Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Das Hafterleben jugendlicher Strafgefangener. Wie Jugendliche die Haftzeit erleben und was man daraus lernen kann

Titel: Das Hafterleben jugendlicher Strafgefangener. Wie Jugendliche die Haftzeit erleben und was man daraus lernen kann

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werde ich mich mit dem Hafterleben jugendlicher Sträflinge auseinandersetzen. Zunächst befasse ich mich mit allgemeinen Fakten über den Jugendstrafvollzug, angefangen von aktuellen Zahlen, gesetzlichen Grundlagen bis hin zum pädagogischen Konzept, das dem Jugendstrafvollzug zugrunde liegt. Anschließend möchte ich anhand von Berichten, Tagebucheinträgen und Gedichten von jugendlichen Gefangenen ihr individuelles Hafterleben herausarbeiten.

Auf dieser Grundlage stelle ich anschließend zur Diskussion, inwiefern Haftstrafen für Jugendliche ein erfolgsversprechendes Erziehungsmittel sind, welche Voraussetzungen dafür nötig sind, sowie welche Schwierigkeiten sich im Jugendstrafvollzug ergeben. Dies möchte ich stets im Hinblick auf die Erfahrungsberichte jugendlicher Insassen tun, um weg von einer theoretischen Betrachtung hin zu einer praxisorientierten Beleuchtung zu gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fakten über den Jugendstrafvollzug

2.1 Der Weg ins Gefängnis und seine gesetzlichen Grundlagen

2.2 Die Inhaftierten – Aktuelle Zahlen

2.3 Das pädagogische Konzept

3 Das Hafterleben jugendlicher Straftäter

4 Diskussion – Haftstrafe als erfolgsversprechendes Erziehungsmittel?

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive Erleben von jugendlichen Strafgefangenen während ihrer Haftzeit, um kritisch zu hinterfragen, inwiefern der Jugendstrafvollzug als erzieherische Maßnahme zur Resozialisierung tatsächlich wirksam ist.

  • Analyse der gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen des Jugendstrafvollzugs.
  • Untersuchung des Haftalltags anhand von Berichten, Tagebüchern und Gedichten betroffener Jugendlicher.
  • Thematisierung psychologischer Belastungen wie soziale Isolation, Machtlosigkeit und Entwürdigung.
  • Kritische Diskussion über die Wirksamkeit von Haft als Erziehungsmittel im Vergleich zu alternativen Resozialisierungsansätzen.

Auszug aus dem Buch

Die Unfreiheit des Gefangenen

Auf den ersten Blick scheint dieser Punkt trivial, da eine Haftstrafe gerade den Zweck hat, den Gefangenen in seiner Freiheit zu beschränken, zu seinem persönlichen Schutz wie auch dem Schutz der Gesellschaft. Mit der Unfreiheit ist jedoch mehr gemeint, als nur „geschlossene Türen“ (Anton In: Weipert 2003: 50), sondern auch der Druck, der durch eine permanente Überwachung ausgelöst wird und den Gefangenen in seiner Unabhängigkeit und Selbstständigkeit beschneiden („Träume erscheinen von Unabhängigkeit und Freiheit“). Diese Unselbstständigkeit ist gewissermaßen paradox, wenn man bedenkt, dass von den Jugendlichen im freien Leben das Gegenteil erwartet wird.

Unfreiheit beinhaltet ein Leben nach auferlegten Regeln, die vom Justizvollzugsbeamten vorgegeben werden. Die oftmals schwierige Beziehung zu den Beamten haben viele Gefangene betont. Von Willkür und unverhältnismäßiger Härte ist die Rede. Dabei darf sicher nicht vergessen werden, dass die meisten dieser Jugendlichen Unterordnung und Anpassung nie gelernt haben. Ein weitere Gefangener, Bernd, differenziert ganz klar in „Wir“ und „Die“, während er von frechen Beamten und Machtmissbrauch schreibt (Bernd In: ebd.: 68 ff.). Da das Personal sämtliche Aktivitäten überwacht und reguliert, wird die individuelle Handlungsfreiheit der Gefangenen verletzt. Die Bevormundung und Überwachung degradiert die Jugendlichen auf einen Kinderstatus. Die Grenze zwischen angemessener Erziehung und Verachtung durch die Beamten scheint schwer zu ziehen zu sein.

Nicht selten äußert sich Freiheitentzug in Hass auf die Umwelt. Jan Berger, der während seiner Haftzeit Tagebuch führte und dieses veröffentlichte, beschreibt sehr eindrücklich, wie er von Hass erfüllt ist: „Ich hasse alle. Ich hasse mich selbst auch. Warum ich mich hasse? Weil ich im Knast bin und andere hassen muss. […] Durch Hass vergesse ich meine ungezählten Tage. Ich muss hassen. Wenn ich nicht hasse, werde ich vielleicht selbst gehasst.“ (Berger 2000: 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Jugendkriminalität und die öffentliche Kritik an der Wirksamkeit von Jugendgefängnissen ein.

2 Fakten über den Jugendstrafvollzug: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen (JGG), aktuelle demografische Daten zu Inhaftierten sowie die pädagogischen Konzepte und Ziele des Strafvollzugs.

3 Das Hafterleben jugendlicher Straftäter: Hier wird anhand von authentischen Erfahrungsberichten und Gedichten das subjektive Erleben der Gefangenen in Kategorien wie Unfreiheit, Gewalt und Isolation analysiert.

4 Diskussion – Haftstrafe als erfolgsversprechendes Erziehungsmittel?: Es wird kritisch diskutiert, ob Haftstrafen tatsächlich kriminelle Muster aufbrechen oder durch das „Prisonisierung“-Phänomen eher verfestigen können.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Strafvollzug oft an seinen eigenen Erziehungsansprüchen scheitert und plädiert für alternative, pädagogisch orientierte Ansätze.

Schlüsselwörter

Jugendstrafvollzug, Resozialisierung, Haftalltag, Jugendkriminalität, Prisonisierung, soziale Isolation, Erziehung, Jugendgerichtsgesetz, pädagogische Konzepte, Subkultur, Machtmissbrauch, Gewaltprävention, Identitätsverlust, Straffälligkeit, Entlassungsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Alltag und dem subjektiven Erleben von inhaftierten Jugendlichen in deutschen Strafvollzugsanstalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Feldern gehören die gesetzlichen Rahmenbedingungen des JGG, der pädagogische Resozialisierungsansatz und die psychischen sowie sozialen Auswirkungen des Anstaltslebens auf die Insassen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Haftstrafen bei Jugendlichen tatsächlich als erzieherisches Mittel zur Wiedereingliederung funktionieren oder ob sie bestehende kriminelle Karrieren eher fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Auswertung von Erfahrungsberichten, Tagebucheinträgen und Gedichten, ergänzt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine faktenbasierte Darstellung des Vollzugssystems und eine phänomenologische Analyse des Hafterlebens, unterteilt in Themen wie Unfreiheit, Besitzlosigkeit und Gefühlslosigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Besonders prägend sind die Begriffe Resozialisierung, Prisonisierung, Jugendstrafvollzug und die pädagogische Qualitätssicherung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Anstaltspersonals?

Das Personal wird als zwiegespalten wahrgenommen: Es soll einerseits Autoritätsperson und Sicherheitswächter sein, andererseits eine vertrauensvolle erzieherische Beziehung zum Jugendlichen aufbauen.

Welche Bedeutung kommt der "Tiermetaphorik" in den Berichten zu?

Die Jugendlichen nutzen Begriffe aus der Tierwelt (Zoo, Gorilla, Schlangen), um ihre Ohnmacht, die hierarchische Gewaltstruktur und das Gefühl, nur als Objekt behandelt zu werden, auszudrücken.

Was schlägt die Autorin als Alternative zur klassischen Haft vor?

Sie plädiert für kleinere Wohngruppen mit familienähnlichen Strukturen und eine stärkere präventive Förderung in sozialen Einrichtungen, bevor eine Haftstrafe notwendig wird.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Hafterleben jugendlicher Strafgefangener. Wie Jugendliche die Haftzeit erleben und was man daraus lernen kann
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Sozial- und Organisationspädagogik)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V457996
ISBN (eBook)
9783668893320
ISBN (Buch)
9783668893337
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Organisationspädagogik Gefängnis Jugendliche Hafterleben Gedicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Das Hafterleben jugendlicher Strafgefangener. Wie Jugendliche die Haftzeit erleben und was man daraus lernen kann, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/457996
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum