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Theaterrealität des 18. Jahrhunderts in Goethes Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"

Titel: Theaterrealität des 18. Jahrhunderts in Goethes Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"

Hausarbeit , 2019 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Elvira Stebichow (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus welchem Grund schrieb Goethe "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"? Entsprechen die Ereignisse des Romans den Realien der Theaterwelt des 18. Jahrhunderts? Versteckt sich im Roman Kritik des zeitgenössischen Theaters beziehungsweise seiner bestimmten Realien? Die vorliegende Arbeit ist nun ein Versuch, diese Fragen zu beantworten und gleichzeitig die Theaterrealität der 1700er Jahre auf der Grundlage der Analyse des Romans von Johann Wolfgang von Goethe "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" zu beschreiben.

Zu dieser Zeit konnte von einem blühenden Theater keine Rede sein und diese Tatsache bereitete vielen Schriftstellern, Dichtern und Philosophen große Sorge. Der Kampf mit der Finanznot des Staates, mit der schlechten Bildung der Schauspieler und dem Zustand des Theaters beschäftigte auch Goethe, der folglich zu dem Entschluss kam, das ganze Theaterwesen seiner Zeit in einem Roman zu behandeln. In "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" (1785) zeigte Goethe Schritt für Schritt den Lebensweg eines jungen Genies und mit dem Titel hatte der Autor vor, "den Schöpfer eines großen National-Theaters" zu zeichnen.

Der Protagonist namens Wilhelm träumt von der Karriere eines Dramaturgen. Nach der Trennung von der Schauspielerin Mariane begibt er sich auf Empfehlung seines Schwagers auf eine Dienstreise. Unterwegs trifft er diverse Schauspieler. Diese Begegnungen beeindrucken ihn so sehr, dass er oft den eigentlichen Grund seiner Reise vergisst. Sein Leben dreht sich nun um das Theater. Der ganze Fokus dieses Werkes liegt auf dem Theaterwesen der Goethe-Zeit. Es ist dadurch interessant, dass es die Tiefsinnigkeit der Köpfe der deutschen Genies und die Lage der Schauspieler als soziale Gruppe bezeugt. Es ist sehr schwierig, eine grundlegende Analyse dieses Werkes durchzuführen.

Das liegt vor allem daran, dass der Autor diesen Roman nicht zu Ende schrieb. Hinzu kommt noch, dass Goethe "Wilhelm Meisters theatralische Sendung" als "einen Entwurf" für seinen nächsten erfolgreichen Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" nutzte, der heutzutage zum Kanon des Bildungsromans gehört, in dem das Theater eher eine Nebenrolle spielt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Theaterentwicklung des 18. Jahrhunderts

2.1.1. Die Theatersituation im 18. Jahrhundert

2.1.2. Gottscheds Theaterreform

2.1.3. Theaterentwicklung nach Gottsched

2.2. Theatertypologie im Roman „Wilhelm Meisters theatralische Sendung“

2.2.1. Puppentheater

2.2.2. Vom Puppentheater zum Amateurtheater

2.2.3. Wilhelms erste ‘Theaterschritte’

2.2.4. Das Laientheater von den Arbeitern und Bergleuten

2.2.5. Seiltänzer, Springer, Gaukler

2.2.6. Wanderbühne

2.2.7. Hoftheater

2.2.8. Das Theater im festen Haus

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Theaterrealität und Schauspielkunst des 18. Jahrhunderts anhand von Johann Wolfgang von Goethes Roman „Wilhelm Meisters theatralische Sendung“. Ziel ist es, die im Roman linear dargestellten Theaterphasen zu analysieren, deren Bezug zur historischen Theaterwirklichkeit der Aufklärungszeit aufzuzeigen und dabei insbesondere Kritik an zeitgenössischen Konventionen wie der Gottschedschen Regel von den drei Einheiten herauszuarbeiten.

  • Historische Entwicklung des deutschen Theaters im 18. Jahrhundert
  • Einfluss von Theaterreformern wie Gottsched und Lessing
  • Typologie verschiedener Theaterformen (Puppentheater, Wanderbühne, Hoftheater)
  • Auseinandersetzung mit den drei Einheiten des französischen Klassizismus
  • Die Bedeutung von Goethes Werk für das Ideal eines Nationaltheaters

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Puppentheater

Alles begann mit einem Puppenspiel: Wilhelms Großmutter bastelt in ihrem Haus ein Marionettenspiel, das eine große Weihnachtsüberraschung für die Kinder sein sollte und was Wilhelms Vater nicht besonders erfreulich annimmt. Daraufhin sagt die alte Frau, dass Wilhelm „eine rechte Freude haben“ wird. Das hat er tatsächlich. Er nimmt mit Begeisterung daran teil: „Hatte Wilhelm das erste Mal die Freude der Überraschung und des Staunens, so hatte er zum zweiten Mal die Wollust des Aufmerkens und Forschens.“

Später findet er die Puppen, die seine Großmutter beim Spiel benutzte und das Spielbuch von David und Goliath. Von nun an verbringt er viel Zeit beim Lesen und Auswendiglernen dieses Schauspiels und stellt sich oft vor, wie er seine Figuren mit seinen Fingern beleben könnte.

Wilhelm lernt alle Rollen des Stückes auswendig und eines Tages spielt er einen Teil davon seiner Großmutter vor. Die alte Frau ist vom Spiel und Talent ihres Enkels so begeistert, dass sie ihren Sohn überredet, Wilhelm „vor irgend einer Kinderversammlung in Gesellschaft des Artillerie-Lieutenants das große Drama selbst aufführen zu lassen.“ Wilhelms Großmutter versucht seine Kindheit lang und trotz des Widerstandes des Vaters seine Leidenschaft zum Theater zu pflegen. Wilhelm selbst findet viel Freude daran. Er beschließt, sich auf jede Art und Weise dem Theater zu widmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Theaterrealität des 18. Jahrhunderts ein und erläutert die Relevanz des Romans „Wilhelm Meisters theatralische Sendung“ als Untersuchungsobjekt zur Darstellung dieser Zeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung des Theaters unter Einbezug von Reformern wie Gottsched und eine detaillierte Typologie der im Roman vorkommenden Theaterformen vom Puppenspiel bis zum festen Haus.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Analyse zusammen, stellt den Bezug zwischen Goethes fiktionaler Darstellung und der historischen Realität her und würdigt die Bedeutung des Werks für die Entwicklung eines deutschen Nationaltheaters.

Schlüsselwörter

Theaterrealität, 18. Jahrhundert, Wilhelm Meisters theatralische Sendung, Goethe, Puppentheater, Wandertruppe, Theaterreform, Gottsched, Drei Einheiten, Nationaltheater, Schauspielkunst, Aufklärung, Theaterroman, Hoftheater, Bildungsroman

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung der Theaterlandschaft des 18. Jahrhunderts in Johann Wolfgang von Goethes Roman „Wilhelm Meisters theatralische Sendung“ und setzt diese in Bezug zur historischen Realität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des deutschen Theaters, die Reformbestrebungen der Aufklärung, verschiedene historische Theaterformen sowie die ästhetischen Debatten jener Zeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Goethe die Theaterwelt seiner Zeit im Roman reflektiert und wie der Held Wilhelm Meister durch verschiedene Theaterphasen zu seinem Verständnis von Schauspielkunst und Nationaltheater gelangt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine chronologische Analyse der Geschehnisse im Roman durchgeführt, wobei die Romanereignisse mit historischen Fakten zur Theaterentwicklung des 18. Jahrhunderts verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Die theoretische Einbettung in die Theatergeschichte mit Reformern wie Gottsched sowie die detaillierte Analyse der Theatertypologie, die von Puppenbühnen bis hin zum Hoftheater reicht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Theaterrealität, Nationaltheater, Drei Einheiten, Aufklärung und die Gattung des Theaterromans.

Wie bewertet Wilhelm Meister die klassischen Theaterregeln?

Wilhelm Meister nimmt eine kritische Haltung gegenüber den „drei Einheiten“ ein und vertritt, stark beeinflusst von Shakespeare, die Ansicht, dass diese Regeln die Kreativität und die künstlerische Freiheit eines Genies eher einschränken als fördern.

Welche Rolle spielt das Hoftheater im Roman?

Das Hoftheater wird als eine Umgebung dargestellt, in der das Theater lediglich als Unterhaltung für den Adel fungiert und die Schauspieler gesellschaftlich geringgeschätzt werden, was den Konflikt zwischen Kunstanspruch und den Realitäten des Hoflebens verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theaterrealität des 18. Jahrhunderts in Goethes Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Elvira Stebichow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V490822
ISBN (eBook)
9783668972261
ISBN (Buch)
9783668972278
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe Theater Wilhelm Meister theatralische Sendung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elvira Stebichow (Autor:in), 2019, Theaterrealität des 18. Jahrhunderts in Goethes Roman "Wilhelm Meisters theatralische Sendung", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/490822
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Leseprobe aus  28  Seiten
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