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Die Wächterfunktion der Medien in Deutschland

Welche Rolle spielen durch investigativen Journalismus aufgedeckte politische Medienskandale?

Titel: Die Wächterfunktion der Medien in Deutschland

Hausarbeit , 2017 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Irina Christiani (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der besonderen Rolle des investigativen Journalismus mit Hinblick auf seine Wirkung auf die Demokratie und erörtert die Bedeutung durch investigative Berichterstattung ausgelöster Medienskandalen für die Wächter- oder Kontrollfunktion der sogenannten vierten Macht, der Medien.

Politische Medienskandale, die durch investigativen Journalismus ausgelöst werden, nehmen in der Geschichte vieler Demokratien einen besonderen Stellenwert ein und führen nicht selten zu strukturellen Veränderungen auf politischer Ebene. Ihnen vorausgehende, investigative Methoden zur Beschaffung potentiell skandalträchtiger Informationen bewegen sich hingegen oft zwangsläufig in einem rechtlichen Spannungsfeld der demokratischen Schutzgüter Persönlichkeitsrecht und Pressefreiheit. Im Folgenden soll zunächst unter Einbezug von Theorien der Skandalforschung untersucht werden, wie politische Medienskandale entstehen, strukturell verlaufen und sich funktional auf die Demokratie auswirken.

In einem zweiten Schritt werden die Problematik und Notwendigkeit investigativer Recherche aus medienwissenschaftlicher, medienrechtlicher und medienethischer Perspektive gegenübergestellt und diskutiert. Abschließend beschäftigt sich die Arbeit mit der Kernfrage der Rolle durch investigativen Journalismus ausgelöster politischer Medienskandale in demokratischen Systemen und bezieht diese Ergebnisse durch eine Verknüpfung der beiden ersten Kapitel auf die aktuelle Situation des politischen Journalismus in Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung und Erkenntnisinteresse

1.2 Relevanz und Forschungsstand

2 Politische Medienskandale

2.1 Vom Skandal zum Medienskandal

2.2 Verlaufsphasen des Medienskandals

2.3 Der politische Medienskandal und seine Funktionen

3 Investigativer Journalismus in Deutschland

3.1 Was ist investigativer Journalismus?

3.2 Problematik investigativer Recherchemethoden

3.3 Chancen des investigativen Journalismus

4 Investigativer Journalismus im politischen Medienskandal

4.1 Die Selbstreinigungskräfte der Demokratie

4.2 Investigativer Journalismus, die Wächterfunktion der Medien und die Inszenierungsspirale

5 Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirksamkeit des investigativen Journalismus in Deutschland im Hinblick auf dessen Wächter- und Kontrollfunktion. Ziel ist es zu analysieren, ob durch investigative Recherche ausgelöste politische Medienskandale eine konstruktive Rolle für demokratische Systeme spielen oder ob diese Prozesse durch ökonomische Zwänge und PR-Interessen instrumentalisiert werden.

  • Die Rolle des investigativen Journalismus im politischen System.
  • Strukturen und Verlaufsphasen von politischen Medienskandalen.
  • Das rechtliche und ethische Spannungsfeld investigativer Recherchemethoden.
  • Die Inszenierungsspirale in der Berichterstattung durch Annäherung von Journalismus und PR.
  • Potenziale zur Stärkung der Kontrollfunktion der Medien in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

2.2 Verlaufsphasen des Medienskandals

Noch vor seiner Publikation durchläuft der Medienskandal die präskandalöse Phase. Neben einem wahrgenommenen, vermuteten oder erfundenen Missstand für die Entstehung eines Medienskandals ist außerdem der journalistische Selektionsprozess anhand möglichst hoher Nachrichtenfaktoren Grundvoraussetzungen für eine Publikation. Diese ergeben sich durch vermeintliche oder tatsächliche moralische Verfehlungen bestimmter Akteure: Durch Skandalisierer angegriffene Institutionen und Akteure vertreten oder behaupten immer einen gewissen moralischen Anspruch, der ihre Macht in der Gesellschaft legitimiert und fördert. Die vermeintlichen oder tatsächlichen Verfehlungen solcher Akteure werden als Missstände in Form eines Machtmissbrauchs erachtet und können damit als vermeintliche Berührung mit dem „Stellhölzchen der Macht“ zum medienwirksamen Thema des Skandals werden (vgl. Burkhardt 2006 S.106). Burkhardt sagt an anderer Stelle sehr treffend, Skandale vereinbarten das ökonomische Prinzip mit dem investigativen Anspruch des Beobachtungssystems (Burkhardt 2006, S.106).

Es folgt die Publikation; und damit der Eintritt in den öffentlichen Diskurs. Skandalöse Informationen werden dabei in der Regel kontextuell negativ verzerrt und damit moralisch stark aufgeladen dargestellt: Einige Beispiele hierfür nennt Kepplinger und fasst diese Strategien der Darstellung unter dem Begriff „Horror Etiketten“ zusammen (vgl. Kepplinger 2001, S.36f.) Zwei besonders oft genutzte Horror Etiketten nach Kepplinger sind wohl optische Übertreibungen und Verbrechens-Assoziationen, also die Untermalung von Ereignissen mit symbolisch einschlägigem Bild- und Videomaterial; und im zweiten Fall die Kriminalisierung von Normverletzungen als drastischer Verstoß gegen moralische Grundsätze (vgl. ebd.).

Einmal publiziert treten die potentiellen Medienskandale nun in die Rezeptionsphase ein. Dabei wird oft beobachtet, dass die Rezeption der primären Informationen für die öffentliche Wahrnehmung als Skandal eine geringere Rolle spielt als die Reaktion der skandalisierten Akteure: Einmal in ein schlechtes Licht gerückt, wirken Versuche, sich gegen die Behauptungen der Skandalisierer zu verteidigen, im Auge der Öffentlichkeit wie „Notlügen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Rolle investigativen Journalismus für die Wächterfunktion der Medien dar und erläutert den theoretischen Rahmen sowie das methodische Vorgehen.

2 Politische Medienskandale: Das Kapitel definiert den Begriff des Medienskandals, beschreibt dessen typische Verlaufsphasen und analysiert die Funktionen politischer Skandale für die Aktualisierung von Macht und Normen in der Gesellschaft.

3 Investigativer Journalismus in Deutschland: Hier wird der investigative Journalismus als Instrument gegen das Versagen anderer Kontrollinstanzen beschrieben, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen Recherchemethoden, Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechten diskutiert wird.

4 Investigativer Journalismus im politischen Medienskandal: Dieses Kapitel verknüpft die Erkenntnisse aus den Vorangegangenen, um zu zeigen, wie investigativer Journalismus die Inszenierungsspirale durchbrechen und die demokratischen Selbstreinigungskräfte aktivieren kann.

5 Ausblick und Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit eines distanzierten, investigativen Journalismus für eine funktionierende Demokratie und bewertet kritisch die aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Schlüsselwörter

Investigativer Journalismus, Politische Medienskandale, Wächterfunktion, Pressefreiheit, Persönlichkeitsrecht, Recherchemethoden, Skandalforschung, Demokratie, Vierte Gewalt, Journalistische Ethik, Inszenierungsspirale, Machtkontrolle, Öffentlicher Diskurs, PR-System, Medienökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, die durch investigativen Journalismus ausgelöste politische Medienskandale für die Wächter- und Kontrollfunktion der Medien in der deutschen Demokratie spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Definition und Dynamik von Medienskandalen, die berufsethischen Herausforderungen investigativer Recherche und das Spannungsfeld zwischen Journalismus und PR.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob investigative Berichterstattung im politischen Medienskandal als konstruktives Kontrollinstrument der vierten Gewalt fungieren kann oder ob diese Prozesse eher instrumentalisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Skandalforschung und medienwissenschaftliche Ansätze, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit Fallbeispielen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Funktionsweise von Medienskandalen, der Problematik von Recherchemethoden im rechtlichen Graubereich und der Frage, wie investigativer Journalismus die demokratische Selbstreinigung fördern kann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Wächterfunktion der Medien, die Inszenierungsspirale, investigativer Journalismus sowie das Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechten.

Welche Rolle spielt die PR laut der Autorin?

Die zunehmende Annäherung von Journalismus und PR wird als Gefahr für die Unabhängigkeit und Wächterfunktion der Medien identifiziert, da dies oft zu einer Boulevardisierung und Oberflächlichkeit der Berichterstattung führt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des investigativen Journalismus in Deutschland?

Obwohl er als unverzichtbares Instrument zur Erfüllung der Wächterrolle angesehen wird, konstatiert die Autorin ein nur schwaches Selbstverständnis und eine unzureichende Praxis aufgrund ökonomischer Zwänge.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wächterfunktion der Medien in Deutschland
Untertitel
Welche Rolle spielen durch investigativen Journalismus aufgedeckte politische Medienskandale?
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Investigativer Journalismus in Medienrecht und Praxis
Note
1,0
Autor
Irina Christiani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V459414
ISBN (eBook)
9783668882751
ISBN (Buch)
9783668882768
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienrecht Medienskandal politischer Medienskandal investigativer Journalismus Wächterfunktion vierte Gewalt vierte Macht Inszenierungsspirale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Irina Christiani (Autor:in), 2017, Die Wächterfunktion der Medien in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/459414
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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