Diese Hausarbeit untersucht die Situation der türkischen Migranten in Deutschland in Bezug auf Integration und Bildungsstand. Dabei wird analysiert, aus welchen Gründen Kinder der zweiten und dritten Generationen teilweise wenig in die deutsche Gesellschaft integriert sind, obwohl sie in Deutschland aufwachsen. Zudem stellt sich die Frage, warum Kinder türkischstämmiger Eltern oft Verdiener der untersten Gehaltsklasse sind.
Um dies zu untersuchen, gibt die Arbeit zunächst einen Überblick darüber, wie es überhaupt zu der Immigration der Türken nach Deutschland kam. Im Anschluss ist es wichtig herauszufinden, ob es überhaupt eine Integrationspolitik hinsichtlich der neu Zugewanderten Bevölkerung gab oder die Türken sich lediglich der Integrationspolitik entzogen haben und wie dies mit der Bildungspolitik zusammenhing. Zudem sollte ebenso untersucht werden, wie die deutsche Gesellschaft diese Gruppe überhaupt aufgenommen hat. Im Anschluss werden dann einige Spracherwerbstheorien thematisiert, da der Spracherwerb grundlegend ist für eine erfolgreiche Integration.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Ausgangssituation
3. Integrationspolitik - JA oder NEIN ?
5. Fazit
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
7. Anhang
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Gründe für die mangelnde Integration und den Bildungserfolg von Nachkommen türkischer Arbeitsmigranten in Deutschland, indem sie historische Anwerbeprozesse, politische Integrationskonzepte der 1970er und 1980er Jahre sowie soziolinguistische Faktoren analysiert.
- Historische Aufarbeitung der Gastarbeiteranwerbung ab 1961
- Analyse politischer Diskurse und Einstellungen gegenüber türkischen Migranten
- Untersuchung von Integrationsmaßnahmen und deren Umsetzung in Bildungseinrichtungen
- Rolle des Spracherwerbs und soziokultureller Einflussfaktoren auf den Bildungserfolg
- Reflexion über das Scheitern formulierter Integrationsansätze der Vergangenheit
Auszug aus dem Buch
3. Integrationspolitik - JA oder NEIN ?
In den Jahren nach der Einwanderung der sogenannten „Gastarbeiter“, kam es oft zu Ausgrenzung und Diskriminierungen der Türken. Der Spiegel druckte im Jahre 1973 den Artikel mit der Schlagzeile : „Die Türken kommen - rette sich, wer kann“. In dem Artikel geht es darum, dass :
„Städte wie Berlin, München oder Frankfurt können die Invasion kaum noch bewältigen: Es entstehen Gettos, und schon prophezeien Soziologen Städteverfall, Kriminalität und soziale Verelendung wie in Harlem.“
In dem Artikel geht es um verschiedene ethnische Herkunftsgruppen, aber der Titel berichtet nur von den Türken. Dies beweist schon, dass viele Deutsche Bürger Vorurteile gegen die Türkische Bevölkerung haben, obwohl die Situation von der in dem Artikel die Rede ist, von verschiedenen Gruppen ausgelöst wird. Diese Ansicht zieht sich durch die Artikel der 70er und 80er Jahre.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der Aufenthaltsdauer der türkischstämmigen Bevölkerung und ihrer tatsächlichen Integration sowie dem Bildungserfolg in Deutschland.
2. Die Ausgangssituation: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei sowie die sozioökonomischen Bedingungen der frühen Gastarbeitergeneration.
3. Integrationspolitik - JA oder NEIN ?: Hier werden politische Diskurse, diskriminierende Tendenzen in der Gesellschaft und erste offizielle Integrationsversuche der CDU/CSU-Fraktion kritisch hinterfragt.
5. Fazit: Das Fazit fasst das Scheitern der Integrationspolitik aufgrund struktureller Probleme, Bildungsdefizite und gesellschaftlicher Vorurteile zusammen.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur, Studien und Archivdokumente.
7. Anhang: Enthält statistische Auswertungen und Abbildungen, die den sozioökonomischen Status und die Bildungsniveaus der untersuchten Bevölkerungsgruppen belegen.
Schlüsselwörter
Gastarbeiter, türkische Bevölkerung, Integrationspolitik, Bildungserfolg, Migration, Anwerbeabkommen, Spracherwerb, soziale Interaktion, Diskriminierung, Bildungsnotstand, Identität, Zweitsprachenerwerb, Akkulturationshypothese, Deutschland, 20. Jahrhundert
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Integrationspolitik Deutschlands gegenüber türkischen Arbeitsmigranten und deren Nachkommen bis in die 2000er Jahre und untersucht, warum Bildungserfolge oft ausblieben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte der Gastarbeiteranwerbung, der Einfluss politischer Einstellungen auf die Integration sowie soziolinguistische Aspekte des Zweitsprachenerwerbs.
Welche zentrale Forschungsfrage verfolgt das Dokument?
Die Arbeit fragt danach, worin begründet liegt, dass Kinder der zweiten und dritten Generation türkischer Einwanderer trotz ihres Aufwachsens in Deutschland häufig nicht in die Gesellschaft und das Bildungssystem integriert sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?
Es handelt sich um eine Literatur- und Diskursanalyse, die politische Dokumente, Medienberichte und soziologische Studien auswertet.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Genese der Arbeitsmigration, politischen Stellungnahmen zur Integration sowie theoretischen Konzepten zum Spracherwerb und deren praktischer Anwendung.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Migration, Integrationspolitik, Bildungsnotstand, Gastarbeiter, Zweitsprachenerwerb und gesellschaftliche Diskriminierung.
Welche Rolle spielten die "Ghettos" und die Wohnsituation für die Integration?
Das Dokument erläutert, dass die räumliche Konzentration in Vierteln mit Gleichgesinnten den Kontakt zur Zielsprachenumgebung reduzierte, was den Spracherwerb behinderte und die Integration erschwerte.
Welche Rolle spielt die Motivation beim Zweitsprachenerwerb laut der Arbeit?
Die Arbeit betont, dass neben kognitiven Faktoren vor allem soziale Faktoren und die Wertschätzung durch die Zielsprachengesellschaft entscheidend für die Motivation und den Erfolg beim Sprachenlernen sind.
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- Ferihan Cemre Terzioglu (Author), 2018, Die Situation der türkischen Bevölkerungsschicht in Deutschland. Eine Analyse der Integrationspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/477605