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Social Bots aus rechtlicher Sicht

Title: Social Bots aus rechtlicher Sicht

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lina Holl (Author)

Law - Media, Multimedia Law, Copyright

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Der Anteil der Menschen in Deutschland, die politische Information aus dem Internet beziehen, steigt stetig an. Das Internet bietet somit die Chance vor allem junge Menschen für politische Inhalte zu begeistern. Aktuell wird jedoch diskutiert, ob Abstimmungen und Wahlen durch Social Bots im Internet manipuliert werden und somit die Demokratie gefährden können. Obwohl sehr viel über Social Bots und ihre Auswirkungen diskutiert wird, gibt es noch keine rechtlichen Grundlagen und Entscheidungen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren soll versucht werden die Verwendung von Social Bots rechtlich einzuordnen. Es soll untersucht werden, in wie weit die aktuellen deutschen Gesetze auf die Social Bots anwendbar sind und ob ein Eingreifen der Politik in dieses Thema notwendig ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Begriffsdefinition „Social Bot“

C. Rechtliche Problemfelder

I. Anonymität des Social Bot Verwenders

II. Meinungsfreiheit

1. Verwendung durch eine natürliche Person

2. Verwendung durch einen Staat

III. Demokratieprinzip

D. Lösungsansätze

I. Plattformen – Störerhaft

II. Meinungsvielfalt und Staatsferne

E. Fazit und Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtliche Einordnung von Social Bots im Kontext der politischen Meinungsbildung in Deutschland. Dabei wird analysiert, ob aktuelle deutsche Gesetze ausreichen, um die mit dem Einsatz dieser autonomen Systeme verbundenen Risiken für die Meinungsfreiheit und das Demokratieprinzip zu regulieren.

  • Rechtliche Einordnung von Social Bots im deutschen Rechtsraum
  • Analyse der Meinungsfreiheit bei automatisierten Beiträgen
  • Einfluss von Social Bots auf das Demokratieprinzip
  • Störerhaftung von Plattformbetreibern bei Rechtsverletzungen
  • Anwendung von Rundfunkstaatsvertrags-Prinzipien auf soziale Medien

Auszug aus dem Buch

C. Rechtliche Problemfelder

Ein rechtliches Problem, welches im Zusammenhang mit der Verwendung von Social Bots entsteht, ist die Anonymität des Verwenders. Da Social Bots mit gefälschten Identitäten arbeiten, ist es nicht möglich, den Verwender oder Programmierer dieser Software ausfindig zu machen, um ihn im Falle eines Gesetzesverstoßes dafür verantwortlich machen zu können. Die Anonymität und Zulässigkeit der Nutzung eines Pseudonyms ist im Telemediengesetz § 13 Abs. 6 geregelt, welcher besagt, dass „der Dienstanbieter […] dem Nutzer die Inanspruchnahme von Telediensten […] anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen [hat], soweit dies technisch möglich und zumutbar ist […].“ Zudem darf der Betreiber einer Plattform im Sinne des § 12 Abs. 2 TMG die persönlichen Daten der Nutzer nur dann herausgeben, wenn es ihm durch ein Gesetzt erlaubt ist oder der User der Herausgabe seiner Daten zugestimmt hat.

Auch bei Gesetzesverstößen im Internet, wie der Verletzung der allgemeinen Persönlichkeitsrechte, bleibt laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom Juli 2014 das Recht auf Anonymität im Internet bestehen. Demnach ist der Betreiber einer Internetplattform nicht dazu befugt die persönlichen Daten der Nutzer preiszugeben. Dem Betroffenen steht jedoch ein Unterlassungsanspruch gegen den Plattformbetreiber zu. Eine Auskunftspflicht über die personenbezogenen Daten besteht erst sobald die Daten für die Strafverfolgung relevant sind.

Durch die Anonymität ist es daher erschwert herauszufinden, ob es sich bei den Profilen um Social Bots handelt oder nicht. Bei Verletzung der allgemeinen Persönlichkeitsrechte durch eine beleidigende Aussage eines Social Bots, kann der Betroffene daher nicht unterscheiden, ob die Verletzung durch eine natürliche Person oder einen Social Bot stattfindet. In beiden Fällen kann er bei dem Betreiber der Plattform einen Unterlassungsanspruch geltend machen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung des Internets für die politische Information und die damit verbundene Sorge vor einer Manipulation der Demokratie durch Social Bots.

B. Begriffsdefinition „Social Bot“: Es wird definiert, dass Social Bots autonome Software-Roboter in sozialen Netzwerken sind, die darauf programmiert sind, menschliches Verhalten zu imitieren und Meinungsbildungsprozesse zu beeinflussen.

C. Rechtliche Problemfelder: Dieser Abschnitt beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Anwendern durch Anonymität, prüft die Reichweite der Meinungsfreiheit für automatisierte Systeme sowie die Gefahr für das Demokratieprinzip.

D. Lösungsansätze: Hier werden Lösungsansätze diskutiert, insbesondere die Störerhaftung der Plattformbetreiber und die Übertragung von medienrechtlichen Prinzipien wie Staatsferne und Meinungsvielfalt auf soziale Netzwerke.

E. Fazit und Handlungsempfehlungen: Die Arbeit resümiert, dass der Gesetzgeber gefordert ist, schnell zu handeln, ohne den technologischen Fortschritt zu hemmen oder die Meinungsfreiheit durch Zensur zu gefährden.

Schlüsselwörter

Social Bots, Meinungsfreiheit, Demokratieprinzip, Anonymität, Plattformbetreiber, Störerhaftung, Rundfunkstaatsvertrag, Meinungsbildung, Internet, Persönlichkeitsrechte, Automatisierung, Gesetzgebung, Soziale Netzwerke, Meinungsvielfalt, Staatsferne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Situation beim Einsatz von Social Bots zur politischen Meinungsbeeinflussung in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Social Bots, die Anonymität im Netz, die Meinungsfreiheit und die Auswirkungen auf demokratische Prozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das geltende deutsche Recht auf Social Bots anwendbar ist und ob ein politisches Eingreifen erforderlich wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es erfolgt eine juristische Einordnung auf Basis existierender Gesetze, Rechtsprechung (insb. BGH-Urteile) und medienrechtlicher Prinzipien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der rechtlichen Problemfelder sowie die Erörterung konkreter Lösungsansätze für soziale Netzwerke.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Social Bots, Meinungsfreiheit, Demokratieprinzip, Störerhaftung und Regulierung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen privater und staatlicher Nutzung von Social Bots?

Die Arbeit stellt klar, dass sich natürliche Personen auf die Meinungsfreiheit berufen können, während Staaten dies als Grundrechtsträger nicht können, was eine unterschiedliche rechtliche Bewertung erfordert.

Warum wird die Störerhaftung als Lösungsansatz kritisch betrachtet?

Die Störerhaftung wird zwar als Werkzeug zur Löschung von Inhalten gesehen, gilt jedoch aufgrund der schieren Menge an Social-Bot-Nachrichten als sehr zeitaufwendig und ineffizient.

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Details

Title
Social Bots aus rechtlicher Sicht
College
Technical University of Ilmenau
Grade
1,3
Author
Lina Holl (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V457960
ISBN (eBook)
9783668873353
ISBN (Book)
9783668873360
Language
German
Tags
Social Bots Meinungsfreiheit Recht Medienrecht Demokratie Lösungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lina Holl (Author), 2017, Social Bots aus rechtlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/457960
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