Sprechen wir von e-Learning in der Didaktik der Geometrie, so meinen wir zweierlei Dinge. Einerseits kann damit der didaktisch begründete Einsatz von e-Learning im Schulunterricht, speziell im Teilgebiet der Geometrie gemeint sein. Andererseits kann aber auch genauso gut das Vermitteln didaktischer Prinzipien an Studenten des Lehramts oder sogar zielgerichtet an Lehrer gemeint sein. In dieser Arbeit wird versucht beiden Aspekten ein wenig zu entsprechen. Der Praktische Teil, welcher in der Arbeit auf eine theoretische Basis gestellt werden soll, umfasst im Kern eine ausgearbeitete Lernsequenz, welche in einem Unterrichtsversuch getestet wurde, und so, oder so ähnlich in Zukunft an Schulen Verwendung finden könnte. Ein zweiter Teil der praktischen Arbeit bestand darin diesen Teil didaktisch zu kommentieren, um so Studenten und Lehrkräften einen Einblick in die Möglichkeiten von e-Learning zu geben. Hierzu wurden auch Anmerkungen zu Medienkompetenz und zu e-Learning und virtuellen Lehr-Lernumgebungen in die entsprechende Sequenz eingefügt. Anhand des erstellten Materials soll es also möglich sein den Unterricht mittels e-Learning durchzuführen und das Unterrichtsgeschehen zu reflektieren. Damit dies ohne weiteres möglich ist, müssen jedoch zu Beginn einige Begriffe geklärt werden. Hierzu dient der bereits erwähnte allgemeine Teil über e-Learning und die Gegenüberstellung der beiden am Häufigsten vertretenen Typen, dem CMS (content management system) und dem LMS (learning management system). Nach dieser Gegenüberstellung, werden zu jedem der beiden Typen kurz die möglichen Lehr-Lernszenarien geschildert. Dabei soll auch hervorgehen, aus welchem Grund für den Praxisteil ein LMS verwendet wurde, wobei hier speziell auf die Kommunikation zwischen den Teilnehmern eingegangen werden soll. Da es eine Vielzahl von LMS´s auf dem Markt gibt, soll sich an diesen Teil anschließen aus welchen Gründen die Wahl auf den Anbieter Web-CT gefallen ist. Die Methoden der Entscheidungsfindung sollen hier kurz erwähnt werden, um es den Studenten und Lehrern zu ermöglichen später selbst eine Lernplattform ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend auszuwählen. Dieser Abschnitt der Arbeit soll allerdings absichtlich kurz gehalten werden, da er selbst einer eigenen Ausarbeitung bedürfte um dem Thema vollends gerecht zu werden.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
ERLÄUTERUNGEN ZUM BEGRIFF E-LEARNING
ARTEN VON LEHR- LERNUMGEBUNGEN
Begriffsdefinition Lehr- Lernumgebung
Begriffsdefinition Lernplattform:
LMS und CMS in Gegenüberstellung:
Anwendung des CMS im Konstruktivistischen Lernparadigma
Was macht im Gegenzug ein LMS aus?
Rechteverwaltung in LMS bzw. CMS
KOMMUNIKATION IM LEHR-LERNPROZESS
Die einzelnen Kommunikationstools und ihre Bedeutung im Lehr- Lernprozess
Lehr- Lernszenarien im Hinblick auf CMS und LMS
AUSWAHL DER GEEIGNETEN LERNPLATTFORM
CMS oder LMS?
Auswahl des LMS
E-LEARNING IM SCHULUNTERRICHT
Autorentools
Verwendete Software zum Erstellen der Inhalte
Wandel der Lehrerrolle und der erforderlichen Kompetenzen
KOMMENTAR ZUR LEHREINHEIT „WINKELSUMME“
DIDAKTISCHE KONZEPTION DER LEHREINHEIT „ZENTRISCHE STRECKUNG UND ÄHNLICHKEITEN“
Lehrplanbezug
Exkurs über Medienkompetenz
Hierzu eine Statistik über Internetnutzung in Deutschland:
Die unterschiedliche Internetnutzung bei verschiedenen Bildungsgruppen.
Informationserwerb in unserer Gesellschaft
Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation im Berufsleben
Wichtige Elemente der Lehreinheit aus didaktischer Sicht
Hier zunächst das Inhaltsverzeichnis der Lehreinheit:
Wir beginnen mit 3.1: der zentrischen Streckung
Teilverhältnisse
Musteraufgaben zum goldenen Schnitt
Die Strahlensätze
Aufgabenstellung mit direkter Rückmeldung
Aufgabe mit Cinderella
Ähnlichkeitsabbildungen
Begriffsdefinition veranschaulicht durch eine Animation
Beispiel für den Einsatz von Foren
DIDAKTISCHE KONZEPTION DER LEHREINHEIT „KUNSTWERKE VON M.C. ESCHER UND IHR BEZUG ZUR MATHEMATIK“
Lehrplanbezug:
Wichtige Elemente der Lehreinheit aus didaktischer Sicht
Hier zunächst das Inhaltsverzeichnis der Lehreinheit
Aufgabenstellung mit Foreneinsatz
Gruppentheorie in der Schule?
Axiome der Gruppentheorie
Multimediaeinsatz zum Abschluss
EVALUATION DER ERSTELLTEN INHALTE
Theoretische Grundlagen der durchgeführten Evaluation
Die Evaluation
Voraussetzungen in der Klasse:
Auswertung ausgewählter Fragen des Fragebogens:
EIN SCHLUSSWORT AN DEN KRITISCHEN LESER
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz von e-Learning-Systemen in der Didaktik der Geometrie, wobei sowohl der direkte Einsatz im Schulunterricht als auch die Vermittlung didaktischer Prinzipien an Lehramtsstudierende und Lehrer im Vordergrund stehen. Ziel ist es, den Nutzen von Content-Management-Systemen (CMS) und Learning-Management-Systemen (LMS) zu reflektieren und praktisch anwendbare Lernsequenzen zu entwickeln.
- Vergleich von LMS und CMS für den schulischen Einsatz
- Entwicklung didaktischer Lernsequenzen zu zentrischer Streckung und Gruppentheorie
- Reflektion der veränderten Lehrerrolle und benötigter Medienkompetenz
- Praktische Implementierung mit Web-CT und dynamischer Geometriesoftware
- Evaluation der erstellten Materialien und deren Einsatzmöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
LMS und CMS in Gegenüberstellung:
Der Unterschied zwischen LMS und CMS besteht im Groben darin, dass ein CMS ein ausgeklügeltes Datenbanksystem mit einer Vielzahl von Indizierungsmöglichkeiten und Suchsystemen ist, welches es uns ermöglicht, große Mengen an Informationen zu ordnen und einfach abrufbar zu machen. Entwickelt und angewendet wurden diese Systeme ursprünglich hauptsächlich für Redaktionen, weswegen sie in einiger Literatur auch unter dem Begriff redaktionelle Systeme zusammengefasst werden. Im Unterschied dazu besitzt das Learning Management System zusätzliche Komponenten, die für erfolgreiches Lernen zwingend nötig sind, aber über die bloße geordnete Bereitstellung von Wissen (=„content“) hinausgeht. Man sieht bereits am einleitenden Abschnitt, dass es nur schwer möglich ist eine klare saubere Trennung zu finden, erschwerend kommt hinzu, dass seid einiger Zeit auch LCMS (=„Learning Content Management System) im Umlauf sind, welche eine Mischform von LMS und CMS darstellen.
Aus diesem Grund nun zunächst eine grobe Unterteilung.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert das Ziel der Untersuchung von e-Learning in der Geometriedidaktik und erläutert die methodische Herangehensweise bei der Erstellung und Reflexion der Lernsequenzen.
ERLÄUTERUNGEN ZUM BEGRIFF E-LEARNING: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Definition von e-Learning und unterteilt die virtuelle Lehre in drei Kategorien: Supervised e-Learning, Selbststudium sowie eine Mischform aus Präsenz- und Fernstudium.
ARTEN VON LEHR- LERNUMGEBUNGEN: Hier werden sozio-technische Systeme als Lehr-Lernumgebungen definiert und der Unterschied zwischen CMS und LMS im Hinblick auf ihre Funktionalität und Rechteverwaltung sowie ihre Anwendung im konstruktivistischen Lernparadigma erörtert.
KOMMUNIKATION IM LEHR-LERNPROZESS: Das Kapitel analysiert die Bedeutung der Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden und untersucht, welche Tools in einem LMS sinnvoll zur Unterstützung des Lernprozesses eingesetzt werden können.
AUSWAHL DER GEEIGNETEN LERNPLATTFORM: Es erfolgt eine Gegenüberstellung von CMS und LMS hinsichtlich ihrer Eignung für didaktische Zwecke, gefolgt von einer Begründung für die Wahl der Plattform Web-CT.
E-LEARNING IM SCHULUNTERRICHT: Dieser Abschnitt behandelt die Voraussetzungen für den Schuleinsatz, wie etwa Autorentools und die verwendete Software, und diskutiert den Wandel der Lehrerrolle hin zum Berater.
KOMMENTAR ZUR LEHREINHEIT „WINKELSUMME“: Ein Kommentar zu einer frühen Machbarkeitsstudie, in der erste technische Hürden und didaktische Ansätze aufgezeigt werden.
DIDAKTISCHE KONZEPTION DER LEHREINHEIT „ZENTRISCHE STRECKUNG UND ÄHNLICHKEITEN“: Dieses umfangreiche Kapitel beschreibt die didaktische Planung der Lernsequenz, eingebettet in den Lehrplan des Freistaates Sachsen, unter Einbeziehung von Medienkompetenz und dynamischer Geometriesoftware.
DIDAKTISCHE KONZEPTION DER LEHREINHEIT „KUNSTWERKE VON M.C. ESCHER UND IHR BEZUG ZUR MATHEMATIK“: Hier wird der Ansatz verfolgt, mathematische Konzepte wie die Gruppentheorie anschaulich an der Kunst von M.C. Escher zu erläutern und in einem mediengestützten Lernkontext zu vermitteln.
EVALUATION DER ERSTELLTEN INHALTE: Dieses Kapitel beschreibt die theoretischen Grundlagen der Evaluation, die Durchführung einer Erprobung in einer Schulklasse und die Auswertung der gesammelten Daten mittels Fragebögen.
EIN SCHLUSSWORT AN DEN KRITISCHEN LESER: Der Autor reflektiert seine persönliche Entwicklung im Umgang mit e-Learning und zieht ein Fazit über die Zukunftsfähigkeit und Notwendigkeit der Integration digitaler Medien im Unterricht.
Schlüsselwörter
e-Learning, Geometriedidaktik, CMS, LMS, Web-CT, Medienkompetenz, zentrische Streckung, Strahlensatz, Gruppentheorie, M.C. Escher, Konstruktivismus, Lernplattform, Unterrichtsentwicklung, Schulalltag, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den didaktisch begründeten Einsatz von e-Learning-Systemen im Schulunterricht, insbesondere im Teilgebiet der Geometrie, sowie die Vermittlung entsprechender Prinzipien an angehende Lehrkräfte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind der Vergleich von Content-Management-Systemen (CMS) und Learning-Management-Systemen (LMS), die didaktische Konzeption von Lernsequenzen zur Geometrie, der Wandel der Lehrerrolle durch neue Medien und die Evaluation dieser digitalen Lehrinhalte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel besteht darin, den praktischen Einsatz von e-Learning im Schulalltag auf eine theoretische Basis zu stellen und aufzuzeigen, wie Lehrer durch Medienkompetenz und die Erstellung eigener digitaler Inhalte den Unterricht handlungsorientiert gestalten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur zu E-Learning und Didaktik, kombiniert mit einer praxisorientierten Entwicklung von Lernsequenzen und einer anschließenden Evaluation durch Fragebögen im Schulunterricht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über LMS/CMS-Systeme und Medienkompetenz, gefolgt von der konkreten didaktischen Konzeption und Erläuterung zweier Lernsequenzen zur zentrischen Streckung und zu den Kunstwerken von M.C. Escher.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlagworte sind e-Learning, Geometriedidaktik, CMS/LMS-Plattformen (insbesondere Web-CT), Medienkompetenz, konstruktivistisches Lernen und der Einsatz dynamischer Geometriesoftware wie DynaGeo und Cinderella.
Warum fiel die Entscheidung bei der Auswahl der Lernplattform konkret auf Web-CT?
Die Wahl fiel auf Web-CT, da es sich um eine bereits eingeführte Plattform handelte, wodurch keine weiteren Lizenzkosten entstanden, und weil es sich in Praxistests durch Schulmeister als die Plattform mit der größten Erfahrung im öffentlichen Bildungswesen und guter didaktischer Eignung herausstellte.
Welche Rolle spielt die Gruppentheorie in der zweiten Lernsequenz?
Die Gruppentheorie dient als ordnendes mathematisches Element, um die Symmetrien in den komplexen Kunstwerken von M.C. Escher analytisch zu erfassen und den Schülern einen Zugang zu abstrakten mathematischen Strukturen durch anschauliche Beispiele zu ermöglichen.
- Quote paper
- Andreas Berberich (Author), 2005, Einsatz von e-Learning in der Didaktik der Geometrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/46050