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Heinrich von Kleists "Das Erdbeben in Chili". Eine Auseinandersetzung mit der Theodizeefrage

Titel: Heinrich von Kleists "Das Erdbeben in Chili". Eine Auseinandersetzung mit der Theodizeefrage

Hausarbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ana Barisic (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Moderne Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit möchte ich die Erzählung von Heinrich von Kleist dahingehend untersuchen, dass er „Das Erdbeben in Chili“ als Stellungnahme auf die Theodizeediskussion verfasst hat und durch die verschiedenen Deutungen des Erdbebens durch die Personen, die daran beteiligt sind, welche alle im Schluss wieder zunichte gemacht werden implizit der Auffassung ist, dass es auf die Theodizeefrage keine Antwort gibt, beziehungsweise Kleist keine Antwort darauf findet. Meine These ist also, dass Kleist zuerst durch den Aufbau von Sinn eine scheinbare Antwort auf die Frage der Theodizee liefert, jedoch im Schluss wiederum diesen Sinn zerstört und somit eine Antwort auf die Theodizee fehlt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theodizee

2.1 Begriffsklärung

2.2 Positionen zur Theodizee

2.3 Theodizeethematik in der Erzählung

3 Deutung des Erdbebens

3.1 Rettung der Liebenden

3.2 Paradies

3.3 Strafe Gottes

4 Umkehr der Deutung

5 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Heinrich von Kleists Erzählung „Das Erdbeben in Chili“ als kritische Stellungnahme zur Theodizeediskussion. Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Autor durch eine anfängliche Konstruktion von Sinn, die im späteren Verlauf der Erzählung radikal zerstört wird, implizit die Auffassung vertritt, dass auf die Theodizeefrage keine befriedigende Antwort gefunden werden kann.

  • Analyse der Theodizee-Debatte und relevanter philosophischer Positionen
  • Untersuchung der Erzählung hinsichtlich sprachlicher Besonderheiten und Zufallsmotiven
  • Interpretation des Erdbebens als göttliche Rettung sowie als göttliche Strafe
  • Dekonstruktion des Paradiesmotivs und der aufklärerischen Ideale
  • Beleuchtung der metaphysischen Ironie in Kleists Werk

Auszug aus dem Buch

3.1 Rettung der Liebenden

Das Erdbeben, jene doch so erschreckende Katastrophe, scheint für die beiden Hauptfiguren der Erzählung zunächst einmal nur positive Folgen zu haben. Jeronimo und Josephe interpretieren das Erdbeben, die Zufälle und Wunder und was ihnen danach widerfährt als Gottes Eingreifen und Rettung.

Durch ihre Deutungen der Geschehnisse entsteht ein Sinn für den Leser. Nämlich der, dass hier Gott eingegriffen hat um die beiden zu retten. Dies werde ich an ausgewählten Stellen im Text nun aufzeigen.

Zu Beginn der Erzählung wird Jeronimo durch das Beben vom Selbstmord abgehalten, da sich das Erdbeben genau in dem Moment ereignete, als er sich erhängen möchte. Davor betete er in seiner Zelle zur Mutter Gottes und sieht sie in seiner Situation als einzige, die ihm jetzt noch helfen könnte. Später kommt er noch einmal auf die Mutter Gottes zurück. Da er nach diesem Gebet durch das Erdbeben vom Selbstmord abgehalten und aus dem Gefängnis fliehen kann, lässt sich vermuten, dass er für seine Rettung Maria beziehungsweise auch Gott für verantwortlich hält. Diese Vermutung bestätigt sich später im Text als Jeronimo Gott für seine „wunderbare Errettung“ dankt. Er dankt Gott indem er sich auf den Boden kniet und mit seinem Kopf den Boden berührt. Dies passiert als er aus der Stadt und vor dem Erdbeben fliehen konnte und sich umdreht und ihm bewusst wird wie glücklich er ist, dass er noch leben darf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entstehung von Kleists Erzählung ein und formuliert die zentrale These, dass das Werk als eine Stellungnahme zur Theodizeefrage zu verstehen ist.

2 Theodizee: Dieses Kapitel erläutert den philosophischen Hintergrund der Theodizeedebatte und verknüpft diesen mit der spezifischen Erzählweise sowie der Verwendung von Zufall und Wunder in Kleists Text.

3 Deutung des Erdbebens: Die verschiedenen Deutungsansätze, wie die Rettung der Liebenden, das Motiv des Paradieses und die Sicht des Erdbebens als göttliche Strafe, werden hier detailliert analysiert.

4 Umkehr der Deutung: Dieses Kapitel zeigt auf, wie die zuvor etablierten Sinnkonstruktionen und Hoffnungen der Protagonisten durch den weiteren Verlauf der Erzählung und das brutale Ende erschüttert werden.

5 Schlussbetrachtungen: Die Arbeit resümiert, dass Kleist keine endgültige Antwort auf die Theodizeefrage liefert, sondern diese bewusst offen lässt, während er gleichzeitig die Grenzen menschlicher Sinnstiftung aufzeigt.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Das Erdbeben in Chili, Theodizee, Kant-Krise, Zufall, Wunder, Paradies, Strafe Gottes, Aufklärung, Sinnkonstruktion, Ironie, Ständegesellschaft, Dekonstruktion, Literaturanalyse, Göttliche Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Heinrich von Kleists Novelle „Das Erdbeben in Chili“ im Kontext der Theodizeefrage, also der Rechtfertigung Gottes angesichts des Leids in der Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Umgang mit dem Zufall, das Motiv der göttlichen Vorsehung, die Kritik an sozialen Strukturen sowie der Zusammenbruch von Sinnbildungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob und wie Kleist das Erdbeben als Stellungnahme zur Theodizee nutzt und warum er die anfänglich konstruierten Sinnzusammenhänge am Ende der Erzählung wieder zerstört.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text eng am Original untersucht und durch den Einbezug von Sekundärliteratur zu Kleist und der Theodizee fundiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung zur Theodizee, die Analyse der verschiedenen Deutungen durch die Protagonisten und die Untersuchung der Umkehr dieser Deutungen hin zu einer Sinnkrise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Theodizee, Zufall, Sinnkonstruktion, Dekonstruktion, Paradies, göttliche Strafe und Kleists Weltbild sind die prägenden Begriffe.

Warum spielt der Begriff „Zufall“ eine so große Rolle für die Argumentation?

Der Autor argumentiert, dass Kleist das Wort „Zufall“ und seine Abwandlungen gezielt einsetzt, um die Frage nach Gottes Eingreifen zu provozieren, bevor er dieses Vertrauen durch das grausame Ende der Geschichte wieder erschüttert.

Inwiefern ist das „Paradies“ im Tal nur ein vorübergehender Zustand?

Das Paradies im Tal wird als utopischer Gegenentwurf zur ständischen Gesellschaft eingeführt, erweist sich jedoch als eine fragile Illusion, die dem realen Hass der Gesellschaft außerhalb des Tals nicht standhalten kann.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heinrich von Kleists "Das Erdbeben in Chili". Eine Auseinandersetzung mit der Theodizeefrage
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Ana Barisic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V492978
ISBN (eBook)
9783668986749
ISBN (Buch)
9783668986756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heinrich kleists erdbeben chili eine auseinandersetzung theodizeefrage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ana Barisic (Autor:in), 2019, Heinrich von Kleists "Das Erdbeben in Chili". Eine Auseinandersetzung mit der Theodizeefrage, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/492978
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Leseprobe aus  18  Seiten
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