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Die Konstruktion der Wirklichkeit durch die Massenmedien

Titel: Die Konstruktion der Wirklichkeit durch die Massenmedien

Hausarbeit , 2005 , 25 Seiten , Note: 1,0 (sehr gut)

Autor:in: Marcel Bohnert (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit jeher steht im Zentrum der Massenkommunikationsforschung die Frage: Wie verhalten sich Medien und Realität zueinander? Diese Arbeit soll, ausgehend von der These, dass Massenmedien nur einen Interpretations- und Orientierungsrahmen für Ereignisse liefern2, die Sicherheit der medial vermittelten Fakten in Frage stellen. Ihr Einfluss soll als komplexer Prozess vorgestellt werden, in dessen Verlauf sich Wirklichkeitsentwürfe herausbilden, die letztendlich zu einer ganz eigenen Realität führen. Die Aussage, dass alles, was wir über die Welt zu wissen glauben, nur eine medial geprägte Konstruktion darstellen soll, erscheint zunächst befremdlich. In der Wissenschaft wird die naive Abbildposition in Bezug auf die Wahrnehmung der Wirklichkeit jedoch schon seit einiger Zeit nicht mehr vertreten. Der naive Empirismus, dessen Maxime die Anhäufung von Tatsachen ist, die am Ende zu einer Wahrheit addiert werden, ist in Bezug auf Massenmedien nicht mehr aktuell. Die radikalen Konstruktivisten kämpfen hier gegen die intuitive Auffassung breiter Bevölkerungsschichten. Den Verdacht, dass das medial vermittelte Wissen manipuliert wird, hat der Grossteil der Rezipienten von Massenmedien sowieso. Doch wirkt sich dieses Gegenwissen aus? Kann man sich im Bewusstsein dieser Manipulationsversuche gegen eine verfälschte Wahrnehmung der Wirklichkeit wehren? Ist die Welt an sich durch Medien überhaupt erfahrbar? Sind Medien nicht vielmehr selektiv und verzerren die eigenen Informationsmöglichkeiten schon von vornherein? Wird nicht vielmehr verschleiert als die Sicherheit der Fakten gewährleistet? Es scheint, als bilde sich unsere Auffassung von Realität durch medieneigene Gesetzmäßigkeiten. In den folgenden Ausführungen wird sich der Thematik durch eine Standortbestimmung von Systemtheorie und Konstruktivismus im Theorienspektrum der Medienwissenschaft genähert. Anschließend werden verschiedene kommunikationstheoretische Modelle vorgestellt, wodurch ersichtlich werden soll, dass sich Medienkommunikation nicht mehr als linearer Prozess verstehen lässt. Schließlich werden verschiedene Theorien vorgestellt, die die Selektivität und Subjektivität der Massenmedien verdeutlichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verortung der Medienwissenschaft

2.1 Theorienspektrum

2.2 Definitionen

2.2.2 Medien

2.2.3 Massenmedien

3 Kommunikation

3.1 Kommunikationstheoretische Modelle

3.1.1 Das klassische Paradigma

3.1.2 Die Lasswellformel

3.1.3 Das System der Massenkommunikation

3.2 Kommunikation der Massenmedien

4 Realität der Massenmedien

4.1 Die »ptolemäische« und die »kopernikanische« Auffassung

4.2 Nachrichtenfaktoren

4.3 Skandaltheorie

4.4 Realität zweiter Ordnung

4.5 Risikowahrnehmung

4.6 Systemgeheimnisse

4.7 Medienethik und Journalismus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion der Wirklichkeit durch Massenmedien, wobei sie systemtheoretische Ansätze und konstruktivistische Perspektiven nutzt, um die Frage zu klären, wie Medien unsere Wahrnehmung der Welt beeinflussen und ob eine objektive Realitätswahrnehmung überhaupt möglich ist.

  • Theoretische Verortung der Medienwissenschaft
  • Kommunikationstheoretische Modelle und deren Grenzen
  • Mechanismen der Wirklichkeitskonstruktion durch Nachrichtenfaktoren und Skandalisierung
  • Systemtheoretische Betrachtung von Realität erster und zweiter Ordnung
  • Die Rolle der Medienethik und das Selbstverständnis des Journalismus

Auszug aus dem Buch

4.1 Die »ptolemäische« und die »kopernikanische« Auffassung

Winfried Schulz fordert 1989 in einem Aufsatz einen Paradigmenwechsel in der Massenkommunikationsforschung. Seiner Ansicht nach gilt es in der Frage nach dem Wirklichkeitsgehalt der Medien grundsätzlich zwei Sichtweisen voneinander abzugrenzen: Die »ptolemäische« und die »kopernikanische« Auffassung. Die »ptolemäische« Sichtweise beschreibt die Massenmedien als passiven Mittler zwischen Wirklichkeit und Rezipient. Sie werden als Spiegel, als Abbild der Realität verstanden. Man ist sich bewusst, dass die verzerrte Medienrealität beim Rezipienten in eine interne Realitätsvorstellung überführt wird und damit ein falsches Bewusstsein kultiviert. Als Reaktion auf diesen Mangel an Objektivität reagiert die Gesellschaft in vielen Fällen mit massiver Medienkritik.

In der »kopernikanischen« Auffassung, für die Schulz deutlich Initiative ergreift, werden Medien nicht als passive Vermittler einer Wirklichkeit verstanden, sondern als aktives Element, aus dem eine Vorstellung der Realität erst hervorgeht. Diese wird dabei nicht als Grundlage für Kommunikation, sondern als deren Ergebnis angenommen. Eine Überprüfung der Medienrealität an einer unverfälschten und unverzerrten Realität erscheint unter keinen Umständen möglich. Was sollte der Maßstab für eine „konstruktionsfrei erkennbare Realität“ sein? Dementsprechend akzeptiert die Gesellschaft Wirklichkeitskonstrukte, auch wenn der Anteil an Verzerrung empirisch nicht nachprüfbar ist, und macht sie zur Grundlage eigener Operationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Problemstellung ein, wie Medien und Realität zueinander stehen, und stellt den konstruktivistischen Ansatz der Arbeit vor.

2 Verortung der Medienwissenschaft: Dieses Kapitel dient der Standortbestimmung, indem es relevante Theorien wie Systemtheorie und Konstruktivismus einordnet und grundlegende Begriffe wie Medien und Massenmedien definiert.

3 Kommunikation: Hier werden klassische sowie systemtheoretische Kommunikationsmodelle analysiert, um die Grenzen linearer Verständnisse aufzuzeigen und die Dynamik massenmedialer Kommunikation zu verdeutlichen.

4 Realität der Massenmedien: Dieses Hauptkapitel beleuchtet verschiedene Teilaspekte der Konstruktion von Wirklichkeit, darunter Nachrichtenfaktoren, Skandaltheorie, Realität zweiter Ordnung, Risikowahrnehmung und medienethische Fragestellungen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bekräftigt die These, dass Massenmedien durch die ständige Bereitstellung von Wirklichkeitsentwürfen maßgeblich an der Konstruktion unserer subjektiven Realität beteiligt sind.

Schlüsselwörter

Massenmedien, Wirklichkeitskonstruktion, Systemtheorie, Konstruktivismus, Kommunikation, Nachrichtenfaktoren, Skandaltheorie, Realität zweiter Ordnung, Risikowahrnehmung, Medienethik, Journalismus, Gesellschaft, Sozialsysteme, Information, Selektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Massenmedien unsere Wahrnehmung der Welt beeinflussen und inwiefern sie eine eigene „Realität“ konstruieren, anstatt die Welt nur objektiv abzubilden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der systemtheoretischen Einordnung der Medien, Modellen der Massenkommunikation sowie den Mechanismen, mit denen Medien Ereignisse auswählen und interpretieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Sicherheit medial vermittelter Fakten in Frage zu stellen und aufzuzeigen, wie durch komplexe Prozesse Wirklichkeitsentwürfe entstehen, die zur Grundlage unserer gesellschaftlichen Wahrnehmung werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, vornehmlich basierend auf der Systemtheorie nach Niklas Luhmann und konstruktivistischen Ansätzen, um medienwissenschaftliche Modelle zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben Kommunikationstheorien spezifische Aspekte wie Nachrichtenfaktoren, die Skandaltheorie, das Konzept der Realität zweiter Ordnung, Risikowahrnehmung sowie ethische Herausforderungen des Journalismus diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Massenmedien, Wirklichkeitskonstruktion, Systemtheorie, Konstruktivismus, Kommunikation, Nachrichtenfaktoren und Medienethik geprägt.

Was besagt die „kopernikanische“ Auffassung nach Winfried Schulz?

Sie besagt, dass Medien nicht bloße passive Vermittler einer vorgegebenen Wirklichkeit sind, sondern ein aktives Element darstellen, aus dem eine Vorstellung von Realität überhaupt erst hervorgeht.

Warum entstehen laut der Arbeit „Systemgeheimnisse“?

Sie entstehen zwangsläufig, da Medien aufgrund der Komplexität des Gesellschaftssystems hochgradig selektiv mit Informationen umgehen müssen und bestimmte Bereiche ihnen von vornherein verschlossen bleiben.

Welche Rolle spielt das Publikum bei der massenmedialen Wirklichkeitskonstruktion?

Die Arbeit postuliert eine „Komplizenschaft des Publikums“, da durch die Nutzung und Akzeptanz der medialen Angebote die entsprechenden Entwicklungen innerhalb des Mediensystems mitgetragen werden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Konstruktion der Wirklichkeit durch die Massenmedien
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für Allgemeine Pädagogik unter Berücksichtigung ihrer systematischen und philosophischen Grundlagen)
Veranstaltung
Wissen und Nichtwissen
Note
1,0 (sehr gut)
Autor
Marcel Bohnert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V48434
ISBN (eBook)
9783638451505
ISBN (Buch)
9783638911764
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstruktion Wirklichkeit Massenmedien Wissen Nichtwissen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Bohnert (Autor:in), 2005, Die Konstruktion der Wirklichkeit durch die Massenmedien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/48434
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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