In dieser Arbeit wird versucht, eine Möglichkeit vorzustellen, wie der Roman "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" von Judith Kerr im Unterricht didaktisch erarbeitet werden kann. In diesem Roman lebt die neunjährige Anna mit ihrem zwölfjährigem Bruder Max und ihren Eltern in wohlhabenden Verhältnissen in Berlin. Kurz vor der Machtübernahme Hitlers 1933 erfährt Anna von ihren Eltern, dass sie Juden sind, und ihr Vater, ein bekannter Journalist und Autor, hat die Befürchtung, unter den Nationalsozialisten nicht mehr frei arbeiten zu können, weswegen sich die Familie für eine Flucht in die Schweiz entscheidet. Damit niemand Verdacht schöpft, können die Mutter und Kinder nur das Notwendigste mitnehmen. Vieles muss zurückbleiben, unter anderem auch Annas Lieblingsspielzeug - ihr rosa Kaninchen.
Die Arbeit geht darauf ein, welche Ziele mit der Erarbeitung dieses Romans im Unterricht erreicht werden können und wie der Inhalt den Schülerinnen und Schülern besser vermittelt werden kann. Dazu werden unterschiedliche Methoden vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Für welche Zielgruppe eignet sich dieser Text?
2. Welche Ziele können mit diesem Text erreicht werden?
3. Methodische Überlegungen
3.1.
3.2.
3.4.
3.5
3.6.
3.7.
3.8.
3.9.
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Judith Kerrs autobiografisch geprägten Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ didaktisch für den Unterricht in den Klassenstufen 6 und 7 aufzubereiten, um zentrale Themen wie Flucht, Exil und die Zeit des Nationalsozialismus altersgerecht erfahrbar zu machen.
- Didaktische Einbettung des Romans für die Unterstufe.
- Sensibilisierung für die Flüchtlingsproblematik und Fremdverstehen.
- Kreative Methoden zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit.
- Analyse und fiktive Weiterführung der Romanhandlung.
- Schulung von Perspektivwechsel durch kreatives Schreiben.
Auszug aus dem Buch
Kurzer inhaltlicher Abriss
Die neunjährige Anna lebt mit ihrem zwölfjährigem Bruder Max und ihren Eltern in wohlhabenden Verhältnissen in Berlin. Kurz vor der Machtübernahme Hitlers 1933 erfährt Anna von ihren Eltern, dass sie Juden sind, und ihr Vater, ein bekannter Journalist und Autor, hat die Befürchtung, unter den Nationalsozialisten nicht mehr frei arbeiten zu können, weswegen sich die Familie für eine Flucht in die Schweiz entscheidet. Damit niemand Verdacht schöpft, können die Mutter und Kinder nur das Notwendigste mitnehmen. Vieles muss zurückbleiben, unter anderem auch Annas Lieblingsspielzeug - ihr rosa Kaninchen. Dabei stellt sich Anna vor, wie Hitler mit dem Kaninchen spielt. Die Geschwister müssen sich mit ihrer Identität als Juden und als neue Rolle als Außenseiter auseinandersetzten. Da der Vater in der Schweiz nicht als Autor arbeiten kann, verschlechtert sich die finanzielle Lage zunehmend. Letztendlich zieht die Familie nach Paris, wo die Geschwister mit dem Erlernen der fremden Sprache und dem Finden neuer Freunde zu kämpfen haben. Aufgrund zunehmend schlechten finanziellen Situation in Frankreich und eines vielversprechenden Jobangebots aus England, packt die Familie erneut die Koffer- dieses Mal für England.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Für welche Zielgruppe eignet sich dieser Text?: Dieses Kapitel definiert die Eignung des Romans für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 und 7.
2. Welche Ziele können mit diesem Text erreicht werden?: Hier werden Lernziele wie die Förderung des Fremdverstehens und der Bezug zur gegenwärtigen Flüchtlingsproblematik erläutert.
3. Methodische Überlegungen: Dieser Abschnitt stellt verschiedene kreative Lehrmethoden vor, um den Roman im Unterricht lebendig zu vermitteln.
3.1.: Beschreibt den methodischen Einstieg durch Konfrontation mit einer fremden Sprache.
3.2.: Fokusiert auf die Auseinandersetzung mit dem Fluchtthema durch die Auswahl notwendiger Gegenstände.
3.4.: Behandelt die kreative Weiterführung der Geschichte basierend auf dem ersten Kapitel.
3.5: Schlägt die Nutzung eines Lesetagebuchs zur Reflexion vor.
3.6.: Thematisiert die Arbeit mit inneren Monologen während der Fluchtreise.
3.7.: Erläutert die Methode, einen Aufsatz aus der Sicht des rosa Kaninchens zu verfassen.
3.8.: Regt dazu an, den Fortgang der Geschichte nach der Emigration zu spekulieren und mit Folgebänden zu vergleichen.
3.9.: Schließt mit der Aufgabe ab, ein Werbeplakat oder eine Buchkritik zu erstellen.
Schlüsselwörter
Judith Kerr, Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Nationalsozialismus, Flucht, Exil, Unterrichtsmethode, Lesetagebuch, Perspektivwechsel, Identität, Geschichtsbewusstsein, Fremdverstehen, Schullektüre, Autobiografie, Didaktik, Emigration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet methodische Ansätze und didaktische Konzepte, um Judith Kerrs Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ im Deutschunterricht der Sekundarstufe I zu behandeln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus, der Fluchterfahrung, dem Leben im Exil und der Identitätsfindung junger Menschen in Ausnahmesituationen.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist es, bei Schülern Verständnis für Flüchtlingsschicksale zu wecken, Fremdverstehen zu fördern und die historische Zeit von 1933 bis 1935 durch kreative Methoden greifbar zu machen.
Welche wissenschaftlichen oder didaktischen Methoden werden verwendet?
Es werden verschiedene Methoden wie der Perspektivwechsel, das Schreiben von inneren Monologen, das Führen eines Lesetagebuchs und spielerische Übungen zum Thema Fluchtgepäck vorgeschlagen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene methodische Überlegungen, die von einem fremdsprachigen Einstieg bis hin zur Erstellung von Werbeplakaten und Buchkritiken reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exil, Holocaust-Aufarbeitung, Schullektüre, Empathie und kreative Schreibanlässe charakterisiert.
Warum ist das rosa Kaninchen ein zentrales Symbol in der didaktischen Aufarbeitung?
Das Kaninchen dient als Identifikationsfigur für Anna und als greifbares Symbol für den Verlust der Heimat und der Kindheit, wodurch Schüler sich besser in die Protagonistin einfühlen können.
Wie kann die aktuelle Flüchtlingssituation mit dem Roman verknüpft werden?
Durch den Vergleich der Fluchterfahrungen von Anna in den 1930er Jahren mit den Erlebnissen heutiger Geflüchteter wird ein aktueller Bezug hergestellt, der Empathie und ein tieferes Verständnis für das Ankommen in einem fremden Land fördert.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Fritz (Autor:in), 2019, "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" von Judith Kerr. Möglichkeit für eine didaktische Erarbeitung im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/490182