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Menschentöchter und Gottessöhne. Eine Exegese zu Gen 6,1-4

Titel: Menschentöchter und Gottessöhne. Eine Exegese zu Gen 6,1-4

Hausarbeit , 2018 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Carina Schwantje (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit ist Teil des Moduls "Fragen der Exegese und Bibelwissenschaft".

Bei einer Exegese geht es um das Auslegen und Verstehen eines biblischen Textes. Dies geschieht, indem eine Begegnung zwischen dem alten Text und seinen heutigen Lesern geschaffen wird. Die Besonderheit bei der Bearbeitung eines alttestamentlichen Textes ist, dass dieser weit über zweitausend Jahre alt sein kann. Der Text stammt aus einer anderen Kultur, ist in einer anders strukturierten Sprache geschrieben und durch eine lange Wachstumsgeschichte geprägt.

Mit der Exegese kann es gelingen, diese Barrieren zu überbrücken. Nicht nur die Oberfläche eines Textes wird wahrgenommen, vielmehr gelingt mittels der Exegese ein Eintauchen in den Text mit vielen neuen Entdeckungen. Der alte Text muss somit in unsere heutige Sprach- und Denkwelt "übersetzt" werden, damit dieser überhaupt verstanden werden kann.

Unter Nutzung der historisch-kritischen Methode verfolge ich das Ziel, den Text von jeglicher dogmatischen Befangenheit zu befreien. Damit sind zwei wichtige Gedanken verbunden. Zum einen muss die Bibel historisch verstanden werden. Das bedeutet nicht, dass jede Erzählung als historisch glaubwürdig anzunehmen ist, sondern vielmehr muss der Text als ein geschichtliches Zeugnis wahrgenommen werden. Er entstand in einer bestimmten Zeit und ist zugleich für diese bestimmte Zeit entstanden.

Zum anderen hat die Exegese eine kritische Funktion und richtet sich gegen die Instrumentalisierung der Bibel. Ich möchte den Text so weit verstehen, dass ich ihn selbst zu Wort kommen lassen kann. Dabei bin ich mir bewusst, dass die Exegese keineswegs eine hinreichende Bedingung für das Textverständnis darstellen kann. Eine Exegese ist somit das auf das Verstehen zielende, methodengeleitete, nachvollziehbare und genaue Lesen eines Textes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textbeobachtungen / vorbereitende Überlegungen

3. Übersetzungsvergleich

4. Textkritik

5. Literarkritik

6. Überlieferungsgeschichte

7. Redaktionsgeschichte

8. Formgeschichte

9. Traditionsgeschichte

10. Historischer Ort

11. Interpretation und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine methodengeleitete Exegese des biblischen Textabschnitts Gen 6,1-4 durchzuführen, um diesen von dogmatischen Befangenheiten zu lösen und als geschichtliches Zeugnis verstehen zu können. Dabei wird insbesondere die literarische Einheitlichkeit sowie die Funktion des Textes innerhalb der Urgeschichte untersucht.

  • Methodische Analyse der Exegese biblischer Texte
  • Vergleichende Untersuchung verschiedener Bibelübersetzungen
  • Literarkritische und redaktionsgeschichtliche Einordnung des Textes
  • Untersuchung von Traditionsgeschichte und Motiven wie der "Heiligen Hochzeit"
  • Historische Verortung des Textes im nachexilischen Frühjudentum

Auszug aus dem Buch

3. Übersetzungsvergleich

Für den Vergleich der Übersetzungen werde ich im Folgenden die entsprechende Textstelle in der Lutherbibel, der Zürcher Bibel und der Einheitsübersetzung betrachten. Dabei werde ich die einzelnen Verse tabellarisch gegenüberstellen. Dieser Schritt ist notwendig, da es zwingend erforderlich ist, jede Übersetzung als Interpretation wahrzunehmen. Die Übersetzungen gehen zwar alle auf die gleiche Handschrift zurück, trotzdem ist es wichtig zu erkennen, dass es nicht einheitlich übersetzt wurde und zum Teil sogar andere Bedeutung haben kann.

Vor dem Vergleich der einzelnen Verse möchte ich zunächst die Überschrift der Stelle in den jeweiligen Übersetzungen betrachten. Denn bereits hier lassen sich erste Unterschiede erkennen. Die Einheitsübersetzung überschreibt die Stelle mit dem Titel „Die Bosheit der Menschen“. Die Zürcher Bibel wählt den Titel „Die Gottessöhne und die Riesen“, während es in der Lutherbibel mit „Gottessöhne und Menschentöchter“ überschrieben wird. Interessant erachte ich hierbei vor allem, dass sich die Einheitsübersetzung stark von der Titelwahl der anderen beiden Übersetzungen unterscheidet. Sowohl die Zürcher Bibel, als auch die Lutherbibel haben neutrale Titel gewählt. Im Gegensatz dazu ist die Überschrift der Einheitsübersetzung negativ formuliert. Bei einem genaueren Blick wird deutlich, dass die Einheitsübersetzung keinen Absatz nach V.4 macht. Für sie fällt unter die Überschrift „Die Bosheit der Menschen“, neben dem Bericht über die Gottessöhne, die Einleitung der Sintfluterzählung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin stellt das Modul und die methodischen Grundlagen der Exegese vor, welche zur Erschließung der Textstelle Gen 6,1-4 dienen.

2. Textbeobachtungen / vorbereitende Überlegungen: Es werden erste Befremdlichkeiten und Fragen zur Textstelle sowie zum Verständnis der vorkommenden Begriffe wie Gottessöhne und Riesen artikuliert.

3. Übersetzungsvergleich: Durch den Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen werden erste interpretatorische Unterschiede in der Wortwahl und Einordnung des Textabschnitts aufgezeigt.

4. Textkritik: Mithilfe des textkritischen Apparates der BHS und Vergleichen mit der Septuaginta werden ältere Lesarten der Textstelle identifiziert.

5. Literarkritik: Dieser Abschnitt untersucht die literarische Einheitlichkeit und das mögliche Zentrum des Textes durch die Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur.

6. Überlieferungsgeschichte: Es wird der Frage nachgegangen, ob eine mündliche Vorstufe des Textes existiert, unter Einbeziehung von Mythen wie der "Heiligen Hochzeit".

7. Redaktionsgeschichte: Die Untersuchung befasst sich mit der Frage, wie und warum der Text an seiner jetzigen Stelle in die Urgeschichte eingefügt wurde.

8. Formgeschichte: Die Gattung des Textes wird analysiert, wobei das Gen 6,1-4 als Erzählung mit mythischen und ätiologischen Elementen bestimmt wird.

9. Traditionsgeschichte: Es wird die Tradition der Begriffe "Riesen" (Nephilim) und "Helden" (Gibborim) erforscht sowie das Motiv des Geistes Gottes in V.3.

10. Historischer Ort: Der Text wird auf Basis philologischer Argumente und der redaktionellen Tätigkeit in die nachexilische Zeit datiert.

11. Interpretation und Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und abschließende Würdigung der überbrückenden Funktion des Textes innerhalb der Urgeschichte.

Schlüsselwörter

Gen 6,1-4, Exegese, Gottessöhne, Menschentöchter, Riesen, Nephilim, Historisch-kritische Methode, Urgeschichte, Nachexilische Zeit, Heilige Hochzeit, Literarkritik, Redaktionsgeschichte, Bibelübersetzung, Geist Gottes, Endredaktor

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der biblischen Textstelle Gen 6,1-4, um deren Bedeutung und Funktion innerhalb der Urgeschichte zu erschließen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Exegese?

Zentral sind Fragen zur literarischen Einheitlichkeit, zum historischen Entstehungskontext, zu den verwendeten Motiven wie der Gottessöhne-Menschentöchter-Verbindung und zur Rolle von Riesen und Helden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Text von dogmatischen Vorverständnissen zu befreien und mittels historisch-kritischer Methoden nachvollziehbar zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die historisch-kritische Methode angewendet, unterteilt in Textkritik, Literarkritik, Überlieferungs-, Redaktions-, Form- und Traditionsgeschichte.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Struktur des Textes, die Bedeutung der Verse im Kontext der Urgeschichte und die Rolle der verschiedenen Redaktionsschichten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie "Exegese", "Gen 6,1-4", "nachexilische Zeit", "Literarkritik" und "Gottessöhne" geprägt.

Warum wird V.3 der Textstelle als so kritisch für die Exegese angesehen?

V.3 wird in der Forschung oft als sekundärer Einschub betrachtet, da er sich inhaltlich abhebt. Die Arbeit setzt sich intensiv damit auseinander, ob er dennoch integraler Bestandteil des Textes ist.

Welche Bedeutung kommt der "Heiligen Hochzeit" in dieser Arbeit zu?

Dieses Motiv dient als traditionsgeschichtlicher Vergleichsrahmen, um die Verknüpfung von göttlichen und menschlichen Welten in Gen 6,1-4 in den Denkhorizont des Alten Orients einzuordnen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Redaktors?

Die Autorin schließt sich der Auffassung an, dass der Text eine verbindende und überbrückende Funktion innerhalb der Urgeschichte erfüllt, die gezielt vom Endredaktor gestaltet wurde.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Menschentöchter und Gottessöhne. Eine Exegese zu Gen 6,1-4
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Carina Schwantje (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
30
Katalognummer
V465959
ISBN (eBook)
9783668934054
ISBN (Buch)
9783668934061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Genesis Menschentöchter Gottessöhne Textkritik Literarkritik Überlieferungsgeschichte Redaktionsgeschichte Formgeschichte Traditionsgeschichte Historischer Ort
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carina Schwantje (Autor:in), 2018, Menschentöchter und Gottessöhne. Eine Exegese zu Gen 6,1-4, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/465959
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Leseprobe aus  30  Seiten
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