Beim vorliegenden Experiment handelt es sich Experiment über Club-Güter. Das Experiment soll testen, wie viel Leute zu einem Clubgut beizutragen bereit sind und wie viel Sie, wenn das Club-Gut zustande kommt, also wenn genug Geld im gemeinsamen Topf gelandet ist, aus dem gemeinsam erworbenen Gut wieder zurückfordern. Das Experiment wurde einmal mit lauter gleichgestellten (alle bekamen dieselbe Grundausstattung) und einmal mit verschieden gestellten (die Experimentteilnehmer bekamen unterschiedliche Grundausstattungen) Mitgliedern eines Clubs durchgeführt.
Die erste Gruppe, bei der alle gleich gestellt waren, nennen wir in der Folge die Homogene, die zweite , bei der verschiedene Grundausstattungen verteilt wurden, die Heterogene.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Auswertung der Experiment Daten
3. Literaturverzeichnis
4. Anhang
4.1 Daten
4.2 Das heterogene Treatment
4.3 Das homogene Treatment
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Proseminararbeit untersucht das ökonomische Entscheidungsverhalten in einem Club-Güter-Experiment, um zu ermitteln, inwieweit unterschiedliche Grundausstattungen der Teilnehmer die Bereitschaft zu Einzahlungen in einen gemeinsamen Topf und das anschließende Forderungsverhalten beeinflussen.
- Vergleich von homogenen und heterogenen Treatments
- Analyse der Einzahlungsbereitschaft in Gemeinschaftsgüter
- Untersuchung des Forderungsverhaltens bei erfolgreicher Topf-Aufstockung
- Statistische Auswertung mittels Mann-Whitney-U-Test und Chi²-Test
- Betrachtung von individuellem versus aggregiertem Verhalten
Auszug aus dem Buch
Homogenes Treatment
Beim homogenen Treatment erhält jeder der Teilnehmer eine Grundausstattung von 7€. Jeder muss dann entscheiden, wie viel er von seinen 7€ zum Club-Gut beisteuern will.
Heterogenes Treatment
Beim heterogenen Treatment erhält, im Gegensatz zum homogenen, nicht jeder Teilnehmer die gleiche Grundausstattung. Hier sind die Personen in jeder Gruppe in arm, mittel und reich unterteilt. Der Arme bekommt 3€, der Mittlere 7€ und der Reiche € Grundausstattung.
Die Grundausstattung wird in jeder Runde zufällig zugelost.
Folgendes gilt wieder gleichermaßen für die beiden verschiedenen Treatments. Wenn die Summe der Einzahlungen größer oder gleich 14€ ist, wird der gemeinsame Topf auf 28€ aufgestockt und jeder der Teilnehmer darf entscheiden, wie viel er aus dem gemeinsamen Topf für sich fordern möchte.
Ist die Summe der Einzahlungen kleiner als 14€ dürfen keine Forderungen gestellt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert das experimentelle Design, die Unterscheidung zwischen homogenen und heterogenen Treatments sowie die grundlegenden Spielregeln des Club-Güter-Experiments.
Auswertung der Experiment Daten: Hier werden die gesammelten Spieldaten grafisch aufbereitet und statistisch analysiert, um signifikante Unterschiede in den Beiträgen zwischen den verschiedenen Gruppen zu identifizieren.
Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Quellen und statistischen Lehrbücher auf, die zur Analyse der Daten herangezogen wurden.
Anhang: Der Anhang enthält die vollständigen Rohdaten des Experiments sowie die detaillierten Instruktionsblätter, die den Teilnehmern für das heterogene und homogene Treatment ausgehändigt wurden.
Schlüsselwörter
Club-Güter, Experiment, Grundausstattung, Homogenes Treatment, Heterogenes Treatment, Einzahlungsverhalten, Forderungsverhalten, Mann-Whitney-U-Test, Chi²-Test, Ökonomisches Entscheidungsverhalten, Spieltheorie, Gruppendynamik, Gemeinschaftsgut, statistische Signifikanz, Raiffeisen Landesbank.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das ökonomische Entscheidungsverhalten von Teilnehmern in einem Club-Güter-Experiment, bei dem Geld in einen gemeinsamen Topf eingezahlt und unter bestimmten Bedingungen wieder gefordert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind der Vergleich zwischen einer Gruppe mit gleichen Voraussetzungen (homogen) und einer Gruppe mit ungleichen Voraussetzungen (heterogen) hinsichtlich ihrer Einzahlungs- und Forderungsbereitschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel besteht darin, durch statistische Auswertungen zu prüfen, ob die Höhe der individuellen Grundausstattung einen signifikanten Einfluss auf die kollektive Kooperationsbereitschaft im Club-Güter-Spiel hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?
Die empirische Untersuchung nutzt experimentelle Daten, die mit ztree programmiert wurden, und wendet statistische Testverfahren wie den Mann-Whitney-U-Test sowie den Chi²-Test zur Signifikanzprüfung an.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil präsentiert die Auswertung der durchschnittlichen Beiträge pro Runde, den Vergleich der Mindestbeitragsniveaus und eine detaillierte Analyse der Forderungen nach den verschiedenen Typen (arm, mittel, reich) im heterogenen Treatment.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Club-Güter, heterogene versus homogene Treatments, Gruppeneinteilung, Grundausstattung, statistische Signifikanz und ökonomisches Entscheidungsverhalten.
Warum wird im heterogenen Treatment zwischen armen, mittleren und reichen Teilnehmern unterschieden?
Die Unterteilung dient dazu, zu untersuchen, ob die unterschiedliche finanzielle Kapazität der Teilnehmer deren individuelles Einzahlungs- und Forderungsverhalten in einer Gruppe systematisch beeinflusst.
Welche Rolle spielt die Anonymität im Versuchsaufbau?
Die Anonymität stellt sicher, dass die Teilnehmer keine sozialen Sanktionen fürchten oder strategische Vorteile durch persönliche Beziehungen erwarten, um das ökonomische Entscheidungsverhalten unverfälscht zu erfassen.
Warum wird nur eine der fünf Runden am Ende ausbezahlt?
Dies soll den Anreiz maximieren, in jeder Runde so zu agieren, als ob sie die tatsächliche Auszahlungsrunde wäre, da die Teilnehmer vorab nicht wissen, welche Runde zufällig vom Computer für die Bezahlung ausgewählt wird.
- Arbeit zitieren
- C. H. Knopf (Autor:in), 2003, Auswertung eines Datensatzes zum Club-Güter-Experiment, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/48106