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War das State-Building in Bosnien und Herzegowina erfolgreich?

Titel: War das State-Building in Bosnien und Herzegowina erfolgreich?

Hausarbeit , 2018 , 30 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michelle Trautmann (Autor:in)

Politik - Region: Sonstige Staaten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit analysiert das State-Building in Bosnien und Herzegowina im Rahmen des Dayton Abkommens, um herauszuarbeiten, ob das State-Building erfolgreich war.

Begonnen wird mit einem theoretischen Hintergrund, um das State-Building zunächst zu erklären und anschließend verschiedene Kriterien für den Erfolg zu nennen: Was ist bei der Durchführung von State-Building zu beachten? Was macht eine funktionierende Staatlichkeit aus?

Hierauf folgt ein Kapitel über Bosnien-Herzegowina. Dieses beginnt mit einem Überblick über den Krieg und erläutert daraufhin das Dayton Peace Agreement, welches den zentralen Rahmen für das State-Building in Bosnien-Herzegowina gelegt hat. Im Anschluss werden die Entwicklungen seit dem Dayton Peace Agreement betrachtet sowie der aktuelle (Entwicklungs-)Stand des Landes. Hierauf aufbauend folgt die Analyse des State-Buildings in Bosnien und Herzegowina anhand eingangs festgelegter Kriterien. Die Ergebnisse werden zum Abschluss in einem Fazit zusammengetragen.

Nach dem Zerfall Jugoslawiens kam es in Bosnien und Herzegowina (BiH) zum blutigsten Krieg nach dem zweiten Weltkrieg. Nach dreieinhalb Jahren und 100.000 Toten endete der Krieg schließlich mit dem Dayton Peace Agreement (DPA) im November 1995 und dem Versuch, Bosnien und Herzegowina wieder aufzubauen und neu zu gestalten. Dieses State-Building geschah maßgeblich durch den Einfluss und die Hilfe internationaler Akteure.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1. STATE-BUILDING

2.2. KRITERIEN

2.2.1. Kriterien zur Umsetzung des State-Buildings

2.2.2. Kriterien zur Bewertung der Staatlichkeit

3. BOSNIEN UND HERZEGOWINA

3.1. BOSNIEN-KRIEG

3.2. DAYTON PEACE AGREEMENT: STATE-BUILDING IN BOSNIEN UND HERZEGOWINA

3.3. POST-DAYTON-ENTWICKLUNG

3.3.1. Ausgangslage nach dem Krieg

3.3.2. Die ersten Jahre nach dem Krieg

3.3.1. Ab 2000

3.3.2. Ab 2005 – nach einem Jahrzehnt

3.3.3. Ab 2010

3.3.4. Ab 2015 – nach zwei Jahrzehnten

3.4. AKTUELLER ENTWICKLUNGSSTAND

4. ANALYSE DES STATE-BUILDINGS

4.1. ANALYSE DER UMSETZUNG DES STATE-BUILDINGS

4.2. ANALYSE DER AKTUELLEN STAATLICHEN ENTWICKLUNG

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das State-Building in Bosnien und Herzegowina im Rahmen des Dayton-Abkommens, um zu evaluieren, ob der Prozess als erfolgreich zu bewerten ist. Dabei wird untersucht, inwieweit externe internationale Akteure durch ihre Interventionen einen funktionsfähigen und stabilen Gesamtstaat schaffen konnten.

  • Historische Aufarbeitung des Bosnien-Krieges und der Entstehung des Dayton Peace Agreements.
  • Analyse der theoretischen Grundlagen von State-Building und notwendiger Erfolgskriterien.
  • Untersuchung der post-Dayton-Entwicklung und der Rolle internationaler Institutionen.
  • Kritische Bewertung der aktuellen staatlichen Funktionalität und institutioneller Defizite.
  • Evaluation sozioökonomischer Herausforderungen und der ethnischen Segregation.

Auszug aus dem Buch

3.1. Bosnien-Krieg

Nach Titos Tod 1980 wurde das Erstarken nationalistischer Tendenzen durch die vorherrschende wirtschaftliche und politische Krise in ganz Jugoslawien, das starke Gefälle zwischen den einzelnen Republiken und ihre unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft Jugoslawiens begünstigt. Dies gilt insbesondere für die Nachbarrepubliken Bosnien und Herzegowinas, Serbien und Kroatien, was starke Auswirkungen auf BiH hatte (vgl. Moll 2018, S.48).

Die (muslimische) Partei der Demokratischen Aktion (SDA) und die Koalitionsregierung der Kroatischen Demokratischen Union (HDZ) bereiteten in Sarajavo ein Referendum zur Unabhängigkeit Bosnien und Herzegowinas von Jugoslawien vor. Das Referendum und die Gründung des neuen Staates wurden von der Mehrheit der Bosniaken (Muslime in BiH) und der kroatischen Volksgruppe unterstützt. Die Mehrheit der bosnischen Serben befürwortete hingegen den Verbleib im jugoslawischen Staat – sodass die Serbische Demokratische Partei (SDS) zum Boykott des angekündigten Referendums aufrief (vgl. ebd., S.48ff.; Fischer 2017, o. S.).

Mit 63 Prozent Wahlbeteiligung und 99 Prozent Zustimmung wurde das unabhängige „Bosnien und Herzegowina“ ausgerufen. Nach der Unabhängigkeitserklärung Bosnien und Herzegowinas begann im Frühjahr 1992 der Krieg (vgl. Fischer 2017, o. S.; Moll 2018, S.50). Infolge auf das Referendum riefen zahlreiche bosnisch-serbische Politiker eine „serbische Republik“ aus, woraufhin auch bosnische Kroaten die Teilung Bosnien und Herzegowinas betrieben (vgl. Fischer 2017, o. S.).

Der von 1992 bis 1995 andauernde Krieg zog eine verheerende Bilanz nach sich. Es wurden etwa 100.000 Menschen getötet. Die Hälfte hiervon waren Zivilisten, die meisten Opfer systematischer ‚ethnischer Säuberungen‘. Darunter fällt auch das Massaker von Srebrenica im Juli 1995 mit 8.000 bosnischen Muslimen als Opfer. Dieses wurde vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien als Völkermord eingestuft. Jeder zweite der vier Millionen Einwohner wurde vertrieben oder musste fliehen. Ganze Gemeinden wurden ausgelöscht und massive materielle Zerstörungen angerichtet. Im Bosnien Krieg ging es um Territorium und Macht, geführt wurde der Krieg allerdings im Namen des Ethnonationalismus (vgl. Fischer 2017, o. S.; Gromes 2008, S.4f.; Moll 2018, S.52f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des State-Buildings in Bosnien und Herzegowina und Vorstellung der Forschungsfrage.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Definition von State-Building und Herleitung von Kriterien zur Bewertung von Staatlichkeit und Durchführung des Prozesses.

3. BOSNIEN UND HERZEGOWINA: Historischer Überblick über den Krieg, die Bedeutung des Dayton Peace Agreements und die Entwicklung des Staates bis zur Gegenwart.

4. ANALYSE DES STATE-BUILDINGS: Anwendung der zuvor definierten Kriterien auf die Umsetzung des State-Buildings sowie eine Bewertung der aktuellen Funktionalität des Staates.

5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung des State-Buildings, das trotz erfolgreicher Friedenssicherung insgesamt als gescheitert betrachtet wird.

Schlüsselwörter

State-Building, Dayton Peace Agreement, Bosnien und Herzegowina, Internationale Akteure, Nationalismus, Ethnische Segregation, Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit, Politische Stagnation, Europäische Union, Wiederaufbau, Institutionelle Reformen, Korruption, Wohlfahrtsfunktion, Friedenssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das von internationalen Akteuren initiierte State-Building in Bosnien und Herzegowina nach dem Dayton-Abkommen von 1995.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die Umsetzung des Dayton-Abkommens, die Rolle der internationalen Gemeinschaft, die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie die Frage nach der dauerhaften Staatlichkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ermitteln, ob das internationale State-Building in Bosnien und Herzegowina als erfolgreich bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, bei der vorab theoretisch definierte Kriterien für die Durchführung und Bewertung von State-Building auf den spezifischen Fall Bosnien und Herzegowina angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen, eine historische Aufarbeitung der Entwicklungen seit 1995 und eine detaillierte Analyse der staatlichen Funktionsfähigkeit anhand spezifischer Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie ethnische Segregation, Korruption, internationale Intervention, politisches Protektorat und institutionelle Dysfunktionalität.

Welche Rolle spielen die "Bonn Powers" im Kontext des State-Buildings?

Die Bonn Powers gaben dem Hohen Repräsentanten weitreichende Eingriffsbefugnisse, um nationalistische Blockaden zu umgehen, führten jedoch auch zu einer Abhängigkeit von externen Akteuren.

Welches Fazit zieht die Autorin zum Erfolg des State-Buildings?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Peacebuilding erfolgreich war, der Aufbau eines selbstständigen, funktionsfähigen Zentralstaates jedoch insgesamt gescheitert ist.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
War das State-Building in Bosnien und Herzegowina erfolgreich?
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Veranstaltung
Weltpolitische Problemfelder: Staaten bauen: State-Building als Instrument internationaler Politik
Note
2,0
Autor
Michelle Trautmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
30
Katalognummer
V493443
ISBN (eBook)
9783668988637
ISBN (Buch)
9783668988644
Sprache
Deutsch
Schlagworte
State-Building Bosnien und Herzegowina BiH Peace-Building Internationale Politik Staatlichkeit Bosnien Krieg Dayton Peace Agreement Internationale Beziehungen Politikwissenschaft Weltpolitische Problemfelder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michelle Trautmann (Autor:in), 2018, War das State-Building in Bosnien und Herzegowina erfolgreich?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/493443
Blick ins Buch
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