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Der Oikos. Das Leben der griechischen Bauern im 7. und 8. Jahrhundert v. Chr.

Vollbäuerliche und kleinbäuerliche Gesellschaft im antiken Griechenland

Title: Der Oikos. Das Leben der griechischen Bauern im 7. und 8. Jahrhundert v. Chr.

Seminar Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Schönherr (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht die bäuerlichen Strukturen der griechischen Archaik. Als wesentliche Quellen aus dieser Zeit gelten die "Werke und Tage" von Hesiod und Ausarbeitungen von Homer. Mit seinem Werk "Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft im archaischen und klassischen Griechenland" beleuchtet Winfried Schmitz facettenreich die drei Ebenen Oikos, Dorfgemeinschaft und Polis, setzt sie miteinander in Beziehung und liefert, bezugnehmend auf seine Forschungsmethodik, eine umfassende und vernetzte Darstellung der sozialen Struktur der archaischen Gesellschaft.

Einleitend wird die Bedarfswirtschaft vorgestellt. Es wird gezeigt, welche Produkte die Bauern im Oikosbetrieb herstellten und was sie anbauten. Anschließend wird die Frage geklärt, weshalb das Leben der Bauern eine große Herausforderung bedeutete und welche Strategien zur Risikominimierung und Abwehr von existenzbedrohenden Gefahren getroffen werden konnten. Darauf aufbauend wird die gesellschaftliche Stellung der Voll- und Kleinbauern beleuchtet und es wird gezeigt, welche Rolle im Leben der Landwirte Status und Ehre spielten. Im Anschluss daran wird die Rolle der Frau thematisiert, der Wirkungskreis sowie das Prinzip der Arbeitsteilung im Oikos vorgestellt. Anschließend wird geklärt, weshalb die Übergabe des Oikos eine äußerst konfliktträchtige Situation bedeutete.

Bezugnehmend auf die bereits erwähnten Strategien zur Risikominimierung wird das Verhältnis zur Nachbarschaft hinterfragt, der Nachbarschaftsbegriff definiert und die Bedeutung nachbarschaftlicher Beziehungen diskutiert. Es wird gezeigt, dass Verstöße gegen das allgemein geltende Normensystem durch die sogenannten Rügebräuche sanktioniert werden konnten und das Normen, stellvertretend für Gesetze, das vorsolonische Zusammenleben regelten.

Ziel ist es nicht, die Polis in all ihren Facetten zu besprechen. Es soll lediglich der Versuch unternommen werden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Grundzügen darzustellen und das zentrale Thema Oikos in Anlehnung an die Methodik von Schmitz klarer ein- und abzugrenzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Quellenlage

1.2 Vorgehensweise, Fragestellungen und Themenwahl

2 Der Oikos: Das Leben der griechischen Bauern im 7. und 8. v. Chr.

2.1 Bedarfswirtschaft und Anbauprodukte

2.2 Überleben als eine große Herausforderung

2.3 Die gesellschaftliche Stellung von Klein- und Vollbauern und deren Beschäftigten

2.4 Die Rolle der Frau

2.5 Spannungsverhältnis bei der Übergabe des Oikos

2.6 Die Nachbarschaft des Oikos

3 Die Entstehung der Polis und deren Einfluss auf den Oikos

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bäuerlichen Strukturen der griechischen Archaik mit einem besonderen Fokus auf den Oikos als zentrale soziale und wirtschaftliche Einheit. Ziel der Arbeit ist es, die Herausforderungen der bäuerlichen Existenz, die soziale Hierarchie sowie die Bedeutung von Nachbarschaftsbeziehungen und Normensystemen im Kontext der aufkommenden Polis zu analysieren.

  • Bedarfswirtschaft und Formen der Selbstversorgung
  • Soziale Stellung der Bauern, insbesondere unter Einbeziehung von Frauen und Arbeitskräften
  • Konfliktpotenziale bei der Übergabe des landwirtschaftlichen Erbes
  • Die Rolle der Nachbarschaft als soziale Absicherung
  • Einfluss der Polis-Entstehung auf die Struktur und Autonomie des Oikos

Auszug aus dem Buch

2.6 Die Nachbarschaft des Oikos

Betrachtet man den Stellenwert der Nachbarschaft für den Oikos womit die Gesamtheit der Bauern vor Ort und nicht der Nachbarschaftsbegriff nach unserer heutigen Auffassung gemeint ist - also die unmittelbar umliegend ansässigen Nachbarn - lässt sich festhalten, dass die Nachbarschaft für die Sicherheit und das Wohl des Oikos sehr wichtig war. Denn wenn Gefahren drohten, wie Überfälle, Brände oder wirtschaftliche Schwierigkeiten und der Hilfeersuchende belegen konnte, dass dies nicht in seinem eigenen Verschulden lag und er stets engagiert gewirtschaftet hat, konnte er sich der Hilfe der Anderen gewiss sein. Insofern waren die anderen Bauern wichtiger als die Verwandten vor Ort. Diese Form der Solidargemeinschaft kann als eine Art Sozialversicherungssystem verstanden werden.

Aufgrund der Regelung, dass nur bei Nichtverschulden Hilfe gewährleistet wurde, war sichergestellt, dass die ohnehin am Minimum lebenden Nachbarn, nicht ausgebeutet wurden. Das Prinzip der gegenseitigen Unterstützung im Bedarfsfall darf nicht missverstanden werden in der Form, dass die Menschen in erster Linie die Gemeinschaft und deren Wohlstandsmehrung sahen. Das Gegenteil war der Fall. Individuelle Leistung und individuelles Eigentum waren anzustreben, denn „(...) der einzelne soll vielmehr für sich, geradeaus blickend, pflügen und säen, sich nicht von anderen ablenken lassen.“ Und wenn der Bedarfsfall eintrat, sollte der Bauer in der Lage sein, „(...) nach Möglichkeit mehr zurückzugeben, um kreditwürdig zu bleiben (349-351). Sonst drohen Verachtung, Bettelarmut und Hunger (394-404), am Ende gar der Verlust des Oikos.“ Die harten Lebensbedingungen der Bauern wurden in obigen Kapiteln bereits geschildert. Auf der Grundlage dieser Voraussetzungen ist nachvollziehbar, dass altruistisches Gebaren wenig Raum hatte. Allerdings konnten Armenforscher belegen, dass bedürftige Gesellschaften eher bereit sind, andere zu unterstützen, da der Einzelne im Bedarfsfall auch auf Hilfe angewiesen sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die bäuerlichen Strukturen der griechischen Archaik ein und stellt die zentralen Quellen wie Hesiod und Homer vor.

2 Der Oikos: Das Leben der griechischen Bauern im 7. und 8. v. Chr.: Dieses Kapitel analysiert das wirtschaftliche Leben, die soziale Stellung der Bauern sowie die Bedeutung der Familie, Frauen und der Nachbarschaft im archaischen Oikos.

3 Die Entstehung der Polis und deren Einfluss auf den Oikos: Hier wird der politische Wandel zur Polis thematisiert und wie dieser die Autonomie der bäuerlichen Haushalte durch Gesetzgebung beeinflusste.

4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, insbesondere die Erkenntnis, dass der Oikos nicht losgelöst von der Polis existierte.

Schlüsselwörter

Oikos, Griechische Archaik, Bauerntum, Autarkie, Bedarfswirtschaft, Polis, Nachbarschaft, Rügebräuche, Hesiod, Sozialstruktur, Arbeitskraft, soziale Sicherung, Antike, Landwirtschaft, soziale Normen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das tägliche Leben und die sozialen Strukturen der Bauern in der Zeit der griechischen Archaik (7. und 8. Jahrhundert v. Chr.).

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der autarken Bedarfswirtschaft, der internen Organisation des Oikos, der Rolle der Frau, dem Konflikt bei der Erbteilung sowie der Bedeutung der solidarischen Nachbarschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Verständnis für das bäuerliche Leben in der Antike zu entwickeln und aufzuzeigen, wie der Oikos als Basis der Gesellschaft unter dem Einfluss der aufstrebenden Polis funktionierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse antiker Epen (insbesondere Hesiods „Werke und Tage“) sowie moderner Forschungsliteratur zur griechischen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der bäuerlichen Wirtschaftsweise, die Analyse der sozialen Schichten, die Geschlechterrollen und die institutionelle sowie soziale Bedeutung von Nachbarschaftsbeziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Oikos, archaische Gesellschaft, Autarkie, Bedarfswirtschaft, Polis-Bildung und bäuerliche Solidargemeinschaft.

Warum war die Nachbarschaft für einen Oikos so wichtig?

Nachbarn dienten als eine Art soziales Sicherheitsnetz, das bei existenzbedrohenden Krisen oder Unglücksfällen gegenseitige Hilfe leistete, sofern kein eigenes Verschulden des Betroffenen vorlag.

Welchen Einfluss hatte die Entstehung der Polis auf den einzelnen Bauernhof?

Die Polis schränkte die ursprüngliche Autonomie der Oikoi durch staatliche Gesetzgebung ein, sorgte jedoch gleichzeitig für mehr Rechtssicherheit und eine Reduzierung von Konflikten im bäuerlichen Zusammenleben.

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Details

Title
Der Oikos. Das Leben der griechischen Bauern im 7. und 8. Jahrhundert v. Chr.
Subtitle
Vollbäuerliche und kleinbäuerliche Gesellschaft im antiken Griechenland
Grade
2,0
Author
Jan Schönherr (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V492596
ISBN (eBook)
9783668995765
ISBN (Book)
9783668995772
Language
German
Tags
Polis Oikos Bedarfswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Schönherr (Author), 2013, Der Oikos. Das Leben der griechischen Bauern im 7. und 8. Jahrhundert v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/492596
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