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Einführung einer datenbankgestützten Value-at-Risk Betrachtung in das Treasury eines mittelständischen Dienstleistungskonzerns

Titel: Einführung einer datenbankgestützten Value-at-Risk Betrachtung in das Treasury eines mittelständischen Dienstleistungskonzerns

Diplomarbeit , 2005 , 77 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Thomas Jaretzke (Autor:in)

BWL - Controlling

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die moderne Geschäftswelt ist geprägt von der Globalisierung der Märkte. Das Informationszeitalter ermöglicht rasante Entwicklungen auf fast allen Absatzmärkten und generiert so zugleich enorme Chancen für die Unternehmen. Wo Chancen sind, sind auch Risiken. Welchen Risiken ist ein Unternehmen ausgesetzt? Wie kann man das Risiko monetär quantifizieren?
Der Autor Thomas Jaretzke zeigt einen Weg auf, wie Sie Ihren maximal zu erwartenden Kapitalverlust mit einer Wahrscheinlichkeitsaussage kombinieren können. Einführend gibt er einen Überblick über den Begriff „Risiko“ und erläutert die Ausgestaltung eines Risikomanagementsystems nach rechtlichen Anforderungen. Darauf aufbauend beschreibt er Grundsätze für die Implementierung eines derartigen Risikomanagementsystems in der Praxis. Thomas Jaretzke erklärt Ihnen detailliert das Value-at-Risk Modell und systematisiert, vergleicht und beurteilt die diversen Bewertungsansätzen. Das Buch richtet sich an Entscheidungsträger, Verbände, Wirtschaftswissenschaftler, Studierende im Bereich Wirtschaft, Manager und alle Unternehmen die (verantwortungs-) bewusst (ihr) Risiko analysieren und monetär quantifizieren wollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A Risikoorientierte Unternehmensüberwachung als Herausforderung

1 Einführung

1.1 Vorbemerkung

1.2 Überblick

1.3 Aufbau des Buches

1.4 Zielsetzung

B Ausgestaltung des Risikomanagements nach rechtlichen Anforderungen

1 Risikomanagement - Definition und Abgrenzung

1.1 Der Risikobegriff

2 Gesetzliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

2.2 Wesentliche Regelungen für das Risikomanagement

2.3 Weitere rechtliche Grundlagen – „MaRisk“

C Implementierung des Risikomanagementsystems in der Praxis

1 Treasury in Unternehmen

2 Organisation im Treasury der Musterfirma

2.1 Die Musterfirma Gruppe

2.2 Motivation zur Implementierung

2.3 Aufbau- und Ablauforganisation

3 Risikopolitische Grundsätze

3.1 Risikopolitik und Managementstrategie

3.2 Fixierung von Rahmenbedingungen durch die Geschäftsleitung

3.3 Dokumentation des Risikomanagements

4 Der Risikomanagement-Prozess

4.1 Risikoidentifikation und -analyse

4.2 Risikomessung und -quantifizierung

4.2.1 Das Value-at-Risk Modell

4.2.2 Systematisierung verschiedener Value-at-Risk Ansätze

4.2.2.1 Varianz-Kovarianz Ansatz

4.2.2.2 Historische Simulation

4.2.2.3 Monte-Carlo Simulation

4.2.3 Vergleich und Beurteilung der Konzepte

4.2.4 VaR-Bewertungsmodell für die Musterfirma

4.3 CfaR – ein Derivat der VaR-Methodik

4.4 Stresstesting

4.5 Backtesting

4.6 Risikoüberwachung und -reporting

D Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die Konzeption und Implementierung eines datenbankgestützten Risikomanagementsystems im Treasury einer mittelständischen Unternehmensgruppe, unter besonderer Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen und quantitativer Bewertungsmethoden wie dem Value-at-Risk-Modell.

  • Analyse gesetzlicher Anforderungen an das Risikomanagement (z.B. KonTraG, MaRisk).
  • Systematisierung und Vergleich von Value-at-Risk-Ansätzen (Varianz-Kovarianz, Historische Simulation, Monte-Carlo).
  • Aufbau- und Ablauforganisation für ein professionelles Risikocontrolling im Treasury.
  • Entwicklung und Dokumentation risikopolitischer Grundsätze und Reporting-Strukturen.
  • Qualitätssicherung durch Backtesting und Stresstesting der Bewertungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Value-at-Risk Modell

Auf der Suche nach einer integrierten Gesamtdarstellungsmöglichkeit des Risikos entwickelte sich in den vergangenen Jahren das Value-at-Risk Konzept zur international populärsten und zu einer praktikablen Quantifizierungsmethode.74,75,76

Der VaR wurde von einigen großen Banken erstmals Ende der achtziger Jahre als Risikomeßziffer zur Erfassung ihres Marktrisikos im Handelsbereich eingesetzt.77 Im Oktober 1994 hat das Controlling des internationalen Investmenthauses J.P. Morgan mit der Veröffentlichung des von ihnen entwickelten RiskMetrics-Systems der Diskussion über neue Verfahren zur Risikomessung entscheidende Impulse gegeben. Durch RiskMetrics wurde ein Standard zur Berechnung des VaR gesetzt. Verschiedene Studien bestätigen, dass dieses von J.P. Morgan entwickelte Konzept von einem Großteil der Banken, und in zunehmendem Maße von Industrie- und Handelsunternehmen, verwendet wird.78

In den vergangenen Jahren hat die Kennzahl VaR entscheidende Bedeutung für das Risikomanagement erlangt.79 Die Literatur zum Thema VaR ist mittlerweile vielfältig und kaum noch zu quantifizieren. Ebenso zahlreich sind auch die Begriffsdefinitionen des Value-at-Risk. Häufig ist folgende Definition zu finden:

„Der Value-at-Risk (Gefahrenwert) wird definiert als der geschätzte

maximal erwartete Verlust,

der unter normalen Marktbedingungen,

innerhalb eines bestimmten Zeitraums,

mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau)

eintreten kann.“80

Zusammenfassung der Kapitel

A Risikoorientierte Unternehmensüberwachung als Herausforderung: Das Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Risikomanagements in einem globalisierten Umfeld und stellt die gesetzlichen Hintergründe der Unternehmensüberwachung dar.

B Ausgestaltung des Risikomanagements nach rechtlichen Anforderungen: Hier werden der Risikobegriff theoretisch definiert und die regulatorischen Rahmenbedingungen wie das KonTraG und die MaRisk analysiert.

C Implementierung des Risikomanagementsystems in der Praxis: Dieses Hauptkapitel beschreibt detailliert die operative Umsetzung eines Risikomanagements im Treasury, von der Organisation über methodische Ansätze wie VaR bis hin zum Reporting.

D Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Implementierung der Value-at-Risk-Betrachtung zusammen und betont die Notwendigkeit, Risikomanagement als kontinuierlichen und flexiblen Prozess zu verstehen.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Risikocontrolling, Value-at-Risk, Treasury, KonTraG, MaRisk, Historische Simulation, Marktpreisrisiken, Stresstesting, Backtesting, Risikopolitik, Unternehmensüberwachung, Risikokapital, Cash-Flow-at-Risk, Reporting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Einführung eines modernen, datenbankgestützten Risikomanagementsystems im Treasury eines mittelständischen Unternehmens unter Einhaltung aktueller gesetzlicher Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensüberwachung, die organisatorische Einbettung im Treasury, die methodische Messung von Marktpreisrisiken sowie die Implementierung eines effizienten Reportings.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein geeignetes Bewertungsverfahren für finanzielle Marktpreisrisiken zu identifizieren und in der Praxis zu implementieren, um das Risikomanagement der Musterfirma zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen praxisorientierten Implementierungsansatz, vergleicht dabei theoretische Modelle (wie Varianz-Kovarianz oder Monte-Carlo) und entscheidet sich für die historische Simulation als für die Musterfirma am besten geeignetes Instrument.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche: Treasury-Organisation, risikopolitische Grundsätze, Dokumentation, die methodische Vertiefung des VaR-Konzepts sowie Qualitätskontrollen durch Stresstesting und Backtesting.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risikomanagement, Value-at-Risk, Treasury, MaRisk und Risikocontrolling charakterisiert.

Warum wird die "Historische Simulation" gegenüber anderen Modellen bevorzugt?

Die historische Simulation wurde für die Musterfirma gewählt, da sie keine expliziten Verteilungsannahmen (wie die Normalverteilung) erfordert und somit die nichtlinearen Risiken im Portfolio des Unternehmens besser abbilden kann.

Welche Rolle spielt das Reporting im Risikomanagement-Prozess?

Das Reporting fungiert als unverzichtbares Instrument zur Entscheidungsunterstützung, das empfängerorientiert verdichtete Informationen liefert und somit eine aktive Steuerung der Risikopositionen ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung einer datenbankgestützten Value-at-Risk Betrachtung in das Treasury eines mittelständischen Dienstleistungskonzerns
Hochschule
Hochschule Wismar
Note
1,3
Autor
Dipl.-Kfm. Thomas Jaretzke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
77
Katalognummer
V49183
ISBN (eBook)
9783638457033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einführung Value-at-Risk Betrachtung Treasury Dienstleistungskonzerns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Thomas Jaretzke (Autor:in), 2005, Einführung einer datenbankgestützten Value-at-Risk Betrachtung in das Treasury eines mittelständischen Dienstleistungskonzerns, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/49183
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Leseprobe aus  77  Seiten
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