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Die Mystik der Kabbala und ihre Ausprägung in der Frühen Neuzeit

Title: Die Mystik der Kabbala und ihre Ausprägung in der Frühen Neuzeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Büter (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Kabbala, Kabbalistik, Mystik, Ursprung, Hermetismus, Gnosis, Alchemie, christliche Kabbala, Pico de la Mirandola, Johannes Reuchlin, Jakob Böhme. -

Um einen Einblick in die kabbalistischen Gedankengänge der hier untersuchten spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Mystiker und Philosophen annähernd nachvollziehen zu können, ist es zunächst notwendig, einen Überblick über den mythologischen Ursprung und den frühen Verbreitungsweg der Kabbala in Europa zu erhalten. Die dabei grundlegenden urreligiösen Ursprünge aus dem ägyptisch-orientalischen Kulturraum sind hierbei die elementare Basis der Mythen, welche u.a. zur Herausbildung der jüdischen Geheimlehre führten. In Anbetracht der Komplexität dieses Themengebietes und des für den Inhalt des Seminars relevanten Zeitraums des mittelalterlich-neuzeitlichen Übergangs, kann dieser frühgeschichtliche Bereich jedoch nur zum besseren Verständnis späterer Vorgänge angeschnitten werden. Dem methodischen Vorgehen dieser Arbeit liegt zunächst ein begriffsgeschichtlicher Ansatz zugrunde. Bezüglich der zeitlichen Eingrenzung des bearbeiteten Bereiches erstreckt sich der Zeitraum, aus klärendem Anlaß und an Beispielen rückblickend, bis in die erwähnte kulturell-religiöse Frühgeschichte. Der Untersuchungsschwerpunkt liegt jedoch auf dem Bereich der christlich-europäischen Kabbala und in diesem Zusammenhang auf der (früh-)neuzeitlichen Form ihrer Ausdeutung. Anhand des Lebens und der Werke von Pico de la Mirandola, Johannes Reuchlin und Jakob Böhme werden beispielhaft deren Bezüge auf die kabbalistische Grundidee dargestellt. Ihre individuellen und z.T. auch aufeinander aufbauenden gedanklichen Weiterentwicklungen werden auf Grundlage der christlichen Lehre und des damit eng verbundenen politischen Umfeldes betrachtet. Das philosophische Werk Jakob Böhmes bildet hierbei sowohl den inhaltlichen Vertiefungsscherpunkt, als auch den zeitlichen Abschluß dieser Arbeit. Die thematische Untersuchung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Bereiche wie Hermetismus, Gnosis oder Alchemie, die in diesem Zusammenhang starke Berührungspunkte mit der Kabbala haben bzw. sich gegenseitig bedingen, können nicht oder nur in Ansätzen erklärend ausgeführt werden. Dies gilt ebenso für die Zahl der hier nicht genannten bedeutenden Kabbalisten und Mystiker.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Kabbala“

Begriffliche Herleitung

Provencalische Schule

3. Inhaltlicher Aufbau und Systematik der Kabbala

Emanationslehre

Mikro-/ Makrokosmos

Das Energiesystem der Sephirot

3.1. Theoretische und praktische Kabbala

Mercava und Mithras

Entwicklung von Religionsmythen

3.2. Die kabbalistische Wortmagie

Verbindung zwischen körperlicher und geistiger Welt

Logoslehre

Der Name Gottes

3.3. Philosophische Grundlagen der Kabbalistik

Theosophie

Neuplatonismus

Pantheismus

4. Die christliche Ausdeutung der Kabbala

Abgrenzungsgründe

Vertreibung der Juden aus Spanien – 1492

Die Katharer-Bewegung

4.1. Pico de la Mirandola

Das Ziel des religiösen Synkretismus

Picos Kenntnis der alt-orientalischen Schriften

Die kabbalistischen Quellen

4.2. Johannes Reuchlin

Reuchlins Einführung in die Kabbala

Lehre des „wunderbaren Wortes“

Reuchlins Gegner

Entwicklung eines mystischen Volksbewußtseins

4.3. Jakob Böhme

Der ungewöhnliche Werdegang

Kosmosophie / spirituelle Wahrnehmung

Böhmes Gegner

Politische Verflechtungen

Das philosophische System der Gegensätze

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Verbreitung der Kabbala im mittelalterlich-neuzeitlichen Übergang, mit einem Fokus auf deren Rezeption durch christliche Mystiker und Philosophen, um die Verbindung zwischen jüdischen Geheimlehren und christlichem Gedankengut zu ergründen.

  • Mythologische Ursprünge und Emanationslehre der Kabbala
  • Die kabbalistische Wortmagie und ihre philosophischen Fundamente
  • Die christliche Adaption kabbalistischer Konzepte
  • Fallstudien: Pico de la Mirandola, Johannes Reuchlin und Jakob Böhme
  • Einfluss der Kabbala auf das frühneuzeitliche Menschenbild und die Philosophie

Auszug aus dem Buch

3.2. Die kabbalistische Wortmagie

Nach der Ansicht der Kabbalisten schließt sich die Idee der praktischen Kabbala in dem genannten Zusammenhang der allgemeinen Theorie der Magie an. Wie diese lehre die Kabbala die Einheit von Symbol und Idee in der Natur, im Menschen und im Universum. Mit Hilfe von Symbolen Einfluß zu nehmen, bedeute demnach die Möglichkeit, auf die rein geistigen Wesen Einfluß nehmen zu können, was letztlich das Grundprinzip aller mystischen Beschwörung sei.

Wörter und Namen haben in diesem Zusammenhang eine herausragende Bedeutung. Nach der Lehre des „Sohar“ enthalte jedes Wort einen tieferen Sinn und ein verborgenes Mysterium. Worte stellen demnach die Verbindung zwischen der körperlichen und geistigen Welt her. Zur diesbezüglichen Auslegung der Worte der Schrift auf der Basis der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets und der zehn Zahlen entwickelten sich eigene Forschungsrichtungen mit unterschiedlichen Interpretationsansätzen. Die „Gematria“, war die Kunst mit Hilfe von festgelegten Zahlenwerten der einzelnen Buchstaben den verborgenen Sinn der Texte auf mathematischem Wege zu entschlüsseln. Die Bildung neuer Worte aus den Anfangs- und Endbuchstaben wurde „Notarikon“ genannt und „Themurah“ basierte schließlich auf der Versetzung von Buchstaben innerhalb eines Wortes, um dadurch ein neues zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kabbala ein und skizziert das methodische Vorgehen sowie die Untersuchungsschwerpunkte anhand ausgewählter Denker.

2. Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Kabbala“: Dieses Kapitel erläutert den etymologischen Ursprung des Begriffs Kabbala und ordnet seine Entwicklung von einer allgemeinen Tradition hin zu einer esoterischen jüdischen Mystik ein.

3. Inhaltlicher Aufbau und Systematik der Kabbala: Hier werden die zentralen kabbalistischen Lehren wie die Emanation, das Mikro-Makrokosmos-Modell und das System der Sephirot dargelegt.

3.1. Theoretische und praktische Kabbala: Dieses Unterkapitel differenziert zwischen der theoretischen Metaphysik und den praktischen rituellen Aspekten der kabbalistischen Geheimlehre.

3.2. Die kabbalistische Wortmagie: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung von Symbolik und Sprache in der Kabbala, insbesondere wie durch Buchstabenkombinationen Einfluss auf die geistige Welt genommen werden kann.

3.3. Philosophische Grundlagen der Kabbalistik: Hier werden die theosophischen und neuplatonischen Wurzeln der Kabbala untersucht, die eine Brücke zur allgemeinen Philosophie schlagen.

4. Die christliche Ausdeutung der Kabbala: Dieses Kapitel analysiert, wie ab dem 15. Jahrhundert christliche Gelehrte kabbalistische Methoden nutzten, um ihr eigenes theologisches System zu untermauern.

4.1. Pico de la Mirandola: Dieser Abschnitt beleuchtet Picos Rolle als Begründer eines christlichen Neuplatonismus und seine Versuche, christliche Dogmen kabbalistisch zu interpretieren.

4.2. Johannes Reuchlin: Hier wird Reuchlins Beitrag zur christlichen Hebraistik und seine Überzeugung von der Nützlichkeit der Kabbala für den christlichen Glauben beschrieben.

4.3. Jakob Böhme: Dieses Kapitel porträtiert Jakob Böhme, dessen philosophisches Werk Naturmystik, Kabbala und christliche Vorstellungen zu einer eigenen Kosmosophie vereint.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Entwicklung der Kabbala von der elitären jüdischen Geheimlehre zur christlichen Rezeption und unterstreicht deren nachhaltigen Einfluss auf die Philosophie.

Schlüsselwörter

Kabbala, Mystik, Emanationslehre, Sephirot, Wortmagie, christliche Kabbala, Pico de la Mirandola, Johannes Reuchlin, Jakob Böhme, Neuplatonismus, Theosophie, Kosmosophie, Magie, Mittelalter, Frühe Neuzeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte, Lehren und Verbreitung der jüdischen Kabbala sowie deren Rezeption durch christliche Gelehrte während des Übergangs vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die kabbalistische Emanationslehre, die Rolle von Wortmagie und Symbolik, das Verhältnis von Mikro- und Makrokosmos sowie die Entwicklung einer sogenannten „christlichen Kabbala“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die gedanklichen Verbindungen zwischen der jüdischen Kabbala und den christlichen Mystikern der Renaissance und der Frühen Neuzeit aufzuzeigen und zu analysieren, wie kabbalistisches Gedankengut in die europäische Geistesgeschichte einfloss.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem begriffsgeschichtlichen und ideengeschichtlichen Ansatz, bei dem die Lebenswege und Werke bedeutender Denker wie Pico de la Mirandola, Johannes Reuchlin und Jakob Böhme beispielhaft analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen und praktischen Grundlagen der Kabbala, deren philosophische Verankerung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der christlichen Ausdeutung durch die drei genannten Schlüsselfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kabbala, Mystik, Wortmagie, Sephirot, christliche Kabbala, Pico de la Mirandola, Johannes Reuchlin, Jakob Böhme und die philosophischen Strömungen des Neuplatonismus und Pantheismus.

Warum spielt die Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 eine besondere Rolle?

Die Vertreibung markiert einen historischen Wendepunkt, der zu einer Wandlung im Judentum und zur Entstehung einer „neuen Kabbala“ führte, die zunehmend messianische Züge trug und auch christliches Interesse stark beeinflusste.

Wie integrierte Jakob Böhme kabbalistische Elemente in sein Weltbild?

Böhme verband kabbalistische Vorstellungen wie den Mikro-Makrokosmos-Gedanken mit eigenen mystischen und naturphilosophischen Ansichten, um eine ganzheitliche Welterklärung zu schaffen, die den Menschen als Teil eines göttlichen Prozesses sieht.

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Details

Title
Die Mystik der Kabbala und ihre Ausprägung in der Frühen Neuzeit
College
University of Münster
Course
Hauptseminar: "Theorie und Praxis der Magie in der Frühen Neuzeit
Grade
1,3
Author
Andreas Büter (Author)
Publication Year
2004
Pages
33
Catalog Number
V47337
ISBN (eBook)
9783638443074
ISBN (Book)
9783638791328
Language
German
Tags
Mystik Kabbala Ausprägung Frühen Neuzeit Hauptseminar Theorie Praxis Magie Frühen Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Büter (Author), 2004, Die Mystik der Kabbala und ihre Ausprägung in der Frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/47337
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