformen Verhaltens getroffen haben muss. Ein für den Emittenten weiterer wichtiger Aspekt sind auch die Reaktionen der weiteren Marktteilnehmer auf seine Ad-hoc-Mitteilungen.

Eine ordnungsgemäße und vor allem rechtzeitige Ad-hoc-Publizität gem. Art 17 MAR bzw. § 15 WpHG a. F. gehört zu den wichtigsten Compliance-Aufgaben. Compliance umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen, um das rechtmäßige Verhalten aller Unternehmen, ihrer Organmitglieder, ihrer nahen Angehörigen und der Mitarbeiter im Blick auf alle gesetzlichen Gebote und Verbote zu gewährleisten. Informationen, denen ein rechtliches Risiko inne-wohnt, sind sog. compliance-relevante Informationen. Hinsichtlich des Kapitalmarktrechts fallen hierunter primär Insiderinformationen nach Art 7 MAR, an die weitere Plichten wie die Ad-hoc-Publizität gem. Art 17 MAR geknüpft sind.

Als Resultat muss der Emittent die Geschehnisse innerhalb und außerhalb des Unternehmens ständig im Blick haben, wenn sie den gesetzlichen Vorgaben ordnungsgemäß nachkommen wollen. Unsere Arbeit verfolgt das Ziel die Auswirkungen der Ad-hoc-Publizität auf den Kapitalmarkt darzustellen. Zum einen werden die Auswirkungen der Ad-hoc-Publizitätspflicht auf die Unternehmensorganisation des Emittenten als Teil des Kapitalmarktes behandelt, zum anderen werden die Reaktionen der weiteren Kapitalmarktteilnehmer auf Veröffentlichungen im Hinblick auf die Ad-hoc-Publizität analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ad-hoc-Publizität nach Artikel 17 MAR

2.1. Entstehungsgeschichte

2.2. Normzweck

2.3. Allgemeine Voraussetzungen der Ad-hoc-Publizität

2.3.1. Adressatenkreis

2.3.2. Veröffentlichungspflichtige Insiderinformationen

2.3.3. Zeitpunkt der Veröffentlichung

2.3.4. Befreiungsregelung

2.3.5. Form, Art und Inhalt der Veröffentlichung

3. Auswirkung der Ad-hoc-Publizitätspflicht auf die Unternehmensorganisation

3.1. Informationssysteme als organisatorische Vorkehrungen

3.2. Organisationsmaßnahmen im Rahmen des Publizitätsprozesses

3.2.1. Im Meldezeitraum: Informationsgewinnung bzw. -einholung

3.2.2. Im Entscheidungszeitraum: Informationsverarbeitung

3.2.3. Veröffentlichungszeitraum: Tatsächliche Veröffentlichung

4. Reaktionen des Kapitalmarktes

4.1. Beeinflussung des Marktes durch Veröffentlichungszeitpunkt

4.2. Auftragseingänge

4.3. Dividendenankündigungen

4.4. Veränderungen der Planzahlen

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen der Ad-hoc-Publizitätspflicht gemäß Artikel 17 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) auf Emittenten sowie die Reaktionen des Kapitalmarktes auf entsprechende Unternehmensmeldungen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Unternehmen ihre interne Organisation anpassen müssen, um den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, und inwiefern der Zeitpunkt der Veröffentlichung sowie der Inhalt der Meldungen die Kursbildung beeinflussen.

  • Grundlagen der Ad-hoc-Publizität und rechtlicher Rahmen (Art. 17 MAR)
  • Anforderungen an die Unternehmensorganisation und interne Meldesysteme
  • Kapitalmarktreaktionen auf Ad-hoc-Mitteilungen
  • Einfluss von Veröffentlichungszeitpunkten auf die Markteffizienz
  • Analyse spezifischer Ereignisse wie Auftragseingänge, Dividendenankündigungen und Gewinnmeldungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Informationssysteme als organisatorische Vorkehrungen

Bei der Ad-hoc-Publizität wird allgemein vorausgesetzt, dass Emittenten organisatorische Vorkehrungen getroffen haben müssen, um den Publizitätszeitraum zu minimieren und unverzüglich veröffentlichen zu können. Der Umfang der Vorkehrungen richtet sich nach der Erforderlichkeit und Zumutbarkeit, wobei als Maßstab ein Emittent von vergleichbarer Größe, Struktur und Branche dient. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Informationslogistik zu. Diese hat das Ziel, Informationen zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge am richtigen Ort in der erforderlichen Qualität zur Verfügung zu stellen. Jede ordnungsgemäße Compliance-Organisation umfasst auch ein entsprechendes Informationssystem.

Bei der Gestaltung der organisatorischen Vorkehrungen müssen folgende Gebote beachtet werden, die sich aus den Regelungen zur Ad-hoc-Publizitätspflicht ableiten: Zunächst muss wegen des Schnelligkeitsgebots die Organisation in der Art optimiert sein, dass eine möglichst schnelle Veröffentlichung gewährleistet wird. Daher dürfen keine überflüssigen Maßnahmen und Organisationsebenen implementiert werden, welche die Informationserlangung und –verarbeitung verzögern. Ferner muss das Vertraulichkeitsgebot nach § 14 Abs. 1 Nr.2 WpHG a. F., das die Notwendigkeit zur Begrenzung des beteiligten Personenkreises beinhaltet, beachtet werden, da die zu veröffentlichende Insiderinformationen nicht unbefugt weitergegeben werden dürfen. Dieses gebietet sich zugleich im Hinblick auf den Publizitätsaufschub nach § 15 Abs.3 WpHG, falls sich der Emittent die Möglichkeit hierzu offen halten will.

Der Emittent muss sicherstellen, dass die publizitätspflichtige Information überhaupt erfasst bzw. an die hierfür zuständige Person weitergegeben wird und damit die Information rechtzeitig publiziert werden kann. Dafür muss der unternehmensinterne Informationsfluss ordnungsgemäß funktionieren. Der Informationsfluss zwischen verschiedenen Wirkungseinheiten erfolgt oftmals nur unzureichend, weil der Informationsgeber sich des Vorhandenseins einer vom Informationsempfänger benötigten Information nicht bewusst ist (oder nicht bewusst sein will).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die zunehmende Komplexität der Publizitätspflichten und legt das Ziel der Arbeit fest, die Auswirkungen der Ad-hoc-Publizität auf Unternehmensorganisation und Kapitalmarkt zu untersuchen.

2. Ad-hoc-Publizität nach Artikel 17 MAR: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, den Normzweck sowie die wesentlichen Voraussetzungen für die Ad-hoc-Publizität nach der MAR, einschließlich Befreiungsregelungen und Anforderungen an Form und Inhalt.

3. Auswirkung der Ad-hoc-Publizitätspflicht auf die Unternehmensorganisation: Hier werden notwendige organisatorische Maßnahmen wie Informationssysteme, Meldesysteme und Clearing-Stellen behandelt, die eine rechtzeitige und gesetzeskonforme Veröffentlichung sicherstellen.

4. Reaktionen des Kapitalmarktes: Das Kapitel analysiert empirisch, wie der Markt auf Ad-hoc-Mitteilungen reagiert, unterteilt in Zeitpunkte der Veröffentlichung, Auftragseingänge, Dividenden und Veränderungen von Planzahlen.

5. Schlussteil: Im Schlussteil werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammenfassend dargestellt und die zentralen Aspekte der Untersuchung kurz rekapituliert.

Schlüsselwörter

Ad-hoc-Publizität, Marktmissbrauchsverordnung, MAR, Kapitalmarkt, Insiderinformationen, Compliance, Unternehmensorganisation, Informationssysteme, Kursreaktion, Gewinnmeldungen, Auftragseingänge, Dividendenankündigung, Publizitätspflicht, Anlegergleichbehandlung, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Ad-hoc-Publizitätspflicht für börsennotierte Unternehmen und deren Auswirkungen auf die interne Unternehmensorganisation sowie die Reaktionen des Kapitalmarktes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der rechtliche Rahmen der MAR, die organisatorische Umsetzung in Emittentenunternehmen zur Gewährleistung schneller Informationsflüsse und die empirische Analyse von Marktreaktionen auf verschiedene Arten von Ad-hoc-Meldungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Ad-hoc-Publizitätspflicht die Unternehmensorganisation beeinflusst und wie Marktteilnehmer auf solche Informationen reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Untersuchungen, die verschiedene Szenarien wie Gewinnmeldungen oder Auftragseingänge in Bezug auf Kursreaktionen untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der rechtlichen Anforderungen, die Analyse der notwendigen organisatorischen Vorkehrungen im Unternehmen sowie eine detaillierte Untersuchung der Reaktionen des Kapitalmarktes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Ad-hoc-Publizität, Marktmissbrauchsverordnung (MAR), Compliance, Kursreaktion, Informationssysteme und Insiderinformationen.

Wie unterscheidet sich die MAR vom alten WpHG in Bezug auf den Veröffentlichungszeitpunkt?

Die MAR fordert eine Bekanntgabe "so bald wie möglich", was eine begriffliche Änderung zum "unverzüglich" des alten WpHG darstellt, rechtlich jedoch in der Auslegung weitgehend identisch bleibt.

Warum ist ein "benutzergetriebenes System" für Emittenten wichtig?

Da der Erfolg von Informationssystemen davon abhängt, ob Mitarbeiter die Relevanz von Informationen erkennen und diese aktiv an die zuständige Compliance-Stelle weiterleiten, ist die Schulung der Mitarbeiter entscheidend.

Welchen Effekt hat die Veröffentlichung von negativen Meldungen am Freitagabend?

Wie ein "alter Unternehmens-Trick" nahelegt, hoffen Emittenten, dass sich die negative Wirkung der Nachricht über das Wochenende am Markt "verläuft" und somit Kursausschläge am Montag abgeschwächt werden.

Welche Rolle spielt die Eigentümerstruktur für die Kursreaktion?

Bei Unternehmen mit einer diversifizierten Eigentümerstruktur kann die Dividende als Signalmechanismus für private Informationen dienen, während diese Signalwirkung bei Unternehmen mit dominanten Großaktionären abnehmen kann.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ad-hoc Publizität. Analyse der Auswirkungen am Kapitalmarkt
Hochschule
Universität Augsburg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V494509
ISBN (eBook)
9783668998971
ISBN (Buch)
9783668998988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ad-hoc Publizität Kapitalmarkt Compliance Insiderinformation Veröffentlichungspflicht Veröffentlichungszeitpunkt kursrelevanten Ereignisse BaFin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Ad-hoc Publizität. Analyse der Auswirkungen am Kapitalmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/494509
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