In dieser Seminararbeit wird explizit auf die Wirkung von Migration auf den Handel in bilateralen Beziehungen eingegangen und diese auf zwei Wirkungskanäle zugewiesen. Hierbei wird sich insbesondere auf das STD-Gravity-Modell konzentriert und abgebildet, warum es das wohl robusteste seiner Art darstellt. Freilich werden auch die daraus gewonnen Erkenntnisse präsentiert. Ebenfalls werden im Folgenden Argumente und Gründe dargelegt, die den Protektionismus und seine Anhänger stützen. Im letzten Abschnitt wird dann noch eine abschließende Beurteilung und Einschätzung des Sachverhaltes abgegeben. Letztlich soll aufgezeigt werden, dass der Protektionismus nicht die richtige Konsequenz auf eine zunehmende Migration ist, sondern ein Hemmnis für liberale Staaten, und dass er zum Teil irreparable Schäden generiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Wirkung von Migration auf den Handel
- Konsumkanäle
- Der Transaktionskosteneffekt
- Der Präferenzeffekt
- Konsumkanäle
- Statistisches Rahmenkonzept
- Das STD-Modell
- High skilled Migrants
- Protektionismus
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen von Migration auf den Handel in bilateralen Beziehungen und analysiert dabei insbesondere die Rolle von Konsumkanälen und dem STD-Gravity-Modell. Die Arbeit beleuchtet den Einfluss von Migranten auf Transaktionskosten und die Präferenzen von Konsumenten sowie die Bedeutung von Protektionismus im Kontext von Migration.
- Die Auswirkungen von Migration auf den Handel in bilateralen Beziehungen
- Die Rolle von Konsumkanälen (Transaktionskosteneffekt und Präferenzeffekt)
- Die Bedeutung des STD-Gravity-Modells für die Analyse von Migrationseffekten
- Die Auswirkungen von Protektionismus auf den Handel und die Wirtschaft
- Die Rolle von High skilled Migrants für die Volkswirtschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas Migration und Handel im Kontext der Hyperglobalisierung heraus und beleuchtet die kontroverse Beziehung zwischen Migration und Protektionismus. Die Arbeit fokussiert auf die Auswirkungen von Migration auf den Handel in bilateralen Beziehungen und wird mit dem STD-Gravity-Modell analysiert.
- Die Wirkung von Migration auf den Handel: Dieses Kapitel untersucht die zwei wichtigsten Konsumkanäle: den Transaktionskosteneffekt, der sowohl Import als auch Export beeinflusst, und den Präferenzeffekt, der primär den Import beeinflusst. Der Einfluss von Migranten auf Transaktionskosten und die Nachfrage nach Gütern aus dem Herkunftsland wird beleuchtet.
- Statistisches Rahmenkonzept: Dieses Kapitel präsentiert das STD-Modell als ein robustes Analysekonzept für die Untersuchung der Auswirkungen von Migration auf den Handel. Der Vergleich mit dem „symmetric trade cost model“ (STC-Modell) unterstreicht die Stärken des STD-Modells.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Schlüsselbegriffe Migration, Handel, Konsumkanäle, Transaktionskosten, Präferenzen, STD-Gravity-Modell, Protektionismus, High skilled Migrants, bilaterale Beziehungen, Leistungsbilanz und Wohlfahrtsmaximierung.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat Migration auf den internationalen Handel?
Migration hat oft einen positiven Einfluss auf den bilateralen Handel. Migranten bringen Wissen über ihre Heimatmärkte mit und schaffen durch ihre Präferenzen neue Importbedarfe, was die Handelsbeziehungen zwischen Herkunfts- und Zielland stärkt.
Was ist der Transaktionskosteneffekt bei Migration?
Migranten verfügen über spezifische Sprachkenntnisse und kulturelles Wissen, wodurch sie Informationsbarrieren abbauen. Dies senkt die Transaktionskosten für Unternehmen, die Handel mit dem Herkunftsland der Migranten treiben wollen.
Was beschreibt der Präferenzeffekt?
Der Präferenzeffekt beschreibt die Nachfrage von Migranten nach spezifischen Gütern aus ihrem Herkunftsland. Dies führt unmittelbar zu einem Anstieg der Importe dieser Waren im Gastland.
Was ist das STD-Gravity-Modell?
Das STD-Gravity-Modell ist ein statistisches Rahmenkonzept zur Analyse von Handelsströmen. Es gilt als besonders robust, um die Auswirkungen von Migration auf den Handel unter Berücksichtigung verschiedener Variablen abzubilden.
Warum greifen Staaten trotz Handelsvorteilen zu Protektionismus?
Staaten erschweren Migration oft aus politischen oder sozialen Gründen, um heimische Märkte zu schützen oder auf öffentliche Bedenken zu reagieren. Die Arbeit argumentiert jedoch, dass dies oft ein Hemmnis für liberale Volkswirtschaften darstellt.
- Arbeit zitieren
- Johannes Kappes (Autor:in), 2019, Wenn Migration einen positiven Einfluss auf den Handel hat, warum erschweren Staaten zunehmend die Migration in ihre Gebiete? Die Auswirkungen von Migration auf den Handel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/461108