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Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum in Russland und der Sowjetunion, 1850 - 1939

Title: Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum in Russland und der Sowjetunion, 1850 - 1939

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Maneljuk (Author)

Business economics - Economic and Social History

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Summary Excerpt Details

Schon seit einiger Zeit beschäftigt sich die wirtschaftshistorische Forschung mit den Zusammenhängen von Bildung, Bildungspolitik und wirtschaftlichem Wachstum. Dabei geht man davon aus, dass sich eine breite und möglichst umfassende Bildung der Bevölkerung stets positiv auf das Wachstum einer Nation auswirkt. Der Begriff Bildung meint hier eher eine Elementarbildung im Sinne der Vermittlung von Lese- und Schreibfähigkeit und des Erlernens mathematischer Basisfertigkeiten. Um eine solche Bildung sämtlicher Bevölkerungsschichten gewährleisten zu können, müssen jedoch zunächst bestimmte strukturelle Voraussetzungen getroffen werden, d. h. es werden in erster Linie Investitionen benötigt: Schulen müssen gebaut werden, Lehrer müssen ausgebildet und bezahlt werden und das notwendige Lehrmaterial muss bereitgestellt werden. Es handelt sich also v. a. um staatliche Ausgaben, die erst nach Ablauf einiger Zeit zu entsprechenden Rückflüssen und Gewinnen führen, denn besser ausgebildete Personen können anspruchsvollere Tätigkeiten ausüben und sorgen für eine zunehmende Spezialisierung der Arbeiterschaft, was im Regelfall sowohl für den Staat (durch Produktions- und Exportsteigerungen) als auch für den Einzelnen (durch höhere Löhne) positive Auswirkungen haben dürfte. Die in diesem Zusammenhang für eine Verbreitung und Diffusion von Bildung notwendigen Ausgaben werden unter dem Begriff “Humankapital“ zusammengefasst.
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Humankapital in Russland und der Sowjetunion zwischen 1850 und 1939, welches anhand von Alphabetisierungsraten und Angaben über mittlere und höhere Schulbildung gemessen und dessen Auswirkungen auf wirtschaftliches Wachstum systematisch untersucht werden sollen. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der ersten gesamtrussischen Volkszählung von 1897, daneben fließen auch die Ergebnisse aus den darauf folgenden Volkszählungen von 1926 und 1939 für die Sowjetunion mit ein.
Im ersten Abschnitt soll zunächst auf die Frage eingegangen werden, in welchen Formen Wachstum auftreten kann und wie sich dieses messen lässt, daneben sollen Korrelationen zwischen Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum speziell für Russland anhand ausgewählter Daten dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum

1.1 Wie lässt sich Wachstum messen?

1.2 Korrelationen zwischen Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum

2. Geschichtliche Hintergründe

3. Das russische Reich zum Zeitpunkt der Volkszählung von 1897

4. Statistische Auswertung

4.1 Gesamtrussland

4.2 Regionale Unterschiede

4.3 Ethnische Unterschiede

4.4 Output aus Industrie und Landwirtschaft

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Humankapital, gemessen durch Alphabetisierungsraten sowie mittlere und höhere Schulbildung, und dem wirtschaftlichen Wachstum in Russland und der Sowjetunion im Zeitraum von 1850 bis 1939. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob und wie die Bildung der Bevölkerung das ökonomische Wachstum und den Lebensstandard beeinflusst hat, wobei insbesondere die Daten der Volkszählung von 1897 sowie ergänzende Daten von 1926 und 1939 analysiert werden.

  • Analyse des Einflusses von Bildung auf das wirtschaftliche Wachstum
  • Untersuchung der Alphabetisierungsraten und Schulbildungsniveaus im russischen Reich
  • Regionale und ethnische Unterschiede in der Bildungsverteilung
  • Zusammenhang zwischen Humankapital und industrieller bzw. landwirtschaftlicher Produktion

Auszug aus dem Buch

1.1 Wie lässt sich Wachstum messen?

Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass sich die Frage, wie man auftretendes Wachstum messen kann, nicht eindeutig beantworten lässt, denn grundsätzlich sind zahlreiche Ausprägungen von Wachstum denkbar. Die wichtigsten davon sollen im Folgenden thematisiert werden. Am naheliegendsten erscheint es sicherlich, Wachstum anhand des Pro-Kopf-Einkommens bzw. des BIP pro Kopf zu messen. Daneben sind jedoch auch weitere Formen von Wachstum denkbar: Wirtschaftshistoriker wie Mironov messen den biologischen Lebensstandard anhand von Körpergrößen. Hierbei wird ein Anstieg der durchschnittlichen Körpergröße einer Population als Indikator für eine Verbesserung der Ernährungsqualität, eine stärkere Resistenz gegen Krankheiten und damit für eine höhere Lebenserwartung angesehen, worauf später noch näher eingegangen werden soll. Auch der Output aus Industrie und Landwirtschaft kann als Wachstumsdeterminante angesehen werden.

Hier ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich Output aus bestimmten Wirtschaftszweigen besonders stark staatlich steuern und auch manipulieren lässt, weshalb man bei der Interpretation solcher Daten stets vorsichtig sein sollte. Dies nicht zuletzt deshalb, weil Outputraten v. a. für die Außendarstellung eines Staates von Bedeutung waren und nicht selten versucht wurde, tatsächliche Verhältnisse durch beeindruckende Zahlen zu beschönigen (insbes. in der ehemaligen Sowjetunion!). Daneben kann auch ein Anstieg des verfügbaren Kapitals innerhalb einer Gesellschaft als Indikator für Wachstum interpretiert werden, denn mit steigender Kapitalbildung geht i. d. R. auch ein Investitionsanstieg und als dessen Folge Wachstum einher. Auf all diese Ausprägungen von Wachstum soll im vierten Abschnitt näher eingegangen werden, womit allerdings noch lange nicht alle denkbaren Formen von Wachstum erfasst sind. Man könnte beispielsweise zusätzlich ein Sinken der durchschnittlichen Todesrate oder einen prozentualen Anstieg der Stadtbevölkerung als Indikatoren für Wachstum heranziehen, was den Umfang dieser Seminararbeit jedoch übersteigen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Bildung als Humankapital für das Wirtschaftswachstum ein und erläutert den Untersuchungsrahmen der Arbeit von 1850 bis 1939.

1. Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Methoden zur Messung von Wachstum und zeigt Korrelationen zwischen Bildungsgraden und Einkommen auf.

2. Geschichtliche Hintergründe: Es werden die gesellschaftliche und wirtschaftliche Rückständigkeit Russlands um 1850 sowie die darauf folgenden Reformen bis zum Übergang zur Sowjetunion dargestellt.

3. Das russische Reich zum Zeitpunkt der Volkszählung von 1897: Dieser Abschnitt beschreibt die Datengrundlage der ersten gesamtrussischen Volkszählung und die geographische Einteilung des Reiches in 15 Großregionen.

4. Statistische Auswertung: Hier erfolgt eine detaillierte quantitative Analyse der Bildungsdaten für Gesamtrussland, unterteilt nach Regionen und ethnischen Gruppen, sowie deren Einfluss auf die industrielle und landwirtschaftliche Produktion.

5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Bildung positiv mit Wachstum und Lebensstandard korreliert, wobei die industrielle Entwicklung nach 1917 stark staatlich gelenkt war.

Schlüsselwörter

Humankapital, Alphabetisierung, Schulbildung, Wirtschaftswachstum, Russland, Sowjetunion, Volkszählung 1897, Industrieproduktion, Lebensstandard, Körpergröße, Industrialisierung, Landwirtschaft, Einkommensentwicklung, Historische Statistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Bildung der Bevölkerung (als Humankapital) und dem wirtschaftlichen Wachstum in Russland und der Sowjetunion zwischen 1850 und 1939.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Entwicklung von Alphabetisierungsraten, Schulbildung, industrieller und landwirtschaftlicher Produktion sowie deren Korrelation mit Einkommen und Lebensstandard.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Bildung auf das Wachstum systematisch zu analysieren, basierend primär auf der Volkszählung von 1897 und ergänzenden Daten bis 1939.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt historische Datenanalyse, insbesondere unter Verwendung von statistischem Material aus Volkszählungen und wirtschaftshistorischen Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bildungsentwicklung in Russland, die regionalen und ethnischen Unterschiede sowie deren Auswirkungen auf die industrielle und landwirtschaftliche Output-Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Humankapital, Alphabetisierung, industrielle Entwicklung, Lebensstandard und die sozioökonomische Transformation Russlands.

Welche Rolle spielte der "Mir" für die wirtschaftliche Entwicklung?

Der Mir war die russische Bauerngemeinde, die durch regelmäßige Landumverteilung Investitionen auf dem Land verhinderte und somit ein Hindernis für die Modernisierung der Landwirtschaft darstellte.

Wie unterschied sich die Bildung zwischen Stadt und Land?

Die Untersuchung zeigt, dass die Bildung der Stadtbevölkerung stets deutlich höher war als die der Landbevölkerung.

Warum wird die Körpergröße als Indikator verwendet?

Die Körpergröße dient als Indikator für den biologischen Lebensstandard, da sie Rückschlüsse auf Ernährungsqualität und Umweltbedingungen zulässt.

Welches Fazit zieht der Autor zur sowjetischen Entwicklung?

Der Autor schlussfolgert, dass zwar der Anschluss an führende Industrienationen geschafft wurde, aber fraglich bleibt, ob dies zu einer tatsächlichen Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung führte.

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Details

Title
Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum in Russland und der Sowjetunion, 1850 - 1939
College
University of Tubingen
Course
Humankapital und Wachstum in armen und reichen Ländern
Grade
1,7
Author
Markus Maneljuk (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V48822
ISBN (eBook)
9783638454148
Language
German
Tags
Alphabetisierung Schulbildung Wachstum Russland Sowjetunion Humankapital Wachstum Ländern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Maneljuk (Author), 2005, Alphabetisierung, Schulbildung und Wachstum in Russland und der Sowjetunion, 1850 - 1939, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/48822
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