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Heinrich Kramer (Institoris) und der Hexenhammer (Malleus Maleficarum)

Title: Heinrich Kramer (Institoris) und der Hexenhammer (Malleus Maleficarum)

Academic Paper , 2015 , 22 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Frederick Benjamin Hafner (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Diese Proseminararbeit soll die Autorenschaft des Hexenhammers klären. Auf die Frage nach dem Autor / den Autoren wurden nämlich in den letzten Jahrzehnten verschiedene Antworten in der Geschichtswissenschaft gegeben. In zahlreichen Ausgaben des Hexenhammers wurde eine Co-Autorenschaft von Jakob Sprenger, neben Heinrich Kramer (latinisiert: Institoris), angeführt, diese ist jedoch in Frage zu stellen. Warum diese Zusammenarbeit als unwahrscheinlich gilt, soll in diesem Abschnitt dargelegt werden.

Der Hexenhammer (lat. Originaltitel: „Malleus Maleficarum“) ist zweifelsfrei eines der zentralsten, zeitgenössischen Bücher des späten Mittelalters zu den beginnenden Hexenverfolgungen. Solche Hetzjagden gab es zwar bereits vor der Erstveröffentlichung des Werkes, zum Beispiel in Nordspanien, Südfrankreich, Oberitalien, Burgund sowie im Elsaß und im Herzogtum Lothringen, nichtsdestotrotz sollte dieses Traktat erhebliche Auswirkungen auf die Praxis der Ketzerverfolgungen, welche ihren Höhepunkt erst in der frühen Neuzeit erreichten, haben. Sowohl in den bereits erwähnten Gebieten als auch in Zentraleuropa, wo man den Hexenvorstellungen noch ablehnend gegenüberstand, hatte der „Malleus Malficarum“ Einfluss auf die Anwendung der Hexenprozesse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung der Autorenschaft

3. Der Autor

4. Entstehung des Hexenhammers

4.1 Motivation des Autors

4.2 Abfassung des Hexenhammers

5. Titel, Inhalt und Aufbau des Hexenhammers

6. Rezeption

7. Schlussbetrachtung

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte des "Malleus Maleficarum" (Hexenhammer) und analysiert kritisch die Autorenschaft Heinrich Kramers sowie dessen Motivation, die maßgeblich durch das Scheitern seiner Hexenprozesse in Innsbruck geprägt war.

  • Historische Aufarbeitung der Autorenschaft von Heinrich Kramer unter Ausschluss einer Sprenger-Koautorenschaft.
  • Analyse der biografischen Hintergründe des Autors und seiner inquisitorischen Karriere.
  • Untersuchung der Entstehungsbedingungen des Werkes nach den Innsbrucker Prozessen 1485.
  • Deutung des Titels und der inhaltlichen Fokussierung auf das weibliche Geschlecht.
  • Betrachtung der zeitgenössischen Rezeption des Traktats zwischen Zuspruch und Ablehnung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Motivation des Autors

In der Forschung herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, dass die Hexenprozesse Heinrich Kramers in Innsbruck ausschlaggebend dafür waren, dass dieser den Hexenhammer verfasste. Da diese Ereignisse der Anstoß für Institoris waren, sein Traktat über die Hexerei niederzuschreiben, wird in diesem Unterkapitel näher auf diese Inquisitionen eingegangen werden.

Warum Kramer damit begann in Innsbruck Hexenprozesse durchzuführen, liegt daran, dass er bereits am 8. Dezember 1484, also nur drei Tage nach dem die päpstliche Bulle „Summis desiderantes affectibus“ erschien, von Erzherzog Sigmund, Graf von Tirol, einen Geleitbrief ausgestellt bekam. Darin wurde ihm erlaubt im Gebiet Sigmunds „Hexen […] ausfindig zu machen und nach dem geistlichen Recht abzustrafen“. Somit hatte er sowohl die päpstliche Bulle, die seine Vorhaben unterstütze, als auch die Erlaubnis des Erzherzogs in seinem Gebiet Inquisitionen durchzuführen. Deshalb begann er seine Erhebungen im Spätsommer 1885 in Innsbruck, also in der unmittelbaren Nähe des Erzherzogs.

Am 23. Juli 1485 wurde vom Bischof des Bistums Brixen, Georg II. Golser, die päpstliche Bulle „Summis deisderantes affectibus“ veröffentlicht. Danach begann Institoris in den Hauptkirchen des Bistums Brixen, zu welchem die Diözese Innsbruck gehörte, mit der nötigen Vorarbeit in seinen Predigten. Das bedeutet, dass er „wochenlang […] zur Anzeige von Hexen angefeuert hatte.“ Eine später als Hexe angeklagte Frau soll, sobald Heinrich Kramer die Kanzel betrat, die Kirche verlassen haben, da dieser stets nur gegen die Hexen gepredigt haben soll. Auf diese hetzerischen Predigten folgten zwischen dem 9. August und dem 14. September Zeugenvernehmungen, welche protokolliert wurden und mehr als 300 Jahre später von Hartmann Ammann, als Teil der Akten des Innsbrucker Hexenprozesses, gefunden sowie veröffentlicht wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Hexenhammers als zentrales Werk der Hexenverfolgung ein und stellt die methodische Vorgehensweise sowie die Forschungsfragen zur Autorenschaft vor.

2. Klärung der Autorenschaft: Dieses Kapitel widerlegt die weit verbreitete Annahme einer Co-Autorenschaft Jakob Sprengers und argumentiert für Heinrich Kramer als alleinigen Autor.

3. Der Autor: Es werden die wichtigsten Lebensetappen Heinrich Kramers beleuchtet, insbesondere seine theologische Ausbildung und sein Aufstieg zum Inquisitor.

4. Entstehung des Hexenhammers: Dieses Kapitel untersucht die direkten Anlässe zur Abfassung des Werkes, insbesondere die gescheiterten Innsbrucker Prozesse, und datiert den Entstehungsprozess in das Jahr 1486.

5. Titel, Inhalt und Aufbau des Hexenhammers: Das Kapitel analysiert die frauenfeindliche Ausrichtung des Titels sowie die dreiteilige, strukturierte Quaestio-Form des Hauptwerkes.

6. Rezeption: Hier wird die weite Verbreitung des Hexenhammers durch zahlreiche Auflagen sowie die ambivalente zeitgenössische Rezeption zwischen Zustimmung und Kritik dargestellt.

7. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse zur Autorenschaft, zur zeitlichen Einordnung und zur inhaltlichen Konzeption werden zusammengefasst und offene Forschungsfragen skizziert.

8. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dies listet sämtliche herangezogenen Monographien, Aufsätze und Internetquellen zur wissenschaftlichen Belegung der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Hexenhammer, Malleus Maleficarum, Heinrich Kramer, Institoris, Innsbrucker Hexenprozess, Autorenschaft, Frauenfeindlichkeit, Inquisitor, Hexenverfolgung, Summis desiderantes affectibus, Scholastik, Quaestio, Hexenwahn, Rezeption, Spätmittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entstehung und dem Hintergrund des „Malleus Maleficarum“, auch bekannt als Hexenhammer, und hinterfragt kritisch die Entstehungsmythen um seine Autorenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Autorenschaft des Heinrich Kramer, den biografischen Hintergründen seiner Tätigkeit als Inquisitor, der Motivation durch die Innsbrucker Prozesse sowie der strukturellen und inhaltlichen Analyse des Hexenhammers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, dass Heinrich Kramer der alleinige Autor des Werkes ist und aufzuzeigen, wie seine persönlichen Niederlagen als Inquisitor maßgeblich zur Entstehung und inhaltlichen Ausrichtung des Hexenhammers beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf die Auswertung und den kritischen Vergleich zeitgenössischer Quellen sowie aktueller geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Autorenschaft, die Biografie Kramers, die Analyse der Entstehungsgeschichte (inklusive Innsbrucker Prozesse und zeitlicher Einordnung), die Untersuchung von Titel und Aufbau sowie eine Darstellung der Rezeptionsgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hexenhammer, Heinrich Kramer, Innsbrucker Hexenprozess, Autorenschaft, Inquisitor und die geschlechtsspezifische Fokussierung auf Frauen als Zielscheibe der Inquisition.

Warum wird die Autorenschaft von Jakob Sprenger als unwahrscheinlich eingestuft?

Die Arbeit führt das angespannte Verhältnis zwischen Kramer und Sprenger, Aussagen von Zeitgenossen sowie Kramers spätere Veröffentlichungen an, in denen er das Werk ausschließlich sich selbst zuschreibt.

Welche Rolle spielten die Innsbrucker Prozesse für den Hexenhammer?

Die gescheiterten Prozesse von 1485 gelten als zentrales Motiv, das Kramer dazu brachte, sein Traktat zu verfassen und darin seine Ansichten zur Hexerei festzuhalten.

Wie lässt sich die Fokussierung auf Frauen im Werk erklären?

Kramer verband seine bereits vorhandene Abneigung gegenüber Frauen mit dem theologischen Konzept des Hexenwesens, was sich sowohl im lateinischen Titel „Maleficarum“ als auch in der Argumentationsstruktur des Textes widerspiegelt.

Wie lässt sich die hohe Verbreitung des Werkes erklären?

Die zahlreichen Auflagen zwischen 1486 und 1669 belegen ein großes Interesse an dem Werk, das sowohl von Befürwortern der Inquisition als auch von Kritikern zur fachlichen Auseinandersetzung intensiv genutzt wurde.

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Details

Title
Heinrich Kramer (Institoris) und der Hexenhammer (Malleus Maleficarum)
College
Klagenfurt University
Grade
1,5
Author
Frederick Benjamin Hafner (Author)
Publication Year
2015
Pages
22
Catalog Number
V460893
ISBN (eBook)
9783668909502
ISBN (Book)
9783668909519
Language
German
Tags
Heinrich Kramer Institoris Hexenhammer Malleus Maleficarum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederick Benjamin Hafner (Author), 2015, Heinrich Kramer (Institoris) und der Hexenhammer (Malleus Maleficarum), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/460893
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