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Die Königserhebung des Friedrich Barbarossa in den Gesta Friderici

Titel: Die Königserhebung des Friedrich Barbarossa in den Gesta Friderici

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es stellt sich die Frage, inwieweit die in der Gesta Friderici vorgegebene Sicht eines unstrittigen und reibungslosen Königwechsels von Konrad III. zu Friedrich I. der historischen Gegebenheit entspricht oder ob möglicherweise gezielt gewisse Unregelmäßigkeiten durch die ungewöhnlich knappe Darstellung der Ereignisse verschwiegen werden. Spätere Quellen, in denen mehr oder weniger der Vorwurf erhoben wird, Friedrich habe seinen Vetter um die Königswürde betrogen, unterstützen die Vermutung, dass Otto von Freising in seiner Erzählung einige Aspekte der Wahl verschweigt.

Im ersten Schritt dieser Arbeit soll nun die Darstellung der Königserhebung Friedrich Barbarossas in den Gesta Friderici kritisch betrachtet werden. Im Folgenden wird der Ablauf der Wahl, bewertet in anderen Quellen, auf den historischen Wahrheitsgehalt
hin untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Königswahl in der Gesta Friderici

2.1. Die Übergabe der Reichsinsignien

2.2. Das Privileg der freien Königswahl

2.3. Der staufisch-welfische Konflikt

3. Eine andere Perspektive

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Darstellung der Königserhebung Friedrich Barbarossas in der Gesta Friderici von Otto von Freising, um den historischen Wahrheitsgehalt der dort geschilderten Ereignisse im Jahr 1152 zu verifizieren und potenzielle Unregelmäßigkeiten aufzudecken.

  • Analyse der Designation durch die Übergabe der Reichsinsignien
  • Untersuchung des Wahlprinzips und der Rolle der Fürsten
  • Kritische Betrachtung des staufisch-welfischen Ausgleichs als Wahlmotiv
  • Vergleich der Darstellung mit alternativen historischen Quellen
  • Reflektion über die Glaubwürdigkeit der Gesta Friderici

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Übergabe der Reichsinsignien

Otto von Freising berichtet im ersten Buch der Gesta Friderici über den Tod Konrad III. und der Übergabe der Reichsinsignien an Barbarossa kurz vor seinem Sterben. Ebenso vertraute Konrad III. Barbarossa seinen noch minderjährigen Sohn Friedrich an. Durch die enorme symbolische Kraft dieser Geste wird die Insignienübergabe beinahe uneingeschränkt als Designation angesehen. Die Kölner Königschronik spricht ebenfalls von der Übergabe der Insignien an Friedrich und Friedrich selber sagt, 1153 in einem Brief an den byzantinischen Kaiser Manuel, dass Konrad III. ihn vor seinem Tod zu seinem Nachfolger erklärt habe. Die Tatsache, dass hier mehrere Quellen vorliegen, die von der Übergabe der Reichsinsignien berichten, bestärkt dessen Theorie, als Beweis reichen sie jedoch nicht, da die Quellen durchweg parteiisch sind und für Friedrich eintreten. Des Weiteren ist der Vorgang nirgendwo bezeugt, was für eine derart wichtige Handlung im Mittelalter, wo Zeugen für die Gültigkeit der Rechtsakte anwesend waren, sehr merkwürdig ist.

Das ein mittelalterlicher König seinen gewünschten Nachfolger durch die Übergabe der Reichsinsignien bezeichnet ist nichts Ungewöhnliches. Erstaunlich ist es jedoch, dass er dabei seinen eigenen Sohn nicht berücksichtigt. Verschiedene Begründungselemente führt Otto von Freising in den Gesta Friderici an. Durch die Unmündigkeit seines Sohnes Friedrich machte sich Konrad III. keine Hoffnung auf dessen Nachfolge, zudem wäre es für seine privaten Interessen, sowie die Belange des Reiches besser, wenn sein Neffe ihm nachfolge. Friedrichs hervorragende Eigenschaften würden ihn gleichsam für das Herrscheramt prädestinieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Königswahl von 1152 ein und hinterfragt die in der Gesta Friderici vermittelte Darstellung eines reibungslosen Machtwechsels.

2. Die Königswahl in der Gesta Friderici: In diesem Kapitel werden die drei zentralen Begründungsmuster Ottos von Freising – Insignienübergabe, freie Wahl und staufisch-welfischer Ausgleich – einer kritischen Analyse unterzogen.

2.1. Die Übergabe der Reichsinsignien: Es wird untersucht, inwiefern die Insignienübergabe als offizielle Designation Konrads III. gewertet werden kann und warum diese Deutung historisch zweifelhaft ist.

2.2. Das Privileg der freien Königswahl: Dieses Kapitel prüft, ob die Wahl von 1152 tatsächlich als Durchbruch des Wahlprinzips gelten kann oder ob sie im traditionellen Kontext der damaligen Zeit zu sehen ist.

2.3. Der staufisch-welfische Konflikt: Es wird analysiert, ob Barbarossas angebliche Ausgleichsfunktion zwischen den Dynastien ein tatsächliches Wahlmotiv oder eine spätere Konstruktion zur Legitimation darstellt.

3. Eine andere Perspektive: Unter Einbeziehung alternativer Quellen, insbesondere der Chronik Gisleberts von Mons, wird ein alternatives Bild der Wahl entworfen, das Unregelmäßigkeiten und Interessenskonflikte aufzeigt.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Ottos Darstellung eine einseitige und idealisierte Sichtweise ist, die bei genauerer Betrachtung historischen Unregelmäßigkeiten nicht standhält.

Schlüsselwörter

Königswahl, Friedrich Barbarossa, Gesta Friderici, Otto von Freising, Reichsinsignien, Designation, Staufer, Welfen, Mittelalter, Thronfolge, Konrad III., historische Quellen, Gislebert von Mons, Herrscherwechsel, Machtpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historischen Umstände der Wahl von Friedrich Barbarossa zum König im Jahr 1152 und hinterfragt dabei die Darstellung in der zeitgenössischen Quelle Gesta Friderici.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Legitimation der Thronfolge, der Bedeutung der Übergabe von Reichsinsignien, dem Verständnis des mittelalterlichen Wahlrechts sowie der Rivalität zwischen den Adelsgeschlechtern der Staufer und Welfen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob der von Otto von Freising beschriebene reibungslose Machtwechsel der historischen Realität entspricht oder ob wichtige Aspekte und potenzielle Unregelmäßigkeiten bewusst verschwiegen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Methode, bei der die Gesta Friderici mit anderen historischen Berichten und der gängigen Forschungsliteratur verglichen wird, um Widersprüche zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der drei Hauptargumente Ottos (Designation, Wahl, Ausgleichsfunktion) sowie eine Gegenüberstellung mit anderen Perspektiven, wie etwa der Chronik von Gislebert von Mons.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Königswahl, Barbarossa, Gesta Friderici, Designation, Staufer, Welfen und Thronfolge.

Warum wird die Rolle des Sohnes von Konrad III. in der Arbeit so stark betont?

Die Übergehung des Sohnes von Konrad III. wird als zentrales Indiz für die Ungereimtheiten während des Thronwechsels angesehen, da sie nicht mit den üblichen Regeln der damaligen Zeit korrespondiert.

Welchen Stellenwert nimmt Gislebert von Mons in der Argumentation ein?

Gisleberts Bericht dient als wichtiges Korrektiv zur Gesta Friderici, da er die Wahl als einen schwierigen, nicht reibungslosen Prozess beschreibt und damit Zweifel an der Objektivität von Otto von Freising nährt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Königserhebung des Friedrich Barbarossa in den Gesta Friderici
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V469088
ISBN (eBook)
9783668951723
ISBN (Buch)
9783668951730
Sprache
Deutsch
Schlagworte
königserhebung friedrich barbarossa gesta friderici
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Die Königserhebung des Friedrich Barbarossa in den Gesta Friderici, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/469088
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Leseprobe aus  14  Seiten
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