Die Arbeit ist in vier Kapitel gegliedert. Im Anschluss an die Einleitung wird im zweiten Kapitel eine Darstellung der begrifflichen Grundlagen gegeben. Hier werden die aus dem Thema abgeleiteten Begriffe erklärt.
Im dritten Kapitel wird die Unternehmensbewertung mit dem WACC-Ansatz untersucht. Zum besseren Verständnis der Erläuterungen durchzieht das dritte Kapital ein selbsterstelltes Praxisbeispiel, die Auto AG. Als elementare Grundlage werden zunächst der theoretische, fundamentale Aufbau und das Vorgehen des Ansatzes erörtert. Im Anschluss daran werden die einzelnen Bestandteile der Grundformel dargestellt und analysiert. Diesbezüglich wird in Kapitel 3.2 auf die Herleitung des Free Cash Flows eingegangen. Es wird gezeigt, wie zukünftige generierte Free Cash Flows ermittelt und auf ihre Plausibilität hin überprüft werden. In Kapitel 3.3 schließt die Bestimmung der unternehmensspezifischen Kapitalkosten an. Ihre Anwendung wird dabei sowohl in einem einfachen Steuerfall als auch im deutschen Steuersystem unter Berücksichtigung von Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag betrachtet. Nach der Erörterung der Fremdkapitalkosten in Kapitel 3.3.1 und deren Herleitungsmöglichkeiten, befasst sich das Kapitel 3.3.2 mit der Bestimmung der Eigenkapitalkosten. Die Diskussion über die Kalkulierung eines adäquaten Eigenkapitalkostensatzes befasst sich schwerpunktmäßig mit der Verwendbarkeit eines am CAPM ausgerichteten Kapitalkostensatzes. Dazu wird das Modell in Kapitel 3.3.3 dargestellt und die Komponenten der Formel dargelegt. Nach der Komplettierung aller Bestandteile der Grundformel des WACC-Ansatzes, zeigt das Kapitel 3.4 die Berechnung des Unternehmensgesamtwertes und leitet daraus die Ermittlung des Eigenkapitalmarktwertes (den Übernahmepreis) ab. Eine kritische Würdigung des WACC-Ansatzes unter Verwendung des CAPM und ihrer Prämissen schließt das Kapitel.
Die Arbeit endet mit einer Quintessenz über die praktische Verwendbarkeit des WACC-Ansatzes und mit dem Versuch einer Prognose zukünftiger Aktivitäten im Bereich der Unternehmensbewertung.
Im Anhang werden eine Übersicht über die gebräuchlichsten Unternehmensmethoden, eine graphische Darstellung des WACC-Ansatzes und eine Aufzählung geeigneter Finanzkennzahlen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Eingrenzung des Bearbeitungsfeldes
1.3 Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Abgrenzungen
3. Der Weighted Average Cost of Capital Ansatz
3.1 Erläuterung des Ansatzes
3.2 Ermittlung der Free Cash Flows
3.3 Bestimmung der Kapitalkosten
3.3.1 Fremdkapitalkostensatz
3.3.2 Eigenkapitalkostensatz
3.3.3 Das Capital Asset Pricing Model
3.4 Berechnung des Unternehmenswertes
3.5 Kritik
4. Fazit/ Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, eine grundlegende Darstellung des WACC-Ansatzes (Weighted Average Cost of Capital) unter Verwendung des Capital Asset Pricing Model (CAPM) zur Unternehmensbewertung im Kontext von M & A-Transaktionen zu liefern, das Verfahren zu analysieren und kritisch hinsichtlich seiner praktischen Anwendbarkeit zu hinterfragen.
- Grundlagen und Definitionen der Unternehmensbewertung bei Fusionen und Akquisitionen.
- Detaillierte Analyse des WACC-Ansatzes als Entity-Methode der DCF-Bewertung.
- Methodik zur Ermittlung zukünftiger Free Cash Flows und deren Prognoseprozess.
- Bestimmung der Kapitalkosten unter Berücksichtigung von Fremd- und Eigenkapitalkostensätzen sowie Steuereffekten.
- Kritische Würdigung der Prämissen des CAPM und der praktischen Anwendung des WACC-Verfahrens.
Auszug aus dem Buch
3.1 Erläuterung des Ansatzes
Der WACC-Ansatz (Entity-Methode) ist eine Unternehmensbewertungsart der DCF-Methode. Dieser Ansatz geht davon aus, dass sich der gegenwärtige Gesamtwert einer Unternehmung aus den zukünftigen generierten Cash Flows zusammensetzt. Um den gegenwärtigen Wert der Cash Flows zu errechnen, werden diese mit einem gewichteten Kapitalkostensatz abgezinst. Wird der Marktwert des Fremdkapitals vom errechneten Gesamtwert abgezogen, ergibt sich der Marktwert des Eigenkapitals, welcher auch als Shareholder Value bezeichnet wird.
Der WACC-Ansatz geht von der Prämisse aus, dass sowohl die Eigen- als auch die Fremdkapitalgeber für ihre angefallenen Opportunitätskosten eine monetäre Entschädigung erwarten.
Im ersten Bewertungsschritt wird der Marktwert des Gesamtkapitals mit Hilfe von diskontierten Cash Flows bestimmt, von dem im zweiten Schritt der Marktwert des Fremdkapitals abgezogen wird.
Eine Unternehmensbewertung auf Grundlage einer aufgebauten DCF-Methode erfordert eine ausführliche Cash-Flow-Ermittlung und -Planung. Prinzipiell existieren Freiheitsgrade bei der Definition des Cash Flows. Die Auswahl der Cash-Flow-Berechnung hat Einfluss auf den Wert der ermittelten Diskontierungsrate, was sich auf die Berechnung des ganzen Unternehmensgesamtwertes auswirkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von M & A-Transaktionen, die häufigen Misserfolgsquoten bei Übernahmen und die zentrale Rolle einer korrekten Unternehmensbewertung.
2. Begriffliche Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie M & A, Fusion, Akquisition sowie der Bewertungsbegriff definiert.
3. Der Weighted Average Cost of Capital Ansatz: Das Hauptkapitel erläutert theoretisch und praxisnah den WACC-Ansatz, die Herleitung der Free Cash Flows, die Bestimmung der Kapitalkosten mittels CAPM sowie die finale Unternehmenswertermittlung.
4. Fazit/ Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz des WACC-Ansatzes zusammen, reflektiert die Schwachstellen in der praktischen Anwendung und betont die Notwendigkeit weiterführender Forschung.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, M & A-Transaktionen, WACC-Ansatz, DCF-Methode, Free Cash Flow, Kapitalkosten, Capital Asset Pricing Model, Eigenkapitalkostensatz, Fremdkapitalkostensatz, Betafaktor, Marktrisikoprämie, Unternehmenswert, Synergien, Übernahmepreis, Finanzmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Unternehmensbewertung als wesentlicher Grundlage für erfolgreich durchgeführte M & A-Transaktionen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung des WACC-Ansatzes, die Prognose von Free Cash Flows und die Bestimmung von Kapitalkosten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine grundlegende Darstellung des WACC-Ansatzes unter Verwendung des CAPM sowie eine kritische Hinterfragung seiner praktischen Anwendbarkeit.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine praxisorientierte Analyse unter Einbeziehung eines durchgehenden Fallbeispiels (Auto AG) sowie eine Literaturrecherche zu den DCF-Methoden verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Ermittlung von Free Cash Flows, die Berechnung der Kapitalkosten (Eigen- und Fremdkapital) und die Herleitung des Unternehmensgesamtwerts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, WACC, DCF, M & A, CAPM und Kapitalkosten charakterisiert.
Warum wird im WACC-Ansatz ein gewichteter Kapitalkostensatz verwendet?
Der gewichtete Kapitalkostensatz wird verwendet, um die steuerliche Ungleichbehandlung von Fremd- und Eigenkapital zu berücksichtigen und die Opportunitätskosten beider Kapitalgeber abzubilden.
Welche Rolle spielt das Beta-Modell (CAPM) in dieser Bewertung?
Das CAPM dient der Ermittlung eines risikogerechten Eigenkapitalkostensatzes, indem das systematische Risiko der Unternehmung im Verhältnis zum Gesamtmarkt abgebildet wird.
Warum stellt die Prognose der Free Cash Flows eine Herausforderung dar?
Da zukünftige Zahlungsströme auf Schätzungen basieren, unterliegen sie aufgrund der Globalisierung und technologischer Veränderungen Unsicherheiten, die bei Fehlkalkulationen zu überhöhten Kaufpreisen führen können.
- Arbeit zitieren
- Stefan Bode (Autor:in), 2005, Unternehmensbewertung auf Basis von M&A-Transaktionen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/48215