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Die literarische Inszenierung familiärer Gewalt in Elfriede Jelineks "Die Ausgesperrten". Mögliche Aspekte der österreichischen Nachkriegsgesellschaft

Title: Die literarische Inszenierung familiärer Gewalt in Elfriede Jelineks "Die Ausgesperrten". Mögliche Aspekte der österreichischen Nachkriegsgesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sophie Vogt (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit setzt sich mit der literarischen Inszenierung familiärer Gewalt in Elfriede Jelineks Roman "Die Ausgesperrten" auseinander.

Gewalt ist eine weitgefächerte Problematik, die sich in "Die Ausgesperrten" in vielfacher Form wiederfindet. Hier soll sich jedoch besonders mit der im Roman dargestellten Gewalt innerhalb von Familien auseinandergesetzt werden. Dafür wird die Familie Witkowski analysiert, die im Bezug auf Gewalt im Roman immer wieder auffällt. Vor allem soll hinterfragt werden, wie sich das gewalttätige Verhalten der Eltern auf die Kinder auswirkt und ob gegebenenfalls sogar eine Weitergabe von Gewalt stattfindet.

Um einen Einstieg in die Thematik zu bekommen, wird kurz in das Thema Gewalt und im speziellen familiäre Gewalt sowie den Einfluss von Erziehung eingeführt. In der Analyse soll zunächst hinterfragt werden, ob die Vergangenheit Otto Witkowskis sein gewalttätiges Handeln beeinflusst und inwiefern seine Figur Aspekte der österreichische Nachkriegsgesellschaft widerspiegelt. Danach kann dann aufgezeigt werden, welche Formen der Gewalt in der Familie auftreten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einführung in die Gewaltproblematik in Familie und Erziehung

3. Gewalt in der Familie Witkowski

3.1 Soziokultureller Hintergrund: Herr Witkowski als Ex-Offizier und Alltagsfaschisten

3.2 Gewalt gegen die Ehefrau

3.3 Physische „Eltern-Kind-Gewalt“

3.4 Psychische „Eltern-Kind-Gewalt“: Die Schwarze Pädagogik

3.5. Gewalt der Kinder

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung familiärer Gewalt in Elfriede Jelineks Roman "Die Ausgesperrten", wobei der Fokus auf der Familie Witkowski liegt, um die Mechanismen der Gewaltreproduktion und deren Auswirkungen auf die nächste Generation im Kontext der österreichischen Nachkriegsgesellschaft zu analysieren.

  • Familiäre Gewaltstrukturen in der Nachkriegszeit
  • Die Rolle von Macht, Autoritarismus und Patriarchat
  • Erziehungsmethoden der „Schwarzen Pädagogik“
  • Auswirkungen elterlicher Gewalt auf das Verhalten der Kinder
  • Die Weitergabe von Gewalt über Generationen hinweg

Auszug aus dem Buch

3.1 Soziokultureller Hintergrund: Herr Witkowski als ehemaliger SS-Offizier und Alltagsfaschist

Es wurde bereits herausgestellt, dass die Familie nie für sich allein betrachtet, sondern immer auch der gesellschaftliche Einfluss in die Analyse familiärer Strukturen mit einfließen muss. Um die Gewaltverhältnisse in der Familie Witkowski zu verstehen, muss vor allem ein Blick auf den Vater geworfen werden, der in den Gewalttaten eine zentrale Rolle einnimmt. Alexandra Heberger macht in Ihrer Doktorarbeit deutlich, dass Jelineks dargestellte Vatergeneration sich zum großen Teil aus Teilnehmern des Zweiten Weltkriegs [rekrutiert], die die fehlende Auseinandersetzung mit der [...] österreichischen nationalsozialistischen Vergangenheit verkörpern.

In Die Ausgesperrten stellt die Vaterfigur einen ehemaligen SS-Offizier dar, der den Alltagsfaschismus des Kleinbürgertums verkörpern soll. Im Roman wird erwähnt, es gebe immer noch zahlreiche „unschuldige Täter“. Heberger betont, dieses Paradoxon sei eine Anspielung auf das fehlende Verantwortungsbewusstsein der Kriegsteilnehmer. Der ‚Nazi Mythos’ sei gesellschaftlich verdrängt worden, „Beteiligte und Mitläufer sahen sich selbst als Opfer der politischen Verhältnisse“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Gewaltproblematik des Romans ein, stellt die Familie Witkowski als Untersuchungsgegenstand vor und erläutert die methodische Vorgehensweise der Analyse.

2. Theoretische Einführung in die Gewaltproblematik in Familie und Erziehung: Das Kapitel definiert den Gewaltbegriff, grenzt verschiedene Gewaltformen ab und beleuchtet den Einfluss von Erziehung sowie gesellschaftlicher Prägung auf das familiäre Zusammenleben.

3. Gewalt in der Familie Witkowski: Dieses Hauptkapitel analysiert die spezifischen Gewaltstrukturen innerhalb der Romanfamilie unter Berücksichtigung des soziokulturellen Kontextes, verschiedener Gewaltformen und der psychologischen Folgen für die Kinder.

3.1 Soziokultureller Hintergrund: Herr Witkowski als ehemaliger SS-Offizier und Alltagsfaschisten: Die Rolle des Vaters wird als Resultat nationalsozialistischer Vergangenheit und autoritärer Strukturen untersucht, die sich im Alltagsfaschismus der Nachkriegszeit manifestieren.

3.2 Gewalt gegen die Ehefrau: Hier wird die physische und sexuelle Gewalt des Vaters gegenüber der Mutter analysiert, die als Ausdruck patriarchaler Machtausübung fungiert.

3.3 Physische „Eltern-Kind-Gewalt“: Dieser Abschnitt beleuchtet die vom Vater ausgehende direkte physische Gewalt und die Mechanismen, mit denen die Kinder auf diese Bedrohung reagieren.

3.4 Psychische „Eltern-Kind-Gewalt“: Die Schwarze Pädagogik: Das Kapitel untersucht die Anwendung repressiver Erziehungsmethoden zur Unterdrückung des kindlichen Willens und deren traumatische Folgen für die psychische Entwicklung.

3.5. Gewalt der Kinder: Dieser Teil betrachtet die Reproduktion des erlebten Gewalttraumas durch die Kinder, die selbst gewalttätige Verhaltensmuster entwickeln und gegen ihre Eltern richten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die Kritik des Romans an gesellschaftlichen Strukturen und der Gefahr der Gewaltreproduktion über Generationen hinweg.

Schlüsselwörter

Elfriede Jelinek, Die Ausgesperrten, familiäre Gewalt, Nachkriegsgesellschaft, Familie Witkowski, Schwarze Pädagogik, Patriarchat, Alltagsfaschismus, Gewaltreproduktion, Kindesmisshandlung, sexuelle Gewalt, Trauma, Erziehung, Täter-Opfer-Dynamik, Existentialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarische Darstellung von Gewalt innerhalb einer Familie in Elfriede Jelineks Roman "Die Ausgesperrten" und deren Verknüpfung mit gesellschaftlichen Bedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychischen und physischen Gewaltformen in der Familie, die Auswirkungen der Erziehung durch "Schwarze Pädagogik" sowie die Reproduktion familiärer Gewalt über Generationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das gewalttätige Verhalten der Eltern, geprägt durch eine nationalsozialistische Vergangenheit, die Kinder nachhaltig traumatisiert und sie dazu führt, diese Gewalt selbst weiterzugeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Analyse basiert auf einer Literaturanalyse, wobei der Roman unter Einbeziehung theoretischer Ansätze zur Gewaltforschung und Pädagogik, etwa von Alice Miller oder Günther Gugel, interpretiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine soziokulturelle Einordnung der Vaterfigur, eine Untersuchung der Gewalt gegen die Mutter, die Analyse physischer und psychischer Eltern-Kind-Gewalt sowie die abschließende Betrachtung der von den Kindern ausgeübten Gewalt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gewaltreproduktion, Schwarze Pädagogik, Patriarchat, Alltagsfaschismus und die kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Nachkriegsgeschichte.

Welche Rolle spielt die „Schwarze Pädagogik“ für die Entwicklung der Kinder Witkowski?

Sie wird als repressives Erziehungsmittel identifiziert, das durch Manipulation, Beschämung und Liebesentzug den Willen der Kinder bricht und maßgeblich zu deren gestörtem Selbstbild und ihrer späteren Gewaltbereitschaft beiträgt.

Inwiefern beeinflusst die Vergangenheit des Vaters das familiäre Klima?

Als ehemaliger SS-Offizier verkörpert der Vater autoritäre und patriarchale Strukturen, die er durch die Gewalt innerhalb der Familie kompensiert und so ein Klima der Unterdrückung schafft.

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Details

Title
Die literarische Inszenierung familiärer Gewalt in Elfriede Jelineks "Die Ausgesperrten". Mögliche Aspekte der österreichischen Nachkriegsgesellschaft
College
RWTH Aachen University
Grade
2,0
Author
Sophie Vogt (Author)
Publication Year
2019
Pages
20
Catalog Number
V484057
ISBN (eBook)
9783668966000
ISBN (Book)
9783668966017
Language
German
Tags
Sex Gewalt Patriarchat NZ-Zeit Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophie Vogt (Author), 2019, Die literarische Inszenierung familiärer Gewalt in Elfriede Jelineks "Die Ausgesperrten". Mögliche Aspekte der österreichischen Nachkriegsgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/484057
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