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Patientenautonomie im Rahmen einer Patientenschulung

Titel: Patientenautonomie im Rahmen einer Patientenschulung

Hausarbeit , 2018 , 12 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Julia Konchakivska (Autor:in)

Medizin - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter dem medizinethischen Begriff der Patientenautonomie wird das Recht des Patienten verstanden, über jeglichen diagnostischen und therapeutischen Eingriff durch Zustimmung oder Ablehnung selbst zu entscheiden. Neben
Patientenkompetenz bzw. Gesundheitskompetenz, Patientenorientierung, Teilhabe und Empowerment gehört partizipative Entscheidungsfindung (aus dem Englischen „Shared Decision Making“, bzw. SDM) zu den Bestandteilen der Patientenautonomie.

Es ist eine relativ neue Wendung in der Medizin, die Patienten im Rahmen ihrer Behandlung immer mehr in den Prozess des Entscheidungstreffens miteinzubeziehen. Eine paternalistisch geprägte medizinische Versorgung, die noch vor ca. 30 Jahren
vorherrschend war, ist durch eine asymmetrische Kommunikation zwischen Arzt und Patienten gekennzeichnet. Im Rahmen des paternalistischen Modells verfügt der Arzt über die autoritäre Entscheidungsmacht, was die Behandlung des Patienten betrifft, jedoch übernimmt auch die volle Verantwortung für die getroffene Entscheidung. Der Patient spielt dabei eine passive Rolle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Fundierung zum Thema Patientenautonomie

2. Patientenschulung zum Thema Patientenautonomie bei Patienten mit Brustkrebs

3. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Patientenautonomie im Kontext der partizipativen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) und entwickelt ein strukturiertes Patientenschulungsmodul für Frauen mit Brustkrebs, um deren aktive Rolle im medizinischen Behandlungsprozess durch verbesserte Kommunikationsfertigkeiten zu stärken.

  • Medizinethische Grundlagen der Patientenautonomie und Shared Decision Making
  • Faktoren für eine erfolgreiche Arzt-Patient-Kommunikation
  • Barrieren der Partizipation bei chronischen Erkrankungen
  • Methodik zur Vermittlung von Kommunikationskompetenzen in Patientenschulungen
  • Praktische Strategien zur Steigerung der informierten Entscheidungsfindung

Auszug aus dem Buch

2. Patientenschulung zum Thema Patientenautonomie bei Patienten mit Brustkrebs

Das Patientenschulungsmodul umfasst 90 Minuten und wird bei Patienten mit der Diagnose „Brustkrebs“ durchgeführt. Dieses Modul findet nach dem ersten „Kennenlernen“ Modul statt, in dem sich die Teilnehmenden kennenlernten und sich über eigene Geschichten, Wünsche, Erwartungen usw. in Bezug auf die Patientenschulung austauschten. Im Rahmen des aktuellen Moduls wird der Schwerpunkt auf die Verstärkung der Partizipation von Patienten im Entscheidungsfindungsprozess durch bessere Informiertheit gelegt. Das sollte vor allem durch das Trainieren kommunikativer Fertigkeiten und sichereres Auftreten beim Patient-Arzt-Gespräch erfolgen.

Ziel 1. Vermittlung des Wissens über das paternalistische Modell und das Modell der partizipativen Entscheidungsfindung. Nicht selten erleben Patienten im Rahmen der Arzt-Patient-Kommunikation nur das paternalistische Modell. Deswegen ist es wichtig, die Patienten über die Alternativen diesbezüglich zu informieren und somit die Basis für das Verhalten im Rahmen der PEF zu erschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Fundierung zum Thema Patientenautonomie: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom paternalistischen Modell zum Shared Decision Making und analysiert die Voraussetzungen sowie Barrieren für eine aktive Patientenbeteiligung bei chronischen Erkrankungen wie Krebs.

2. Patientenschulung zum Thema Patientenautonomie bei Patienten mit Brustkrebs: Hier wird ein konkretes 90-minütiges Trainingsmodul vorgestellt, das durch Rollenspiele und gezielte Fragetechniken die kommunikative Kompetenz von Brustkrebspatientinnen in der Arzt-Patient-Interaktion steigern soll.

3. Reflexion: Der Autor resümiert die theoretischen Erkenntnisse, diskutiert die Grenzen der Partizipation bei Krisensituationen und bewertet die Potenziale sowie die praktischen Herausforderungen bei der Implementierung der Schulungsinhalte.

Schlüsselwörter

Patientenautonomie, Partizipative Entscheidungsfindung, Shared Decision Making, Arzt-Patient-Kommunikation, Brustkrebs, Patientenschulung, Patientenrechte, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Informiertheit, Behandlungsoptionen, Kommunikationstraining, Rollenspiel, Teilhabe, Chronische Erkrankungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung der Patientenautonomie und der partizipativen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) im medizinischen Alltag, speziell bei Brustkrebspatientinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Arzt-Patient-Interaktion, der Vermittlung von Informationsrechten und der praktischen Schulung von Kommunikationstechniken für Patienten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Entwicklung eines Patientenschulungsmoduls, das Patienten befähigt, aktiv an medizinischen Entscheidungen teilzuhaben und Barrieren in der Kommunikation abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung auf Basis aktueller Studienlage (Literaturanalyse) sowie die konzeptionelle Ausarbeitung eines praktischen Trainingsmoduls.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der partizipativen Entscheidungsfindung und die detaillierte Darstellung des 90-minütigen Schulungsmoduls inkl. Lernzielen und methodischem Ablauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Patientenautonomie, Shared Decision Making, Arzt-Patient-Kommunikation und Patientenschulung.

Warum ist das paternalistische Modell laut Autor oft nicht mehr zeitgemäß?

Aufgrund des heute leichten Zugangs zu Fachinformationen gelten Patienten zunehmend als Experten ihrer eigenen Lebensumstände, weshalb einseitige Entscheidungsmacht des Arztes oft zu Entscheidungskonflikten führt.

Welche Rolle spielen Rollenspiele in der entwickelten Patientenschulung?

Rollenspiele dienen dazu, in einer geschützten Atmosphäre Verhaltensweisen des paternalistischen Modells zu erkennen und neue Fertigkeiten zur Förderung der Partizipation praktisch zu erproben.

Welche Tipps gibt die Arbeit Patienten für Arztgespräche?

Es wird empfohlen, Fragen vorab in einem Notizbuch zu formulieren, diese logisch zu ordnen und bei Bedarf eine Begleitperson hinzuzuziehen, um die eigene Sicherheit im Gespräch zu erhöhen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Patientenautonomie im Rahmen einer Patientenschulung
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1.3
Autor
Julia Konchakivska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V459503
ISBN (eBook)
9783668909205
ISBN (Buch)
9783668909212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Patientenautonomie Brustkrebs partizipative Entscheidungsfindung Patientenschulung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Konchakivska (Autor:in), 2018, Patientenautonomie im Rahmen einer Patientenschulung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/459503
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Leseprobe aus  12  Seiten
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