Der vorliegende Text stellt die Grundbedeutung des Begriffs Ästhetik dar und zeigt die Aufgaben und Zielsetzungen einer Ästhetik der Medien auf. Dies wird beispielhaft am semiotischen Ansatz der Bildtheorie ausgeführt und vor dem Hintergrund einer Medienästhetik diskutiert.
Als filmische Grundlage wählte der Autor den Film "The Big Sleep" aus der Zeit der zunehmenden Wirtschaftsdepressionen und befürchteten Verrohung der Sitten.
Inhaltsverzeichnis
1. Stellen Sie die Grundbedeutung des Begriffs Ästhetik dar und zeigen Sie die Aufgaben und Zielsetzungen einer Ästhetik der Medien auf. Führen Sie dies beispielhaft entweder am phänomenologischen oder am semiotischen Ansatz der Bildtheorie aus, indem Sie eine dieser Positionen vor dem Hintergrund Ihrer Ausführungen zum Programm einer Medienästhetik diskutieren.
1.1 Begriffsklärung
1.1.1 Ästhetik
1.1.2 Semiotik
1.2 Aufgaben und Zielsetzung der Ästhetik in den Medien am Beispiel der Semiotik
2. Die filmhistorische Position von „The Big Sleep“ , eine Betrachtung mit der Bordwellsche Theorie zum Narrativen des Films
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Aspekte der Ästhetik im Kontext der Medienwissenschaft, wobei der Fokus auf der Anwendung semiotischer Analysemethoden liegt. Ziel ist es, die Funktionsweise von Medienästhetik zu durchleuchten und diese theoretischen Erkenntnisse anhand einer fallbezogenen Analyse des Films „The Big Sleep“ unter Anwendung der Bordwellschen Theorie zum narrativen Film zu validieren.
- Grundlagen und historische Entwicklung des Ästhetikbegriffs
- Einführung in die semiotische Zeichentheorie nach Morris
- Aufgabenfelder und analytische Funktionen der Medienästhetik
- Anwendung der kognitiven Filmtheorie (Plot und Fabula) auf das Genre Film Noir
- Untersuchung des Regiestils ("Auteur-Theorie") am Beispiel von Howard Hawks
Auszug aus dem Buch
Die filmhistorische Position von „The Big Sleep“ , eine Betrachtung mit der Bordwellsche Theorie zum Narrativen des Films
„The Big Sleep“ (USA, 1946) von Howard Hawks wird oft als paradigmatisch für den Film Noir beschrieben. Diese Meinung vertreten aber nicht alle Betrachter diese Films. Ein Beispiel dafür ist David Thomson (1997). Hauptargument ist kann dabei die Einbindung der Liebesgeschichte von Bogart/Marlowe und Vivien/Bacall aus der realen Welt sein. Ein klassischer Film Noir dieser Zeit ist auch eine Gesellschaftskritik. Der einsame Held steht deutlich auf der Seite des Guten, löst ein Verbrechen auf oder kämpft gegen klar zu erkennende Verbrechersyndikate (Werner, 1994). Dabei wird er ständig mit den verlorenen moralischen Werten der amerikanischen Gesellschaft in den Zeiten des 2. Weltkrieges konfrontiert. Politische, Gesellschaftliche und Kriminelle Korruption sind überall zu sehen. Der Film Noir spiegelt als Teil des Kriminalgenres die sozialen und politischen Geschehnisse der 40er Jahre wieder.
Howard Hawks ist nur ein Vertreter für Regisseure des Film Noir. Neben Filmen dieser Stilrichtung drehte er auch in anderen Genres. Überall hinterlies er jedoch seinen persönlichen Stil. Deshalb ist er auch ein gutes Beispiel für die „auteur theory“ von Andrew Sarris. Den Stileigenschaften von Hawks (International Dictionary of Films and Filmmakers, 1997) ist es wohl auch zu verdanken, dass neben der überdeutlichen Liebesgeschichte in „The Big Sleep“ ein ausgezeichneter Film Noir entstand. Bogart und Bacall konnten unter ihm den Figuren eine persönliche Note geben, denn für Hawks war der Schauspieler und die dargestellte Figur untrennbar miteinander verbunden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stellen Sie die Grundbedeutung des Begriffs Ästhetik dar und zeigen Sie die Aufgaben und Zielsetzungen einer Ästhetik der Medien auf. Führen Sie dies beispielhaft entweder am phänomenologischen oder am semiotischen Ansatz der Bildtheorie aus, indem Sie eine dieser Positionen vor dem Hintergrund Ihrer Ausführungen zum Programm einer Medienästhetik diskutieren.: Dieses Kapitel definiert den Ästhetikbegriff sowie die Semiotik und erörtert deren Bedeutung für die Analyse moderner Medieninhalte.
2. Die filmhistorische Position von „The Big Sleep“ , eine Betrachtung mit der Bordwellsche Theorie zum Narrativen des Films: Hier wird der Film „The Big Sleep“ exemplarisch mithilfe der Bordwellschen Theorie analysiert, um die narrative Struktur und den Regiestil von Howard Hawks zu untersuchen.
Schlüsselwörter
Ästhetik, Medienästhetik, Semiotik, Zeichen, Zeichentheorie, Film Noir, The Big Sleep, Howard Hawks, Auteur-Theorie, Bordwell, Plot, Fabula, Rezeption, Kunstwerk, Narrativik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der Einführung in die Medienästhetik und verknüpft dabei allgemeine ästhetische und zeichentheoretische Grundlagen mit der konkreten Analyse eines Filmbeispiels.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernpunkten zählen die historische Definition von Ästhetik, die Semiotik als Analyseinstrument sowie die filmwissenschaftliche Untersuchung narrativer Strukturen im Film Noir.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erläuterung der medienästhetischen Analysemöglichkeiten, insbesondere durch die Anwendung von semiotischen und kognitiven Filmtheorien.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt einen theoretisch-analytischen Ansatz, der maßgeblich auf der Semiotik nach Morris sowie der kognitiven Filmanalyse nach Bordwell basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Begriffsklärungen und eine praktische Fallstudie des Films „The Big Sleep“ von Howard Hawks.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ästhetik, Semiotik, Auteur-Theorie, Film Noir, Plot, Fabula und Medienanalyse.
Wie unterscheidet sich der Marlowe-Charakter in Hawks' „The Big Sleep“ von anderen Darstellungen?
Der Autor argumentiert, dass Hawks als „Auteur“ seinem Marlowe-Charakter eine spezifische persönliche Note verleiht, die sich von den Darstellungen in anderen Marlowe-Filmen derselben Zeit abhebt.
Welche Rolle spielt die „Bordwellsche Theorie“ für das Verständnis des Films?
Sie dient dazu, das Verständnis der kognitiven Prozesse des Zuschauers zu untersuchen, etwa wie Plot-Elemente und Kausalität genutzt werden, um dem Rezipienten die „Fabula“ der Geschichte zugänglich zu machen.
- Arbeit zitieren
- Daniel Pagels (Autor:in), 2002, Semiotik in der Ästhetik der Medien und der Film - Big Sleep - in der Filmanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/4923