In der vorliegenden Ausarbeitung der Lehrprobe zum Thema „Ablaufen -Sprintstart in der Leichtathletik“, wird eine mit Sportstudenten durchgeführte exemplarische Stunde dargestellt, die sich in zwei Abschnitte gliedert, welche nachfolgend beschrieben werden.
Im ersten Teil der Stunde, der für Schüler der Sekundarstufe I konzipiert ist, liegt der Schwerpunkt auf dem Sammeln von Bewegungserfahrungen. Dazu wurden alle Bewegungsaufgaben in eine Geschichte eingebunden um ein spielerisches und erlebnisbetontes Lernen zu ermöglichen. Darin sind Aufgaben zu Startimpulsgebung, Reaktion, Loslaufen / Starten enthalten, die auf eine ganzheitliche Schulung der Bewegung abzielen.
Der zweite Teil der Lehrprobe umfasst ein disziplinspezifisches Techniktraining, wie es im Jugend- und Leistungstraining und mit Schülern der Sekundarstufe II zur Anwendung kommen kann. Das gezielte Erlernen der Tiefstarttechnik erfolgt auf deduktive Weise und wird mit Hilfe einer sukzessiven aufeinander aufbauenden Übungsreihe angesteuert. Über die Etappen Fallstart, Hochstart und Kauerstart gelangen wir schließlich zum Tiefstart, der im Sinne der Erleichterungsstrategie „Programmverkürzung“ in seine Einzelteile zerlegt und schrittweise zusammengebaut wird.
Die erlernte Technik soll abschließend in einem Spiel gegen einen Partner Anwendung finden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Thema der Stunde
3 Sachanalyse – Technikanalyse des Tiefstarts
4 Didaktische Überlegungen
4.1 Rahmenbedingungen / Materialien
4.2 Zielgruppenanalyse
4.3 Lernziele
4.3.1 Motorische Lernziele
4.3.2 Kognitive Lernziele
4.3.4 Affektive Lernziele
5 Methodische Überlegungen
5.1 Lehrmethoden
5.2 Motivation
5.3 Methodische Maßnahmen
5.4 Organisation
6 Beschreibung der Unterrichtsteile
6.1 Teil I – Sammeln von Bewegungserfahrungen
6.2 Teil II – Techniktraining
7 Tabellarischer Stundenverlauf
8 Reflexion der Lehrprobe
9 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Ausarbeitung dient der didaktischen Darstellung einer exemplarischen Sportstunde, die den Sprintstart in der Leichtathletik behandelt. Das Ziel ist es, durch die Kombination zweier unterschiedlicher Unterrichtskonzepte – einem offenen, spielerischen Ansatz zur Förderung von Bewegungserfahrungen und einem geschlossenen, technikorientierten Ansatz zur Vermittlung der Tiefstarttechnik – ein umfassendes Verständnis für diese Disziplin zu vermitteln und die Schüler motiviert an die sportliche Zielbewegung heranzuführen.
- Vergleich und Anwendung von offenem vs. geschlossenem Unterrichtskonzept
- Spielerische Einführung in Reaktion und Starts durch narrative Einbettung
- Systematische Technikanalyse und Vermittlung des Tiefstarts
- Methodische Prinzipien wie „Vom Leichten zum Schweren“ und „Programmverkürzung“
- Praktische Reflexion und Optimierung des Lehrprobenentwurfs
Auszug aus dem Buch
5.2 Motivation
Um die Schüler für das Thema „Ablaufen –Sprintstart in der Leichtathletik“ zu motivieren haben wir die Spielformen im offenen Unterrichtsteil in eine kleine Geschichte eingebettet. Hierzu werden die Schüler in zwei gleichstarke Mannschaften eingeteilt, indem sich immer zwei Schüler gleicher Konstitution zusammenfinden, von denen sich einer in die eine und einer in die andere Mannschaft begibt.
Die Geschichte handelt nun vom ewigen Streit der Hüter des Lichts (Team 1) und der Krieger der Finsternis (Team 2) um die alleinige Vorherrschaft am Himmelszelt. Da sie es satt haben sich den Himmel teilen zu müssen (das ist übrigens der Grund für den stetigen Wechsel von Tag und Nacht) und vom vielen Streiten müde sind, sehnen sich beide nach einer Entscheidung. In ihrer Not flehen die Hüter des Lichts und die Krieger der Finsternis ihre jeweiligen Götter „Solitari“ (Trainer 1) und „Lunitari“ (Trainer 2) an, mit der Bitte den Streit zu schlichten. Diese beschließen daraufhin die beiden Gruppen zu einem letzten und alles entscheidenden Wettkampf um die Oberhand am Himmelszelt zu sich in die Götterwelt einzuladen. Das Portal in die Götterwelt (eine von den Trainern geschwungene Zauberschnur) öffnet sich und der Wettstreit beginnt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt das zweigliedrige Stundenkonzept vor, das sich in einen spielorientierten Teil für die Sekundarstufe I und einen technikorientierten Teil für die Sekundarstufe II gliedert.
2 Thema der Stunde: Benennt kurz und präzise den Inhalt der Lehrprobe.
3 Sachanalyse – Technikanalyse des Tiefstarts: Dieses Kapitel erläutert physikalische und biomechanische Merkmale der Tiefstarttechnik, inklusive der Phasen Vorbereitung, Startaktion und Beschleunigung.
4 Didaktische Überlegungen: Behandelt die Rahmenbedingungen, die Analyse der Zielgruppe sowie die Festlegung von motorischen, kognitiven und affektiven Lernzielen.
5 Methodische Überlegungen: Diskutiert die gewählten Lehrkonzepte, Motivationsstrategien durch narrative Ansätze sowie spezifische methodische Organisationsformen.
6 Beschreibung der Unterrichtsteile: Detailreiche Darstellung der praktischen Übungsfolgen, unterteilt in das spielerische Sammeln von Bewegungserfahrungen und das systematische Techniktraining.
7 Tabellarischer Stundenverlauf: Übersichtliche tabellarische Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Stunde mit zugehörigen Inhalten, Organisationsformen und Zielen.
8 Reflexion der Lehrprobe: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem durchgeführten Konzept, bei der Schwachstellen identifiziert und Verbesserungsvorschläge für künftige Lehrproben abgeleitet werden.
9 Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die gewählten Konzepte und deren Eignung für unterschiedliche Altersstufen im Leichtathletikunterricht.
Schlüsselwörter
Leichtathletik, Sprintstart, Tiefstart, Lehrprobe, Sportunterricht, Bewegungserfahrung, Techniktraining, Methodik, Didaktik, Lernziele, Startblock, Sprint, Motivation, Unterrichtsgestaltung, Sportstudenten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine exemplarische Lehrprobe zum Thema „Ablaufen – Sprintstart in der Leichtathletik“, die für Sportstudenten durchgeführt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die biomechanische Analyse des Tiefstarts, die didaktische Planung und die methodische Umsetzung in zwei unterschiedlichen Unterrichtskonzepten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Sprintstart sowohl durch einen offenen, spielerischen Zugang als auch durch eine geschlossene, technikorientierte Übungsreihe erlernbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodische Prinzipien wie „Vom Leichten zum Schweren“ sowie die „Programmverkürzung“ und das „Variationslernen“ angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Technik, die didaktische Planung, die detaillierte Beschreibung der Unterrichtsteile sowie eine kritische Reflexion des Geleisteten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Leichtathletik, Tiefstart, Sprint, methodische Prinzipien, Unterrichtsplanung und Bewegungserfahrungen.
Wie wurde die Motivation der Schüler gesteigert?
Durch die Einbettung der Bewegungsaufgaben in eine fiktive Geschichte um „Hüter des Lichts“ und „Krieger der Finsternis“ wurde der Aufforderungscharakter deutlich erhöht.
Welche Rolle spielt das Kontrastlernen?
Kontrastlernen dient dazu, dass Schüler durch das Ausprobieren von Extrempositionen selbst die optimale Technik für den Start herausfiltern.
Was ist die Schlussfolgerung aus der Reflexion?
Die Autoren stellen fest, dass Erklärungen während anstrengender Positionen vermieden werden sollten und dass das Ergebnis durch zu frühe Vorgaben der Technik nicht vorweggenommen werden darf.
- Arbeit zitieren
- Christian Klaas (Autor:in), Markus Eppelmann (Autor:in), 2005, Ablaufen-Sprintstart in der Leichtahletik - Lehrprobe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/47529