Gemeinsam mit meinen Projektkindern richtete ich den Rollenspielbereich im Kindergarten neu ein. Eine Burg sollte dabei das Herzstück des Vorhabens werden. Mit meiner Unterstützung planten und realisierten die Kinder ihre Ideen und Vorstellungen und setzten sich dabei mit ihren Wünschen und Bedürfnissen bezüglich des Rollenspielbereiches auseinander.
Ich habe das Projekt „Mäuseburg“ aufgrund verschiedener Faktoren ausgewählt. Diese waren zum einen die Ergebnisse der von mir gemachten Infans Beobachtungen, die Zugangsbereiche und zum anderen die aktuellen Interessen meines Beobachtungskindes M.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema
1.1 Begründung des Projekts
1.2 Ziele
2. Projektskizze
2.1 Fachliche Horizonte
2.1.1 Die Bedeutung des Rollenspiels für die kindliche Entwicklung
2.1.2 Bauen und Konstruieren
2.1.3 Der Orientierungsplan
3. Durchführung des Projekts
1. Der Einstieg in das Projekt (21.03.2018)
2. Die Planungsphase (27.03.2018)
3. Der Beginn der Realisierungsphase (03.04.2018)
4. Realisierungsphase (10.04. 2018)
5. Die Schlussphase (17.04.2018)
6. Die Schlussphase (25.04.2018)
7. Die Schlussphase (26.04.2018)
4. Präsentation und Dokumentation des Projekts
5. Auswertung des Projekts
5.1 Fachliche Erkenntnisse in Bezug auf das Beobachtungskind
5.2 Fachliche Erkenntnisse in Bezug auf die Gruppe
5.3 Fachliche Erkenntnisse in Bezug auf meine zukünftige Arbeit als Erzieherin
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Auswertung eines pädagogischen Projekts in einem Kindergarten, mit dem primären Ziel, die Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz von Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren durch den Bau einer "Mäuseburg" zu fördern.
- Projektbegründung und zielorientierte pädagogische Planung
- Bedeutung von Rollenspiel sowie Bauen und Konstruieren für die kindliche Entwicklung
- Methodische Umsetzung in verschiedenen Projektphasen
- Dokumentation und Präsentation pädagogischer Arbeit
- Reflexion der pädagogischen Rolle und fachliche Auswertung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Die Bedeutung des Rollenspiels für die kindliche Entwicklung
Durch das Rollenspiel erleben die Kinder Fantasiewelten und Alltagssituationen, diese Spiele machen Spaß und ermöglichen gleichzeitig neue Ansichten und Perspektiven. Zudem sind sie für das Entwickeln von sozialen Fähigkeiten ein wichtiges Training. Rollenspiele beginnen ab dem Kleinkindalter und gehören zum üblichen Spielverhalten der Kinder. Wenn sich die Kinder als eigenständige Person wahrnehmen, beginnen sie damit sich im Spiel in andere Charaktere hineinzuversetzen. Das ist in der Regel ab einem Alter von zwei Jahren der Fall. Mit der Weiterentwicklung des Kindes wachsen auch seine Rollenspiele. Im Kindergartenalter sind die Kinder bereits in der Lage ihre Spiele hinsichtlich Handlung und Rolle zu organisieren und zu planen.
Zusätzlich können sie sich nun besser mit ihren Mitspielern verständigen, dies geschieht durch verbale wie auch nonverbale Kommunikation. Durch die Rollenspiele können die Kinder auf vielfältigste Weise ihr Selbst erproben und erlebtes verarbeiten. Die Kinder greifen bei der Wahl ihrer Spiele häufig Situationen auf, die sie gerade intensiv beschäftigen, dabei schlüpfen sie in die aus ihrer Perspektive erstrebenswerteste Rolle bzw. in die Rolle, mit der sie sich momentan am besten identifizieren können. Oft werden Begebenheiten aus dem Alltag nachgespielt (z.B. Einkaufen). Durch das Nachspielen von Alltagssituationen entwickeln die Kinder ein Verständnis für die Welt der Erwachsenen und können deren Verhaltensweisen einüben. So lernen sie spielerisch sich in andere Personen hineinzuversetzen. Gleichermaßen üben die Kinder durch das Übernehmen einer Rolle, Regeln einzuhalten und ein besseres Verständnis für deren Notwendigkeit zu haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema: Einleitung in das "Projekt Mäuseburg", Begründung durch Beobachtungen sowie Definition von Zielen zur Stärkung der Kompetenzen.
2. Projektskizze: Darstellung der Vorbereitung, Nutzung von Fachliteratur, Einteilung in Phasen und Auswahl der Projektgruppe.
3. Durchführung des Projekts: Detaillierte tabellarische Auflistung der sieben Projektstunden inklusive Inhalt, angewandter Methoden und verfolgter Ziele.
4. Präsentation und Dokumentation des Projekts: Beschreibung der internen Projektvorstellung sowie der Dokumentationsformen für Kinder und Eltern.
5. Auswertung des Projekts: Analyse der Erkenntnisse hinsichtlich des Beobachtungskindes, der Gruppendynamik und der persönlichen Entwicklung als angehende Erzieherin.
Schlüsselwörter
Projektarbeit, Mäuseburg, Rollenspiel, Bauen und Konstruieren, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Sachkompetenz, Kindergarten, Partizipation, Pädagogik, Reflexion, Entwicklungsfelder, Orientierungsplan, Beobachtung, Kreativität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Planung und Umsetzung eines Bauprojekts („Mäuseburg“) in einer Kindergartengruppe zur Förderung verschiedener Kompetenzbereiche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die kindliche Entwicklung durch Rollenspiel, der Bildungsbereich Bauen und Konstruieren sowie die methodische Gestaltung von Projektphasen im Kindergartenalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Stärkung der Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz der beteiligten Kinder durch eine aktive, partizipative Mitgestaltung am Projekt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin nutzt Beobachtungsverfahren nach dem Infans-Konzept, orientiert sich am Orientierungsplan für Kindergärten und wendet Methoden wie Brainstorming, Bewegungslandschaften und Rollenspiele an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu den Fachbereichen und eine ausführliche, chronologische Dokumentation der sieben einzelnen Projektstunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Projektarbeit, Mäuseburg, Rollenspiel, Bauen und Konstruieren, Kompetenzförderung, Kindergarten und pädagogische Reflexion.
Wie wurde die Projektgruppe zusammengestellt?
Die Gruppe wurde bewusst klein gehalten (fünf Kinder im Alter von 4-6 Jahren), um eine individuelle Anleitung und Unterstützung durch die Erzieherin zu ermöglichen.
Welche Rolle spielte der "Bewegungsparcours"?
Der Parcours diente als Einstiegs- und Abschlussritual, um den Übergang vom allgemeinen Kindergartenalltag in die spezifische, geschützte Projektzeit zu markieren.
Wie reagierte das Beobachtungskind M. auf das Projekt?
Das Kind entwickelte sich von einer anfangs zurückhaltenden, beobachtenden Rolle hin zu einer aktiven Teilnehmerin, die ihre Ideen einbrachte und zum Ende des Projekts temperamentvoll mit den anderen Kindern interagierte.
Welches Fazit zieht die Erzieherin aus dem Projekt?
Die Autorin reflektiert, dass sie gelernt hat, Perfektionismus abzulegen, den Kindern mehr Verantwortung zu übertragen und als Erzieherin stärker in den Hintergrund zu treten, um die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern.
- Quote paper
- Julia Hübner (Author), 2018, Ausarbeitung eines Projekts zur Stärkung der Selbst-, Sozial- Sachkompetenz von Vorschulkindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/491523