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Text - Hypertext. Was ist ein Text und wie ist er definiert?

Titel: Text - Hypertext. Was ist ein Text und wie ist er definiert?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Oskar Cylkowski (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Textualitätskriterien eines Textes. Es wird erklärt, was einen Text auszeichnet und was im Digitalen Raum ein Hypertext ist. Es soll auch geklärt werden, ob der Hypertext den bisherigen Definitionen entspricht.

Heutzutage ist ein Leben ohne Texte nicht mehr wegzudenken, sei es der Radiomoderator, eine SMS, eine kleine Notiz am Kühlschrank oder die Zeitung zum Frühstück, überall stoßen wir auf Texte. Wir leben in einem Informationszeitalter, in dem man es nur schafft einen Bruchteil der vorhandenen Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten.

Allerdings sind einfache Texte, wie zum Beispiel der Bericht aus einer klassischen Zeitung, lineare Texte. Das bedeutet, dass der Leser die Informationen automatisch, von links nach rechts, von oben nach unten, vorgelegt bekommt.

Hypertexte sind nicht-lineare Texte, die mithilfe von Querverweisen (sog. Hyperlinks) auf weitere Informationen zu einem behandelten Thema führen und vom Leser direkt ausgewählt werden können. Der Unterschied für den Rezipienten liegt darin, dass er selber entscheiden muss, welcher Verzweigung (Verlinkung) erfolgt, um speziellere oder anschaulichere Informationen zu erhalten. Natürlich orientiert sich dies auch an dem Wissensstand des Rezipienten.

Interessant für einen Autor sind vor allem auch die multimedialen Fähigkeiten, die der Hypertext im Internet mit sich bringt. Multimedial bedeutet, dass der Leser nicht ausschließlich mit Texten konfrontiert wird, sondern unter Umständen auch auf Ton-, Bild- und Videoobjekte stößt, die ihm beim Verständnis unterstützen sollen. So können beim Rezipienten ganz neue Anreize geschaffen werden, Informationen aufzunehmen.

Gerade wegen der Hyperlinks wird ein solcher Text in WWW-Browsern (WWW=World Wide Web) dargestellt und muss in einer Auszeichnungssprache geschrieben werden, die bekannteste ist HTML (Hypertext Markup Language), weil diese die besonderen Befehle zur "Vernetzung" der Informationen beinhaltet.

Der Begriff "Hypertext" wurde von Ted Nelson in den sechziger Jahren geprägt und ist eine zukunftsweisende Lese Form, die für uns schon Alltag ist. Wieso sollte ausgerechnet ein Hypertext nicht als ein Text bezeichnet werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hypertext- Was ist das?

2 Wieso ist Kohärenz so wichtig?

2.1 Kohärenz im linearen Text

2.2 Kohärenz im Hypertext

2.3 Vergleich der beiden Lexikoneinträge

3 Die Rolle des Autors und die Rolle des Lesers

4 Textverarbeitung

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht aus textlinguistischer Perspektive, ob ein Hypertext nach den Kriterien von Beaugrande und Dressler als "Text" definiert werden kann, wobei ein besonderer Fokus auf dem Kriterium der Kohärenz liegt. Dabei werden die Unterschiede zwischen linearen Texten und nicht-linearen Hypertexten sowie deren Auswirkungen auf die Rollen von Autor und Leser analysiert.

  • Textdefinitionen nach Beaugrande und Dressler im Vergleich zu Heinz Vater
  • Analyse der Kohärenzbildung in linearen Texten versus Hypertexten
  • Die sich wandelnde Rolle von Autor und Leser in digitalen Medien
  • Kognitive Aspekte der Textverarbeitung und das Problem der Desorientierung ("Lost in Hyperspace")

Auszug aus dem Buch

2 Wieso ist Kohärenz so wichtig?

De Beaugrande und Dressler sind sehr streng, wenn es darum geht Text und nicht-Text voneinander abzugrenzen. Das ist sehr problematisch, besonders in Bezug auf künstlerisch gestaltete Texte, wie zum Beispiel Gedichte. So widerlegt H. Vater mit dem Gedicht "Das große Lalula" von Christian Morgenstern das Kriterium der Informativität. Denn strikt definieren De Beaugrande / Dressler Informativität als "Erwartetheit bzw. Unerwartetheit... der dargebotenen Textelemente". Vater definiert treffender: "Erwartetheit bzw. Unerwartetheit von Zeichen aus einem dem Rezipienten bekannten Zeicheninventar postulieren" (vgl. Heinz Vater, 2001, S.45f). Intentionalität und Akzeptabilität sind Vaters Auffassung nach fragwürdige Kriterien, denn sie sind generelle Eigenschaften von Kommunikation, auf welche Art und Weise auch immer.

Außerdem ist es unlogisch, die Kriterien Kohärenz und Kohäsion, als Erklärung eines anderen Kriteriums zu benutzen. Des Weiteren kommt es in der modernen Lyrik vor, dass ein Text von einem Leser als Text akzeptiert wird, von einem anderem nicht (vgl. Heinz Vater, 2001, S.42-45). Das Kriterium der Situationalität ist ebenfalls schnell widerlegt. Zum Beispiel könnte ein Professor einen falschen Vorlesungssaal betreten, in dem nur Betriebswirte sitzen und er hält einen Vortrag über Theologie. Die Situation ist verfehlt, doch der Vortrag bleibt ein kommunikativer Text (Heinz Vater, 2001, S.47).

Intertextualität ist ein Kriterium, welches bei De Beaugrande und Dressler zweimal definiert wurde. Das Kriterium ist doppeldeutig und zwar bezieht sich Intertextualität einmal auf die Textsorte und einmal auf andere Texte. Für Vater ist nur der Bezug auf andere Texte nachvollziehbar. Bei einer Kritik zu einem Buch, liegt es beim Rezipienten, den Text (das Buch) zu kennen um die Kritik nachzuvollziehen. Die Textsorte hängt einzig und allein von der Intention des Autors ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hypertext- Was ist das?: Einführung in das Thema Hypertext, dessen Definition und Abgrenzung zum linearen Text sowie Erläuterung technischer Grundlagen.

2 Wieso ist Kohärenz so wichtig?: Kritische Auseinandersetzung mit den Textualitätskriterien von Beaugrande und Dressler, wobei das Kriterium der Kohärenz als zentral hervorgehoben wird.

2.1 Kohärenz im linearen Text: Untersuchung der produktbezogenen Perspektive der Kohärenz anhand eines Lexikoneintrags aus einem klassischen Buch.

2.2 Kohärenz im Hypertext: Analyse der prozessbezogenen Kohärenzbildung im Hypertext und der damit verbundenen Herausforderungen für den Rezipienten.

2.3 Vergleich der beiden Lexikoneinträge: Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von gedruckten Lexika und Online-Hypertexten hinsichtlich ihrer Nutzung und Wissensvermittlung.

3 Die Rolle des Autors und die Rolle des Lesers: Untersuchung der veränderten Machtverhältnisse zwischen Autor und Leser durch die Interaktivität digitaler Hypertexte.

4 Textverarbeitung: Erörterung der kognitiven Prozesse der Textverarbeitung und Probleme wie "Lost in Hyperspace" und kognitive Überlastung.

5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die komplementäre Nutzung von gedruckten und digitalen Texten.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Hypertext, Kohärenz, Textualitätskriterien, lineare Texte, Leserolle, Autorenrolle, Wissensaneignung, kognitive Prozesse, Lost in Hyperspace, Internet, Lexikoneinträge, Textverständnis, digitale Medien, Informationsverarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen von Texten im Informationszeitalter, insbesondere den Unterschied zwischen traditionellen, linearen Texten und modernen, vernetzten Hypertexten unter dem Aspekt der Kohärenz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Textualitätstheorie nach Beaugrande und Dressler, die kognitive Linguistik bei der Textverarbeitung sowie die veränderte Interaktion zwischen Autor und Leser im digitalen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Hypertexte die klassischen Kriterien für den Textstatus erfüllen und welche Auswirkungen die nicht-lineare Struktur auf die Kohärenzbildung beim Rezipienten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis textlinguistischer Fachliteratur sowie einen komparativen Ansatz, bei dem Lexikoneinträge aus einem Fachbuch und aus Wikipedia verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Textualitätskriterien kritisch hinterfragt, dann die Kohärenz in linearen und Hypertexten differenziert analysiert und schließlich die psychologischen Aspekte der Textverarbeitung sowie die veränderten Rollen von Autor und Leser erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Textlinguistik, Hypertext, Kohärenz, kognitive Überlastung und die Rolle des Lesers als Mit-Produzent von Sinn.

Was bedeutet der Begriff "Lost in Hyperspace" in dieser Arbeit?

Er beschreibt die Desorientierung, die beim Lesen von Hypertexten entstehen kann, wenn der Leser durch eine Vielzahl von Verlinkungen den roten Faden zum Ausgangstext und den inhaltlichen Zusammenhang verliert.

Warum hält der Autor die Kriterien von Beaugrande und Dressler teilweise für unlogisch?

Der Autor argumentiert mit Heinz Vater, dass einige der sieben Kriterien (wie Situationalität oder Informativität) schwer von allgemeinen kommunikativen Eigenschaften abzugrenzen sind und ein Text im Wesentlichen primär auf Kohärenz angewiesen ist.

Welches Fazit zieht der Verfasser zur Zukunft des Hypertextes?

Der Autor schließt, dass der Hypertext das Buch nicht ersetzen wird, sondern beide Medien in Kombination sinnvoll sind: Bücher für grundlegende Konzepte und Internetressourcen für die gezielte Vertiefung und schnelle Informationssuche.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Text - Hypertext. Was ist ein Text und wie ist er definiert?
Hochschule
Universität Paderborn  (Kulturwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Oskar Cylkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V490474
ISBN (eBook)
9783668990661
ISBN (Buch)
9783668990678
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textlinguistik Hypertext Sprachwissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oskar Cylkowski (Autor:in), 2013, Text - Hypertext. Was ist ein Text und wie ist er definiert?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/490474
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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