Eine Hausarbeit über die Beginne der Frauenbewegung, inklusive kurzem historischem Abriss des 18. und 19. Jahrhunderts.
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Bis dieser Satz so am 03. Mai 1957 in das deutsche Bundesgesetzbuch aufgenommen wurde, mussten über 100 Jahre vergehen, in denen sich Frauen aktiv in Frauenbewegungen dafür eingesetzt haben. Doch ist wirklich alles Gold was glänzt und ist die deutsche Gesellschaft eine, in der Männer und Frauen auf der gleichen Stufe stehen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Anfänge der organisierten Frauenbewegungen in Deutschland
2.1 Die Politisierung der Frau
2.2 Die Ausgangslagen der Frauen im 19. Jahrhundert
2.3 Der Weg zum Universitätsbesuch
2.4 Das Frauenwahlrecht
3. Betrachtung der aktuellen Situationen der Frauen in Deutschland und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln der organisierten Frauenbewegung in Deutschland im 19. Jahrhundert und setzt diese in einen aktuellen gesellschaftlichen Kontext, um zu prüfen, inwieweit die damaligen Forderungen heute erfüllt sind.
- Historische Entwicklung der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert
- Bedeutung der Politisierung der Frau und Frauenvereine
- Bildung und beruflicher Zugang als zentrale Forderungen
- Der Kampf um das Frauenwahlrecht
- Kritische Analyse der heutigen Gleichberechtigung anhand aktueller Indikatoren
Auszug aus dem Buch
2.1 Die Politisierung der Frau
Die ersten Frauenbewegungen entstanden im 19. Jahrhundert, also zu einer Zeit, die von Revolutionen, Kriegen und der Industrialisierung geprägt war. Ein deutscher Nationalstaat, wie er heute besteht, existierte noch nicht, das Land bestand eher als loser Staatenbund aus vielen kleineren und größeren Fürstentümer und Einzelstaaten, die sowohl außen- als auch innenpolitisch selbstständig regierten.
Bis 1815 noch herrschte Napoleon Bonaparte als Frankreichs selbsternannter Kaiser nach Eroberungszügen über große Teile Europas, so auch über Teile Deutschlands. Sein Regierungsstil sollte schließlich dazu führen, dass die Bevölkerung, beginnend in Frankreich, für einen neu aufkommenden Gedanken von Freiheit und Gleichheit zu kämpfen begann. Dieser Revolutionsgedanke packte bald ganz Europa und 1815 kam es schließlich zu Befreiungskriegen, auch in Deutschland. Anlässlich dieser Befreiungskriege, wurden in Deutschland die ersten sogenannten Frauenvereine gegründet. Diese hatten allerdings noch nicht das Ziel die Gleichberechtigung von Männern und Frauen herbeizuführen, sondern wirkten viel mehr als Hilfsorganisationen während der Revolution. Man sieht sie auch als Beginn des Berufsfelds der Sozialen Arbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Frauenrechte ein und stellt die kritische Frage, ob trotz gesetzlicher Gleichstellung im Jahr 2018 eine tatsächliche Gleichberechtigung existiert.
2. Die Anfänge der organisierten Frauenbewegungen in Deutschland: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung erster Frauenvereine im 19. Jahrhundert, ihre Politisierung sowie die Hindernisse durch staatliche Repressionen und konservative gesellschaftliche Strukturen.
2.1 Die Politisierung der Frau: Der Abschnitt beschreibt, wie durch die Auswirkungen der napoleonischen Ära und der Befreiungskriege erste Frauenvereine als Hilfsorganisationen entstanden und sich allmählich politisierten.
2.2 Die Ausgangslagen der Frauen im 19. Jahrhundert: Hier wird die Rolle der Frau als dem Mann untergeordnet beleuchtet, wobei Unterschiede je nach sozialem Stand zwischen Landbevölkerung, Industriearbeiterinnen und dem Bürgertum aufgezeigt werden.
2.3 Der Weg zum Universitätsbesuch: Dieser Teil behandelt das Ringen der Frauen um Bildungsstandards und den Zugang zur Universität, was durch Eigeninitiative von Frauenrechtlerinnen und spätere Reformen vorangetrieben wurde.
2.4 Das Frauenwahlrecht: Das Kapitel erläutert die Spaltung der Frauenbewegung in gemäßigte und radikale Lager bezüglich der Priorität des Frauenwahlrechts und dessen schließliche Einführung 1918.
3. Betrachtung der aktuellen Situationen der Frauen in Deutschland und Fazit: Das Kapitel vergleicht heutige gesellschaftliche Bedingungen mit den Forderungen des 19. Jahrhunderts und zieht das Fazit, dass trotz formaler Gleichberechtigung strukturelle Probleme wie der Gender Pay Gap fortbestehen.
Schlüsselwörter
Frauenbewegung, 19. Jahrhundert, Emanzipation, Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht, Sozialarbeit, Gender Pay Gap, Louise Otto-Peters, Bildungsstandard, Frauenvereine, Politisierung, Industrialisierung, Patriarchat, Feminismus, Gleichstellungsgesetz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der organisierten Frauenbewegung in Deutschland im 19. Jahrhundert und setzt die damaligen Bestrebungen in Bezug zur aktuellen Situation der Frau im Jahr 2018.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Politisierung der Frau, der Zugang zu Bildung und Universitäten, das Frauenwahlrecht sowie die fortbestehende Problematik der ökonomischen Ungleichbehandlung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die historischen Kernpunkte der Frauenbewegung herauszuarbeiten und kritisch zu hinterfragen, welche der ursprünglichen Forderungen heute erfüllt sind und wo weiterhin Diskriminierung besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse und einer Literaturrecherche, die aktuelle Umfragen und wissenschaftliche Erhebungen mit den historischen Entwicklungen vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Etappen der Politisierung, die unterschiedlichen Ausgangslagen der Frauen nach Schichten, den Kampf um Bildung sowie die Auseinandersetzung um das Wahlrecht innerhalb der Bewegung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Frauenbewegung, Emanzipation, Gleichberechtigung, Gender Pay Gap, Frauenwahlrecht und gesellschaftliche Geschlechterrollen.
Warum war der Zugang zu Bildung für die Frauenbewegung so wichtig?
Bildung wurde als Schlüssel zur beruflichen Perspektive und zur ökonomischen Unabhängigkeit gesehen, welche die Frauenrechtlerinnen als Grundvoraussetzung für eine echte Gleichberechtigung gegenüber Männern betrachteten.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der heutigen Situation?
Obwohl Frauen rechtlich gleichgestellt sind und hohe Bildungsabschlüsse erreichen, konstatiert die Autorin, dass strukturelle Probleme wie der Gender Pay Gap und verfestigte Stereotype weiterhin existieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Wo stünde die Frau heute ohne die großen Frauenbewegungen im 19. Jahrhundert?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/458693