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Gotische Lehnwörter im Urslawischen

Titel: Gotische Lehnwörter im Urslawischen

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Patrick Noske (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Gotische, die am besten belegte Sprache des ausgestorbenen ostgermanischen Sprachzweiges, soll im Zusammenhang mit seinen lexikalischen Einflüssen auf das Urslawische Gegenstand dieser Arbeit sein. Wenn an dieser Stelle vom Gotischen gesprochen wird, so ist damit die Sprache gemeint, die uns, abgesehen von wenigen, anderen Belegen, aus Wulfilas Übersetzung des Neuen Testaments aus dem vierten Jahrhundert nach Christus in Form einiger Handschriften teilweise überliefert ist.

Das Gotische, beziehungsweise die Sprecher der gotischen Sprache, waren, wie im weiteren Verlauf ausführlicher erläutert wird, wohl die ersten Germanen, die in einen intensiveren (Sprach)-Kontakt mit slawisch sprechenden Menschen traten. Ob davor Kontakte zwischen germanischen und slawischen Völkern bestanden, ist nicht bekannt.

Die germanischen Sprachen begannen sich bereits am Ende des ersten vorchristlichen Jahrtausends zu spalten, was das Nichtvorhandensein einer urgermanischen Lehnwortschicht im Urslawischen bestätigt, wenn man gleichzeitig in Betracht zieht, dass die Gebiete germanisch sprechender und slawisch sprechender Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt mindestens 1500 km trennten. Das Thema der Urheimat wird an späterer Stelle jedoch noch ausgiebiger untersucht werden.

Dies führt nun zur Beschreibung der inhaltlichen Gestaltung dieser Arbeit. Bevor also zur Präsentationen des Lehnwortgutes übergegangen wird, wird sich der Fragestellung gewidmet, wann und wo Goten und Slawen einander begegnet sein könnten, um so den Zeitpunkt und Raum, in welchem es zu Sprachkontakt gekommen sein muss, zu bestimmen. Nach der Beschreibung des lexikalischen Einflusses des Gotischen auf das Urslawische wird im Fazit auch auf den Einfluss des Urslawischen auf das Gotische eingegangen.

Das Ziel dieser Untersuchung wird also demnach sein, die Umstände und gegenseitigen Auswirkungen des (Sprach)-Kontaktes zwischen Goten und Slawen darzustellen und zu erläutern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Urheimat und Wanderbewegungen

2.1 Urheimat der Goten

2.2 Urheimat der Slawen

2.3 Die Goten in der „Völkerwanderung“

3. Präsentation des Materials

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die lexikalischen Einflüsse des Gotischen auf das Urslawische sowie die historischen Umstände und Auswirkungen des Sprachkontakts zwischen Goten und Slawen während der Völkerwanderungszeit.

  • Analyse der Urheimat und Wanderungsbewegungen von Goten und Slawen
  • Bestimmung des Zeitrahmens für mögliche Sprachkontakte
  • Präsentation und etymologische Untersuchung ausgewählter Lehnwörter
  • Diskussion der Bedeutungstransfers zwischen den germanischen und slawischen Sprachzweigen
  • Reflexion über die Grenzen der Belegbarkeit durch das gotische Korpus

Auszug aus dem Buch

3. Präsentation des Materials

Insgesamt lässt sich im Vorfeld konstatieren, dass aller Wahrscheinlichkeit nach sämtliche Entlehnungen aus den germanischen Sprachen in das Urslawische entweder aus den ostgermanischen Sprachen, hauptsächlich dem Gotischen, sowie aus althochdeutschen und altsächsischen Dialekten stammen. Die nordgermanischen und anglofriesischen Sprachen grenzten nicht, und tun es auch heute kaum, an Gebiete mit slawischsprachiger Bevölkerung, abgesehen vielleicht vom Polabischen, das durchaus in Kontakt mit friesischen Dialekten gestanden haben kann oder dem heutigen Norwegen und Russland im äußersten Norden. Jedoch lag/liegt in beiden Fällen die urslawische Phase längst zurück.

Für jede Entlehnung werden im Folgenden erst die belegten Formen in den jeweiligen slawischen und germanischen Sprachen genannt und daraufhin begründet, warum es sich dabei um Entlehnungen aus dem Gotischen handelt oder ob das Gotische als Vermittler infrage gestellt werden kann.

Für die angeführten Wortformen wird sich bei den Beispielen aus Stender-Petersen (1927), Kiparsky (1934) und Pronk-Tiethoff (2013) bedient. Zur Überprüfung der gotischen Formen wird Lehmann (1986) herangezogen und für die slawischen Formen wird Derksen (2008) verwendet. Außerdem wird für germanische Formen Kluge/Seebold (1999) genutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der gotischen Lehnwörter im Urslawischen ein und umreißt die wissenschaftliche Fragestellung, das Ziel der Untersuchung sowie die methodischen Grundlagen.

2. Urheimat und Wanderbewegungen: Dieses Kapitel widmet sich der Lokalisierung der ursprünglichen Siedlungsgebiete von Goten und Slawen und analysiert deren historische Wanderungsbewegungen, um den zeitlichen und räumlichen Kontext des Sprachkontakts zu bestimmen.

3. Präsentation des Materials: In diesem zentralen Kapitel werden konkrete Wortbeispiele und deren etymologische Herkunft sowie deren Einordnung als Lehnwörter aus dem Gotischen detailliert präsentiert und analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Art der entlehnten Konzepte zusammen und diskutiert kritisch die Grenzen der Untersuchung, insbesondere aufgrund der begrenzten Quellenlage des Gotischen.

Schlüsselwörter

Gotisch, Urslawisch, Sprachkontakt, Lehnwörter, Etymologie, Völkerwanderung, Germanische Sprachen, Semantik, Sprachgeschichte, Kulturgut, Lexik, Sprachwissenschaft, Wulfila, Urheimat, Kultureller Austausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung lexikalischer Einflüsse der gotischen Sprache auf das Urslawische im Rahmen der historischen Sprachkontaktforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rekonstruktion der Urheimat von Goten und Slawen, der historische Zeitrahmen ihrer Begegnung sowie die etymologische Analyse spezifischer Lehnwörter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Umstände des Sprachkontakts zwischen Goten und Slawen darzustellen und zu erläutern, wie und welche germanischen (vorwiegend gotischen) Begriffe in das Urslawische gelangten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt etymologische Methoden, vergleicht Sprachformen verschiedener germanischer und slawischer Einzelsprachen und bezieht historische Quellen sowie Forschungsliteratur zur Einordnung ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer historischen Einordnung der Wanderbewegungen konkrete Wortpaare analysiert, um die Herkunft der Lehnwörter und mögliche Bedeutungswandel nachzuvollziehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Gotisch, Urslawisch, Sprachkontakt, Lehnwörter, Etymologie und Völkerwanderung.

Welche Rolle spielt der Codex Argenteus in der Untersuchung?

Er dient als primäre Handschriftenquelle für das Gotische, da diese Sprache sonst nur in wenigen anderen Belegen überliefert ist.

Warum wird die Urheimat der Völker thematisiert?

Die Klärung von Zeit und Raum der Begegnung ist essenziell, um die Wahrscheinlichkeit und die Bedingungen für den stattgefundenen Sprachkontakt historisch plausibel zu machen.

Gibt es auch umgekehrte Entlehnungen?

Ja, der Autor führt das Beispiel gotisch 'plinsjan' (tanzen) als mögliches Lehnwort aus dem Urslawischen an, weist jedoch auf die Problematik der kleinen Quellenbasis hin.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gotische Lehnwörter im Urslawischen
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Orientalistik, Indogermanistik, Ur- und Frügeschichtliche Archäologie)
Note
1,0
Autor
Patrick Noske (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V470219
ISBN (eBook)
9783668952027
ISBN (Buch)
9783668952034
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gotisch Slawisch Indogermanistik Urslawisch Sprachkontakt Goten Slawen Germanen Ostgermanen Etymologie Lehnwort
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Noske (Autor:in), 2018, Gotische Lehnwörter im Urslawischen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/470219
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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