Die vorliegende Arbeit aus dem Bereich Klinische Psychologie beleuchtet das Störungsbild und die Behandlung von Depressionen. Obwohl viele Menschen unter Depressionen leiden, ist es dennoch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Betroffene Menschen verstecken sich oft und niemand will zugeben, dass er oder sie an einer depressiven Erkrankung leidet. "Ich kann nicht schlafen. Ich kann nicht essen. Ich kann nicht lesen, keine Unterhaltung führen und mich nicht länger als ein paar Sekunden am Stück konzentrieren. Die Schwerkraft, die mich umgibt, hat sich verdreifacht. Es ist eine ungeheure Anstrengung, nur den Arm zu heben, oder einen Schritt vorwärts zu machen. Wenn ich nicht zusammengerollt auf dem Sofa liege, gehe ich langsam auf und ab. Ich schaukle in meinem Schaukelstuhl. Ich ringe die Hände... Weinend komme ich nach Hause. Wieder sinnlose Tränen. Warum lässt Gott das alles zu? Ich weine, damit endlich alles aufhört. Ich weine um Gnade...".
Depression ist ein Zustand, der am häufigsten von Trauer hervorgerufen werden kann und es gibt viele Lebenssituationen, die nur schwer zu verarbeiten sind. Somit kann Depression jeden betreffen. Aber ist jeder Mensch, der mal einen schlechten Tag hat, traurig ist oder der den ganzen Tag zu Hause sitzt, gleich depressiv? Es ist notwendig, dass in diesem Bereich noch Aufklärungsarbeit betreiben wird, damit Betroffene und Angehörige auch wissen, wie mit Depressionen am besten umzugehen ist, denn es gibt viele Therapiemöglichkeiten, die Betroffenen helfen, damit sie wieder ein glückliches Leben führen zu können.
Einführend wird in Kapitel 1 der Begriff "Depression" definiert und die Diagnose erläutert. Anschließend werden in Kapitel 2 einige Symptome aufgezählt, bevor im 3. Kapitel verschiedene Formen der Depression beschrieben werden. Abschließend im Kapitel 4 wird noch auf die Behandlungsformen für Betroffene eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Depression – Definition
2. Symptome der Depression
3. Diagnose und Häufigkeit
4. Therapiemöglichkeiten
5. Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Störungsbild der Depression auseinander, um aufzuzeigen, wie Betroffene und Angehörige mit der Erkrankung umgehen können, um den Teufelskreis zu durchbrechen und die Lebensqualität zu verbessern.
- Grundlegende Definition und Klassifikation von depressiven Störungen
- Analyse typischer Symptome und individueller Auslöser
- Diagnostische Verfahren und epidemiologische Aspekte
- Therapeutische Interventionsmöglichkeiten
- Die Rolle der sozialen Unterstützung und Rückfallprävention
Auszug aus dem Buch
1. Depression – Definition
„Depressionen sind psychische Störungen, bei denen über längere Zeiträume charakteristische Symptommuster mit ausgeprägten Stimmungsveränderungen, insbesondere Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, emotionale Leere, Interessenslosigkeit und Antriebsverlust bestehen. Damit verbunden treten häufig verschiedenste körperliche Beschwerden auf“ (Härter, 2010, o.S.).
Weiters werden depressive Erkrankungen den affektiven Störungen zugeordnet, diese sind im ICD-10 unter der Kategorie F zu finden (vgl. Berking & Rief, 2012, S. 29). Wichtige Aspekte bei der Klassifikation von affektiven Störungen sind das Vorliegen depressiver und manischer Symptome, sowie der Schweregrad dieser Symptome. Innerhalb der Depression wird zwischen Störungsbildern unterschieden, die einen phasischen Verlauf haben und solchen, die chronisch verlaufen. Sowohl bei der Klassifikation der Störung nach ICD-10, als auch nach DSM-IV lässt sich auch die Schwere der Depression spezifizieren (vgl. Berking & Rief, 2012, S. 32).
Depressive Menschen wollen nicht mehr Leben und deshalb auch nicht mehr aktiv am Leben teilhaben. Aus diesem Grund ziehen sie sich zurück, sind antriebslos, wollen niemanden mehr sehen, pflegen keine Kontakte mehr zur Außenwelt und schließen sich zu Hause ein. Betroffene verändern also ihre gesamte Persönlichkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Depression als gesellschaftliches Tabuthema ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.
1. Depression – Definition: Das Kapitel definiert den Begriff der Depression und ordnet das Krankheitsbild klinisch in die affektiven Störungen ein.
2. Symptome der Depression: Hier werden die individuellen Auslöser und Symptomverläufe der Erkrankung sowie der Zusammenhang zwischen Verhalten und Stimmung erörtert.
3. Diagnose und Häufigkeit: Dieses Kapitel behandelt die epidemiologische Verbreitung der Störung sowie die Kriterien und Vorgehensweisen zur professionellen Diagnosestellung.
4. Therapiemöglichkeiten: Hier werden diverse Behandlungsansätze diskutiert, wobei der Fokus auf der Verhaltenstherapie und der Bedeutung sozialer Kontakte liegt.
5. Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über Depressionen zusammen und betont die Möglichkeiten zur Überwindung der Erkrankung.
Schlüsselwörter
Depression, Psychische Störungen, Affektive Störungen, ICD-10, Symptomatik, Suizidprävention, Verhaltenstherapie, Antidepressiva, Rückfallprävention, Soziale Unterstützung, Lebensqualität, Diagnose, Krankheitsverlauf, Klinische Psychologie, Tabuthema.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Störungsbild der Depression, beleuchtet deren Erscheinungsformen und analysiert, wie betroffene Menschen Unterstützung finden und therapiert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die klinische Definition der Depression, die Symptombeschreibung, die Diagnosekriterien, verschiedene Therapieformen sowie der Umgang mit der Erkrankung im Alltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Störungsbild zu schaffen, Vorurteile abzubauen und aufzuzeigen, wie Betroffene durch gezielte Maßnahmen wieder ein lebenswertes Dasein führen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Aufarbeitung fachspezifischer medizinischer und psychologischer Standards, wie etwa dem ICD-10 oder dem DSM-IV.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition, die Analyse der Symptome und Auslöser, die diagnostische Einordnung sowie die Darstellung therapeutischer Ansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Depression, Psychische Störungen, Verhaltenstherapie, Diagnose, Soziale Unterstützung und Rückfallprävention geprägt.
Warum ist das Thema Depression trotz der weiten Verbreitung immer noch ein Tabu?
Viele Betroffene schämen sich für ihre Erkrankung und verstecken sich, was einer offenen Auseinandersetzung und einer frühzeitigen Diagnose in der Gesellschaft oft entgegensteht.
Welche Rolle spielt das soziale Umfeld bei der Behandlung?
Das soziale Umfeld ist essenziell, da die Wiederaufnahme von Kontakten zu Freunden und Familie ein wichtiger Baustein ist, um den Teufelskreis der sozialen Isolation zu durchbrechen.
Warum sollten Antidepressiva nicht ohne Begleittherapie eingesetzt werden?
Medikamente können zwar Symptome lindern, aber nicht die zugrunde liegenden Verhaltensmuster oder Konflikte lösen, weshalb eine Kombination mit Therapie notwendig ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, Störungsbild und Behandlung der Depression, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/493423