Die Arbeit setzt sich mit dem Thema Schulterproblematiken im Volleyball auseinander und behandelt dabei auch das Thema Schmerzprävention. Schmerzen sowie akute und chronische Verletzungen sind für viele Sportler ein unvermeidliches Erlebnis in ihrer Laufbahn. Kaum einer kann sich als unbetroffen bezeichnen. Immer wieder haben Spieler und Mannschaftsverantwortliche mit verletzungsbedingten Ausfällen vor oder während der Saison zu kämpfen. Derartige Ausfälle erschweren die Planung der Saisonvorbereitung und der eigentlichen Spielsaison erheblich.
Diese Problematik beeinflusst häufig die Spielergebnisse. Das wäre vermeidbar, wenn man die häufigsten Ursachen der Sportschäden erkennen und ihnen präventiv entgegenwirken könnte. Gerade, was Probleme im Schulterbereich angeht, sind Überkopfsportarten wie Volleyball, ein hoher Risikofaktor. Es stellt sich die Frage, wie häufig die Problematik bei Volleyballspielern auftritt und ob es Möglichkeiten gibt, ihre Entstehung zu verhindern.
Beginnend mit der Vorstellung der Anatomie und der typischen Krankheitsbilder der Schulter, sowie einer kurzen Einführung in die Themen Volleyball und funktionelles Training, werden die wichtigsten Grundlagen für das Verständnis geschaffen. Nachfolgend werden die Konzeption und die Ergebnisse einer Studie unter Volleyballern dargelegt und diskutiert.
Die Ergebnisse geben Aufschluss über genaue Verteilung der Schmerzen in Abhängigkeit von verschiedenen, später ersichtlichen Parametern. Aufgrund dieser Erkenntnisse werden abschließend Übungen für die schultergelenkumgebende Muskulatur vorgestellt, die die Schulter stabilisieren und auf die volleyballspezifische Belastung vorbereiten.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Volleyball
3.1.1 Spielidee
3.1.2 Physische Anforderungen
3.2 Funktionelles Training
3.3 Schulter
3.3.1 Anatomie
3.3.1.1 Knöcherne Strukturen
3.3.1.2 Muskuläre Strukturen
3.3.1.3 Ligamentäre Strukturen
3.3.2 Typische Krankheitsbilder der Schulter
3.3.2.1 Instabilität und Luxation
3.3.2.2 Impingementsyndrom
3.3.2.3 Verletzungen der Rotatorenmanschette
3.3.2.4 Läsionen des Labrum-Bizepssehnen-Komplexes/Bizepssehnenankers
4 METHODIK
4.1 Auswahl der Erhebungsmethode
4.2 Entwicklung des Fragebogens
4.3 Rekrutierung der Umfrageteilnehmer
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
6.1 Diskussion der Methodik
6.2 Diskussion der Ergebnisse
7 ÜBUNGSBEISPIELE
8 ZUSAMMENFASSUNG
9 LITERATURVERZEICHNIS
10 SONSTIGE VERZEICHNISSE
10.1 Abbildungsverzeichnis
10.2 Tabellenverzeichnis
ANHANG
Anhang 1: Fragebogen
Anhang 2: Übungskatalog
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Verbreitung von Schulterbeschwerden bei Volleyballern zu analysieren und zu prüfen, inwieweit funktionelles Training als präventive Maßnahme zur Stabilisierung und Leistungssteigerung eingesetzt werden kann.
- Anatomische Grundlagen und Biomechanik der Schulter im Volleyballsport.
- Analyse typischer Schulterverletzungen und deren Entstehungsursachen.
- Empirische Untersuchung zur Schmerzverteilung und Trainingspraxis bei Volleyballern.
- Entwicklung eines Katalogs funktioneller Übungen zur Prävention und Rehabilitation.
Auszug aus dem Buch
3.3.2.2 Impingementsyndrom
Das Impingement- oder Engpasssyndrom tritt häufig bei Überkopfsportarten auf, besonders in Verbindung mit einer Instabilität. Wie der Name schon sagt, besteht ein Platzmangel im betroffenen Gelenkraum. Durch den verkleinerten Gelenkraum werden Muskulatur, Sehnen oder Kapselanteile bei Bewegung eingeklemmt und dadurch geschädigt.
Aufgeteilt wird das Impingement in zwei verschiedene Arten. Beim sogenannten Outlet-Impingement entsteht die Verengung durch die Veränderung knöcherner Gelenkstrukturen. Beispiele hierfür sind ein zu langes oder zu stark geneigtes Acromion oder ein Knochensporn.
Die zweite Art ist das Non-Outlet-Impingement, bei dem sich die Enge als Folge von Erkrankungen oder Verletzungen entwickelt. Häufig fördern Entzündungen von Schleimbeuteln oder Sehnen den Entwicklungsprozess.
Ein Impingement entsteht in den meisten Fällen durch ein Ungleichgewicht der muskulären Strukturen, welches das ergonomische Gleitverhalten des Gelenks stört.
Bei Wurfsportlern kommt es durch die extreme Außenrotation bei der Ausholbewegung zu einer Verkürzung der posterioren Kapselanteile. Der Humeruskopf wird dadurch aus seiner optimalen Lage in der Gelenkpfanne nach vorne oben verschoben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Arbeit thematisiert die häufigen Schulterprobleme bei Volleyballern und die damit verbundenen Herausforderungen für den Trainings- und Spielbetrieb.
2 ZIELSETZUNG: Es wird angestrebt, das Verständnis für Schulterbeschwerden zu vertiefen und durch eine Studie Handlungsempfehlungen für das Training abzuleiten.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel vermittelt theoretische Grundlagen über Volleyball, funktionelles Training sowie die Anatomie und Krankheitsbilder der Schulter.
4 METHODIK: Die Konzeption und Durchführung der Online-Umfrage unter Volleyballspielern zur Erfassung von Schmerzverbreitung und Trainingsgewohnheiten wird detailliert erläutert.
5 ERGEBNISSE: Darstellung der erhobenen Daten aus der Umfrage mittels Tabellen und Diagrammen bezüglich Schmerzursachen, Diagnosen und Trainingsgestaltung.
6 DISKUSSION: Reflexion der angewandten Methodik sowie Interpretation der Studienergebnisse im Hinblick auf trainingspraktische Konsequenzen.
7 ÜBUNGSBEISPIELE: Vorstellung eines Übungskatalogs zur Kräftigung und Beweglichkeitsverbesserung der schultergelenkumgebenden Muskulatur.
8 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenführende Betrachtung der Arbeit, die den hohen Stellenwert funktionellen Trainings zur Verletzungsprävention unterstreicht.
Schlüsselwörter
Volleyball, Schulterproblematik, Funktionelles Training, Überkopfsport, Impingementsyndrom, Verletzungsprävention, Rotatorenmanschette, Trainingsgestaltung, Sportorthopädie, Schmerzdiagnostik, Leistungsfähigkeit, Biomechanik, Rehabilitation, Stabilisierung, Krafttraining.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Verbreitung und Ursachen von Schulterproblemen bei Volleyballspielern und erforscht, wie präventives funktionelles Training hier Abhilfe schaffen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Anatomie der Schulter, typische volleyballspezifische Überlastungsschäden sowie die wissenschaftliche Begründung von funktionellem Training.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu ermitteln, welche Faktoren im Training zur Entstehung von Schulterschmerzen beitragen und wie man diesen durch gezielte Übungen präventiv entgegenwirken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Studie verwendet?
Es wurde ein quantitativer Ansatz in Form eines Online-Fragebogens gewählt, um Daten von einer breiten Basis an Volleyballsportlern zu generieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Anatomie und zum Training sowie in den empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Umfrage diskutiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Volleyball, Schulterproblematik, Impingementsyndrom, funktionelles Training und Verletzungsprävention.
Warum sind gerade Angreifer im Volleyball besonders gefährdet?
Angreifer führen eine hohe Frequenz an explosiven Schlagbewegungen aus, die extreme Kräfte auf das Glenohumeralgelenk freisetzen und so das Verletzungsrisiko erhöhen.
Welche Rolle spielt die Übungskontrolle bei der Prävention?
Die Arbeit betont, dass korrekte Bewegungsausführung durch Fachpersonal essentiell ist, da die Studie zeigte, dass Betroffene häufiger eine mangelnde Übungskontrolle beklagen.
Ist ein Krafttraining für die Schulter im Volleyball ratsam?
Ja, laut den Studienergebnissen ist ein regelmäßiges, gezieltes Krafttraining für die gelenksumgebende Muskulatur eine der effektivsten Maßnahmen gegen Schulterschmerzen.
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- Anonym (Author), 2016, Schulterproblematik im Volleyball. Verbreitung und mögliche Prävention durch funktionelles Training, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/459739